Mittwoch, 28. September 2011

Klar zum ändern, oder was


Wir haben alle schon von Ihnen gehört. Wenige haben sich mit Ihnen beschäftigt und doch haben die PIRATEN vor kurzem in Berlin 8,9% und somit 15 Sitze im Berliner Senat geholt. Für mich endlich ein Grund mich mal mit dieser jungen Partei (gegründet 2006) zu beschäftigen. Dazu habe ich mir das "Grundsatzprogramm der Piratenpartei Deutschland" mit Stand vom 21. November 2010 runtergeladen, durchgelesen, markiert und jetzt, hier und heute, zusammen gefasst. Ich weise AUSDRÜCKLICH darauf hin, dass es sich bei der Zusammenfassung um meine persönliche Meinung handelt und von anderen durchaus abweichen kann.

Zum Schluss werde ich auch nochmal kurz zusammenfassen. Ob die Partei für jemanden von euch wählbar ist oder wird, muss jeder für sich selbst entscheiden. Das Wahlgeheimnis ist ein Grundrecht, dass ich nicht beschneiden möchte. Ich kritisiere auch niemanden, wenn er sich offen dazu bekennt. Deshalb bitte ich aber auch um Rücksicht, falls ich jemanden in seiner politischen Ansicht kritisiere.



Bereits in der Präambel stoße ich auf ein paar Punkte, die ich beleuchten möchte. Man schreibt sich auf die Fahnen, dass alle Menschen einen bezahlbaren und schnellen Internetzugang haben sollen und die Datenspeicherung, die momentan beim surfen betrieben wird, übertrieben und abzuschaffen ist. So heißt es zum Beispiel: "[...] Die Angst vor internationalem Terrorismus lässt Sicherheit vor Freiheit als wichtigstes Gut erscheinen - und viele in der Verteidigung der Freiheit fälschlicherweise verstummen. [...]" Das stimmt schon, aber ohne gewisse Kontrollinstanzen sind DEM BÖSEN Tür und Tor geöffnet.  Natürlich ist es eine Gratwanderung von Kontrolle zu Überwachung, aber da sowieso nahezu ALLE meine Emails in der Nähe von Washington D.C. gelesen werden ist der Ansatz zwar löblich, aber durch die globale Angst vor einem zweiten 11. September vermutlich nicht durchzusetzen. Dazu kommt aber später noch weitere Definitionen und Interpretationen. Wir sind ja nur in der Präambel. Ein wenig weiter heißt es in der Präambel "Gleichzeitig glauben wir, dass diese Themen für Bürger aus dem gesamten traditionellen politischen Spektrum unterstützenswert sind, und dass eine Positionierung in diesem Spektrum und in unserem gemeinsamen Streben nach Wahrung der Privatsphäre und Freiheit für Wissen und Kultur hinderlich sein  würde." Zuerst bildeten sich auf meiner Stirn deutliche Fragezeichen, die aber im Verlauf geklärt wurden, bzw. teilweise noch verstärkt wurden. Bevor man sein Kreuz macht, sollte man sich aber wirklich mal das Grundsatzprogramm einer jeden Partei durchlesen, bevor man am Wahltag sein Kreuz macht. Tagesaktuelles sollte aber nicht vernachlässigt werden. Doch weiter mit den Piraten und Ihrem ersten Punkt im Grundsatzprogramm:

1. Mehr Demokratie wagen

Da wird von "Mehr Teilhabe", neuen Wegen, Stärkung der Gewaltenteilung und Freiheit  sowie von "Mehr Demokratie beim Wählen" geschrieben. Das Ziel mehr am politischen Leben teil zu nehmen ist schon schwierig, denn wie will man bewerkstelligen, dass 80 Millionen Menschen an der Politik mitarbeiten. Ja, es interessieren sich nicht alle für Politik und die Politikverdrossenheit ist immens. Trotz allem wird es schwer fallen, dass die interessierten ein größeres Mitspracherecht bekommen, da in der Politik gerne mit Fachchinesisch um sich geworfen wird und der "kleine Mann" bald nicht mehr weiß, worum es geht. Eine Dezentrale Verwaltung können Wege und Verfahren zwar beschleunigen, aber der Mehraufwand an Technik und Personal wird scheinbar nicht  beachtet. Die sogenannten "Neuen Wege" liegen seit Jahren offen vor einem. Es hat aber bestimmt mehrere Gründe, warum Behörden und Ämter nicht sofort darauf anspringen. "Im Gegensatz zu Bevormundung ist es die Aufgabe des Staates, die Grundrechte des Einzelnen zu achten und zu wahren und ihn vor Grundrechtseinschränkungen, auch gegenüber der Mehrheit, zu schützen. Die Freiheit des Einzelnen findet dort seine Grenzen, wo die Freiheit eines anderen unverhältnismäßig beeinträchtigt wird." Schön und gut, aber wo wird meine Freiheit unverhältnismäßig eingeschränkt. Wer legt die Verhältnismäßigkeit fest? Das letzte Ziel für "Mehr Demokratie beim Wählen" sehe ich auch kritisch. Da wird unter anderem davon geredet, einzelne Kandidaten anderer Parteien zu wählen und sich seine Listen selbst zusammen zu stellen. Ziel wäre den Einfluss der taktischen Stimmabgabe zu vermindern, damit auch kleine und neue Parteien ihr reales Wählerpotential abrufen können. Der Ansatz ist gut, aber durch das Wählen einzelner Personen fällt es schwer sich über jeden Kandidaten zu informieren und ob diese Person mit ihrer Einstellung  für mich auch wählbar ist. Ebenfalls wäre eine Überflutung der Parlamente durch eine Vielzahl an kleinen Parteien, die sich alle profilieren wollen, unbedingt zu vermeiden. Aktuell sind 5 Parteien im Bundestag vertreten und man hat heute schon den Eindruck,  dass sich in Berlin NICHTS bewegt. Wenn man für einzelne Entscheidungen den Fraktionszwang bei einigen Abstimmungen aufhebt, wäre der Gesamtsituation mit Sicherheit zuträglicher, da man weiterhin weiß, wofür ein Kandidat (im Rahmen seiner Partei) steht und für Einzelentscheidungen sich im Vorfeld in der Öffentlichkeit dazu äußert.

