Freitag, 30. November 2012

Hoch und Tief - Neues von mir und den Emiraten

Ich weiß, dass ich viel zu selten schreibe. Ich kann mich immer wieder nur entschuldigen, weil die Arbeit vieles von mir abverlangt. Dann hab ich dies noch zu tun, und das, und überhaupt.

In meinem Leben geht es momentan hoch und runter. Mal besser, mal weniger gut. Ihr müsst euch aber keine Sorgen machen. Es geht mir immer noch gut. Ich bin immer noch in den Emiraten, habe meinen Job, habe meine leichte Erkältung vertrieben und geniesse das Leben.

Neulich hat George Takei auf seinem Facebook-Profil (klick) mal wieder ein schönes Bild geteilt, dass ich euch nicht vorenthalten möchte:


Zur Erinnerung: George Takei ist unter anderem Mr. Sulu aus Star Trek (Das Original mit Kirk, Spock und Uhura)

Von der Arbeit will und kann ich nicht viel schreiben, aber ich hätte nicht gedacht, dass der Job als Lehrer/Ausbilder so anstrengend sein kann. Ich verstehe langsam, was meine alte Klassenlehrerin Frau Nerad für einen Stress mit mir hatte. Ich möchte mich hiermit für all die Jahre entschuldigen. Aber ich merke auch, dass ich mich dadurch weiter entwickle. Menschlich, wie fachlich und persönlich. Ich bin gespannt, wo die Entwicklung mich hinführen wird.
Das Studium läuft soweit auch nach Plan. Soweit man das nach der kurzen Zeit sagen kann. Ich bin froh, dass mein Kollege Ingo mich auf die Idee gebracht hat. Wer sich weiterentwickelt kann was aus sich machen. Wer stehen bleibt, hat verloren. Auch dafür Danke.

Privat geht es auch voran. Zeit zum fotografieren finde ich im Moment leider zu selten, aber wie würde schon das Emirates Palace mit einem wolkenverhangenen Himmel aussehen? Man erwartet doch immer blauen Himmel und Sonnenschein von Abu Dhabi. Ist zwar nicht so, aber nach dem Gewitter heute morgen klart der Himmel das erste Mal seit Tagen wieder auf und ich werde nachher eventuell mal los ziehen um wieder Fotos zu machen.
Die nächsten Tage wird Abu Dhabi -so wie alle Emirate- auf dem Kopf stehen. Am Sonntag feiert man den 41. Jahrestag des Bestehen der VAE. Ich habe es letztes Jahr in Fujairah erleben können und wenn das schon so dort abgeht, bin ich gespannt, was in der Hauptstadt los ist. Nach Aussage aller Kollegen kommt man zwischen der fünften Straße und der Corniche zu Fuss besser voran, als mit irgend einem anderen Fortbewegungsmittel. Allerdings solle man auf Sprühschaum aus der Dose aufpassen. Mal schauen, ob ich irgendwo einen schönen Platz finde, aber ein paar Fotos sollten drin sein.
Hier schon mal das Logo zum Nationalfeiertag, das Abu Dhabi Police auf Facebook geteilt hat:

Ich verspreche euch, in den nächsten Tagen mal wieder öfter zu schreiben. Denn der Countdown zum Urlaub läuft. Am 21.12. gehts nach Deutschland. Wenn man an den Maya-Kalender glaubt, habe ich einen Logenplatz; wenn nicht freue ich mich auf Weihnachten in Deutschland.

Freitag, 23. November 2012

Vertrag ist Vertrag!

Der Vertragsabschluss ist dabei nicht festgelegt, ob ein Vertrag mit Handschlag, per Unterschrift oder gar per Beglaubigung fixiert wurde, ist einzuhalten!

Im jüngsten Beispiel wird über einen Vertrag gestritten, der im Jahr 1969 unterzeichnet wurde.
In diesem Rechtsstreit kämpfen aktuell Tolkiens Erben gegen Warner Bros.
Warum? Das hab ich mich auch gefragt und mir mal ein wenig "Die Welt" zu Gemüte geführt. Laut dem Vertrag aus 1969, wo unter anderem die Filmrechte geregelt sind, ist nur "dingliches Merchandising" vereinbart.
Tolkiens Erben sind der Meinung, dass Warner den Vertrieb der "inkriminierten digitalen Produkte" einstellen soll. Weiterhin fordern Sie 80 Millionen US-Dollar (rund 62 Mio. €).

