Samstag, 30. Juni 2012

Mein Song zum Wochenende

Der Blog beginnt mit einem schönen Zitat vom ehemaligen Trainer von Eintracht Frankfurt, Dragoslav Stepanovic: "Lebbe gehd weider."

Fussball ist abgehakt, und den Titel wird ein Land holen, das unter dem Euro-Rettungsschirm ist. Egal ob man es nun Fiskal- oder Fäkalpakt nennt. Deutschland ist raus und ich fand das Spiel am Donnerstag Abend wenig erfrischend.
Darum widmet sich auch mein Song zum Wochenende um das Thema.

Andererseits. Samstag startet die große Schleife (Tour de France), dann läuft noch die Leichtathletik-EM, die Bundesliga geht bald wieder los und Urlaub ist auch bald.


Freitag, 29. Juni 2012

Foto ist nicht gleich Foto

Zur Einleitung:
Nur für den Fall, das jemand den Film nicht kennt. Das stammt aus "Taxi" von Luc Besson, mit Samy Naceri. Durchaus sehenswert, was man von den ganzen Nachfolgern  nicht unbedingt sagen kann.
Und NEIN, ich bin nicht geblitzt worden. Auch wenn diese Woche auf dem neuen Fujairah-Dubai-Freeway 2 neue stationäre Blitzer installiert wurden.
Es geht auch nicht um das Auto fahren, oder sonst irgendwas, sondern einfach nur das Hobby des Fotografieren.
Einige verfolgen meine Fotoalben über Facebook, andere bekommen die Links zu den Fotoalben in unregelmäßigen Abständen per Email.
Hier möchte ich mich auch mal über das ganze -meistens positive- Feedback bedanken. Konstruktive Kritik ist weiterhin jederzeit willkommen. Mir fällt aber selber auf, dass sich meine Art zu fotografieren etwas geändert hat. Dank eines Bekannten aus dem German Emirates Club, der mit einfachen Worten gut erklären kann. Durch ihn kam ich auch auf meine Software zur Bildbearbeitung. Adobe Lightroom bietet wunderbare Möglichkeiten, wobei ich trotz intensiver Beschäftigung mit dem Programm noch lange nicht alle Funktionen kenne, aber die ersten Ergebnisse lassen sich durchaus sehen.
Zu beachten ist dabei lediglich, dass die Photos im RAW-Format (NEF, CR2, usw.) aufgenommen werden müssen. Im Gegensatz zu einigen anderen Programmen greift Lightroom nicht in die Bildwerte ein und verändert damit das ganze Photo, sondern man ändert nur ein paar Einstellungen, wie z. B. die Belichtungszeit. Ein Beispiel für die Arbeit mit Lightroom seht ihr auf dem folgenden Bild. Dabei handelt es sich um ein fertig entwickeltes Bild von der sogenannten "Golden Mile" auf der Palme mit einer Vergleichstrennung von Vorher zu nachher.

Diese Software ist auch sehr hilfreich, wenn man sich einem schweren Teil der Photographie zuwendet, wie es ein Kollege und ich im Moment immer wieder tun. Auf Konzerten zu fotographieren ist ziemlich schwierig, wegen teils diffuser Lichtverhältnisse, schnellen Bewegungen der Künstler, hohe ISO, offene Blenden, und alles was dazu gehört.
Trotz allem ist auch hier ein Fortschritt zu sehen und ich bin immer wieder von den eigenen Fähigkeiten meiner "ALTEN" Canon EOS 1000D überrascht. Durch dieses Hobby hat sich auch eine Freundschaft zu der internationalen Coverband Shine entwickelt, die noch bis Ramadan im Hard Rock Café Dubai allabendlich (außer Sonntag) auftreten. Man erreichte dabei eine "Win/Win"-Situation. Die Band freut sich, wenn es Fotos von ihnen gibt, die sie über Leinwand im Hintergrund oder zu Promo-Zwecken verwenden kann, und wir haben ein "dankbares Opfer" gefunden, die das mitmachen, ohne dass es für uns immer gleich ins Geld gehen würde.