2. Urheberrecht und nicht-kommerzielle Vervielfältigung

Ohne jetzt auf jeden einzelnen Punkt einzugehen, ein freier Zugang zu ALLEN Themen des Wissens und der Kultur ist bestimmt eine tolle Sache. Bleibt nur zu klären, wer es dann auch nutzt? Ich glaube nicht, dass der Fließbandarbeiter von irgendeiner anonymen Produktion sich in seiner Freizeit die Werke von Dante oder ähnliches durchliest und anschaut - Ohne jetzt dem Fließbandarbeiter zu nahe treten zu wollen. Diese Daten dürfen auch nicht um jeden Preis in einer zentralen Datenbank gespeichert werden. Ein Brand oder ein gelungener Hackerangriff und alle Daten sind vernichtet oder vielleicht grundlegend verändert.

Ebenso sehe ich die Abschaffung von Urheberrechten in dem Maß, wie sie gefordert werden für absolut übertrieben. Auch Künstler wollen leben und brauchen die Einnahmen um neue Werke zu schreiben und produzieren. Ebenso ist die Abschaffung des Kopierschutz ein grenzwertiges Thema. Einerseits befürworte ich den Kopierschutz, damit Künstler ihr Geld bekommen, wenn man das Produkt (CD, DVD, o.ä.) kauft. Andererseits finde ich einen Kopierschutz lächerlich, wenn ich ein extra Abspielgerät dafür benötige oder ein Medium nur begrenzt abspielen kann. Zum Beispiel finde ich es fürchterlich, dass ich Filme oder Musik aus dem iTunes-Store nur über Apple-Produkte abspielen kann. Andererseits kann man auf einschlägigen Seiten im Internet die nötige Software holen, um den Kopierschutz oder das "DRM" zu entfernen, bevor es weit auf dem Markt verbreitet ist. Eine genaue Definition der nicht-kommerziellen Vervielfältigung ist leider nicht genau definiert. Wer zieht eine Grenze zwischen kommerziellen und nicht-kommerziellen Vervielfältigung? Wie und vor allem wer setzt die Definitionen fest?

"Im Allgemein wird für die Schaffung eines Werkes in erheblichem Maße auf den öffentlichen Schatz an Schöpfungen zurückgegriffen. Die Rückführung von Werken in den öffentlichen Raum ist daher nicht nur berechtigt, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit der menschlichen Schöpfungsfähigkeit von essentieller Wichtigkeit." Interessant. Ein Musiker (egal welcher Musikrichtung) oder Filmemacher bezieht von einem Studio, aber nicht von öffentlicher Hand, Geld und soll im Sinne der Rückführung von Werken kein Geld dafür bekommen, weil der Film/das Musikstück dem Allgemeinwohl zur Weiterbildung dient? Dieses System wird nicht lange gut gehen. Weiter heißt es: "Es sind daher Rahmenbedingungen zu schaffen, welche eine faire Rückführung in den öffentlichen Raum ermöglichen. Das schließt insbesondere eine drastische Verkürzung der Dauer von Rechtsansprüchen auf urheberrechtliche Werke unter die im TRIPS-Abkommen vorgegebene Frist ein." Mir stellen sich dazu zwei Fragen: 1. Wer beurteilt, was FAIR ist? und 2. Wie soll man sich auf etwas beziehen, was seit über 17 Jahren geltendes Recht ist, sich aber niemand auf eine einheitliche Umsetzung einigen kann (TRIPS-Abkommen zu geistigen Eigentum).

