Montag, 9. Dezember 2013

Knapp ist immer eine Frage der Definition!

Sport treiben bedeutet, dass man nicht nur 2x die Woche ins Gym geht, oder wie hier in Abu Dhabi möglich isst, über die Formel 1-Strecke läuft oder radelt (immer Dienstags, ich berichtete ja schon über TrainYas) sondern auch das man hin und wieder mal raus muss zum laufen oder Radfahren.

Heute war wieder so ein Tag. Da ich an meiner Gesundheit schon interessiert bin, versuche ich stark befahrene Straßen zu vermeiden, fahre auf dem Seitenstreifen (sofern vorhanden) oder laufe auf dem Gehweg. Klingt logisch und vernünftig.
Hier in Baniyas ist der Verkehr relativ überschaubar, wenn man die Hauptstrecken meidet. Dementsprechend sah auch meine Laufroute für heute aus. Die Strecke kenne ich, weil ich sie streckenweise öfter laufe, oder auch mal mit dem Rennrad fahre. Die Autos kann ich meist -bis auf den Teil süd- und westlich der Mall- an einer Hand abzählen.

Links ist meine gesamte Runde zu sehen und um den Ausschnitt rechts geht es mir.
Oberhalb der roten Linie ist Straße. Ich laufe immer auf dem Gehweg, hat den Vorteil, dass man Autos nicht ausweichen muss und auch die Speedhumps umgehen kann und (mittlerweile) ein Bodenniveau hat.
Unterhalb der roten Linie ist festgefahrener Sand, Baustelle und eine gelegentlich benutzte Abkürzung zu unserem Wohnhaus und der Rückseite der Mall.

Aus dem Augenwinkel sah ich ein Taxi, dass parallel auf der rechten Seite (also auf dem Grund) zu mir entlangfuhr. Ich konnte mich also schon mal darauf einstellen, dass das Taxi in ein paar Metern über den Gehweg, die Rampe runter auf die Strasse möchte.

Der Abstand allerdings, in dem das passierte war ziemlich knapp.
Ein Schritt weiter vorne und das Taxi wäre mir über den Fuss gefahren.
Zwei Schritte weiter vorne und der liebenswerte Fahrer hätte mich aufgegabelt.

Der erste Zacken nach unten weg ist mein ausweichen und ein liebenswerter Klopfer mit der flachen Hand auf den Kofferraumdeckel.
Beim weiterlaufen rief mir der Taxifahrer was hinterher und es entwickelte sich eine kleine und kurze Diskussion. Das er beim Überfahren eines Fussgängergehwegs die Vorfahrt der Fussgänger zu beachten hat, ist ihm vermutlich immer noch nicht bewusst.

Vielleicht hätte ich mit den 2,irgendwas Kilometer Anlauf eine elegante Rolle über seine Motorhaube machen sollen... Die Idee kam mir aber leider erst später. Immerhin laufe ich ja, um meinen Kopf frei zu bekommen (und um in form zu sein, für meine sportlich gesetzten Ziele).
Das Beweis-Foto dazu gibt es ja auch schon...

Folglich kann der Fahrer auch froh sein, dass ich mir weder Lizenz- oder Fahrzeugkennzeichen gemerkt habe, sonst gäbe es jetzt eine dicke Beschwerde an Abu Dhabi Transport.
Immerhin habe ich keine große Lust ein Teil der Verkehrsunfallstatistik zu werden!

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Baniyas FC vs. Al Ain FC - Fussball in den Emiraten

Nach langer Funkstille im Blog und meinem Besuch im Stadion wollte und muss ich unbedingt mal wieder ein wenig was loswerden...

Zum einen:
Fussball ist schon etwas merkwürdiges in diesem Land.
Via PayTV bekommt man die Top-Spiele der Top-Ligen live und teilweise mit englischem Kommentar ins Haus geliefert, aber wenn der Verein um die Ecke spielt bekommt man nichts davon mit, außer man sucht sich die Anstoßzeiten umständlich selbst im Internet.
Auch komisch klingen die Anstoßzeiten, aber 16:50 Uhr ist eine relativ logische Schlussfolgerung, wenn man bedenkt, dass gegen 17:30 die Sonne untergeht und (für die gläubigen Moslems) dann eine weitere Gebetszeit angesetzt ist.

In der neu umgetauften Arabian Gulf League (früher: UAE Pro League) ist das Spiel ein Treffen von Tabellennachbarn vor dem Spieltag.
Baniyas auf 4, Al Ain auf 5. Baniyas allerdings nach dem 9. Spieltag mit einem Punkt mehr auf dem Konto (15 zu 14 Punkte). Also bei 28°C schön ins Stadion. Am 5. Dezember!
Das Stadion im Shamkha ist jetzt nicht das tollste, neuste oder größte, aber es hat doch einen gewissen Charme.

Angenehmer Aspekt: Der Eintritt ist, solange man nicht VIP sitzen will und mit Getränken beliefert werden möchte, KOSTENLOS. Dafür sind die Sitze dann zwar gepolstert, aber nicht so bequem wie im VIP-Bereich, aber es gibt schlimmeres. Nur, dass ich mit meinem Tshirt immer an der Rückenlehne blieb, war nicht so toll. In 2 Wochen gegen Al Jazeera also vielleicht mal darüber nachdenken doch VIP-Ticket zu nehmen.

Auf dem Bild oben ist es noch eine halbe Stunde bis zum Anpfiff und wie zu sehen ist, bin ich noch ziemlich allein im Stadion. Wird sich aber noch ändern. 
Wie bei meinen letzten Besuchen schon (in Kalba und beim AG Supercup) war der Support schon ungewöhnlich. Wer sich selbst einen Eindruck davon machen möchte. Bitte schön:



Das spiel war relativ mittelmäßig. Eine Menge Fehlpässe und Pfiffe. Sowohl vom Schiedsrichter, als auch vom Publikum. Insgesamt hatte man den Eindruck, dass der ein oder andere Spieler von Al Ain im Radius von 3 Meter eines Gegenspielers einfach nur umfallen muss und er bekommt den Freistoß.
Im Besonderen trifft das -meiner Meinung nach- auf Spieler Nummer 10, Omar Abdulrahman von Al Ain zu. Der lag gefühlt mehr auf dem Boden als dass er spielte, was auch schon beim AGSupercup aufgefallen war.
In der 28. Minute dann mal ein wirkliches Foul, was eigentlich relativ unspektakulär war, aber Baniyas-Spieler Nummer 11, Carlos Andres Munoz, musste mit Kopfverband weiterspielen, während sein Gegenspieler (Nummer 25) Ahmed Al Shamsi ins Krankenhaus gebracht werden musste. Von hier aus "Gute Besserung".
Es fiel allerdings auf, dass der Chilene Munoz vom Unparteiischen relativ ignoriert wurde als dieser nach komplettem Wechsel des blutverschmierten Outfits, an der Mittellinie warten lies.
Baniyas war dann bis zur Halbzeit stärker, obwohl das Spiel sehr stark vom Schiedsrichter zerhackt wurde. Kaum 2 Minuten Spielfluß am Stück. Pausenlos Pfiffe, Proteste und Freistöße. 4 Minuten Nachspielzeit waren natürlich nur eine logische Konsequenz des Spielverlaufs, dass es am Ende 7 Minuten waren, wunderten mich auch nicht.

In der zweiten Halbzeit war erstmal weiterhin Baniyas am Drücker, was  aber von Pfiffen des Schiedsrichter relativ verhindert wurde. Als man dann versuchte mit einer Schwalbe einen Elfmeter zu schinden war die gelbe Karte leider nur die logische Konsequenz (48. Minute).
In der 52. Minute dann allerdings das erlösende 1:0 für Baniyas. Nur leider machte Al Ain von dort an mehr Druck, was darin endete, dass in der 79. Minute der Ausgleich fiel.

Randnotizen, die mir noch aufgefallen sind:
Baniyas ist sehr faul und träge, was Spielerwechsel angeht. 
Der Torhüter Sultan Musabbeh wurde während des Spiels 3x behandelt und jedes mal so lang, dass eine Auswechslung schneller und vermutlich auch sinnvoller gewesen wäre.
Carlos Andres Munoz musste einmal sein komplett blutverschmiertes Dress wechseln und insgesamt 4x neu verbunden werden. Kampfsau, aber ob das mit einem 5 cm Cut an der linken Schläfe so gut ist bleibt mal dahin gestellt. Besonders, wenn es sich um so ein Kopfballmonster wie Munoz handelt.

Leider wurde mir nicht gestattet meine Nikon mit ins Stadion zu nehmen, aber iPhone macht ja auch ganz gute Fotos.


Freitag, 8. November 2013

Große Erwartungen...

Hatte ich an mich selber, da ich mir selbst vorgenommen hatte, hier dieses Jahr etwas aktiver zu sein, aber das bisherige Ergebnis ist do eher ernüchternd.
Trotz allem Danke für mittlerweile über 20.000 Klicks.

Große Erwartungen ist nicht etwa die Rezession des Buches von Charles Dickens, sondern der Bericht über meinen Ausflug nach Dubai um bei der groß angekündigten "Big car parade" Fotos zu machen. Angekündigt im Rahmen der Dubai International Motor Show mit einer Route quer durch Dubai vorbei an der Zuschauermeile am Emaar Boulevard rund um den Burg Khalifa.

Das ganze begann schon mal damit, dass die Veranstaltung nicht wie angekündigt um 15:30 Uhr da war, sondern mit deutlich Verspätung. Kann man -wenn man den Verkehr in Dubai kennt- mit Leben und kann vorkommen. Bin ich so ziemlich der letzte, der etwas dagegen hat. Man kann es sich ja schön gemütlich machen. Restaurants und ähnliches gibt es genug, reizte mich aber nicht und so wartete ich und hoffte auf die angekündigten Autos. Unter anderem die Supercars der Dubai Police, ein Swarovski-Kristall besetzter Hummer H2, einen Range Rover mit Dirham-Münzen beklebt, einen 5,48 Meter langen Cadillac und Autos bis zurück ins Jahr 1912...
Das Interesse war also geweckt und die Begeisterung und Resonanz war beeindruckend, aber nicht überwältigend. Also konnte man sich schon einen guten Platz aussuchen.
Bringt aber nichts, wenn das ganze mal wieder nicht mit der üblichen deutschen Präzision geplant wird.