Trotz allem Laufen bei mir die Überlegungen, ob es nach gut 18 Monaten (oder grob 24.000 Fotos) nicht doch Zeit wird auf eine andere (bessere) Kamera umzusteigen. Dies wird wenn dann aber nicht in den nächsten Tagen oder Wochen passieren, da ich fachmännische Ratschläge einholen will. Das Angebot ist noch schlimmer und unübersichtlicher als bei Autos oder Mobiltelefonen. Canon, Nikon, Sony oder doch was anderes. Soll/muss es eine Vollformatkamera sein? Wieviele Megapixel mindestens/höchstens? Anzahl der Messpunkte? Um nur einige Fragen zu klären.
Wenn es nach Beschaffung von Zubehör gehen würde, wäre Nikon eine Option. Da würde ich aber (falls es Nikon wird) gern auf das neue Modell D600 warten, wo aber noch kein Verkaufsstart fest steht....
Ihr seht: Ich hab Probleme...!
Aber zum Schluss hab ich noch ein Foto von Shine für euch. Und danach noch einen Song zum Wochenende, wobei weniger der Song, als die Bilder im Vordergrund stehen sollten. Soviel lesen soll ja auch belohnt werden.
Von links nach rechts:
- Rudy Rangel, Las Vegas (USA) Lead Guitar
- Dan Talbot, London (UK) Keyboards
- Alan J. Roberts, Toronto (CDN) Male Vocals
- Holli Coupland, Gold Coast (AUS), Drums
- Claire Kelly, Melbourne (AUS), Female Vocals, Manager, Founder
- Selwyn Lombard, Capetown (RSA), Bass

Nebenbei sei noch erwähnt, dass das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Italien noch nicht begonnen hat.

Donnerstag, 28. Juni 2012

News und Updates auf Facebook

So liebe Freunde der Nacht. Heute gibt es nur einen kleinen Quicke, aber auch wieder einen zum Kopf schütteln, dass man sich an der Grenze zum Schleudertrauma bewegt.

Facebook ändert in der letzten Zeit ja gerne öfter mal Einstellungen und Anwendungen und seit 1 oder 2 Tagen bekomme ich TOP-NEWS auf der Startseite angezeigt. Wie zum Beispiel gestern folgende Meldung auftauchte:
Unabhängig, was ich von dem sogenannten "Balconing" halte, glaube ich nicht, dass "Holy diver" Jürgen Klinsmann weder 19 Jahre ist, noch dass er aus Hessen kommt oder Balconing betreibt.

Für die, die mit Balconing nichts anfangen können. Eine kurze Recherche ergab, dass es dabei um eine "Trendsportart" handelt, bei der von einem Balkon zum anderen geklettert wird, oder in den Hotelpool gesprungen werden soll. Die Hotelpools die ich bislang kenne, haben selten eine Tiefe von mehr als 1,50 Meter. Wenn ich da aus dem 2. Obergeschoss rein springe - Das kann nicht gut gehen...!

Und bevor so komisch gemixte Meldungen verbreitet werden, sollte man das doch bitte lassen. Auf gleiche Art und Weise hat neulich die BILD gearbeitet und eine Bloggerin für ein Wochenende für tot erklärt. Ich kann mir vorstellen, dass diese Frau im Freundes-, Bekannten- und Familienkreis viel zu erklären hatte.
Auch hier gilt - Bitte vorher überlegen, bevor ihr es teilt.

Montag, 25. Juni 2012

Alle Jahre wieder

Nein. Weihnachten ist noch weit weg. Andererseits mache ich mir Gedanken über Geschenke, komme aber nicht weiter. Ist aber auch nicht so einfach bei aktuell (25.6.2012 15:00 Uhr) 41°C und 20% relativer Luftfeuchtigkeit.
Ich muss auch zugeben, dass der Sommer hier dieses Jahr auch Startprobleme hat. Letztes Jahr um die Zeit waren wir bei ungefähr 45-48 Grad und 70-90% Luftfeuchtigkeit, aber egal. Als wir gestern Abend nach dem Spiel England-Italien zum Auto gegangen sind, waren wir überrascht, wie angenehm es doch draussen im Freien ist. Ein Blick auf die Wetterdaten verriet uns, dass wir zu der Zeit 37°C hatten. Eine Temperatur, wo in Deutschland alles stöhnt und ächzt.
Natürlich kann man es nicht direkt miteinander vergleichen, aber mir fällt auf, dass jedes Jahr -eigentlich sogar fast täglich- über das Wetter gemeckert wird. Zu kalt, zu warm, zu nass, zu trocken - Man kann es nie allen Recht machen. Das Wetter kann man nicht ändern. Die Kleidung oder andere Umstände schon. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort, dass es kein falsches Wetter gäbe, sondern nur falsche Kleidung.

Genug gemeckert. Schönen Start in die Woche mit einem weiteren Klassiker.


Samstag, 23. Juni 2012

Alles gute zum Burzeltag

Jawoll. Die Bild wird 60...!
Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Allein schon deswegen, dass nahezu allen Menschen in der Republik der Fehler unterläuft und sie die BILD zu einer Zeitung erklären. Da dieses Blatt hauptsächlich mit Fotos (und die teilweise schlecht recherchiert) und Überschriften arbeitet handelt es sich bei der Bild -laut Definition- um eine täglich erscheinende Illustrierte.