3. Patentwesen

Ein öffnen der Märkte und Monopolabbau ist erstmal eine gute Sache. Das Patentierungsverfahren aber so zu durchlöchern, dass es nahezu nicht mehr existent ist, ist jedoch mit Vorsicht zu genießen.  "Dies gilt auch und im Besonderen für den Bereich der Pharmaindustrie." Dann bekommen die Pharmaunternehmen keine Einnahmen mehr durch Patentanmeldungen und Produktverkauf und jeder (!) darf Medikamente herstellen? Sogenannte Generika gibt es bereits und sind günstiger als die Originalmedikamente, bei gleichem Wirkstoff. Ich stimme aber zu, dass Medikamente für alle bezahlbar bleiben müssen und der ethische Aspekt keine verwerflichen Auswirkungen  haben darf. Die Forderung nach Patentfreier Software in der Informationstechnologie gibt es doch schon. Deshalb verstehe ich diesen Punkt nicht unbedingt. Es gibt mehr als ein Betriebssystem. Windows, Mac und Linux sind wohl die bekanntesten. Linux ist ein System, dass komplett frei programmierbar ist. Ebenso steht freie Software zur Verfügung. Open Office erfreut sich auch in meinem Bekanntenkreis im größer werdender Beliebtheit. Andererseits bietet eine Patentgeschützte Software die Gewissheit,  dass FACHLEUTE an der Weiterentwicklung eines Programms arbeiten. Was ich allerdings in diesem Bereich eine angenehme Weiterentwicklung fände, wäre eine Anlaufstelle, die bei jeder Firma unter der gleichen Adresse bekannt und auch erreichbar ist, bei der man Vorschläge zur Weiterentwicklung einreichen kann. Diese Stelle könnte eine gute Schnittstelle der Unternehmen mit der Öffentlichkeit sein.

4. Freie demokratisch kontrollierte technische Infrastruktur

In diesem Abschnitt wird "mit außerordentlichen Wichtigkeit" gefordert, dass alle Bürger "jederzeit die volle Kontrolle über Ihre Informationsverarbeitung und Kommunikation erlangen können, sofern Sie dies wünschen". Schöne Sache, aber gerade in der globalisierten Welt der Smartphones und sozialen Netzwerke ist dies sehr schwer. Vor einiger Zeit schon habe ich darüber berichtet, dass beim installieren von "WhatsApp" das gesamte Telefonbuch in die USA transferiert wird und niemand sagen kann, was dort damit passiert.

 Ebenso kritisch sehe ich die geforderten "Offenen Standards" der Piraten.  Begeistert bin ich von dieser Vorstellung nicht. Viele Köche verderben nämlich oftmals den Brei und da man auch keinen gleichen Bildungsstand im technischen Bereich (Computerentwicklung) hat, wird sich auch hier wieder eine "herrschende Schicht" aufbauen, die ja eigentlich abgebaut werden soll.  Auch die angestrebte Förderung und Stärkung der Freien Software sehe ich kritisch. Denn leider ist die Menschheit von Natur aus schlecht und wird immer versuchen sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen. Auch auf Kosten anderer.

5. Teilhabe am Digitalen Leben

Dies ist der größte Bereich des Grundsatzprogramm der Piraten. rotz allem kann man ihn gut zusammenfassen. Man möchte für alle Bürger ein kostengünstiges, aber schnelles und gut ausgebautes Netzwerk haben, damit alle am Leben im Internet teilhaben können. Was aber, wenn ich nicht im Internet sondern im HIER und JETZT leben möchte. Mich nicht mit meinen Nachbarn via facebook oder Skype zu einem Kaffee verabreden möchte? Bei den Nutzungsmöglichkeiten ist weitläufig bekannt, was man im Internet alles machen kann. Allerdings wird die Privatsphäre ganz oben auf die Fahnen geschrieben. Allerdings wird hierbei die unterschiedliche Rechtslage in unterschiedlichen Ländern vergessen. Nicht alles, was in Deutschland oder der "westlichen Welt" legal, erlaubt oder auch nur geduldet ist, ist in anderen Ländern höchst illegal, und woher will die einfache Privatperson wissen, was wo erlaubt ist, und was nicht. Das Internet ist nun mal nicht nur die heile Welt, die sich viele vorlügen, es gibt auch Schattenseiten in der digitalen Welt. Anonymes Mobbing und Kinderpornographie um nur zwei Beispiele zu nennen. Wenn im Fall des Mobbings Strafanzeige erstattet werden sollte sind bereits heute die Ermittlungs- und Vollzugsbehörden oftmals überfordert. Wie will man dies einschränken, wenn man das Netz noch weiter öffnet und einer noch größeren Anzahl an Menschen verfügbar macht - was eigentlich nicht vermeidbar ist- und jeder eine Meinung hat und diese auch kundtun darf und will und unter dem Mantel der Meinungsfreiheit das ganze Anonym machen kann. Es soll zwar Grenzen geben, aber wer die festlegt und was im Überschreitungsfall passiert und unternommen werden kann, steht nirgends in diesem Grundsatzprogramm. Die neuen Medien sollen in speziellen Programmen Schülern und älteren Menschen beigebracht werden. Dort sehe ich (ohne Absicht der Unterstellung) das Problem der Verständigung und dem Verständnis der älteren Generation. Was ist, wenn man zum Beispiel eine demente Mutter hat und dieser beibringen will mit Twitter um Hilfe zu rufen, wenn etwas sein sollte. Absoluter Unfug! Im letzten Abschnitt will ich nochmal zitieren. "Freie Kommunikationsnetzwerke werden weltweit immer wieder von Zensurbestrebungen bedroht. Diese richten sich dabei in der Regel gegen die eigene Bevölkerung und gegen die Freiheit der eigenen Bürger. Zensur darf auch in anderen Ländern und in keinem Fall von der Bundesrepublik Deutschlandunterstützt werden. Die technischen Voraussetzungen dafür dürfen nicht selbst geschaffen  und bei anderen nicht akzeptiert werden. Initiativen - politischer wie technischer Natur - zur Untergrabung von Filtersystemen sind im Rahmen außenpolitischer Möglichkeiten zu unterstützen." Also fälschen wir in Zukunft alle unsere IP-Adressen um alle Inhalte des Internet abrufen zu können und nicht mehr nachvollziehbar ist, WAS, WANN von WEM kommt bzw. online verfügbar gemacht wurde oder abgerufen wurde. Achso - Die Vorratsdatenspeicherung wurde ja bereits abgeschafft. Immerhin habe ich am Ende dieses Punktes einen Tippfehler gefunden, kann aber jedem mal passieren.