Wenn man eine Wagen-Parade ankündigt, erwartet man doch irgendwie, dass die Autos eins hinter dem anderen kommt und das ganze ohne Unterbrechung geht von Anfang bis Ende und ähnlich wie die Kolonne alle Autos als eines gelten.
Leider sah die Realität etwas anders aus.

Der Anfang durch die Police Supercars (Mercedes SLS, Lamborghini, G-Klasse Brabus und ein Bugatti - also nur die Hälfte der Supercars im Einsatz) kamen diverse zivile Bugatti, einige Ferrari und auf einmal war ziviler Verkehr zwischen den ganzen anderen Autos. Fotos machen nahezu unmöglich und die Laune relativ im Keller.



Das ein oder andere Foto ist dann aber doch entstanden, aber bei über 400 angekündigten Autos 11 Fotos ist zu mager.
Der Hummer, und viele andere angekündigte Autos sind leider auch nicht vorbei gekommen und ich hab fast bis Sonnenuntergang mit einigen anderen Hobbyfotografen an der Strasse verharrt.

Wenn sowas wieder in Dubai stattfinden sollte, bitte besser organisieren. Mir half diese Organisation auf jeden Fall bei meiner Entscheidungsfindung.
Am Nationalfeiertag (2.12.) soll eine Fahrrad-Parade von Dubai Union-Flag nach Abu Dhabi Union-Flag gehen. Ungefähr 150 Kilometer. Wenn ich aber sehe, wie das mal wieder organisiert war, werde ich mich zu meinem Duathlon bewegen und auf abgesperrten Strecken radeln und laufen.


Donnerstag, 3. Oktober 2013

Wenn die Post zweimal klingelt....

..gibt es immer wieder interessante Geschichten zu erzählen.

Dank eines Kollegen habe ich mich damals für das Treueprogramm der Hard Rock Café-Kette eingetragen.
Früher hieß das All Access, seit gut einem Jahr ist dies nun eine Sache namens Hard Rock Reward.
Soweit so gut.
Da ich früher, als ich noch in Fujairah lebte öfter dort war, machte dies Sinn. Seit ich in Abu Dhabi lebe bin ich nicht mehr so häufig dort, was auch an den geänderten Arbeitszeiten liegt. Die Strecke ist jedenfalls die gleiche (ungefähr).

Leider gab es bei der Umstellung im Januar einige Schwierigkeiten und meine Mitgliedskarte war angeblich "nicht zustellbar".
Nach einigem hin und her, diverser persönlicher und teilweise Email-Kommunikation wurde mir meine Karte am 17.6.2013 ein zweites Mal verschickt.

Heute, am 3.10.2013, lag dann auf meinem Schreibtisch ein Briefumschlag aus Jamaica, NY auf meinem Schreibtisch. Wobei Briefumschlag schon etwas geschmeichelt ist. Schwarze Luftpolsterfolie an allen Seiten verschweißt kann man nicht unbedingt als Kuvert gelten lassen. Aber nun gut. Ich freue mich, dass die Karte es endlich geschafft hat.
Als Zugabe gab es sogar noch einen ganz netten Anstecket (siehe auf dem Foto oben), doch die Freude währte nicht sehr lange. Warum? Seht selbst:


Ein hoch auf die Schnelligkeit der Post. Die Karte kam einen Tag nach Ablaufdatum an....!

Dienstag, 24. September 2013

Bundestag 2013 und die 5%-Hürde

Da ich momentan relativ viel Freizeit habe, bin ich ziemlich viel in den sozialen Medien wie FB unterwegs.
Die Vielzahl der Informationsmöglichkeiten ist schon faszinierend. So fand ich zum Beispiel über einen Kollegen eine Seite, die mit den Irrtümern über den Islam, die Rolle Amerikas in der Welt usw. aufräumt bzw. aufräumen will.
Dort feierte man ein wenig den Auszug der FDP aus dem Bundestag, was historisch ist, da die FDP in dieser Legislaturperiode zum ersten Mal seit Gründung der Bundesrepublik nicht vertreten ist.

Oftmals gehe ich mit den Machern der Seite überein, aber ich finde es irgendwie unlogisch, wenn man einerseits sich freut, dass die FDP es wegen der 5%-Hürde nicht in den Bundestag schafft, aber andererseits jammert, dass es neue Parteien mit teilweise ungewöhnlich klingenden Wahlprogrammen es nicht in den Bundestag schaffen.

Als Hintergrundinformation: Die 5%-Hürde wurde für die Bundesrepublik festgelegt, um die Handlungsfähigkeit des Kabinetts zu gewährleisten. Wenn es diese Mindestanforderung nicht geben würde, könnten sich Verhältnisse aus der Weimarer Republik wiederholen, wo bis zu 24 unterschiedliche Parteien darüber debattierten, wie es weitergehen solle. Und wenn man innerhalb von 14 Jahren 13 Reichskanzler hat, spricht das auch eine deutliche Sprache.

Der Betreiber der Seite hat versucht uns vorzurechnen, dass diese Wahl NICHT der Wille des Volkes -wegen der 5%-Hürde- sei. Ich stimme in soweit zu, dass die Berechnung etwas merkwürdig ist, aber eine Absenkung auf 3% die reichen sollen für den Einzug in den Bundestag, bin ich auch nicht begeistert.
1. Wäre die FDP dann wieder im Bundestag und Mutti könnte weitermachen wie bisher.
2. Wären es nicht nur 6 Parteien, sondern wir wären sehr schnell wieder bei sehr vielen Parteien.

Die Berechnung (übernommen von FB-Seite USrael):
61,8 Mio. Wahlberechtigte
ca. 43 Mio. abgegebene Stimmen (71,5%)
IM Bundestag sind:
CDU/CSU - 41,5%
SPD           - 25,7%
Linke         -   8,6%
Grüne        -   8,4%

NICHT IM Bundestag sind:
FDP - 4,8%
AfD - 4,7%
Piraten - 2,2% 
Sonstige - 4,1%          = 15,8% sind nicht im Bundestag von 43 Mio. Wählern

Im Endeffekt bedeutet das, dass weiteren 6,9 Mio. Menschen deren 2. Stimme nutzlos geworden ist.
Und 36 Mio. wählende Menschen insgesamt für das Schicksal Deutschlands entschieden haben. Man bedenke 61,8 Mio. sind wahlberechtigt.

Natürlich ist es ein wenig befremdlich, aber ich bin schon froh, über die 5%-Hürde. Ja, die Piraten hätten es auch nicht mit der 3%-Hürde geschafft, aber das ist ein anderes Thema. Ebenso wie die AfD, mit denen ich mich in den nächsten Tagen befassen werde.

Nun geht es für die Herrschaften in Wiesbaden und Berlin an die Regierungsbildung. In den Medien hört man immer wieder "Dazu hat man nun Zeit." Warum???
Wird unser Staat momentan von sich selbst regiert? Wow - Warum wählen wir dann noch?

Da in beiden Fällen die CDU stärkste Partei, aber nicht alleine mehrheitsfähig ist, benötigt man einen Koalitionspartner. Eine große Koalition wäre das denkbar schlechteste für unser Land. Worauf das hinausläuft haben wir ja bereits gesehen.
Die CDU/CSU ist gespalten, was die Partner angeht. So wollen die moderateren Mitglieder auch mit den Grünen Gespräche über eine Regierungsbildung reden, was ich begrüßen würde. Es wäre zwar ein Experiment, aber ohne Experimente wäre manche Erfindung unentdeckt geblieben. Leider sehen es die "Hardliner" der CSU anders und sagen "NICHT MIT UNS!".
Schade, wieder mal die Chance vertan sich in ein besseres Licht zu rücken.
Wann schaffen wir es endlich Bayern in die Selbstständigkeit zu entlassen oder an Österreich zu verkaufen?.
Unterm Strich haben wir gewählt und jetzt bleibt abzuwarten, was als geringstes Übel raus kommt.

Zum Abschluss noch einen schönen Beitrag von Volker Pispers auf youtube gefunden, den ich euch nicht vorenthalten will.



Montag, 23. September 2013

23. September 2013

Heute ist Tag-/Nacht-Gleiche. Also ist sowohl Nacht, als auch Tag exakt 12 Stunden lang und trotzdem kommt es mir vor wie der längste Tag.

Deutschland hat gewählt und das Ergebnis ist: "Mutti wirds schon richten."

Im Grunde waren die Wahlkämpfe, wie schon länger zu beobachten, nicht Inhaltsorientiert sondern Personenbezogen. So wie der Eindruck aus den USA kommt. Da wird auch derjenige Präsident, der am besten aussieht und das meiste Geld im Rücken hat.
(Ja, ich bin nicht begeistert von Obama.)

Nun hatte Deutschland gestern also die Wahl zwischen Muttis Raute und Peers Finger. Und was steht dahinter?
Was waren die Konzepte und Wahlkampfthemen?
Nichts hat sich wirklich festgesetzt, außer König Horst´s Forderung nach einer PKW-Maut.

Halte ich für keine SOOO schlechte Idee, wenn sie richtig durchgeführt wird, wovon man allerdings nicht ausgehen darf.
Wahlkampf wird meiner Meinung nach eh überbewertet, da man sich ein Gesamtbild der letzten Legislaturperiode machen sollte und danach stimmen sollte.

Das Ergebnis dafür lieferte die FDP ein schönes Beispiel. Sie scheiterten an der 5%-Hürde, die zwar eine gute Einrichtung aus der Weimarer Republik ist, aber in Europa leider umstritten und angeblich auf dem Brüsseler Prüfstand steht.