Zum Thema "schlecht recherchiert" - Letzte Woche musste sich eine Bloggerin und Ex-Studentin bei vielen Menschen melden, da dieses Blatt ihr Foto für einen Mord aus dem Netz runtergeladen hat. Womit wir wieder beim Thema "Netz 2.0" wären.

Die Bild hat in den letzten 60 Jahren für viel Furore gesorgt und auch den ein oder anderen Skandal gesorgt. Man stand oftmals selbst in den Schlagzeilen, aber ebenso unvergessen ist der Niedergang der deutschen Sprache, den wir auch der BILD zu verdanken haben.
Ohne dieses Massenmedium hätte vermutlich niemand mitbekommen, dass wir Papst sind. Oder das es nicht mehr Deutschland, sondern nur noch SCHLAND heißt. Andererseits existiert die BILD vermutlich nur noch, wegen ihrer Verknüpfungen und Symbionten wie RTL, Lothar Matthäus und anderer, die der Meinung sind, dass ihr Leben so interessant ist. Immerhin hat sich die BILD mittlerweile gebessert. Das Seite 1-Girl ist Geschichte. Somit liegen Die Ärzte falsch, wenn sie singen, dass die Bild nur aus Hass, Titten und dem Wetterbericht bestehe.

Trotz allem habe ich den Anstand euch zu eurem Jubiläum zu gratulieren, aber bitte versteht auch, wenn ich euch nicht alles gute für die nächsten 60 Jahre wünsche.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Chip im Ball, Torrichter, Kopf verwenden

Es gibt vermutlich aktuell keinen Diskussionspunkt, der so ausführlich behandelt wird, wie die Leistung des "Additional Assitent Referee" während der aktuell laufenden Euro 2012.
Zumindest als europäisches Thema. Menschenrechte sehe ich als globales Thema und Fähnchenknicker oder PYRO sind jeweils ein selbst gemachtes Problem.

Seit gestern wird wieder der sogenannte Torrichter diskutiert. Dabei fällt auf, dass sehr viele Menschen, sehr wenig Ahnung haben - mich eingeschlossen. Das betrifft Befugnis, Aufgabe und überhaupt ALLES, was der Torrichter zu verantworten hat. Beispielhaft war dafür auch Dienstag Abend die Diskussion auf dem 90elf.de Bolzplatz.
Allerdings finde ich die seit Jahren andauernde Diskussion über den Torrichter, den Chip im Ball, die Torkamera grauenhaft. Der Altherrenverein von UEFA will das alles (außer dem Torrichter) nicht und verflucht es als Teufelszeug; Die Befürworter wiederholen permanent - Gebetsmühlenartig - ihre, ihrer Meinung nach, überzeugende Argumentation.


Wie die Technik mit dem Chip im Ball funktionieren soll, ist mir als Laien zwar auch schleierhaft, aber anscheinend gibt es funktionierende Systeme. Ich hätte trotzdem bedenken, dass da irgendwas schief läuft. Wenn man sich zu sehr von der Technik abhängig macht, kann man ganz schnell auf dem harten Boden der Realität landen, wenn man sich zu sehr auf eben diese Technik verlässt, die dann irgendwann wegen zu hoher Belastung o.ä. ausfällt. Ich denke da auch schon voraus an eine WM 2022 in einem kleinen Wüstenstaat. Hier herrschen aktuell Wetterbedingungen von 40-45 Grad Celsius. Dazu kommt stellenweise eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Belastung durch Tritte, Einwürfe, Pfostentreffer, etc. Beim Thema Chip im Ball bin ich mir wirklich nicht sicher, ob das System, dass immer wieder angepriesen wird, auch ALLEN Extrembedingungen Stand hält.

Thema Torkamera:
Schön, wenn wir auf, in, hintern neben dem Tor eine Kamera haben, die zeigt, ob der Ball nun drin ist, oder auch nicht. Für mich Unsinn. Besonders, wenn ich bedenke, wie oft es der Fall ist, dass selbst die TV-Bilder nicht für Klarheit sorgen können.
Auch die Möglichkeit den TV-Entscheid aus dem US-Sport zu importieren finde ich zweifelhaft. Da kann jedes Team eine bestimmte Anzahl an Entscheidungen bei Schiedsrichter via TV-Aufzeichnung überprüfen lassen.