6. Privatsphäre und Datenschutz

Hier komme ich immer noch ins stocken und grübeln. Unter diesem Punkt heißt es "Allein das 20. Jahrhundert kennt in Deutschland zwei Diktaturen, ..." Mir fällt nur eine ein, und die dauerte von 1933-1945. Adolf Hitler und die Zeit des Nationalsozialismus, ob mit der zweiten Diktatur das Kaiserreich bis 1919 (Ende des ersten Weltkriegs) gemeint ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber meiner Meinung nach ist zwischen MONARCHE und DIKTATUR immer noch ein Unterschied. Wenn mir da jemand mal helfen könnte, wäre ich dankbar. Doch zurück zu den Piraten.

Das Bestreben die modernen Kommunikationsmittel (Email usw.) sicherer zu machen ist eine löbliche Idee, aber auf Grund der immer noch herrschenden Angst vor internationalem Terrorismus (und der künstlichen Hochhaltung ebendieser) leider immer noch eine sehr schwere Angelegenheit. Man braucht nur eines der Schlüsselworte in seiner Email  zu Verwenden und schon wird die Email in den USA von einer (inter-)nationalen Sicherheitseinrichtung gelesen. Da langt schon ein Satz, wie "war eine Bombenstimmung gestern auf der Geburtstagsfeier unseres Präsidenten". Ebenso sind die unterschiedlichen Rechtssprechungen und -systeme ein Problem. wenn man sein eigenes Süppchen kocht, kann es passieren, dass Deutschland der neue Rückzugsraum für AlQaida wird. Bei der "Informationellen Selbstbestimmung" wird es ebenfalls schwer. Wenn jeder selbst über seine Daten verfügen kann und diese selbst korrigieren, sperren oder löschen kann, kann Lebensläufe schönen, Verhaftungen und Verurteilungen zu Geld- und Haftstrafen verschwinden. Ohne jemandem etwas unterstellen zu wollen, auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Der Mensch ist -durch die Entwicklung seiner Rasse- von Natur aus schlecht! Wenn von einer unabhängigen Stelle geredet wird, die dieses überwacht, frage ich mich, wer das sein soll, wenn man über alle seiner persönlichen Daten selbst bestimmt. "Gerade weil die Piratenpartei für eine stärkere Befreiung von Information, Kultur und Wissen eintritt, fordert sie Datensparsamkeit, Datenvermeidung und unabhängige Kontrolle von personenbezogenen Daten, die für wirtschaftliche oder verwaltungszwecke genutzt werden und damit geeignet sind, die Freiheit und die informationelle Selbstbestimmung des Bürgers unnötigerweise zu beschränken." Schaffen wir also alle Personalausweise und Reisepässe ab, verreisen per Computer und Google-Earth, benutzen aber dabei einen IP-Faker, um unsere Daten für uns zu behalten? Das wäre -meiner Meinung nach- das Ende des Ballermann und der internationalen Geschäftsbeziehungen. Überspitzt gesagt.