Ich bin ehrlich. Die Einstellung der digitalen Werbung wäre ein Segen. Wobei ich persönlich der Meinung bin, dass die Werbung für "The Hobbit" nicht übertrieben ist. Es gibt andere Filme, die viel schlimmer digital (im Netz) vermarktet werden. Andererseits betrifft diese Klage, die von den Tolkien-Erben auch Online-Spiele, Apps, Seiten in sozialen Netzwerken, und so weiter. Eigentlich gar nicht so verkehrt diese Vorstellung. Früher war nicht alles schlecht. Und wenn man bedenkt, wie viel jeder einzelne Mensch vor dem Computer sitzt....

Interessant ist aber, dass man sich von Tolkien-Seite auf den Vertrag von 1969 beruft. Natürlich ist dieser immer noch gültig. Aber mittlerweile hat sich halt einiges geändert. Trotz allem ist ein Vertrag, ein Vertrag, an den man sich halten muss. Egal aus welchem Jahrhundert dieser Vertrag stammt.

Ab Montag (26. November 2012) kümmern sich jedenfalls um die Gerichte um diesen Vertrag und um die Frage, was "moralisch" und vertraglich -also "DINGLICH" ist. Warner hat diesen ganzen Vorgang bisher NICHT kommentiert. Warum auch. Man wird sich Montag vor Gericht setzen und vor einem Urteilsspruch einigen. Die geforderten 80 Mio US$ sind -meiner Meinung nach- ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man die Einnahmen allein aus den Kinokarten mal prognostizieren würde. Ich gehe nämlich davon aus, dass viele, SEHR viele Menschen sich weltweit darauf freuen "The Hobbit" endlich im Kino zu sehen. Ich bin einer von ihnen. Wenn ich mal ohne jegliche Kenntnis von anderen Filmen schätzen müsste, würde ich sagen, dass spätestens nach 2 Wochen die 80 Millionen eingespielt sind. Dann kommen noch DVD/BlueRay dazu und so weiter. Also Sachen, die man "greifen" kann (Stichwort: Dinglichkeit").

Auf die Idee, dass man noch ein wenig Geld oder Pressewirksamkeit erzeugen möchte, WILL ich jetzt nicht kommen. Alles was ich will ist endlich diesen Film sehen...!

Trotz aller Kritik...

Dass ich so wenig schreiben würde, sitze ich nun endlich mal wieder an einem Schreibtisch und schreibe einen Blog.
Doch welchen zuerst? Themen hab ich mehrere, aber ich fange einfach mit dem aktuellsten an.
Gestern Abend war ich in Dubai auf dem Konzert von Jennifer Lopez.
Die "Dance again World Tour" machte Halt in Dubai Media City. Abgesehen davon, dass es 4 unterschiedliche Zeiten für die Tor-öffnung gab und man auch ansonsten mehr wissen musste, wo man hin will war ich eigentlich relativ optimistisch auf einen schönen Abend. Musikalisch und Darbietungstechnisch war das ja auch der Fall, aber die Rahmenbedingungen stimmten so überhaupt nicht.