Und sein wir mal ganz ehrlich... Wenn man sich diesen Artikel gelesen hat und immer wieder mit dem Kopf nickte, kann man sich doch eigentlich nur wünschen, ein wenig von früher zurück zu bekommen. Fussball wird von Menschen gespielt. Menschen sind Fehlbar. Fussball ist Sport. Natürlich ist es schade, wenn es einen Leidtragenden aufgrund einer Fehlentscheidung gibt, aber wer hat behauptet, dass das Leben ein Ponyhof wäre?

Mittwoch, 20. Juni 2012

Wir sehen uns in Walhalla

Die Freizeitgestaltung in Fujairah ist -um es ehrlich zu sagen- so gut wie nicht existent. Strand, Bullfights (am Freitag nachmittag) oder nichts tun sind nicht unbedingt die tollen Alternativen. Deswegen sind wir (meine Kollegen und ich) auch meistens in Dubai oder sonst wo unterwegs.

Als Anfang des Jahres gegenüber von unserem Wohnhaus die Century Mall eröffnete war die Freude groß, da dort der erste Carrefour an der Ostküste eröffnete. Mittlerweile gibt es dort auch ein paar weitere Läden und das....:
GRAND CINEMA
Bis jetzt hat sich aber noch nie eine Möglichkeit ergeben -was auch an den anderen Unternehmungen liegt- dieses sich mal von innen anzusehen. Doch nachdem Anfang April in Deutschland "Iron Sky" angelaufen war, gab es die Vorankündigung, dass dieser Film auch in die Emirate kommen würde. Die Hoffnung, dass der Film auch bis Fujairah durchdringen würde war gering, aber es wurde Wirklichkeit.
Seit Donnerstag nacht läuft in eben diesem Kino, die finnische Produktion, die aus diversen deutschen Fördermitteln unterstützt wurde. Die Freude war natürlich groß und für meine Kollegen und mich stand fest, dass wir diesen Film auf jeden Fall sehen werden.

Heute war es dann soweit. 3 deutsche gehen in den Emiraten ins Kino und wundern sich erstmal, wie normal das alles ist. Eine Karte kostet 35 Dirham (rund 7€) und die Verpflegung sind ziemlich typisch. 
Nachos wahlweise mit Salsa oder Käsesauce, Popcorn, M&Ms, und so weiter und so fort. Allerdings etwas günstiger als in deutschen Kinos.
Die Säle sind, naja überschaubar, aber absolut ausreichend. Das zu dem Zeitpunkt als wir an der Kasse waren, war das gesamte Kino bis auf 2 Plätze verfügbar. Unterm Strich waren -inklusive aller Nachzügler- ungefähr 12 Personen im Kino, wobei ich mich frage, ob es sein muss, dass Kleinkinder in einen Film mit PEGI-Freigabe 15 mitgenommen werden müssen. Das Gequengel während der Actionszenen war schon etwas störend. Die starren Sessel waren jetzt auch nicht der Brüller, aber man konnte es aushalten.
Die aus Deutschland gewohnte 30 Minuten Werbung - Vergesst es! Einmal Werbung, eine Vorschau (Film: ATM - Sehr abgefahrener Film - Persönliche Meinung) und FILMSTART!
Irritierend war der Film, obwohl ich ihn schon kannte, trotzdem ein wenig. Der Film begann AUF DEUTSCH mit englischem und arabischem Untertitel. Zwischenzeitlich wechselte die gesprochene Sprache aber in Englisch. Bei den Kollegen sorgte das nach eigenen Angaben auch zu leichter Verwirrung, aber man gewöhnte sich schnell dran, dass die deutschen untereinander unsere Sprache sprachen, sonst aber in ein angenehmes Englisch verfielen. Natürlich war es hilfreich den Film schonmal vorher auf deutsch gesehen zu haben, aber es wäre nicht nötig gewesen. Man verstand den Film auch so. Allerdings bin ich mir da nicht bei allen Besuchern so sicher. Und der Leitspruch des Mond-Führers "Wir sehen uns in Walhalla" ist vielseitig anwendbar ;-)

Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass dies nicht mein letzter Kinobesuch hier unten war, denn der arabische Untertitel kann gepflegt ignoriert werden und Spaß macht es allemal.

Montag, 18. Juni 2012

Jubel, Trubel, Heiterkeit

Die deutsche Elf hat es geschafft und steht in der nächsten Runde der Euro 2012. Der Moderator vom arabischen Sender Al Jazeera hatte einen Favoriten und im Büro, wo wir das Spiel via Beamer verfolgten, stieß sein Geschmack auf leichte Erheiterung. Natürlich waren auch wir seiner Meinung und wir sollten mit unserem Optimismus belohnt werden.
Zum ersten Mal gewann die DFB-Elf alle Spiele der Gruppenphase und darf nun mit 9 Punkten aus 3 Spielen gegen Griechenland im Viertelfinale ran.