7. Transparenz des Staatswesens

Natürlich wäre mehr Transparent der Behörden wünschenswert, ist aber leider nicht immer durchsetzbar. Die Beschränkung meiner Daten (auch vor Behörden) ist nicht möglich, da der gesamte Staat ohne Exekutive/Judikative nicht funktionsfähig ist. Das Behörden und Ministerien transparenter arbeiten ist eine Forderung, die keine ist. Was man allerdings in Angriff nehmen könnte, wäre die einfachere Verständlichkeit der Jahres- und Aktivitätsberichte der Ministerien und Behörden. Geben tut es sie schon, leider nur in Beamtendeutsch. Das "JEDER Bürger hat unabhängig von der Betroffenheit und ohne den Zwang zur Begründung das Recht auf allen Ebenen der staatlichen Ordnung, Einsicht in die Aktenvorgänge und die jeweiligen Stellen zur Verfügung stehenden Information zu nehmen. Dies gilt ebenso für schriftliches Aktenmaterial wie digitale oder andere Medien." Wie bitte??? "Seine Schranken findet dieses Recht in den Bestimmungen zum Schutz der Persönlichkeitsrechte, der nationalen Sicherheit, zur Verhinderung von Straftaten oder ähnlichem. Diese Ausnahmeregelungen sind möglichst eng und eindeutig zu formulieren und dürfen nicht pauschal ganze Behörden oder Verwaltungsgebiete ausgrenzen." Okay, das relativiert schon wieder das Ganze. Wenn dies aber die Ausnahmeregelungen sind, werden wir in Zukunft mit 100.000en von Einzelentscheidungen ohne ein Grundsatzurteil. Dies lähmt den eh schon langsamen Prozess vor Gericht noch mehr und ich halte ein begründetes Antragsverfahren für Sinnvoller. Einer der wenigen Gründe sollte sein, dass es die eigenen Daten betrifft und nicht die meiner Nachbarn, Freunde oder Feinde. Die Forderung, oder besser das Vorhaben, Antrage und Formulare zu digitalisieren und zu vereinfachen, kann ich nur jubeln. Wobei es mit ELSTER (der elektronischen Steuererklärung) schon erste Programme dazu gibt. Einen Ausweis muss man -meines Erachtens- trotzdem persönlich vor Ort beantragen. Immerhin geht es dabei um persönliche Ausweisdokumente. Wobei ich auch nichts gegen 2 oder 3 Pässe hätte. Wer weiß, wofür man es mal braucht.  Ein transparenterer Staat oder auch eine Erweiterung der Demokratie wäre über die Einführung von Volksentscheiden machbar. Das wird zwar nicht wörtlich so erwähnt, ist bei einer Walbeteiligung von zirka 50% sehr kritisch zu sehen. Ich begrüße die im Grundsatzprogramm verankerte Kennzeichnung bei Polizeibeamten im Einsatzfall. Allerdings sollten diese Nummern personenbezogen und nicht bei jeder Veranstaltung neu verteilt werden. Dies würde ein mögliches Verfahren unnötig in die Länge ziehen. Außerdem entsteht beim Nummerntausch immer die Verwechslungsgefahr bei Ermittlungen, auch wenn die Nummer richterlich nachvollziehbar sein soll. Es wäre ein Schritt in die Richtung, wo Polizeiwillkür reduziert bis ausgegrenzt werden würde.

8. Freier Zugang zu öffentlichen Inhalten

Ein sehr kurzer Passus im Programm, aber wie muss ich mir das dann vorstellen:

Wenn ich einen Strafzettel erhalte, wird mir dieser per Email zugestellt mit einem Hyperlink, und jeder, der diesen Link kennt oder findet, kann dann das Ticket lesen? Dem Missbrauch und der Vorteilsbeschaffung bis hin zur Erpressung sind Tür und Tor geöffnet. Außerdem möchte ich nicht, dass meine behördlich erfassten Daten und Inhalte irgendwo frei zugänglich sind. Weiterhin würde mich mal interessieren, welche "schwerwiegenden Gründe" im Einzelfall schriftlich dargelegt werden müssen, damit Daten nicht in die Veröffentlichungspflicht fallen.

9. Bildung

Bei den ersten Absätzen dieses Abschnitts habe ich gejubelt. Durchsetzung der Lehrmittelfreiheit, staatliche Gesamtschulen mit Förderung der einzelnen Talente und Befähigungen und der Aussage, dass "Trotz des staatlichen Bildungsauftrages soll die Erziehung in Bildungseinrichtungen die Erziehung durch die Eltern nicht ersetzen. Zur umfassenden Bildung gehört, dass sich beide Formen der Erziehung gegenseitig ergänzen und fördern." Ebenso finde ich die Ein- und Errichtung kostenloser und auf Wunsch ganztäglicher Betreuung gut, aber, wenn es ebenso staatlich finanziert werden soll, wie die Schulen, kann man sich bei dem Blick an Schulen von heute vorstellen wo das hinführt, oder wie lange es anhält. Aber auch hier schaffen es die Piraten mich zum Umdenken zu bekehren. Eine Demokratie (Selbstbestimmung über erreichen der Lernziele) kann an Schulen nicht funktionieren. Ich gebe zu selbst ein stinkfauler Schüler gewesen zu sein, und -mal ehrlich- wer von uns ist gerne zur Schule gegangen, als wir es mussten? Eine Zahl fauler Schüler wird es schaffen ein paar wenige Lernwillige ein zu bremsen. Die Förderung einzelner Talente ist in diesem Fall auch schon wieder schwer. Die Medienkompetenz, die auch zur BILDung gehört, sehe ich nach lesen des Programms ebenfalls kritisch. Die Arbeit professioneller Journalisten wird unverzichtbar bleiben. Ich habe nichts dagegen, wenn Leserbriefe oder Kommentare geschrieben und veröffentlicht werden, aber wenn Leser für Leser eine Zeitung oder ein Online verfügbares Nachschlagewerk schreiben, kann man sich am Beispiel der Bild oder Wikipedia schon vorstellen. Ich will nicht behaupten, das Wikipedia schlecht ist, aber man sollte nicht allen Daten darin glauben. Und durch die Genehmigung, dass jeder alles schreiben darf wird der Informationsfluss, der heute schon immens ist, noch größer uns unübersichtlicher. Mit diesen Maßnahmen würde das Land der Dichter und Denker endgültig vor die Hunde gehen.

10. Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe

"... Die Piratenpartei setzt sich daher für Lösungen ein, die eine sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe individuell und bedingungslos garantieren und dabei auch wirtschaftliche Freiheit erhalten und ermöglichen. Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum."

Wird bei aller Liebe und Zuversicht sehr schwer werden, da die meisten Menschen doch darauf erpicht sind bei geringstmöglichem Aufwand, maximales Kapital rauszuholen, und solang der eine dem anderen nicht das schwarze unter den Fingernägeln gönnt, wird das leider nichts. Ein gesetzlicher NETTO-Mindestlohn wäre da eine Möglichkeit und ein Anreiz, ist aber durch den momentan herrschenden Lobbyismus, perfekt verhindert.

11. Geschlechter- und Familienpolitik

Man lehnt die Festlegung des Geschlechts in Dokumenten der staatlichen Behörden ab. Steht dann in meinem Pass "MENSCH" als Geschlecht?  Löblich ist immerhin, dass man die Rechte von gleichgeschlechtlichen Partnern und Lebensgemeinschaften stärken will, auch wenn es in manchen Ländern bei "Abweichende geschlechtliche oder sexuelle Identität (...) als Krankheit oder Perversion eingestuft werden." Das man aber plant eine Lebensgemeinschaft von mehr als zwei Personen zulassen  will, verstehe ich nicht. Kommen wir da nicht wieder in die Vielweiberei, die uns der Glaube und die Kirche verbieten? Ebenso, dass eine notarielle Beglaubigung reicht, um eine Lebenspartnerschaft einzureichen. Wenn ich bei einem Notar sagen, dass dem so wäre, ist dies noch lange nicht bei Gemeinde oder Kommune bekannt. Dies sollte bei einem Standesamt (Rathaus) möglich sein. Diese sollten aber auch kontrollierende Instanzen losschicken können, um dies zu überprüfen. Auch wenn die Piraten den Wegfall von Ehegattensplitting befürworten und die ein oder andere Verhaltensregel auf den Kopf stellen wollen. Insgesamt finde ich, dass die Geschlechter und Familienpolitik schöne und gute Ansätze hat, aber ich bin mir auch sicher, dass die Gesellschaft für solche Veränderungen noch nicht bereit ist.

12. Umwelt

Ein nachhaltiger Umgang mit Energien aller Art ist in Deutschland (Europas und der westlichen Welt) ist schön und gut. Leider ist dieses Umweltbewusste Denken noch nicht überall auf der Welt angekommen. Eine Kombination aus endlichen, generativen und regenerativer Energien ist toll, aber wie soll eine Monopolstellung der Energieversorger verhindert werden? In diesem Kontext kann man sich die gerade Europaweit durchgeführten Razzia bei den Gasversorgern ansehen, bei der nichts rauskommen wird, da alle Gasversorger hervorragend mit den Ermittlungsbehörden zusammengearbeitet haben. Ich bin mir sicher, dass keinerlei Anzeichen für Preisabsprachen  gefunden werden. Genauso wie an den Tankstellen.

13. Whistleblowerschutz

Ich habe von Whistleblowern nie gehört. Die Piraten dazu: "Der Begriff "Whistleblower" hat keine exakte deutsche Entsprechung. Ein "Whistleblower" ist für uns jemand, der Missstände und illegales Handeln, wie beispielsweise Korruption, Insiderhandel oder allgemeine Gefahren, von denen er an seinem Arbeitsplatz bei medizinischen Behandlungen oder bei anderen Gelegenheiten erfährt, an die Öffentlichkeit bringt."

Den Informantenschutz von Journalisten halte ich teilweise für etwas übertrieben, aber einen allgemeinen Rechtsschutz für Whistleblower halte ich für einen Schritt zu einer Gesellschaft von Denunzianten und Verrätern. Auch sogenannte Nestbeschmutzer könnten schalten und walten, wie sie möchten, wenn man seine Informationen anonym im Netz teilen kann.

14. Recht

Ich gebe zu einen Absatz mit 89 (!) Wörtern zum Thema Rechtsprechung zu Internetinhalten kann man schlichtweg als MAGER bezeichnen. Auch hier taucht wieder die Problematik der unterschiedlichen Rechtsprechung in anderen Ländern wieder auf. Eine Klageeinreichung am Ort, wo man den Inhalt abrufen kann ist bei einem Weltweiten Netzwerk, wie das Internet es nun mal ist, ist ziemlich schwammig und mager formuliert. Da hätte ich mir von einer "Netz-"Partei mehr erwartet.

15. Informationsfreiheitsgesetze

Hier kann ich nur zu mehr (Selbst-)Kritik und Um- sowie Vorsicht raten und stimme in keinem einzigen Punkt mit den Piraten überein.