Ich habe Verständnis für Merchandising und den Verkauf von Tour-T-Shirts. Gegen Essen und Trinken ist ja auch nichts einzuwenden, aber:
Werbe- und Verkaufsstände von
- du (Mobilfunkanbieter in den VAE - sponsort auch Vettel)
- samsung
- JLo-Parfüm
- Playstation
- Gilette Venus
- Audi
- Virgin Radio
- Rixon Hotels und so weiter... Finde ich dann doch etwas übertrieben. Und ganz klein in der Mitte ein Stand, an dem 4 T-Shirts hingen. Jedes Mal das gleiche Motiv. Vorne ein Foto von La Lopez und auf der Rückseite "European Tour" und ein paar Städte. Kein Jahr, kein Datum, nichts dergleichen. Danke brauch ich dann auch nicht.
Also hab ich mein kleines blaues Armband und bin mir am überlegen, was ich nun anstelle. Da es anfänglich noch ziemlich leer beim Catering war und ich noch nicht wirklich dazu gekommen bin was zu essen also erstmal da hin. Am Eingang zum Cateringbereich erstmal ein zweites Armband bekommen, denn nur mit 2. Armband bekommt man auch ein Bier. Ich hab mich gefreut, dass JW Mariott das Catering übernommen hat und pflegte Hoffnung auf was anständiges. Tja. Der gleiche heiße Hexe-Burger wie an der Rennstrecke in Abu Dhabi, aber 15 Dirham billiger. Schön! Und mein Bier? "Wir haben Tiger oder Sol" "Was kannst du mir empfehlen?" "Keines, ich trinke die beiden nicht, weil sie mir nicht schmecken" Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen, oder?
Während der Wartezeit auf La Lopez meinten dann auch noch ein paar zusätzliche Verkäufer auftauchen zu müssen. Was interessiert mich die TimeOut Dubai? Oh, ich fange schon wieder an mich aufzuregen... Pause!
Genau wie im Amphitheater. Auf den großen Video-Wänden laufen Werbetrailer von allen, die irgendetwas dazu beigetragen haben, dass dieses Konzert stattfindet und ein DJ von Virgin versucht Stimmung rein zu bringen, dass aber auch eher halbherzig.
Mittlerweile ist es kurz vor 21 Uhr und die ersten Kinder, die nicht mehr rumtoben oder auf Mamas Arm sitzen legen sich ohne Gehörschutz in den Buggy und schlafen. Aber zur Ehrenrettung einiger Mütter: Ich habe auch Kinder mit Gehörschutz gesehen, ob es aber nötig ist sein Kind auf ein Konzert mitzuschleppen, weiß ich auch noch nicht. Oder ob ich wollen würde, dass meine Frau im 8. Schwangerschaftsmonat auf ein Konzert geht. Ich weiß nicht.

La Lopez hat es dann jedenfalls gegen 20 nach neun auf die Bühne geschafft. Schon nicht schlecht, was Madame da so abgeliefert hat und bei den Unmengen an Pyrotechnik, die in den ersten 5 Minuten abgebrannt wurde (Nein, keine Bengalos, außerdem Professionell und mit Genehmigung) wußte ich auch, was Dubai Civil Defence auf dem Gelände macht.
Frau Lopez hat -genau wie manche andere Künstler- ihr erstes Konzert in den Emiraten gegeben und sich auf ältere Titel konzentriert. "In the Club" gab es trotzdem auf die Ohren. War gar nicht so verkehrt.




Allerdings glaubt man nicht, wie groß dieses Amphitheater ist. Ich hatte mit meiner Kompaktkamera Probleme mit dem Zoom bzw. dem Fokussieren. Aber das ist eine andere Baustelle.

Ein kleines Highlight war wohl auch, dass JLO gut 90 Minuten eine Show abgeliefert hat, in der sie 5x innerhalb von jeweils 3 Minuten ihr komplettes Dress gewechselt hat. Und neben all den tollen Tanzeinlagen von ihr und ihren Tanzpartnern und -Partnerinnen und der doch überraschend großen Band gab es auch mal einen etwas ruhigeren Song, wo sie sich auch einfach nur mal hinsetzen dürfte. Auch wenn es "Dance again Tour" heißt, Schwamm drüber. Mit den 300 Dirham, die das Konzert Eintritt gekostet hat, hätte ich jetzt aber auch besseres anzufangen gewusst... Ist halt so. Und wenn wir schon beim Thema sind: Anfang Dezember kommt Katy Perry nach Dubai, aber 90 Euro ist mir ehrlich gesagt zu viel. Selbst Metallica letztes Jahr hat weniger verlangt und das war in Abu Dhabi.
Wie auch immer, zurück zu JLo gestern Abend. Der Auslass hat wenigstens gut funktioniert. Der war dann auch mal beschildert, dafür war es dann aber direkt nach dem verlassen des Amphitheater relativ eng. Besonders, weil ein paar halbstarke Jungs der Meinung waren sich mit der Security prügeln zu müssen. Ob die mitbekommen haben, dass hinter ihnen die Polizei stand weiß ich zwar nicht, ich fand es aber ziemlich beunruhigend, dass die die gesamte Zeit über gemütlich im Auto gesessen haben und nichts (!) passierte. Soll aber auch nicht mein Problem sein. Es war noch früh, ich schnappte mir dann ein Taxi und bin weiter gezogen und hab mir einen schönen restlichen Abend in Dubai gemacht.