Wie immer feierten viele deutsche Mitmenschen den Sieg mit Autokorsos. Nicht Autokorsi, wie uns die ARD erzählen will, wobei man selbst zugibt, nicht zu wissen, wie die Mehrzahl lautet.
Ich bin mir jetzt auch nicht zu 100 % sicher, aber es hört sich wesentlich richtiger an. Die Variante von "Es gibt keine Mehrzahl. Es heißt 2 halbe Hahn." kann ich mir nicht vorstellen.
Was mir bei solchen Bildern allerdings durch den Kopf geht ist, dass der Benzinpreis in Deutschland noch nicht hoch genug ist, womit ich die Meinung von Clatra teile.

Immerhin ist Unnützes Hin- und Herfahren nach §30 Absatz 1 Satz 3 StVO eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bussgeld von 20 € geahndet. (Quelle). Allerdings drückt die Polizei bei Autokorsos die Augen zu, da es einfach zu viel an Fahrzeugen sind und auch andere Faktoren mitspielen. Man könnte fast vermuten, es sei zu viel Arbeit, aber dies ist eine böse Unterstellung von mir und nicht meinungsbildend gedacht.
Ich gebe weiterhin zu, dass ich nicht weiß, was der Liter Benzin/Diesel in Deutschland kostet. Allerdings tut sich wohl auch etwas an den Spritpreisen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Aktuell bezahlen wir für einen Liter Super bleifrei (hier "SPECIAL" genannt) ungefähr 1,72 Arabische Dirham. Bevor ihr nach Umrechnungsseiten/-Apps sucht - das sind ungefähr 0,368 €.
Allerdings soll der Preis in naher Zukunft den umliegenden Ländern angepasst werden. Was bedeuten würde, dass der Benzinpreis bei uns um rund 60 % NACH UNTEN korrigiert wird. Unten Strich kämen wir dann auf einen Preis von 1,075 Dirham pro Liter - was 0,23 € entspricht. Und ich stelle grade wieder fest, was für ein hartes Leben wir hier unten doch haben!.

(Für die Unwissenden: "!." soll ein Ausdruck von Ironie sein)

Freitag, 15. Juni 2012

Mein Song zum Wochenende

und absolut kein Wort über Fussball.

Auch wenn manches nicht so schnell geht, wie gewünscht, sofern überhaupt ein Fortschritt erkennbar ist, steht mein Song zum Wochenende -das in den Emiraten dieses mal Freitag, Samstag und Sonntag umfasst- fest.
Viel Spaß.


Mittwoch, 13. Juni 2012

Geht's noch? Oder was geht überhaupt?

Um ehrlich zu sein bin ich überrascht, wie wenig mich diese Europameisterschaft in Polen und der Ukraine interessiert. Natürlich habe ich mir das erste deutsch Gruppenspiel beim Club Viewing angesehen (ich berichtete), aber ansonsten...?
Das heutige Knallerspiel -das uns auch schon gegen Portugal versprochen wurde- werde ich mir vermutlich nicht ansehen, da Anstoss bei uns erst um 22:45 Uhr ist und ich morgen früh wieder frisch und ausgeruht auf eine 24 Stunden Schicht muss. Vielleicht klappt es ja beim letzten Gruppenspiel des DFB, wenn wir auf Schicht sind und kein Einsatz sein sollte. Ist aber alles nur Spekulation und noch nicht entschieden.
Hier hat man halt ein Leben und gelegentlich auch Aufgaben, die man bewältigen muss/kann/will.
Zum Beispiel kam ein neuer Kollege an, mit dem ich seit geraumer Zeit via Facebook Kontakt hatte und mit dem bin ich durch Fujairah gezogen und habe die wichtigsten Sachen (Telefon, Bank, Ausweisvorbereitung, Einkaufen, etc.) mit ihm erledigt. Oder man fährt einen anderen Kollegen nach Dubai, weil der da etwas zu erledigen hat und weil das alles länger dauert als geplant fällt der ursprünglich verbundene Ausflug ins Aquaventure aus. Ist nicht unbedingt schön, kann man aber ja nachholen.
Wenn man dann allerdings zu Hause vor dem Computer sitzt und ein wenig die sozialen Netzwerke durcharbeitet, kommt man um die EM nicht herum.
Die am meisten gestellte Frage ist wohl: "Wer hat beim ZDF entschieden, dass KMH und der Titan die Vormoderation zu den Spielen machen dürfen?"
Das Spiel gegen Portugal haben wir über Al Jazeera Sport HD+ 8 verfolgt und die englisch-sprachigen Kommentatoren gingen im allgemeinen Trubel um trinken und Currywurst unter, ich weiß aber, dass die recht gut sind und Ahnung vom Sport haben und nicht langweilen. Nachdem ich die Vorberichterstattung zu Dänemark-Portugal gesehen habe, wünsche ich mir ernsthaft das Duo Jürgen Klopp und Urs Meier zurück. Da waren Witz und Kompetenz wunderbar gepaart und wir hatten einen ehemaligen Spieler, der mittlerweile zu einem sehr erfolgreichen Trainer wurde und einen ehemaligen FIFA-Schiedsrichter. Was besseres gibt es doch nicht, um ein Spiel zu analysieren... Aber das ist eigentlich auch nur eine Randnotiz.
Ich störe mich ja auch gar nicht an den ganzen Fotos und Liedern, die im 2-Jahres-Takt (EM/WM) wieder aufkommen. Egal ob man das gefakte Autobahnschild nimmt, oder das mit dem Baby das den Rottweiler (oder was auch immer für einen Hund) hält und sagt, da drüben der Holländer (wahlweise ersetzen), oder die Leute, die sich alle 2 Jahre schwarz-rot-gold ins Gesicht malen, um den Hals hängen, oder was auch immer. Man kann anscheinend mit der "Marke Deutschland" sehr gutes Geld verdienen. Die Firma adidas rechnet bis zum Ende der EM mit mehr als 80 Millionen (80.000.000) verkauften DFB-Trikots. Den Trikotpreis kennt ihr vielleicht.... Auch mit Fähnchen am Auto kann ich leben. 2006 hatte ich selber eins an meinem Firmenwagen. Es stört auch nicht, wenn diese Leute absolut keine Ahnung von der Abseitsregel oder anderen Regeln haben. Es reicht ja schon, wenn sie das richtige Team unterstützen. ;-)
Wenn aber dieses Bild wahr sein sollte, ist das absoluter Unfug und nichts verstanden.