Erschreckend finde ich allerdings das die CDU/CSU fast eine absolute Mehrheit eingefahren hat. Was hat Mutti richtig gemacht? Oder war es für meine deutschen Mitbürger die Wahl des geringeren Übels?
Wo ich grade schreibe CDU/CSU...
Warum dürfen 2 Parteien, die sich zwar gleich orientieren, aber unterschiedliche Namen tragen einen Kanzlerkandidaten stellen und werden als eine Partei geführt? Was soll diese Sonderstellung des Königreichs Bayern?

Jetzt bleibt erst einmal abzuwarten, wer oder ob irgendjemand mit Mutti´s CDU koalieren möchte, oder ob es eine Minderheitsregierung gibt, was vermutlich auch historisch sein würde. Jeder schließt eine Koalition mit dem anderen aus, aber irgendwie muss es weitergehen.
Ich als (eigentlicher) CDU/FDP-Wechselwähler überlege allerdings meinen Vertrag hier unten um 4 Jahre zu verlängern, damit ich Mutti`s Regentschaft umgehen kann.

Freitag, 20. September 2013

Verhältnismäßigkeit der Mittel

Die Überschrift trifft auf 2 Themen dieser Woche zu.
Zum einen die Bergung der Costa Concordia vor Italiens Küste, die 600 Millionen Euro verschlungen haben soll, bei der 500 Ingenieure mitgearbeitet haben sollen.
Natürlich war die Stelle, wo das Wrack lag nicht optimal, aber was macht man alles für ein bisschen Altmetall und die Hoffnung, den letzten 2 Vermissten des Unglücks (das 21 Monate zurück liegt) die Möglichkeit auf ein irdenes Grab zu geben.

Mein anderer Aufreger ist wesentlich banaler und näher an der Heimat orientiert.
Schauplatz: Eine Diskothek in Erfurt.

Über die gesundheitlichen Folgen von rauchen und passiv rauchen brauchen wir uns nicht unterhalten. Ebenso wenig über die Hetze, die auf Raucher (was mit die besten Steuerzahler der BRD sind) gemacht wird. Momentan scheint mal wieder eine Zeit zu sein, wo jeder versucht dem Raucher an sich den Gar aus zu machen. In Zügen, Flugzeugen, etc. darf man ja schon lange nicht mehr rauchen. Finde ich an sich auch gar nicht so schlimm. Die Kampagne mit dem Rauchverbot in öffentlichen Räumen (Restaurants, Kneipen, Bierzelte, Diskotheken, usw.) ist teilweise verständlich und gut, aber der deutsche Amtsschimmel hat in seiner Regulierungswut ein wenig das Ziel aus den Augen verloren. Meiner Meinung zumindest.
Na gut. Es besteht ein Rauchverbot, und das sollte man dann auch respektieren. Den Respekt von den Rauchern, die das Verbot beachten wünsche ich mir aber auch von der anderen Seite. Also die militanten Nichtraucher, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken, so wie in dem jüngsten Fall.

Das Amtsgericht Erfurt urteilte diese Woche, dass es den Tatbestand einer Körperverletzung erfüllt, wenn man jemandem Zigarettenrauch "aggressiv" ins Gesicht bläst.
Mit der Aussage kann ich sogar als Raucher überein gehen. Macht man nicht, gehört sich nicht, aber der Fall geht weiter.

Ein 30-jähriger hat sich in einer Diskothek mit bestehendem Rauchverbot mehrere Zigaretten (nacheinander) angezündet und andere Gäste somit belästigt. Einer 21-jährigen Studentin gefiel dies nicht und sie hätte ihn mehrfach auf das Rauchverbot hingewiesen.
Soweit, so gut. Schön, dass jemand die Zivilcourage zeigt. Warum der Betreiber der Diskothek allerdings nicht auf sein Hausrecht bestand und den "Störenfried" des Hauses verwiesen hat ist die große Frage. Das wäre zumindest die LOGISCHE Schlussfolgerung für mich gewesen. Der hört mehrfach nicht auf mich, also würde ich zum Chef/Security/sonstige Stelle IM HAUS aufsuchen und bitten die Person zu entfernen, aber nein, es ging anders weiter.

Der Raucher blies der Studentin Rauch aggressiv ins Gesicht. Ich weiß immer noch nicht, was ich mir unter "aggressiven Rauchen" vorstellen muss. Nun hatte Madame die Schnauze voll, sie ergriff ein Glas und warf es ihm an den Kopf!
In meinen Augen erfüllt sie damit den Tatbestand der Körperverletzung, womit es Unentschieden stehen würde UND -da das Glas ihr vermutlich nicht gehört hat- einer Sachbeschädigung.
Ich weiß, klingt jetzt vielleicht ein wenig merkwürdig, aber wenn ich klage, weil mir jemand Rauch ins Gesicht geblasen hat, muss ich Korinthen kacken.

Merkwürdig nur, dass ihr das Gericht Recht gegeben hat und ihre Handlung als Notwehr hat durchgehen lassen.


Ich frage mich immer noch, wo die Verhältnismäßigkeit liegt bei einer (wahrscheinlichen) Körperverletzung durch Passivrauchen gegenüber einem Wurf mit einem Glas (akute Verletzungsgefahr durch Aufschlag, Scherben, etc.) besteht.
Hier kann ich leider weder den Raucher verstehen, noch die Studentin, oder das Gericht. Meiner Meinung nach wirft es mehr Fragen auf, als das beantwortet werden...

Und wie hat ein guter Bekannter von mir das ganze auf Facebook kommentiert:
"Ist Geld her, oder ich blas dir Rauch ins Gesicht." DIE neue Option für Kriminelle?

Donnerstag, 12. September 2013

Ja was denn nun...?

Ich weiß. Zwei Blogs unmittelbar hintereinander sind mittlerweile sehr ungewöhnlich, aber ich arbeite daran, das ich wieder häufiger zum schreiben komme.

Da ist mal wieder ein Datenschutzskandal.
Gestern veröffentlichte Vodafone Deutschland eine Pressemitteilung, dass 2 Millionen Kundendaten durch eine Attacke "hoher krimineller Energie sowie Insiderwissen" stattgefunden hat. Dieser Angriff war nach Firmenaussagen tief in der IT-Infrastruktur versteckt und den Tätern sei es gelungen die Stammdaten der Kunden auszulesen. Kreditkarten-Daten und Einzelverbindungsnachweise seien aber nicht betroffen. Wann genau dieser Angriff stattgefunden hat, wird zumindest in der öffentlichen Pressemitteilung nicht bekannt gegeben.

Weiter heißt es bei Vodafone "Der Angriff wurde von Vodafone entdeckt, gestoppt und unverzüglich zur Anzeige gebracht. Seitdem arbeitet das Unternehmen eng mit den deutschen Aufsichts- und Justizbehörden zusammen. Sämtliche Zugänge, die der Täter genutzt hatte, wurden sicher geschlossen."
Das freut einen zu hören, das die IT von Vodafone ihre Arbeit macht und man die gesetzlichen Mittel nutzt. Nur mal rein hypothetisch angenommen ich hätte ein Vodafone-Konto in Deutschland... So oft, wie ich mir die ganzen Daten von meinem Handybetreiber oder ähnlichem ansehe, könnte das bestimmt ein bis zwei Monate dauern, bis ich was bemerke. Und da nicht bekannt ist, wann der Angriff stattgefunden hat... Das kann schon ein wenig her sein. Aber ich habe kein Vodafone-Handy, somit eigentlich belanglos.
Immerhin wurde durch die Behörden mittlerweile eine Hausdurchsuchung bei einem Verdächtigen durchgeführt und danach hat Vodafone -nach Rücksprache mit den Behörden- diesen Vorfall veröffentlicht.

Immerhin hat ein von der Firma beauftragter unabhängiger Experte herausgefunden, dass die Täter mit den einzelnen Daten wenig bis gar nichts anfangen können. Warnen aber im dritten Absatz vor sogenannten Phishing-Emails, die denen der Firma sehr stark ähneln, wobei Passwörter und persönliche Daten abgefragt werden. Dazu noch der kleine Hinweis, das dieser Konzern das nicht tun würde. Schön und gut, aber kommt diese Information auch nicht etwas spät? Wenn man immer mal wieder eine solche Nachricht publizieren würde, und nicht erst nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, wäre es sehr viel einfacher die dummen Kälber von Menschen davon zu überzeugen, dass sie nicht auf alles klicken, was sie in ihren Emails und im Internet finden. Ich mach mir ja schon Gedanken, ob ich mein Facebook-Passwort ändere, weil das eine andere Person besitzt, der ich allerdings vertraue und immer noch liebe wie am ersten Tag. Hallo mein Schatz, ich vermisse dich.

Nach eigenen Angaben legt die Firma über ein Firmeneigenes "Security Operation Center" momentan besonderes Augenmerk auf alle Aktionen im Bezug auf das Netz, die sich mit der Firma beschäftigen und will unverzüglich Schritte gegen den Urheber einleiten.
Wenn diese Abteilung besteht, warum gab es dann Lücken, wenn auch sehr tief verankert und nur mit Insiderwissen das System zu hacken?

"Die Sicherheit von Daten hat für Vodafone höchste Priorität. Das Unternehmen verfügt über IT-Systeme, die den höchstmöglichen Standards entsprechen. Diese werden regelmäßig aktualisiert und erweitert. (...)" Wie konnte es dann überhaupt zu einem solchen Angriff kommen, frage ich mich.
Wenn für mich etwas einen großen Wert hat, dann schütze ich es dementsprechend. Wenn ich dazu solch ein Konzern wäre, der Weltweit agiert, sollte das ein noch größeres Thema sein und der Schutz an und für sich doch eigentlich kein Problem, da man vermutlich mehr als genug IT-Experten hat.
Nur so als kleine Randnotiz... Vodafone deckt diese Bereiche der Erde ab:
Bin mal gespannt, was am Ende dabei heraus kommt. Ich wünsche allen betroffenen Nutzern einen möglichst geringen bis gar keinen Schaden und eine schnelle Abwicklung des Vorfalls.