Samstag, 10. November 2012

Vom Foto zum Video

Ich weiß. Es ist Fussball und eigentlich sollte ich besseres zu tun haben, als einen Blog zu schreiben, aber meine Mainzer haben ja bereits gestern Abend gespielt und alles ist gut. Im Hintergrund läuft Dubai Sport 1 mit Bayern gegen Eintracht und ich sitze -wie so oft- vor meinem Computer.

Wo ich grade eben bei gestern Abend war...
Ich hatte mir für gestern vorgenommen mal was neues mit meiner Kamera ausprobieren zu wollen. Meine erste Time Lapse - oder auch Zeitraffer-Aufnahme. Die Vorbereitungen sind vieles umfassend und das Informationsmaterial im Internet ist . . . MASSIG.

Grundkenntnisse sind vorhanden. Ein Film hat (in der Regel) 24 Aufnahmen pro Sekunde. Bei einer Taktung des Intervalltimers in der Kamera von 8 Sekunden, benötige ich also 24 Bilder in einem Abstand von 8 Sekunden. Diesen Wert von 8 Sekunden findet man immer wieder im Internet und ich finde auch, dass dies so in Ordnung geht. Das Ergebnis sieht jedenfalls schon mal nicht schlecht aus. Allerdings war ich auch etwas kritisch gegenüber dem gesamten Projekt, da man ebenfalls auf vielen Seiten liest, dass eine Zeitraffer-Aufnahme von Tageslicht in die Dunkelheit "Der heilige Gral" wäre... Und ich Anfänger traue mich natürlich gleich an die großen Aufgaben...

Ein Motiv hatte ich jedenfalls relativ schnell im Sinn. Das Emirates Palace und die Etihad Towers von Abu Dhabi. Der Standort war auch relativ schnell gewählt. Marina Village ist ein guter Punkt für so etwas. Kannte ich ja bereits von meinen Ausflügen mit einem Bekannten aus Frankfurt, der mit seinem Sohn hier im Urlaub war. Gemein fand ich allerdings die Leute, die direkt neben mir den Grill aufgebaut haben und sahen, dass ich zusätzlich zur Gegenlichtblende einen weiteren Blendschutz hielt. Auch als die Sonne weg war, roch es noch nahrhaft und ich wurde nicht eingeladen. Müssen sie aber auch nicht. Die meiste Zeit bekommt man bei so einer Aufnahmetechnik sowieso nur komische Blicke. Man steht oder sitzt neben seiner Kamera und die macht Klick-Klick-Klick und man selbst kümmert sich nur sehr bedingt darum. Schön war aber, dass ich von einem Kollegen aus Fujairah zwischendurch Gesellschaft bekommen habe. Allerdings hat sich auch Abu Dhabi Police für die Aufnahmen interessiert. Nachdem wir aber glaubhaft versicherten, dass die Baustelle des neuen Scheich-Palastes nicht mit auf den Fotos zu sehen ist, fanden sie es aber sehr schnell sehr uninteressant und sind wieder gefahren.