Auf diesem Bild heißt es: "Egal aus welcher Motivation sie diese Fahne angebracht haben, sie produziert in jedem Fall Nationalismus. (...) Diese Fahne steht nicht nur für Fußball oder irgendein Team, sondern für Deutsche Identität."
Ja, und? Was ist daran so schlimm stolz auf sein Land zu sein. Deutsche werden im Ausland als hart arbeitendes Volk geschätzt und geachtet. Ich selbst profitiere davon, weil ich als deutscher Feuerwehrmann in einem anderen Land -genau in den Vereinigten Arabischen Emiraten- mein Wissen weitergeben darf und soll. Und dies ist nur ein Beispiel von vielen. Man denke nur mal selbst daran, wie man sich im Urlaub oder zu sonst einem Anlass man sich freut "Made in Germany" lesen zu können.
Weiterhin macht sich diese Person des Vandalismus strafbar. Dieser Zettel sieht schon ziemlich professionell aus, weshalb von Vorsatz ausgegangen werden könnte.
Natürlich hat Deutschland eine Vergangenheit, die weniger schön ist. Ich bin auch der Meinung, dass wir niemals (!) vergessen dürfen, was sich in der Zeit zwischen 1933 und 1945 in Europa passiert ist. Ich finde aber auch, dass man mich nicht dafür verantwortlich machen kann, was vor rund 70 Jahren passierte. Man sollte verstehen, lernen und aufpassen, dass diese Geschichte sich nicht wiederholt.
In anderen Ländern gibt es auch Kriege, Kriegsverbrechen, Diskriminierungen und niemand regt sich in diesem Maß auf. Mitunter ist eine ordentliche, vernünftige Diskussion die richtige Lösung. Manchmal hilft auch ignorieren; Zwar nicht immer, aber gelegentlich. Weiterhin ist zwischen Nationalismus und dem Nationalsozialismus auch noch ein Unterschied, würde hier aber jeden Rahmen sprengen weiter darauf einzugehen, denn ich bin noch nicht fertig.
In den USA, hängt vor jedem zweiten Haus (übertrieben) Stars&Stripes. Wie viele davon sind echte Amerikaner und wie viele leben erst in der 2., 3. oder 4. Generation dort? Auch die USA haben einige schwarze Punkte auf ihrer Flagge, aber man lebt damit.
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben deutlich weniger schwarze Punkte, aber auch hier hängt überall die Landesflagge. Und das, obwohl nur rund 20% der Bevölkerung Emiratis sind. Der Rest sind Inder, Pakistani, Bangladeshi, Amerikaner oder Europäer, die als Experten ins Land geholt wurden.
Ich habe kein Problem damit -weder in Deutschland, noch in den VAE- Flagge zu zeigen und mich zu meinem Land zu bekennen. Wenn jemand ein Problem damit hat, ist das SEIN Problem. Ist eine Frage des Respekts, für den ja auch die UEFA Werbung macht. Eigentlich schade, dass es so weit kommen musste, denn Respekt sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Hierzu gibt es aber einen schönen Spot, den ihr euch auch mal ansehen könnt.