Mittwoch, 11. September 2013

Freie Meinungsäußerung

Ist unter anderem ein gutes Argument um hemmungslos zu fluchen, besonders, wenn ich gerade sehe, wie lange es schon wieder her ist, dass ich das letzte Mal hier etwas geschrieben habe.
Manchmal scheitert es allerdings an Ermangelung von Themen, ein anderes Mal an meinen selbst gesteckten Zielen, und auch dem was man wie schreiben kann ist begrenzt. Aber das ist ein anderes Thema.
Eventuell kommt die Tage noch ein Nachtrag von meinem letzten Ausflug ins Stadion zum SuperCup der UAE. Gab einiges zu berichten, aber irgendwie klappte es bislang noch nicht.

Ich muss jetzt aber ein klein wenig ausholen, damit man den Inhalt dieses Blogs versteht.
Seit knapp 3 Jahren lebe ich in einem muslimischen Land, in dem die Ausländer den Löwenanteil der Bevölkerung ausmachen. Vielleicht ist es dieser Aspekt, der mich hier unten ziemlich normal leben lässt. Es wird zwar immer gebeten sich z.B. respektvoll zu kleiden, aber schlimm finde ICH das nicht unbedingt. Einige meiner Landsleute würde ich gern noch mehr verhüllen als vorgeschrieben, aber das ist meine persönliche Meinung und gehört nicht unbedingt hierher.
Ich habe mich mittlerweile an den Anblick von Abaya und Dishdasha so gewöhnt, wie an Oktober- oder Weinfeste in Deutschland.

Heute hat das Bundesverwaltungsgericht einen Fall behandelt, bei dem eine 13-jährige Gymnasiastin geklagt hat, nicht am gemeinsamen Schwimmunterricht teilnehmen zu müssen, da sie sich -als Muslimin- nicht den Anblick anderer (christlicher) leichtbekleideter Jugendlicher antun möchte, da dies (nach eigener Aussage) nicht mit ihren religiösen Ansichten und Bekleidungsvorschriften übereinstimmen würde. Aus diesem Grund würde ihr auch kein sogenannter Burkini weiter helfen.Wer sich unter einem solchen Kleidungsstück nicht vorstellen kann... Bitte schön:


Nach all meinen Erfahrungen mit Muslimen, kann ich sagen, dass die, die ich kennengelernt habe alle äußerst aufgeschlossen und auch gastfreundlich und tolerant sind. Daher wundert mich diese Klage schon ein wenig, aber ebenso wie bei den Christen gibt es auch hier unterschiedliche Auslegungen der Texte in den heiligen Schriften. DAS fällt dann unter Religionsfreiheit.
Eine Befreiung von der Schulpflicht, was die Befreiung aus dem Schwimmunterricht gewesen wäre, wurde vom Gericht abgelehnt.
Erstaunlicherweise äußerte sich ein Sprecher einer türkischen Gemeinde in Deutschland erleichtert darüber, dass die Klage abgewiesen wurde, da Jugendliche möglichst viel gemeinsam unternehmen sollten, um das miteinander zu lernen um Hass und Intoleranz keine Chance mehr haben (Sinngemäß).


Manchmal frage ich mich wirklich, welche der beiden Nationen toleranter ist und wo Integration besser funktioniert.
Deutschland oder die Emirate? Ich sehe mindestens einen leichten Vorteil bei den Emiraten. Trotzdem ist und bleibt Deutschland meine Heimat.
Vielleicht mache ich es mir aber auch etwas zu leicht und schere gerade zu viele Faktoren über einen Kamm. Man kann ja auch keinen Italiener mit einem Finnen vergleichen...
Eure Meinung ist willkommen. Hinterlasst einen Kommentar.

Freitag, 16. August 2013

#Egypt


Folgende Nachricht erhielt ich eben über mein Netzwerk...:

15 August 2013
Evangelical Presbyterian Church - Egypt
Synod of the Nile
A message from the Secretary-General

August 14, 2013, was a day of extreme anxiety for Egypt, when the Security Forces broke up the sit-ins at Raba’a El Adaweya and Nahda Squares. These were not peaceful sit-ins. Rather they were a threat to the stability of the country and disrupted people’s lives. These sit-ins included armed banditry that terrorized citizens, and showed contempt for the law, and defied the authority of the state. No government can tolerate such situation.
Over the past six weeks, the interim Egyptian government had tried repeatedly to achieve a peaceful political solution to the impasse with the Muslim Brotherhood, but to no avail. In addition, the international community’s efforts to mediate a compromise with the Islamist group also failed, as their leadership insisted to impose its will on the nation.
For this reason, a majority of the Egyptian people demanded the closure of these protest camps and combating this movement that adopts violence and terrorism. Although those in the protest camps represent no more than 5% of the Egyptian people, this minority nevertheless tried to impose its will by force on the rest of the population, without having the political experience or expertise.
Dismantling these sit-ins resulted in the death of several policemen and protesters alike, and was followed by attacks on several government and security institutions, and attacks on nearly twenty churches of different Christian denominations, some of which were burned completely. In addition, a large number of property owned by Christians were destroyed.
We as Christians reject violence of all its forms, and regret the suffering experienced by all Egyptians in these events. Along with all Egyptians, we have lost the sense of security, but we never doubt the presence of God with us. In the midst of these difficult circumstances, I would like leave with you a few observations:
First, we trust completely in God's full sovereignty, and that he directs all things according to his will which is good and acceptable and perfect.
Secondly, we believe that the best that can be done in these circumstances is lifting up prayers and petitions to the Lord.
Thirdly, grounded in faith, the Church cannot respond to violence with violence, or repay terrorism with terrorism. Rather, the Church yields this responsibility to the State which is able to do so. And, in fact this is what actually happened today – as the Church did not respond to acts of terror and destruction against it.
Fourthly, when evil and violence abound, the Church must intensify its efforts for peacemaking and reconciliation, and emphasizes its message for dialogue and renouncing violence.
Fifthly, the Church is not buildings and bricks; but it is the people of God who must testify about God with energy and clarity. Though some church facilities have been destroyed, still these congregations remain alive and vibrant, fulfilling their purpose to the fullest.
Sixthly, these elements that espouse violence in the Egyptian society do not believe in the transition to democracy, or acceptance of the other, or community dialogue. On the contrary, they seek to control the government, by mixing religion and politics, and exploiting the religious sentiments of ordinary people. For this reason, this Islamist movement opposed all state institutions (the army, police, judiciary, media, Al-Azhar), and neglected the people's demand and needs, and appointed its supporters in national leadership positions.
Seventhly, we ask our partners and friends everywhere to understand the situation in Egypt; to support our country in every way possible; and to stand with our nation as it takes steps on the right track.
With sincere regards and appreciation,
Rev. Refat Fathy
Secretary-General,
Evangelical Presbyterian Church - Egypt
Synod of the Nile

Samstag, 3. August 2013

Ein modernes Märchen

Die USA und auch die Bundesrepublik Deutschland haben eine weltweite Reisewarnung wegen bevorstehender Anschläge von Al-Qaida ausgegeben.

Die Botschaften der USA in muslimischen Ländern, wie zum Beispiel Ägypten, Saudi-Arabien und ISRAEL (!!!) sind seit Donnerstag geschlossen und bleiben es wohl auch bis mindestens einschließlich Montag.
Die BRD schließt zum Beispiel die Botschaft in Jemen, was aber an sich schon ein Land ist, dass ständig in Unruhe lebt.

Nun. Ich habe meine eigene Version der Geschichte.
Mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit wird sich nach dem morgigen Sonntag die Erde weiterdrehen wie gewohnt und es wird keine Wiederholung des 11. September gegeben haben.
Allein die Aussage, dass die jetzt vermuteten Anschläge entweder aus dem nahen Osten, Nordafrika oder der saudischen Halbinsel kommt oder Ziel werden soll, halte ich schon für eine ziemlich vage Aussage. Wenn die GEHEIM-Dienste so etwas schon wissen, wissen sie auch mehr und müssen nicht einen solch großen Raum als Zeil oder Ausgangspunkt nennen.
Und egal, wie fanatisch einige Muslime sind, egal ob Schiiten oder Suniten, einen anderen Moslem zu töten ist eine Sünde und führt nicht ins Paradies. Weiterhin ist der Ramadan (der noch bis zum 8. August andauert) ein Monat der Güte und des geben. Es werden Amnesien erlassen, den Bedürftigen geholfen und nach den anstehenden Eid-Feiertagen könnte man schon eher mit diesen angeblich bevorstehenden Anschlägen rechnen.

Ich allerdings halte diese angekündigten Anschläge mal wieder für moderne Märchen. Wie schon des öfteren warnen die USA vor einem Terroranschlag und es wird -meiner Meinung nach- wieder nichts passieren.
Die stetigen Terrorwarnungen dienen doch hauptsächlich den großen Lauschangriff zu rechtfertigen oder von  anderen Nebenkriegsschauplätzen abzulenken.
Wenn dieses kriegerische "Bergvolk" nach dem ersten und zweiten Weltkrieg immer auf die bösen deutschen geschimpft hat, muss uns nach Vietnam, Korea, etc. auch mal erlaubt sein das US-KZ Guantanamo zu kritisieren. Oder den Lauschangriff von NSA, CIA, FBI oder einer anderen Organisation mit drei Buchstaben (MiB vielleicht) auf deutsche Staatsbürger, wo selbst persönliche Daten vom Online-Shopping nicht beim Händler bleiben.

1984 war keine Anleitung!

Leider haben genau das aber anscheinend die US-Regierenden gedacht und so umgesetzt.
Da ich diesen ganzen Snowden/NSA/NSU-Kram nur halbherzig verfolgt habe kann und will ich mich nicht weiter dazu äußern. Nur soviel... Schaut euch dieses Video an:


Donnerstag, 27. Juni 2013

What is democracy ? ? ?

Heißt es im Musicvideo von Metallicas Song "One" von 1989, für den die Band sich die Filmrechte an "Johnny zieht in den Krieg" von 1971 sicherte, dessen Romanvorlage auf 1939 zurück geht.