Bei einem Intervall von 8 Sekunden könnt ihr euch bestimmt ausrechnen, dass ich einige Zeit  da war um 1000 Fotos zu bekommen, was für rund 41 Sekunden Video reicht. Mit Aufbau, Ausrichten und Einstellen von allen Parametern waren es knapp 3 Stunden, die ich dort verbracht habe. Aber der kluge Mann baut vor, gekühlte Getränke waren vorhanden. Gestern Abend habe ich mir die Fotos nochmal kurz durch gesehen und eine erste Rohfassung erstellt. Nicht so schlecht, wie ich befürchtet hatte und das flackern hielt sich in Grenzen. Heute habe ich fast den gesamten Tag aber mit der Bildbearbeitung verbracht und meine vorübergehende Endfassung erstellt. Ich sage nicht, dass ich es zur Perfektion betrieben habe, aber ich finde ich bin auf einem guten Weg.
Jetzt habe ich 2 von den 1000 Fotos für euch und das Video. Ich wünsche euch viel Spaß damit und ein schönes Restwochenende

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Montag, 5. November 2012

4 Day at the races

Nun kann ich also auch behaupten mal bei der Formel 1 gewesen zu sein.
In Deutschland kennt man ja -über den Fernseher- ja nur das 3. freie Training, sowie das Rennen und mit viel Glück auch noch die ersten beiden freien Trainings am Freitag.

Seit ein paar Tagen war an der Corniche eine Fanzone  eingerichtet, wo man dies und das bestaunen konnte, oder der Nachwuchs an der Playstation sein Fahrkönnen unter Beweis stellen konnte.
Fotos von der Fanzone.

Mir war bewusst, dass es im Rahmenprogramm der Formel 1 noch mehr Veranstaltungen gibt und diese variieren. In Abu Dhabi zum Beispiel fanden auf der Strecke auch noch mehrere Rennen der Australian V8-Supercar Serie auf dem Plan.
Leider war es mir nicht möglich, alle Events davon anzusehen, aber ein paar Fotografen, die ich dort kennen gelernt habe, zeigten mir teilweise spektakuläre Bilder vom 3. V8-Rennen - zu dem ich mich beispielsweise noch auf der Arbeit befand.

Doch beginnen wir den Veranstaltungsplan von hinten aufzurollen. Ich habe ja bereits darüber geschrieben, wann welche Veranstaltung ist.
Donnerstags Pitlane Walk. Man kommt über diverse Ecken und durch manche Tunnel auf die Start- und Zielgerade und darüber in die Boxengasse. Beginnend bei Marussia und den anderen Teams mit höheren Startnummern. Da herrschte immer nur kurzzeitiges Gedränge,  bis die Leute merkten, dass sie lieber bei Vettel, Alonso oder Hamilton stehen. Man konnte also schon ganz gute Einblicke in die Vorbereitungen zu einem Grand Prix bekommen und auch dementsprechend Fotos machen.
Fotos vom Donnerstag (Pitlanewalk)

Ich wusste auch, dass es bei Motorsport (Formel 1) laut zu geht. Sehr laut. Ich hätte aber nicht damit gerechnet, dass es SO laut ist. Genialer Weise habe ich nämlich meine Ohrstöpsel zu Hause liegen gelassen, aber die bekommt man ja überall an der Strecke. Die Gehör ist also gerettet. Schon beeindruckend, mit welch einer Präzision, die Kerle da unten entlang donnern. Und das bei solchen Geschwindigkeiten. Wobei ich aber auch den ein oder anderen Ausritt in die Auslaufzone zu sehen bekommen habe. 1. freies Training, 2. freies Training und dazwischen die Qualifikation der V8-Supercars.
Ich hatte mich für einen Platz auf dem South Grandstand entschieden und nachdem ich das erste Mal auf der Tribüne war, .... Wow. Ich glaubte nicht, dass ich es hätte besser treffen können. Außer vielleicht mit einem Ticket für einen Parkplatz. Aber es ging auch, indem ich mir ein Taxi mit einem Kollegen geteilt habe. Der sich übrigens dafür ausgesprochen hat, seine Fotos zu löschen. Ist erledigt!
Fotos vom Freitag

Samstag - sind wir auch nicht allzu früh an die Strecke, weil zwischen den einzelnen Rennen leider immer sehr viel Zeit liegt. 2 Stunden sind keine Seltenheit. So habe ich kein weiteres Rennen der V8-Supercars gesehen. Samstag war es noch beeindruckender. Mehr Autos auf der Strecke, was automatisch mehr Verkehr bedeutet, aber die Rundenzeiten wurden immer schneller. Das gilt für das 3. Training, wie auch für die Qualifikation.
Fotos vom Samstag