Meine letzte Randnote zur EM ist natürlich nicht ernst gemeint. Ich bin der Meinung das beste Team sollte diese Europameisterschaft gewinnen. Es ist auch nur natürlich, dass man sein eigenes Team dafür favorisiert. Ich habe vorhin wiederkehrende Songs zu Welt- und Europameisterschaften erwähnt. Da steht natürlich sehr weit oben, dass die Farbe Orange nur von Ver- und Entsorgen getragen wird, besonders, wenn es -wie heute Abend- gegen das niederländische Team geht. Auch die anderen Fussball-"Hymnen" sind immer wieder vertreten, wie zum Beispiel die Lightning Seeds mit dem Song "3 Lions".
Ein relativ neuer Song, der für mich aber Klassiker-Potential hat will ich auch noch mit euch teilen. Ich entschuldige mich schon mal vorab bei allen italienischen Lesern und Fans und will anmerken, dass es nur "Comedy" ist.


Sonntag, 10. Juni 2012

Die EM 2012 in Dubai

Gestern bot sich für mich zum ersten Mal die Möglichkeit zu einem Public Viewing einer großen Sportveranstaltung zu gehen. Diese Einrichtung gibt es seit der WM in Deutschland und jedes Mal musste ich irgendwie so arbeiten, dass es für mich nicht in Frage kam, dort hin zu gehen.
Natürlich war ich auch wieder mit meinen Kollegen von der Schicht unterwegs und wir haben uns vorher mit wesentlich kleineren Bällen beschäftigt. Durch die ganze Zeitverschiebung hatten wir jedoch noch einiges an Zeit übrig zwischen dem verlassen des Emirates Golf Club und dem Beginn der Übertragung vom Deutschlandspiel.
Was man in seiner Freizeit in Dubai machen kann - man geht in eine Mall. Die Marina Mall war diesmal unsere Wahl. Die DFB-Trikots wurden schon zahlreicher, als wir gefragt wurden, ob wir Deutsche seien. Hm. Mein Kollege ist relativ hellhäutig und trägt ein DFB-Trikot, ich trage ein DFB-Trikot und der andere Kollege trägt wenigstens schwarz-weiß. Die Frage, wo man sich das Spiel ansehen könne, war leicht zu beantworten, aber wenn man als "Residental" anfängt diverse Hotels und Bars aufzuzählen erntet man oftmals nur komische Blicke. Ich hoffe, wir konnten den beiden weiterhelfen. Unsere Location war das Barasti neben dem Westin-Hotel. Wir sind allerdings von ausgegangen, dass es eine komplett geschlossene Veranstaltung wäre, denn es wurde offiziell als CLUB VIEWING des German Emirates Club (kurz: GEC) angekündigt.
Als wir ankamen, ging alles Problemlos und wir bekamen unsere Polohemden und sind gemütlich in das Zelt. Das niemand von uns den Eintritt kassierte war, hmmm, na gut. Doch als nach dem Spiel der Dänen das Zelt zum Großteil geräumt wurde und man Wristbands zum Einlass brauchte sind wir nochmal zum Eingang. Die Schlange, die uns dort erwartete war, um es mit einem Wort zu beschreiben, LANG! Da man aber doch ganz gute Kontakte hat, konnten wir nach kurzer Wartezeit, das ganze doch beschleunigen und bekamen die Wristbands. Der Spaß konnte losgehen.

Um eins gleich mal klar zu stellen. Man kann den Gegner noch so sehr nicht mögen, bei einer Nationalhymne hat man nicht zu pfeifen. Das man pfeift sobald ein Portugiese auf der Leinwand zu sehen war, ist halbwegs noch verständlich, aber auch nicht unbedingt notwendig. Trotz allem wunderte mich, wie das alles funktionierte. Bei einem Festzelt in Deutschland kommt es ja häufiger mal vor, dass die Luft weniger toll ist. Gestern in Dubai hatten wir ungefähr 39°C und die Klimaanlage funktionierte.