Darin zieht der junge Johnny in den 1. Weltkrieg um die Demokratie in Europa zu festigen und kehrt als verstümmeltes Etwas zurück. Sehr guter Film, den ich jedem eigentlich nur empfehlen kann.

Springen wir ins heute.
Die USA spielen immer noch weltweit den Heilsbringer und meinen mitunter sie wären die Weltpolizei. Doch immer wieder stehen die USA auch im Kreuzfeuer. Größtenteils auch wegen ihrem merkwürdigen Verhalten in Krisenregionen, oder der Innenpolitik wie Ablehnung der Homo-Ehe, das mehr als merkwürdige Krankenversicherungs- oder Wahlsystem.

Immerhin wurde 1965 (!) die Rassentrennung per Gesetz beendet und Afroamerikaner, die schon in genügend Kämpfen ihr Blut für das kriegerischste Volk der Welt vergossen haben, dürften somit auch wählen gehen.

Im sogenannten "Voting rights act" wurde geregelt, dass "schwarze" ohne Einschränkungen an Wahlen teilnehmen dürfen. Um dies zu gewährleisten, wurde 1965 ebenfalls in diesem Gesetz festgelegt, dass: "Vor allem in den Südstaaten wurden ärmere und schlechter gebildete Schwarze einst systematisch über Lese- und Schreibtests ausgeschlossen. Wahlkreise wurden so zugeschnitten, dass die weiße Bevölkerung die Mehrheit stellte."

Diese Epoche, wo man uneingeschränkt (sofern nicht vorbestraft und für eine Wahl registriert) wurde nun mehr oder weniger beendet. Das Gesetzt wurde vor dem Supreme Court gekippt und jahrzehnte der Gleichberechtigung scheinen dahin. 
Das prüde Amerika, dass lieber Waffen kauft, als sich um eine stabile Finanzierung der Immobilie oder ein gutes Bildungssystem oder anderes wie zum Beispiel ein Sozialsystem wie in Deutschland kümmert, kommandiert sich zurück in die 50er.

"Der Supreme Court urteilte, dass das Gesetz nicht mehr der gesellschaftlichen Realität entspreche. Die Auswahl der Bundesstaaten und Kommunen, die von einer Kontrolle betroffen sind, beruhe auf "jahrzehntealten Daten", schrieb der Vorsitzende Richter John Roberts. Der Kongress müsse eine neue Formel festlegen, auf dessen Grundlage entschieden wird, welche Gebiete ihre Wahlgesetze von der Bundesregierung absegnen lassen müssen." (N24.de)

Allerdings ist es schon merkwürdig, dass Bürgerrechtsbewegungen noch VOR diesem Urteil von Problemen bei den letzten Wahlen -grade in den südlich gelegenen und von Republikanern regierten Bundesstaaten- berichten. 
Es sieht wohl so aus, als sei die Weltmacht USA, mit ihrem riesigen Schuldenberg, auf dem Weg sich in ein Schwellenland zu verwandeln. Bin gespannt, wann die UNO ihren Sitz nach Europa oder sonstwohin verlegt und Wahlbeobachter in die USA schickt...

Ich möchte nicht behaupten, dass es in anderen Ländern sehr viel besser ist, aber ich vage zu behaupten, dass es in meinen Augen fast überall besser ist, als in den USA wenn man die "falsche" Ansicht oder Hautfarbe hat.
Schade.


Samstag, 8. Juni 2013

Oh wie schön ist Panama - Oder auch einfach nur meine neue Wohnung.

Ja, ein Teil der Überschrift ist bei Janosch geklaut, hängt aber damit zusammen, dass in letzter Zeit erstaunlich oft darüber gestritten wird, wo welches Ende des Panama-Kanal hinein mündet.
Unterm Strich kann es zwar einem egal sein, aber es ist schon interessant, wer sich da alles zu Wort meldet und seine Meinung kund tut und behauptet alles Recht zu haben.

In meinem Blog soll es aber nicht nach Panama gehen, sondern um eine lange Reise in meine neue Behausung, die mir von meiner Firma gestellt wird. Als ich vor 11 Monaten in Abu Dhabi angefangen zu arbeiten, wurde mir gesagt, dass ich nicht groß auspacken müsste, da wir bald in das neue Haus ziehen würden. Kollegen haben diese Aussage wohl auch schon vor 2 Jahren gehört, aber vor 2 Wochen hieß es dann auf einmal, dass die neuen Wohnungen ab Dienstag, den 28.5. bezugsfertig seien und der Umzug beginnen möge.
Gesagt, getan. Transportmittel wurde in Form eines 7,5-Tonner-LKW mit Plane bereitgestellt. Nur schleppen musste man selber, oder eine der zahlreichen Firmen damit beauftragen. Mein Nachbar und ich hatten uns wegen der Kurzfristigkeit dann dazu durchgerungen selbst zu schleppen. NIE WIEDER!

Internet umgemeldet und nach einigem hin und her, waren die "alten"Möbel von mir in der neuen Wohnung, und obwohl ich vorher, das Gefühl hatte, in meiner alten Wohnung alles Stapeln zu müssen, ist die neue irgendwie immer noch leer und nackt. Es fehlt noch einiges. Vor allem die Kleiderschränke hatte ich größer in Erinnerung. Ich hab zwar 2 Stück davon (einer pro Schlafzimmer), aber einen habe ich schon alleine mit meiner Arbeitskleidung voll...! Wie soll das denn erst werden, wenn mein Schatz Nathalie bei mir wohnt.
Samstag also zur "schwedischen Botschaft" und nach neuen Möbeln, etc. geschaut. Grob 1000 Euro und 4 Stunden später stand auch fest, dass das ganze am nächsten Tag geliefert und montiert werden soll. Als es dann aber abends klingelte und meine Möbel vor der Tür standen, ließ ich die Jungs auch gleich aufbauen. Unterstütze dabei, mit Kleinteilen, die ich selbst zusammenschrauben konnte. Immerhin waren die Jungs vorher schon bei meinem Kollegen, der mit mir in Ikea war und am nächsten Tag mussten wir um 6:45 Uhr auf die Arbeit fahren. Nachts um 1 Uhr waren die Jungs fertig! Kurze Nacht, aber dafür steht alles.
Internet - Lange Geschichte, kurz erzählt: Etisalat sollte sich in "Telekom Kabelsalat" umbenennen. Seit heute läuft immerhin das Internet stabil und ich komme dazu, Fotos zu machen, diese online zu stellen und diese Zeilen hier zu schreiben.
Weiterhin wurden heute die vorerst letzten Kleinigkeiten installiert. Die Lampen. Mit denen wir auch keinen Moment zu früh fertig waren, denn ich hatte geladenen Besuch zu Kaffee und Kuchen. Deshalb bitte ich auch um Entschuldigung, wenn es in der Küche  noch etwas wüst aussieht. Noch fehlte die Lust zum Spülen... ;)

Dann will ich euch mal kurz durch meine Wohnung führen.
Der Eingangsbereich in Richtung Wohnzimmer:


Essbereich und Wohnzimmer (die nackte Lampe wird noch ausgetauscht werden, dazu muss ich aber erst wissen, wie meine Bilder dann hängen und einen Halogenstrahler finden, der diese dann in Szene setzen kann):


Wohnzimmer mit Couch und Zugang zu Balkonien:


Balkonia itself (um es in Relation zu setzen: Durchgehende Breite 1,50 Meter):


Küche (wie gesagt, noch nicht gespült):


Bedroom 2, der als Büro dient:


Bedroom 1, wo die Deckenlampe auch noch ausgetauscht werden muss:


Das Haupt-Bad. Jedes Schlafzimmer hat ein eigenes, dazu noch Gäste-WC und Nasszelle neben dem Maidroom, was ich hier jetzt nicht alles Bildlich darstellen will....


Neben den 2 fehlenden Lampen und den fehlenden Bildern finde ich es immer noch etwas - naja - irgendwie unpersönlich. Ich hoffe, dass Nathalie dem ganzen dann noch ein wenig weibliche Note verleihen kann und wir uns hier ein schönes zu Hause bauen.
Sollte ich aber nochmal umziehen (was noch mindestens einmal passieren wird) nehme ich aber definitiv ein Umzugsunternehmen. Ich will den ganzen Kram nicht nochmal in die Hand nehmen. Egal wann, oder wohin es geht. Dafür bezahl ich das nächste Mal lieber Geld und schwitze nicht mehr so viel.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Into darkness - Mein zweiter Kinobesuch in den VAE

Ich bin zwar kein Trekkie alter Schule, der mit Kirk und Co aufgewachsen ist, aber doch hat man durch Jean-Luc und Generations und die ganzen anderen Filme doch einen Bezug zu der "alten" Serie und den dazu gehörenden Filmen.
Ich will auch nicht direkt anfangen rum zu mosern, aber gut: Ich fang von vorne an.
Donnerstag, 16. Mai 2013 - Wochenende in Abu Dhabi und Kinostart von "Star Trek - Into darkness".
Schon lange her, dass ich am Tag wo ein Film anlief im Kino war, aber es ist Wochenende und Kino ist immer noch besser als zu Hause rumsitzen. Bei den Nachbarn rumgefragt und bei der Frage, Would you like to follow me INTO DARKNESS?" gab es zwar zuerst Verwirrung, aber dem Plan wurde nach kurzer Aufklärung, das es sich um den neuen Star Trek Film handele, zugestimmt. Von wegen suizidale Gedanken.... Soweit ist es noch nicht bei mir, lieber Herr Kollege! Zumindest aktuell nicht ;)

Die Wahl fiel -auch aufgrund der Startzeiten- auf 18:30 Abu Dhabi Mall, Grand Cinema...
Grand what???
Groß ist meiner Meinung nach etwas anderes. Und die Erklärung, warum die Kinder unserer Generation immer dicker werden wurde gleich kostenlos mitgeliefert. 35 Dirham Eintritt pro Person ist in Ordnung. Kino 1 - hört sich vernünftig an. Die 3 Kinder vor uns in der Warteschlange für die üblichen Knabbereien (Nachos und Salsa-Sauce, M&Ms und eine große Coke, die leider eine Pepsi wurde) nahmen einen gefühlten Monatslohn von dem Stand mit. Dementsprechend bange wurde mir, da es dann doch schon auf Startzeit der Vorstellung voran rückte... Aber mal wieder -wie gewohnt- unbegründet. Zum Start der Filmtrailer waren wir auf den Plätzen angekommen undich muss sagen, dass mit Ausnahme von Fast and the furios 6 mich kein Film so wirklich interessierte... Und Fast 6 wird auch nur seichte Unterhaltung werden und ich keine großartigen Konversationen erwarte, sondern einfach nur ... NICHTS. Immerhin ist die Musik gut. Ist zwar auch schon knapp 20 Jahre alt, aber "Breathe" von The Prodigy ist immer noch ein Knaller...
Den Trailer zu Fast 6 findet ihr unter: http://youtu.be/CbRNEidK02M

World War Z und wie die ganzen anderen Filme hießen, pfft. Juckt mich nicht. Hollywood liefert mal wieder wenig interessantes ah. Ist halt "Sommer".