Dann war leider das arabische Wochenende wieder zu Ende, und wir mussten wieder zur Arbeit. Da man aber schöne Arbeitszeiten hat, konnte man pünktlich zur Fahrerparade an der Strecke sein. Also 90 Minuten vor Start der Formel 1 und somit auch das letzte Rennen der V8-Supercars verpasst.
Und ich weiß nicht, wie ich das Rennen beschreiben soll. Ehrlich gesagt, habe ich mich geärgert, als ich hörte, dass Vettel auf den letzten Platz strafversetzt wurde. Aber um ehrlich zu sein, hat dies das Rennen interessant und spannend gestaltet. Es gab viele Überholmanöver, Dreher, Verbremser und auch Unfälle sowie 2 Safety Car-Phasen. Und vieles davon unmittelbar vor meiner Tribüne oder 2 Kurven weiter, was auch noch relativ gut einsehbar war. Einer der anderen Fotografen arbeitete am Sonntag mit Tele-Converter und hat den Unfall von Robert -der zur ersten Safety Car-Phase führte- als Serienaufnahme.
Ich bestreite allerdings nicht, dass man am Fernseher definitiv mehr davon mitbekommt, als an der Strecke. Punkte dafür sind: Die Faszination Motorsport, der Lärm und der Gestank nach Gummi und Benzin bzw. Abgase.
Man könnte sich zwar auch neben die A3 oder A5 stellen, wenn man es darauf anlegt, aber das Flair fehlt. Mal sehen, ob ich nächstes Jahr wieder hingehe. Wenn dann aber nur mit Parkticket!
Fotos vom Renntag.

Eines meiner absoluten Lieblingsfotos vom Wochenende (insgeamt rund 5.800 Fotos) ist dieses:

Freitag, 2. November 2012

Mein Song zum Wochenende

Die kalte Jahreszeit hat nun auch endlich in Abu Dhabi eine Heimat gefunden. Es ist kurz vor 10 Uhr morgens und wir haben grade mal 26°C. Wir brauchen also einen Song zum warm machen.
Weiterhin ist das Wochenende der F1-Zirkus in der Stadt und ich habe für alle Tage Tickets und werde später zum freien Training der Australian V8-Supercar-Serie und der Formel 1 gehen.
Meine neue Kamera wird mit Sicherheit ebenfalls dabei sein. Auf Facebook sind ja schon die ersten Fotos aus der Boxengasse von gestern. Also wird sich dieses Wochenende auch gut unterhalten.

Es finden auch Konzerte statt. Für Zuschauer der Formel 1 gratis, sozusagen als Benefit. Heute Abend Kylie, morgen Nickelback, Sonntag Eminem. Was ich davon mitnehme weiß ich allerdings noch nicht. Kommt ein wenig auf meine Verfassung an. Um den Bogen zurück zu meinem Song zu bekommen: Kylie hat ein Duett mit Robbie gemacht (Kids). Aber ich will Unterhaltung.

Viel Spaß euch, bei was auch immer.


Donnerstag, 1. November 2012

Gedanken zum Sport: RedBullisierung

Ich gebe zu, dass die Zeit nicht unbedingt meine Zeitung ist, aber nachdem ich zum unmittelbar bevorstehenden Formel 1-Grand Prix in Abu Dhabi mein Profilbild geändert habe, erreichte mich ein Link eben dieser Zeitung, mit dem Vermerk, dass ich mich bitte melden solle, wenn ich mein Profilbild wieder von RedBull-Racing in ein anderes nicht werbebasiertes Profilbild geändert habe.