Selbst die üblichen Rituale bei GEC-Veranstaltungen funktionierten Einwandfrei. Es gab Bitburger und Currywurst. Ab der 2. Halbzeit war das Bier nur noch halbwegs gekühlt, und über die Currywurst legen wir besser gleich den Mantel des Schweigens. Aber über Geschmack lässt sich streiten und es gab anscheinend doch einige, denen sie schmeckte.
Was allerdings überhaupt keinen Spaß machte, war die Tatsache, das Al Jazeera Sport zwar eine relativ gute Übertragung machte, aber der Ton war 3-4 Sekunden vor dem Bild da. Das nahm einem irgendwie den ganzen Spaß am Spiel, konnte aber einigermaßen ignoriert werden, da es im Zelt doch recht laut war. Selbst die Dänen und einige Holländer haben sich in einen Teil des Zeltes eingefunden und mit uns gefeiert. Sehr friedlich, sehr angenehm und wenn mein Dienstplan es zulässt, könnte ich mir vorstellen nochmal hinzufahren.
Selbst den Ausfall der Übertragung für 30 Sekunden kann ich verschmerzen, da dass Zelt einen in der Zwischenzeit gut unterhalten hat.
Unterm Strich war es ein erfolgreicher Abend mit einem Auftakt-Arbeitssieg gegen die Portugiesen und wir werden sehen, was die EM uns noch so bringen wird.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Nebenwirkung erwünscht? Die Schattenseite des Web2.0

Wir vernetzen uns in unserem Leben immer mehr. Sind am Tag für Stunden auf Facebook, youtube, Twitter und anderen "sozialen" Netzwerken. Ich hatte neulich schon mal über Sinn und Unsinn davon geschrieben und als Folge davon (wie in diesem Blog angekündigt) eine Seite komplett entfernt.
Die Resonanz fand nicht wirklich statt. Von über 500 Bekannten, die ich dort hatte, hat sich gerade mal EINER gemeldet und nachgefragt. Dies aber auch erst, als das Profil gelöscht war; Aber egal.

Die Leute, die ich auf wkw hatte, bzw. auf Facebook oder woanders als Freunde/Bekannte habe kenne ich. Meistens persönlich, in wenigen Ausnahmen aber nur aus dem Netz. Trotzdem kann ich zu jedem meiner 371 "Freunde" auf Facebook mindestens ein Stichwort geben, woher man sich kennt. Manchmal sogar mehr.
371 hört sich jetzt erst mal sehr viel an, aber wenn ich dann Leute sehe, die über 10.000 Freunde haben relativiert sich das ganze. Ich vermute allerdings auch, dass diese Personen nicht alle persönlich kennen. Ich lege aber auch Wert darauf, die Leute zu kennen, die ich in mein Netzwerk aufnehme. In dieser Hinsicht muss ich aber auch zugeben, dass ich mir gelegentlich überlege, OB ich die Person in einem sozialen Netzwerk kennen will, oder nicht. Im Gespräch mit Kollegen darüber stellte ich fest, dass ich diesbezüglich nicht der einzige bin. Einer meiner Kollegen hat nach eigener Aussage über 20 ausstehende Freundschaftsanfragen. Verübeln kann ich es ihm nicht!
Es ist auch gut möglich, dass ich in naher Zukunft mal wieder auf Facebook meine Freundesliste ausmiste und/oder weniger präsent sein werde. Nachteilig wird dies bestimmt nicht werden - zumindest nicht für mich und mein Leben, denn hier wird sich das ein oder andere ändern, worüber ich aber erst schreiben werde, wenn es geschehen ist, weil ich weiß was Kollegen mit der Wohnung von Leuten angerichtet haben, die geheiratet haben. Das aber nur am Rande. Unterm Strich gilt:

Bedenklich finde ich es auch, wenn auf Facebook auch gezielt Fotos geteilt werden, mit dem Hinweis, wenn man das Foto "liked" man bis zu 1000 Freundschaftsanfragen bekommt. Zum einen sind es meist überholte, veraltete Fotos und zum anderen (wie oben erwähnt) will ich entscheiden, wen ich kenne und wen nicht und nicht mit solchen Kettenreaktionen zugespamt werden. 
Es gab auch schon Leute, die auf Grund ihres Posting-Verhaltens aus meiner Liste geflogen sind, wird aber vermutlich nicht mehr so schnell passieren, denn irgendwie will man ja auch ein wenig Kontakt mit den Leuten in der alten Heimat halten, auch wenn man ein paar tausend Kilometer weit weg ist.

Die Thematik bringt mich aber auch zu einem wunderbaren Song. Ist zwar noch kein Wochenende, passt aber trotzdem.

Freitag, 1. Juni 2012

Ein kleiner Nachtrag zu gestern

Am 31. Mai war Weltnichtrauchertag und ich habe für mich entschieden auch damit aufzuhören.
Drückt die Daumen, dass es klappt.