Letztendlich muss sich aber jeder selbst ein Bild davon machen. Ich erschrecke nur, wenn ich eben in den Nachrichten höre, dass laut einer forsa-Umfrage die Piraten bei einer Bundestagswahl am Sonntag mit 7% in eben jenen einziehen könnten und die Piraten zu der neuen Protestpartei (wie die Grünen in den 1970ern) machen.

Wer sich selbst einen Überblick verschaffen möchte, findet die Partei und deren Grundsatzprogramm unter: http://www. piratenpartei.de/

Montag, 26. September 2011

Warum, wieso, weshalb?


Womit haben wir das verdient? Was haben wir getan, dass wir so gestraft werden? Wie können wir das verhindern?

3 Fragen, die schon für sich genommen schwer zu beantworten ist.

Was man verdient, ist noch lange nicht das, was man bekommt. Was wir getan haben ist auch nicht in einem Satz zu beschreiben. Wie wir es verhindern können? Oftmals gar nicht, aber stellenweise bietet uns unser System ein Möglichkeit.

Bei Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahlen kann jeder über 18 aufstehen, sein Kreuz machen und so etwas bewegen - auch wenn man sich im Vorfeld ein wenig mit den Programmen beschäftigen muss, aber in den Wahlkämpfen auf Bundesebene entkommt man diesen Themen nur schwer. Trotz allem meckern ALLE über die Politik, und trotzdem ist man nur bei rund 50% Wahlbeteiligung. Vorschlag: In Zukunft dürfen nur noch die über die Politik motzen, die ihre Stimme abgegeben haben. Die Diskussionen hätten auf jeden Fall ein schnelles Ende. Das ist aber nicht das Thema von heute. Wird aber demnächst vertieft werden.

Ende April hab ich mich schon mal aufgeregt, dass die http://bernhardsmikrokosmos.blogspot.com/2011/04/die-schlacht-der-superlative.html (Schlacht der Superlative) bei den Privaten im deutschen Fernsehen kein Ende nimmt. Ich irrte mich. Sie nahm ein Ende. Ab Ende Mai war erstmal nichts mehr in dieser Richtung zu hören. Pietro Lombardi wurde der neue Superstar und (leider) erzielt er in den CD-Verkäufen und Downloads auch noch entsprechende Zahlen, dass er in den Charts landet. Die Liebesgeschichte mit Sarah wurde auch nur auf kleiner Flamme weitergekocht, doch seit kurzem ist die Sommerpause zu Ende. 

Seit ein paar Tagen/Wochen laufen wieder Trailer mit Pietro und Dieter, in denen zur neuen Staffel der Serie "Deutschland sucht den Superstar" aufgerufen wird zum kostenlosen Casting zu kommen. Das Supertalent läuft auch schon wieder und ich frage mich, was Sänger dort machen (auch wenn Paul Potts mich begeistert hat). Gesang ist eine Gabe, die trainiert werden kann, aber ein Supertalent haben für mich keine Kinder, die von ihren Erfolgs-geilen Mamis zum Gesangsunterricht geschleift werden, damit man sich im Glanz und Ruhm des Kindes sonnen kann. Da ich durch Zufall in die letzte Sendung rein geschaltet habe, aber dabei eingeschlafen bin, kann ich nicht viel darüber sagen, aber Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaart und Motsi Mabuse haben wohl wieder an einem solchen Wettbewerb teilgenommen, wie Dieter ihn sich früher mit Thomas Anders zu Modern talking-Zeiten geliefert hat und stundenlang und dem Solarium lagen. Gewinner ist nicht definierbar, da ethnische Vor- bzw. Nachteile zu gravierend sind. Das Hirn scheinen sie sich aber trotzdem verbrannt zu haben. Wenn Bewerber schon in der Vorstellung sagen, dass man sie eventuell aus "Topmodell", "Big brother" oder sonst einer Show kennt und dann im sexy Kostüm mit dem (ehrlich nett anzusehenden) Körper wackelt und schief und schräg einen selbstgeschriebenen Schlager performt und auch noch weiterkommt in die nächste Runde... Da glaub ich an nichts mehr. Wirklich gefallen hat mir mal wieder nichts.

Bei der neuen Staffel DSDS wird es vermutlich auch nicht wieder anders. Wenn man schon durch 25 Städte tourt um die neuen Kandidaten zu finden können wir davon ausgehen, dass es wieder einen neuen Trailer mit "den meisten Teilnehmern jemals" geben wird und das einer oder eine der Superstar werden wird.



Jungs und Mädels. Man kann von Castingshows halten, was man will - bei den No Angels hat es funktioniert- aber einen Titel wie Superstar muss man sich erstmal verdienen. Dazu reicht es nicht ein halbes Jahr durch die Medien gezogen zu werden. Superstars sind Legenden, die einem einfallen, wenn man an Musik (im Klassischen, aber auch im weiteren Sinn) an Musik denkt.  Beispiele?

- Led Zeppelin, die Beatles, Queen, Michael Jackson. Um nur einige zu nennen.