Einerseits kann ich die Argumente verstehen und stimme sogar zu. Die Einflussnahme von Red Bull auf den Sport hat DEUTLICH zugenommen. Alte, bestehende (teilweise sogar sogenannte Traditions-) Vereine haben Ihre Namen geändert um einen Vorteil finanzieller Art daraus zu ziehen. Dies ist meiner Meinung nach zu verurteilen, aber leider -wie ich früher schon mal geschrieben habe- nur schwer zu vermeiden.
Will ich Erfolg haben, brauche ich MEISTENS einen finanzkräftigen Sponsoren im Rücken, der mir hilft wieder da hin zu kommen, wo ich nach eigenen Ansprüchen hin gehöre. Diese Rechnung kann natürlich auch nach hinten gehen. Als schönes Beispiel fällt mir gerade die TSG SAP ein, deren Anspruch an sich selber ist, international zu spielen, aber das mit "Talenten aus der eigenen Jugend und Region". Sieht man ja deutlich im Kader: Wiese, Delpierre, Ochs, Salihovic und Derdiyok um nur ein paar zu nennen.

Wenn ich mich nicht ganz irre -ohne zu recherchieren- hat Red Bull seine Finger bei diversen Fussballvereinen im Spiel. Da wären z.B. Red Bull Salzburg, RB Leipzig und auch einer in den USA, der mir grade nicht einfallen will. Finde ich teilweise in Ordnung, teilweise weniger bis gar nicht. Wenn ein Verein, Sponsoren sucht, ist das legitim, wenn dieser Verein aber dafür seine Seele verkauft stehe ich absolut auf der Seite der Fans, die rebellieren.
Bei Red Bull Racing sieht das ganze schon wieder etwas anders aus. Zwar wurde auch dort Wissen und Technik von einem anderen Team eingekauft, aber das gehört -fast genauso wie im Fussball (Stichwort: Transferperiode)- mittlerweile fast schon zum Tagesgeschäft.
Und trotz allem, steht hier Red Bull in der Verantwortung. Mit all seinem Geld und seinem Ruf. Webber war damals bereits ein erfahrener Pilot, Vettel dagegen ein Jungspund. Mittlerweile ist RBR eines der führenden Teams (zusammen mit Mercedes und -so schwer es mir fällt- Ferrari) in der Formel 1. Und meiner Meinung nach nicht unverdient.

Weiterhin finde ich es lobenswert, dass viele Randsportarten durch Red Bull gesponsort werden. Grade die Extrem-Sportarten -von denen man halten kann, was man will- profitieren extrem von dem Sponsoring durch Red Bull. Die Masse an Red Bull-Events ist mitunter schon etwas unerträglich, aber nun mal das Ergebnis einer freien Marktwirtschaft. Ich (als Red Bull) habe Geld, unterstütze Extrem- und Randsportarten, auf die die "Jugend" anspringt, mit Werbung oder Veranstaltungen und mache dadurch Werbung, die ich von der Steuer absetzen kann und meinen Umsatz und Gewinn steigern kann. Tut mir Leid, aber so funktioniert das nun mal. Ich will auch niemanden dazu zwingen Red Bull gut zu finden. Unabhängig von Sportart, -team oder -event.

Das Thema "Stratosphären-Sprung" habe ich erfolgreich ignoriert und es war mir mehr als SCH****EGAL, in welchem Zustand dieser -Moment- Felix Baumgartner auf dem Boden aufkommt. Ähnlich wie diese Red Bull Airrace...
Was man verfolgt und unterstützt ist einem selbst überlassen. Der große Vorteil einer freien Marktwirtschaft... ;)

Wie ich jetzt für mich mit dem Thema Red Bull umgehen soll, weiß ich allerdings immer noch nicht. Im Fussball bin ich der Meinung, dass die Marke nichts zu suchen hat. In der Formel 1 bin ich Fan vom "Werkseigenen" Team. Da mich der Rest nicht interessiert, verfolge ich es nicht weiter. Missachtung ist mitunter die größte Strafe, darf aber nicht verallgemeinert werden.
trotz allem freue ich mich, wenn ich das Wochenende an der Rennstrecke überstanden habe und die ersten paar tausend Fotos mit meiner neuen Kamera gemacht habe. Dann wird auch wieder mein Profilbild geändert und alles ist wie früher. Richtig?
Letztendlich gilt doch nur: