Ist aber nicht der Anlass für den Blog. Wobei ich mich erwischt habe, mal wieder einen Song laut mitgesungen zu haben.
Weiterhin ist seit meinem letzten Eintrag hier auf der Seite auch schon wieder eine ganze Menge passiert. Die Erkältung ist weg, das Metallica-Konzert steht immer noch nicht zur Verfügung, und ich stehe mal wieder im Prüfungsstress. Diesmal aber zum ersten mal auf der anderen Seite, aber meine Arbeit soll hier auch nur bedingt Thema sein. Wobei auch da manchmal alles anders und doch anders ist.
Wir "studierten" kommunizieren manchmal auf einem interessanten Weg und haben mitunter merkwürdige, aber interessante Gedankengänge.
Zum Beispiel ging es um Veränderungen im Leben anderer, in Deutschland, und im allgemeinen. Diese Unterhaltung endete in der Feststellung, dass man Personenabhängig die Antwort gibt. Denn, wer fragt, liegt vorne. Wobei es auf die Formulierung ankommt. Stellt mir jemand eine patzige Frage, bezweifle ich, das er eine höfliche Antwort bekommt. Wenn jemand allerdings höflich fragt, bekommt er -in der Regel- auch eine höfliche und/oder ausführliche Antwort. Und trotzdem konnte ich es abwehren, das ich einem meiner Prüflinge den Fragebogen beantwortet habe. Ich hab ihn nur in die richtige Richtung geschoben, damit er das Kreuz an der richtigen Stelle macht, aber von alleine drauf kommt. Gar nicht so einfach, wenn man es nicht anders kennt oder nicht weiß, wie man etwas offensichtliches umschreiben soll.
Es gibt Dinge, die man nicht ändern oder beeinflussen kann. Dubai ist dafür ein gutes Beispiel. Grade erst so halbwegs aus der Immobilien-/Wirtschaftskrise am verdauen und wieder ein paar Kröten in der Tasche, schon werden wieder große Pläne und Taten angestrebt. Gerade erst vor ein paar Tagen hat Dubai 4 neue Polizeiautos in Dienst gestellt. An sich nichts besonderes und passiert fast überall auf der Welt fast jeden Monat. Aber wenn es sich bei diesen Autos um einen Ferrari FF, einen Lamborghini Aventador, einen Bentley Continental GT und einen Mercedes SLS handelt, dann ist das doch schon etwas besonderes. Ich WILL gar nicht wissen, was es kostet, wenn man diese Autos "von der Stange" kauft. Dazu noch der Umbau für die Bedürfnisse der Polizei, und, und, und.
Obwohl die Finanzlage in Dubai immer noch angespannt ist, scheint man nicht von dem ganzen Prunk und Protz nicht abweichen zu wollen. Bleibt also alles unverändert, und egal wann man kommt: Dubai wird immer so aussehen, bis eines Tages das Öl zu Ende ist.
Die Autos sind übrigens nicht für die Verbrecherjagd mit Höchstgeschwindigkeit gedacht, sondern rein zu Öffentlichkeitsdienlichen Zwecken angeschafft. Diese 4 Autos sollen in den Touristenregionen (Dubai Downtown, Jumeirah) Streife fahren und Präsenz zeigen. Verfolgungsjagden gibt es hier eh nicht so oft. In den VAE gilt eine allgemeine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h; geblitzt wird ab 140 km/h und die Blitzerdichte in Dubai ist knapp unter 2 km pro Blitzer. Diejenigen die schneller fahren interessieren auch keine Bussgelder, aber man kann den Weg immerhin nach verfolgen. Abgesehen davon ist die Kriminalität in diesem Land -nach eigenen Angaben- auf ein Minimum beschränkt. Ist aber ein anderes Thema.
Ein anderes gern angesprochenes Thema ist meine bevorstehende Hochzeit.
In Kombination mit unserem dauerhaften Wohnsitz in den Emiraten kann das schon interessant sein, denn wir haben festgestellt, das nicht jeder so häufig in Deutschland ist, wie ich zum Beispiel. So war ein Kollege seit mittlerweile seit 15 Monaten nicht mehr in Deutschland. So kam man auf den Gedankengang, das manche Ehe kürzer hält, als diese eben erwähnten 15 Monate. Wie würde man dann reagieren, wenn man nach 15 Monaten mal wieder nach Deutschland kommt, und jemanden fragt, was sich so getan hat und der antwortet dann: "Hochzeit und Scheidung, also alles wie vorher." Wobei das nur bedingt stimmen muss. Kommt immer ganz auf den Rosenkrieg darauf an und auf den Scheidungsrichter. Immerhin schön, dass der Kollege direkt hinterher geschoben hat, dass er mir da nicht wünscht. Ich hab mich dann mal versucht in eben diese Situation rein zu versetzen und kam zu dem Schluss, dass es Personen- und Fragestellungsabhängig davon ist, wie ich reagieren würde. Womit wir wieder am Anfang wären. Wer fragt, führt. Und wie man fragt ist sehr wichtig. Es gab noch andere Beispiele, aber die möchte ich hier nicht weiter verbreiten, da es teilweise doch pikante und persönliche Inhalte hatte, die ich nicht teilen werde.
Ich fand nur den Gedankengang interessant und wollte euch den nicht vorenthalten.
Bleibt festzuhalten, das egal, wie es sich ändert, am Ende doch wieder fast alles gleich ist.
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