Wenn man ein Ticket für Kino 1 kauft erwartet man ja irgendwie den größten Saal. Wenn DAS der größte Saal ist, war ich das letzte Mal im Grand Cinema in der Abu Dhabi Mall! Ja, der Platz zwischen erster Reihe und Leinwand war riesig, aber der Rest ebensowenig berauschend.
Kirk hat keine blonden Haare!
Sein Gegner - wie in bereits anderen veröffentlichten Filmen der Reihe- ebenso wenig (Hoffe, ich habe niemanden den Spaß genommen, denn so viele BLONDE Gegner hatte Kirk nicht)
Zwischen Spock und Uhura gehört keine Liebesgeschichte!
Warum ist die NCC-1701 U.S.S. Enterprise VOR der Serie moderner ausgestattet, als in der Serie?
Kann bitte jemand Chekov die Sprechgenehmigung entziehen?
Pille - ist einfach Pille und Kult, ebenso wie
Scotty, aber wer ist der stumme Begleiter von ihm?
Woher zur Hölle kommt auf einmal der Tribble?
Warum sieht San Francisco 2259 so viel anders aus, als in "Star Trek 4 - Zurück in die Gegenwart", obwohl nur ein paar Jahre dazwischen liegen???
Warum musste man Sequenzen aus alten Filmen übernehmen und sie um 180° drehen?
Die letzten zwei Punkte kann ich mir einigermaßen erklären. SF wird ziemlich ramponiert in diesem Film und es gibt eine Menge Aufbauarbeit.... ;)
Weshalb man eine Sequenz aus "Star Trek 2 - Der Zorn des Khan" nimmt und einfach umdreht, könnte damit erklärbar sein, dass man alles für seinen Chef bzw. die Besatzung tut, um diese zu retten/schützen/wasauchimmer....
Trotzallem ist es ein film, wo ich mich im Ende Frage, ob ich die 2 Stunden und 12 Minuten (plus Werbung, anstehen, usw.) nicht besser hätte nutzen können...?
Falls ihr in den Film gehen wollt. Bitte schön, aber behauptet hinterher nicht, dass ich euch nicht gewarnt hätte...!
Der Film mag zwar für Sequel-Liebhaber und Star Trek-Neulinge gut oder eventuell sogar sehr gut sein, aber meinen Geschmack hat er definitiv verfehlt.
Vielleicht wäre es besser gewesen ein wenig von der Übergabe Pike/Kirk weg zu gehen und etwas mehr auf die Entwicklung des "Homo-Sapiens-Club" (der Sternenflotte) einzugehen. Schon irgendwie doof, dass im ersten Prequel Kirk direkt Captain wird. Da bleibt nicht mehr viel Platz für weitere "Geld-druck-Filme". Es wäre zumindest für manche Menschen interessanter gewesen.

Und wenn ich mir ansehe, was demnächst noch aus Hollywood kommt.... Sequels, Fortsetzungen von Sequels, Prequels, etc. Unterm Strich ist es doch immer der gleiche Mist, der in neuer Verpackung kommt.

Ich wünsche mich gelegentlich in die Zeit zurück, als ich mich mit meinem Freund Johannes Dormann regelmäßig im Cinestar in Mainz getroffen habe um die neusten Filme unter die Lupe zu nehmen. Ich glaube, wir haben es in 2 Jahren nur einmal bereut, das Geld für ein Ticket ausgegeben zu haben. Den Film könnte ich euch heute nicht einmal mehr nennen, aber weder "Star Trek" noch "Star Trek - Into darkness" werden bei mir jemals auf DVD im Regl stehen. Es sei denn meine zukünftige Frau Nathalie, der ich auch bei dieser Gelegenheit nochmal Danken möchte, dass sie es mittlerweile so lange mit mir aushält,kommt auf die Idee mir diese DVDs/BlueRays zu schenken, wovon ich ihr dringend abraten möchte.

Ich will nicht den großen Filmkritiker spielen, aber meiner Meinung nach läßt man manche Geschichten besser unerwähnt. Und wenn man sich entscheidet sie zu erzählen, sollte man sich auf die Geschichte konzentrieren und nicht auf Effekte und Liebesgeschichten.
Falls ich euch die Freude auf "Into darkness" noch nicht genommen habe, geniesst den Trailer, denn der ist -meiner Meinung nach- wirklich das beste am Film.
Falls ihr den Film auch gesehen habt und ähnlich enttäuscht seid wie ich, oder begeistert seid von diesem Meisterwerk der Special Effects, fühlt euch frei hier ode rauf FB, oder G+ oder Twitter einen Kommentar zu hinterlassen. Immerhin spiegelt dieser Blog nur meine persönliche Meinung wieder...!

Montag, 6. Mai 2013

Bleibt alles anders

Wer denkt bei dem Titel nicht gleich an Grönemeyer...?

Ist aber nicht der Anlass für den Blog. Wobei ich mich erwischt habe, mal wieder einen Song laut mitgesungen zu haben.
Weiterhin ist seit meinem letzten Eintrag hier auf der Seite auch schon wieder eine ganze Menge passiert. Die Erkältung ist weg, das Metallica-Konzert steht immer noch nicht zur Verfügung, und ich stehe mal wieder im Prüfungsstress. Diesmal aber zum ersten mal auf der anderen Seite, aber meine Arbeit soll hier auch nur bedingt Thema sein. Wobei auch da manchmal alles anders und doch anders ist.

Wir "studierten" kommunizieren manchmal auf einem interessanten Weg und haben mitunter merkwürdige, aber interessante Gedankengänge.

Zum Beispiel ging es um Veränderungen im Leben anderer, in Deutschland, und im allgemeinen. Diese Unterhaltung endete in der Feststellung, dass man Personenabhängig die Antwort gibt. Denn, wer fragt, liegt vorne. Wobei es auf die Formulierung ankommt. Stellt mir jemand eine patzige Frage, bezweifle ich, das er eine höfliche Antwort bekommt. Wenn jemand allerdings höflich fragt, bekommt er -in der Regel- auch eine höfliche und/oder ausführliche Antwort. Und trotzdem konnte ich es abwehren, das ich einem meiner Prüflinge den Fragebogen beantwortet habe. Ich hab ihn nur in die richtige Richtung geschoben, damit er das Kreuz an der richtigen Stelle macht, aber von alleine drauf kommt. Gar nicht so einfach, wenn man es nicht anders kennt oder nicht weiß, wie man etwas offensichtliches umschreiben soll.

Es gibt Dinge, die man nicht ändern oder beeinflussen kann. Dubai ist dafür ein gutes Beispiel. Grade erst so halbwegs aus der Immobilien-/Wirtschaftskrise am verdauen und wieder ein paar Kröten in der Tasche, schon werden wieder große Pläne und Taten angestrebt. Gerade erst vor ein paar Tagen hat Dubai 4 neue Polizeiautos in Dienst gestellt. An sich nichts besonderes und passiert fast überall auf der Welt fast jeden Monat. Aber wenn es sich bei diesen Autos um einen Ferrari FF, einen Lamborghini Aventador, einen Bentley Continental GT und einen Mercedes SLS handelt, dann ist das doch schon etwas besonderes. Ich WILL gar nicht wissen, was es kostet, wenn man diese Autos "von der Stange" kauft. Dazu noch der Umbau für die Bedürfnisse der Polizei, und, und, und.
Obwohl die Finanzlage in Dubai immer noch angespannt ist, scheint man nicht von dem ganzen Prunk und Protz nicht abweichen zu wollen. Bleibt also alles unverändert, und egal wann man kommt: Dubai wird immer so aussehen, bis eines Tages das Öl zu Ende ist.
Die Autos sind übrigens nicht für die Verbrecherjagd mit Höchstgeschwindigkeit gedacht, sondern rein zu Öffentlichkeitsdienlichen Zwecken angeschafft. Diese 4 Autos sollen in den Touristenregionen (Dubai Downtown, Jumeirah) Streife fahren und Präsenz zeigen. Verfolgungsjagden gibt es hier eh nicht so oft. In den VAE gilt eine allgemeine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h; geblitzt wird ab 140 km/h und die Blitzerdichte in Dubai ist knapp unter 2 km pro Blitzer. Diejenigen die schneller fahren interessieren auch keine Bussgelder, aber man kann den Weg immerhin nach verfolgen. Abgesehen davon ist die Kriminalität in diesem Land -nach eigenen Angaben- auf ein Minimum beschränkt. Ist aber ein anderes Thema.

Ein anderes gern angesprochenes Thema ist meine bevorstehende Hochzeit.
In Kombination mit unserem dauerhaften Wohnsitz in den Emiraten kann das schon interessant sein, denn wir haben festgestellt, das nicht jeder so häufig in Deutschland ist, wie ich zum Beispiel. So war ein Kollege seit mittlerweile seit 15 Monaten nicht mehr in Deutschland. So kam man auf den Gedankengang, das manche Ehe kürzer hält, als diese eben erwähnten 15 Monate. Wie würde man dann reagieren, wenn man nach 15 Monaten mal wieder nach Deutschland kommt, und jemanden fragt, was sich so getan hat und der antwortet dann: "Hochzeit und Scheidung, also alles wie vorher." Wobei das nur bedingt stimmen muss. Kommt immer ganz auf den Rosenkrieg darauf an und auf den Scheidungsrichter. Immerhin schön, dass der Kollege direkt hinterher geschoben hat, dass er mir da nicht wünscht. Ich hab mich dann mal versucht in eben diese Situation rein zu versetzen und kam zu dem Schluss, dass es Personen- und Fragestellungsabhängig davon ist, wie ich reagieren würde. Womit wir wieder am Anfang wären. Wer fragt, führt. Und wie man fragt ist sehr wichtig. Es gab noch andere Beispiele, aber die möchte ich hier nicht weiter verbreiten, da es teilweise doch pikante und persönliche Inhalte hatte, die ich nicht teilen werde.


Ich fand nur den Gedankengang interessant und wollte euch den nicht vorenthalten.
Bleibt festzuhalten, das egal, wie es sich ändert, am Ende doch wieder fast alles gleich ist.

Montag, 22. April 2013

Großer Besuch war in der Stadt

Und ich war natürlich wieder mit dabei. Ebenso wie viele Kollegen und auch andere Menschen kamen wir nach Oktober 2011 wieder in den Genuss ein Metallica-Konzert zu erleben.

Mit einem Kollegen und seiner Frau brachen wir in Richtung Yas Island auf, wo wieder zwischen Ferrari-World und dem Yas Marina Circuit die große Bühne für 4 große Musiker aufgebaut war.
Der ein oder andere Kollege wurde auch gesichtet und man unterhielt sich kurz. Plauderte ein wenig über dies und das und konnte es eigentlich kaum erwarten, bis es dann endlich los gehen sollte.
Leider war ich von meiner Erkältung noch ein wenig mitgenommen, aber ich wollte mir den Spaß nicht nehmen lassen.
Als es dann endlich los ging, brannten die 4 aus San Francisco ein Feuerwerk ab. 18 Songs plus Prolog. Allerdings enttäuschte mich die Fan Pit ein wenig. Natürlich hab ich mich da nicht aufgehalten. Eine normale Karte reicht mir. Ich muss nicht mehr im dichtesten Gedränge stehen und dafür auch noch extra bezahlen. Und nochmal extra zahlen, um eine halbe Stunde früher rein zu kommen, muss auch nicht sein. Also "General Admission" ist schon eine gute Wahl! Laut genug war das Set trotzdem.
Nach dem der Prolog von Ennio Morione  ("The ecstasy of gold") durch war, brannte das Feuerwerk durchgehend mit folgenden Songs:
Hit the light
Master of puppets
The shortest straw
Harvester of sorrow

The unforgiven
The four horseman
Broken, beat and scared
Sad but true
Fade to black
Orion,
One
For whom the bell tolls
Battery
Nothing else matters
Enter sandman
Creeping death
Fight fire with fire
Seek and destroy

Leider gibt es auf der Seite livemetallica.com irgendwelche unbekannten Probleme, und das Konzert ist noch nicht zum Download verfügbar. Ein toller Service, wie ich übrigens finde. Man muss nicht die ganze Zeit mitfilmen, -drehen, was eh nicht erlaubt ist. Und bekommt gegen eine kleine Gebühr von 10 US-$ das komplette Konzert als Download in MP3-Qualität. Trotz allem war es faszinierend, wie viele Handys leuchteten und in die Höhe gestreckt wurden. Die Zeiten haben sich halt doch geändert.

Womit ich auch bei einem Thema bin, was jetzt so überhaupt nicht dazu passt...
Justin Bieber!
Es gibt Künstler und Bands, wo ich bereit wäre ein kleines Vermögen auszugeben, um die Konzerte zu besuchen. P!nk, AC/DC, Rolling Stones... Justin Bieber gehört allerdings NICHT dazu!
Da ich gerade bei Metallica war: Das Ticket hat inklusive Vorverkaufsgebühren 355 Dirham (rund 71 Euro) gekostet. Den selben Betrag ruft Justin OHNE Gebühren als günstigstes Ticket ab, wenn er demnächst nach Dubai kommt.
In meinem Urlaub in Deutschland wurde ich einmal vom Radio genötigt mir einen Song von ihm anzuhören und seit diesem Zeitpunkt steht der Sender auf meiner roten Liste für gestrichene Sender. Schon schlimm genug, dass man diesen Milchbubi überhaupt mit Musik in Verbindung bringt... Aber die Geschmäcker sind nun mal verschieden. Ein weiterer interessanter Punkt, den mir mein Bekannter Max neulich noch per WhatsApp geschickt hat:
"Bieber hat seine Fans in Dortmund 2,5 Stunden warten lassen, weil er im Tischtennis verloren hat und sich weigerte aufzutreten. Teilweise waren die Fans 8 Jahre alt."
Star Allüren in allen Ehren, aber ... Mir fehlen einfach die Worte. Auch seine erst kürzlich passierten Verfehlungen im Gästebuch des Anne-Frank-Museum zeigt eigentlich nur einen schwer kurierbaren Realitätsverlust.

Dann bleib ich doch lieber bei Bands, die seit 30 Jahren im Geschäft sind UND gute Musik machen, oder auch NUR gute Musik machen. Bieber soll sich doch bitte auf Schule und gute Erziehung geniessen und nach Möglichkeit sich bitte nicht vermehren.

Freitag, 19. April 2013

Ready for boarding - April 2013

Was fest steht: In Erinnerungen ist alles besser!
Noch vor dem Abflug aus Dubai trübte sich die Urlaubsstimmung ein wenig, da meine Winterjacke noch zu Hause in der Wohnung lag. Musste halt in Deutschland eine neue gekauft werden.
Auch wenn wir die Eincheck und Transferzeiten in Dubai großzügig berechnet hatten, war es verdammt eng. War aber auch viel los und die Arbeitsgeschwindigkeit ist nun mal nicht immer mit dem westlichen Industriestaaten-Standart vergleichbar.
Emirates bot für den Flug von Dubai nach Frankfurt leider eine ältere Boeing 777-300 an und dementsprechend eingeengt war ich auch in der Beinfreiheit. Aber die Gesellschaft war wunderschön.

Die 2 Wochen gingen natürlich viel zu schnell vorbei und waren geprägt von Niederlagen in Nürnberg (live im Stadion erlebt) und gegen den HSV (nur später via Handy erfahren), schönen Tagen zu zweit und meiner Prüfung. Den Verkehr in Deutschland hatte ich auch ordentlicher und geordneter in Erinnerung. Was ich aber erlebt habe nimmt fast schon emiratische Verhältnisse an. Von einem Sprinter, der mir bei Tempo 140 im Kofferraum hängt bis hin zum Überholverhalten von Porsche- und Audi-Fahrern...

Dann aber kam der Rückflug nach Dubai um den es hier gehen soll.
Am Reisetag wollte ich wie so üblich frühzeitig am Flughafen sein, weil mein "Glück" am Frankfurter Flughafen kenne ich ja mittlerweile zu genüge. Von Stunden und Umpacken am Check-In-Schalter oder der Sicherheitskontrolle bis hin zu Stunden auf dem Vorfeld ist ja schon alles dabei gewesen. Ich war gespannt, was mich dieses Mal erwartete.
Den Opel Insignia in Buchschlag voll getankt, und danach erst mal 15 Minuten an einer geschlossenen Schranke gestanden. Die Schranke dort ist schlimmer als die in Rüdesheim. Sollte man sich vielleicht mal ansehen, bevor man wieder über die Schranke in Rüd meckert.
Ich also entnervt gewendet und über Isenburg an den Flughafen gefahren. Passt. 2 Stunden vor Abflug in die Tiefgarage und den Mietwagen abgegeben. Tank voll, keine Kratzer, 1620 km in einer Woche. Alles gut. Da kam also schon mal kein Pferdefuss.
Check-In: 2 Leute vor mir und alles lief Problemlos. Koffer 29 Kilo und das Handgepäck musste auch nicht auf die Waage. Dann müssen die Probleme ja irgendwo anders auftauchen... Befürchtete ich zumindest.
Passkontrolle: Ebenfalls ohne Probleme. Nur die POK, die meinen Ausweis überprüfte war noch ein wenig motzig, weil der Fluggast zuvor ihr keinen schönen Tag gewünscht hat.
Das war aber auch der Moment, als ich realisierte, dass die deutsche Rollstuhl-Basketball Nationalmannschaft mit mir auf dem Weg nach Dubai ist. Ich befürchtete das schlimmste an der Sicherheitskontrolle, aber auch hier...
NICHTS! Nicht mal eine Person war vor mir und ich dürfte sogar die Priorty Lane für Business Class Passagiere nutzen. Die einzige Forderung, die dort gestellt wurde war doch bitte den Laptop aus dem Handgepäck auszupacken.
Nicht mal meine Kamera musste zum "Bombentest"...
Ich suche immer noch den Haken an diesem Flug EK044 FRA-DXB.
Durch die Rollstuhlfahrer verzögerte sich das Boarding ein wenig, aber das war halb so tragisch und ist verständlich. Auf meinem Fensterplatz angekommen, stellte ich fest, dass die beiden Plätze neben mir noch frei sind. Nett, aber ich war früh eingestiegen. Die werden bestimmt noch belegt werden. Aber auf einmal hieß es, dass die Türen geschlossen seien und die Plätze neben mir waren immer noch frei! Ich stelle fest, dass das Upgrade, dass ich mir beinah in die Business Class geholt hätte, rausgeschmissenes Geld, bzw. Meilen gewesen wären. Kaum hatten wir die Reiseflughöhe erreicht gingen die Füsse hoch und ich hab sehr gut geschlafen, denn "Schlafen ist die beste Medizin" hat Mama zumindest immer gesagt.
So wirklich gut geht es mir immer noch nicht, aber ich hatte schon schlimmeres als eine Erkältung.
Ungefähr zwischen Bagdad und Basra bin ich wieder aufgewacht und genoss noch ein wenig die neuere Maschine, die Emirates für diesen Flug bereit gestellt hatte.
Was noch absolut begeisterte war der Ablauf in Dubai.
18:55 touchdown auf der Runway - 19:00 am Terminal. Allerdings am Nebengebäude, das eigentlich für den A380 gebaut wurde. Nach einem kleinen Marathon (zumindest war das die gefühlte Distanz) standen wir vor dem Bahnterminal, dass uns zur Passkontrolle und Gepäckband bringen sollte.
Die Dimensionen sind . . . . . Dubai halt. Riesig! Groß und großzügig dimensioniert und komfortabel. An der Passkontrolle gab es nur eine kleine Schlange und es arbeitete sich nur langsam voran. Am Gepäckband angekommen, rollte auch schon mein Koffer vorbei. Ein Blick auf die Uhr 19:25...!
DAS ist eine Zeit, die ich in Frankfurt vermutlich NIE erreichen werde.
Ich wünsche mir nur öfter solche Flüge, denn so macht fliegen Spaß!

Dienstag, 16. April 2013

Fragen über Fragen - Mal wieder

Letztes Wochenende musste ich mich in der deutschen Hauptstadt für mein Examen meines Studium des vorbeugenden Brandschutzes an der Beuth Hochschule für Technik einfinden.
Für die Anreise gab es einen Mietwagen, den ich bei meiner Abreise zurück in die Emirate wieder abgeben werde, und ich weiß nicht wieso, aber den deutschen Verkehr habe ich geordneter und übersichtlicher in Erinnerung. Das was ich am Donnerstag erlebt habe, waren fast emiratische Verhältnisse. Na gut, eine Vollsperrung von über 3 Stunden halte ich in den Emiraten für fraglich, aber schön ist was anderes. Die Erfindung eines Tempomaten zum Beispiel ist eine tolle Sache. Will ich auch!
Das Hotel war -als es dann endlich erreicht wurde- nicht so schlecht ausgewählt. Ich musste zwar zu jeder Veranstaltung mit der Bahn umsteigen, aber das ist durch eine sehr großzügige Taktung nicht weiter tragisch gewesen. Dafür lag die Haltestelle direkt gegenüber. Im gesamten Hotel hingen original Filmplakate, Requisiten und Filmfotos. Nette Dekoration für ein Hotel in der Film-Metropole Berlin.
Insgesamt kann ich eigentlich nichts negatives über das Hotel sagen. Vielleicht, könnte es mal einen neuen Anstrich vertragen, aber das Bett war bequem und das Essen lecker.

Freitags dann bei TOP Tegel - einem modernen Verwaltungsbau, bei dem die vorangegangenen Einsendeaufgaben besprochen wurde und noch das ein oder andere geklärt wurde. Zwar trocken, aber nicht langweilig, da unser Dozent einer derjenigen war, der auf die Mängel am neuen Flughafen von Berlin hingewiesen hat. Hochinteressant, und so wurde aus dem vorgesehenen Ende der Veranstaltung um 16:30 ein tatsächliches Ende um 17:30, was die ganze weitere Planung für den Abend etwas über den Haufen werfen sollte. Dies konnte aber kompensiert werden, indem ich mich nur ein paar Minuten nach eintreffen im Hotel auf dem Bett rumgelümmelt habe. Abends dann Hard Rock Café Berlin und weil es da zu voll war, ein paar Häuser weiter in einer alt Berliner Kneipe, die 24 Stunden geöffnet ist, Livemusik und gutes Essen geboten hat.
Samstag war der Morgen zu früh, weil die Nacht mal wieder zu kurz war. 8:30 ist aber auch eine unchristliche Zeit, wenn man eigentlich Urlaub hat. Dafür war der Besuch bei der Werkfeuerwehr Bayer hochinteressant.
Mündliche Prüfung - Was hatte ich einen Bammel, aber nach ein paar Minuten war klar, dass alle bestanden haben. Die schriftliche Prüfung... Keine Ahnung. 90 Minuten und 5 Fragen zum vorbeugenden Brandschutz. Zusammenfassend aus 1800 Seiten DIN A4 Studienunterlagen. Schlimm wurde es für mich erst, als ich bei Frage 3 mitten im Schreibfluss drin war und die Ansage kam, dass wir noch 15 Minuten Zeit hätten. Also musste ich mich ein wenig beeilen und ich habe mit 5 Minuten Überzug als viertletzter meine Klausur abgegeben. Das Gefühl ist zwar gut, aber Gewissheit gibt es wohl erst in 3-4 Wochen, wenn die Prüfungsergebnisse vorliegen.
Bis dahin muss ich mich wohl noch gedulden und abwarten.

Immerhin fand ich zwischen all den Veranstaltungen auch noch Zeit meine Kamera wieder ein wenig zu strapazieren. Ebenso wie die Geduld von Nathalie, die dadurch doch etwas gelangweilt war. Tut mir Leid, Schatz. Ich hatte dich aber vorher gewarnt, wie das normalerweise so abläuft.
Wann ich es schaffe, die Bilder zu bearbeiten und online zu stellen, weiß ich noch nicht. Aktuell bin ich bei rund 1.000 offenen Fotos, die noch durchzusehen oder bearbeiten sind.
Was ich allerdings jedem Berlin-Besucher empfehlen kann ist sich eine normale Tageskarte bei der BVG zu holen und mit den Bussen 100 und 200 eine Rundfahrt zu machen. Dann muss man nicht diese Tour mit den überteuerten Touristenbussen machen, da man an nahezu allen Sehenswürdigkeiten vorbei kommt. Was mir allerdings an Berlin aufgefallen ist:
- Überall sind Baustellen und
- fürchterlich viele Menschen, die komisch angezogen rumlaufen...
Auch wenn es immer wieder heißt, wie toll und großartig es in Berlin ist, kann ich diese Meinung nicht teilen. Ich war das erste Mal seit 22 Jahren in der bundesdeutschen Hauptstadt und von mir aus kann es wieder so lange dauern, bis ich wieder  vorbei komme.
Aber vielleicht auch nicht. Dann aber allein mit Kamera, anderen Objektiven und Stativ. Ob meine Verlobte dann mit kommt, ist fraglich, da ich sie dann mit meiner Kreditkarte zum shoppen schicken müsste, was höchst unvorteilhaft für mein Konto enden könnte.

Auf jeden Fall gab es die ganze Zeit den Ohrwurm:
Der vollständige Song ist zwar auch auf youtube verfügbar, aber nicht so unbedingt mein Geschmack.

Dienstag, 9. April 2013

Unter falscher Flagge

Da ist man mal wieder in Deutschland und es ergibt sich die Möglichkeit doch tatsächlich die Möglichkeit ein Spiel meiner 05er zu sehen. Nürnberg ist nun mal nicht so weit weg und die Verlobte hat sich dazu breitschlagen lassen mit mir dahin zu fahren. Das war schon ein kleines Wunder, aber Nathalie ist bereit einige Opfer für mich zu bringen. Besonders nachdem am Vortag die Bayern durch eine nicht besonders überzeugende Leistung bei ihrem Verein Meister geworden ist.
einziges Problem war nur, dass man nach der Ankunft am nächsten Tag vor der Abfahrt noch arbeiten musste. Es gibt nun mal Menschen, die Sonntags frische Brötchen haben wollen...
Ihr kennt mich und ich scharre bei so etwas schon mal mit den Füssen. Aber da meine zukünftige sich mit Vettel messen wollte, hat das alles wunderbar geklappt und wir waren bei Zeiten in der Frankenmetropole. Das die Fahrweise nicht unbedingt Spritschonend war. Passiert halt. Ich war nur wieder überrascht, wie teuer der Sprit durch die Steuern in Deutschland ist. In Abu Dhabi tanke ich dafür 2-3x meinen Lancer voll...
Was allerdings bei der ersten Rast zwischen Aschaffenburg und Würzburg aufgefallen ist: Ich fahre unter falscher Flagge zum Auswärtsspiel.


Natürlich gibt es schlimmeres, aber wenn man dann bedenkt, dass man auch noch ein Trikot von Mahir Sahin (das blaue Erdal-Trikot, ich glaube 1999/2000) und einen UAE-Schal mit dem Konterfei von Sheikh Zayed (Erster Herrscher des Landes) und seinem Sohn Sheikh Khalifa (jetziger Herrscher) dabei hatte... Ein interessanter bunter Mix.





Zum Spiel selber: Ich war etwas überrascht. Nürnberg ist keine Weltreise und an einem Sonntag ohne Probleme zu erledigen -es sei denn man fährt mit der Bahn- und sooo schlecht stehen die 05er in dieser Saison auch nicht und trotzdem war keiner der Gästeblöcke voll. Weder der Steh-, noch der Sitzblock. Wo sind die ganzen "treuen" Fans? Schön war es auf jeden Fall mal wieder alte Bekannte wie Stepanka oder Rolf zu treffen.

(c) meenzer-on-tour.de
Das ein Elfmeter verschossen wurde... Kann passieren. Bis zur Halbzeit konnte man unser Spiel mit dem der Bayern am Vortag vergleichen. Damit enden allerdings die Gemeinsamkeiten. Das Endergebnis dürfte jedem bekannt sein und ich will gar nicht weiter auf das Spiel eingehen, aber ich finde es schade, dass Mainz keine 2 Tore gemacht hat, weil ich dann beim 300. Bundesligator meines Vereines dabei gewesen wäre. (Danke für den Hinweis an den 1905-Podcast)
Bleibt die Hoffnung, dass es nächstes Wochenende gegen den HSV wieder mal klappt.

Ich werde mich jetzt mal wieder um mein Studium kümmern, denn Freitag und Samstag ist Examen in Berlin angesagt und dann habe ich das hoffentlich erstmal hinter mir und kann mich wieder auf andere, wichtigere Dinge im Leben konzentrieren.