DAS sind Superstars! Macht euch erstmal keine Hoffnung, mit denen erstmal auf eine Liste gesetzt zu werden.



Und: WENN ich wirklich schon einen Superstar gefunden habe, warum muss ich dann noch einen weiteren suchen? 

Also, was haben wir getan, dass wir das nochmal über uns ergehen lassen müssen? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, werde aber versuchen mich so weit wie möglich von diesem Format fernhalten und hoffe, dass noch viele andere sich ebenfalls von Herr Bohlen belästigt fühlen und den Fernseher auslassen/-machen, wenn es wieder Deutschland sucht das Topmodell-Supertalent heißt.

Samstag, 24. September 2011

Spaß beim Lernen mit dem Song zum Wochenende


Heute gibt es mal keinen Song zum Wochenende,  da ich mich nicht entscheiden kann, welcher es in die Endrunde schafft. Außerdem bin ich auf der Arbeit und lerne ein wenig für meinen Emiratischen Führerschein, da mir Deutschland meinen nicht zurückgibt. Dazu gehört natürlich auch das Lernen der Verkehrsschilder und ihrer Bedeutung auf englisch. Da jeder Fahrschüler eine DVD und Buch als Lernhilfe erhält, dachte ich mir, dass ich mal brav und artig bin und es wenigstens versuche, allerdings bin ich gespannt, wo ich DIESES Schild in den VEREINIGTEN ARABISCHEN EMIRATEN finden werde. Immerhin sind wir hier relativ nah am nördlichen Wendekreis der Sonne, am Golf von Oman bzw. am Persischen Golf...



Wenn ihr mir weiterhelfen könnt, bin ich euch sehr verbunden. ;-)



Aber vielleicht finde ich dieses Schild ja doch noch. Und wenn ich es sehe, weiß ich, was die Stunde geschlagen hat und somit bin ich doch bei einem Song zum Wochenende...

"For whom the bell tolls" von Metallica, die ich am 25.10.2011 in Abu Dhabi sehen werde. Perfekt. Das ganze Wochenende in wenigen kurzen Sätzen zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen und/oder hören.

Mittwoch, 21. September 2011

Echte Tickets - Die Fortsetzung

Allerdings mit einem Anhang über die Stimmung im Stadion.

In einem meiner vergangenen Blogs hatte ich die aktuelle Kartenbeschaffungsproblematik beschrieben und über welche legalen und illegalen Wege man an Karten für Sport- und sonstige Veranstaltungen kommen kann. (zur Erinnerung: "Echte Ticket für echte Fans und ein Verstoß gegen geltendes Recht dazu")

Dieser Blog hat einiges an Reaktionen nach sich gezogen. Unter anderem ein interessantes Telefonat mit Herrn Markus Meel, welcher bei Mainz 05 für das Ticketing verantwortlich ist.

Herr Meel bedauert das gesamte Ticketwesen, wobei nicht das allgemeine Chaos bei den Dauerkarten gemeint ist, sondern die Problematik mit Viagogo und EBay. Leider kann der Verein nicht viel unternehmen, da dass ganze eine rechtliche Grauzone ist. Wie ich bereits in vorhin erwähntem Blog korrigiert hatte, ist Viagogo offizieller Tickethändler für den FC Bayern München und den Verein aus der Pfalz, den ich hier nicht ausführlich nennen möchte. Somit wird in diesen Fällen nicht gegen irgendeinen Paragraphen oder eine ATGB (Allgemeine Ticket Geschäftsbedingung) verstoßen.

Weiterhin besteht das Problem, dass  Viagogo den Namen des Verkäufers (oder auch die Ticketnummer, die für eine Sperre des Verkäufers genügen würde) erst nach einem abgeschlossenen Verkauf bekannt gibt. Man könnte natürlich auch alle verfügbaren Karten bei Viagogo von Vereinsseite aus  aufkaufen und versuchen den wirtschaftlichen Schaden wieder einzuklagen, was aber nicht in der Verhältnismäßigkeit steht (Anmerkung des Autors). 

Herr Meel hat mir versichert, dass Kunden, die über EBay oder Viagogo sich Tickets gekauft hätten, sich gerne bei ihm oder einem anderen Verantwortlichen der Ticket-Abteilung melden können. Man würde von Vereinsseite aus momentan KEINE Tickets sperren, da man die Käufer, bezüglich des oftmals überteuerten Kaufpreises, nicht doppelt bestrafen möchte. Bei Angabe der Ticketnummer könnte allerdings der Ticket-Anbieter im Mainzer Ticketsystem (bzw. Eventim) gesperrt werden. Die andere Möglichkeit, die noch bestehen würde, wäre die Personalisierung der Tickets, wie z.B. Wolfsburg es macht, aber da wolle man von Vereinsseite momentan nicht hin, versicherte mir Herr Meel.

Nachdem ich selbst bei den  Spielen gegen Schalke und Hoffenheim  im Stadion war, wundere ich mich noch etwas mehr über die Preispolitik von Viagogo.  Ich muss gestehen, das Schalke-Spiel war offiziell ausverkauft, aber vereinzelt hat man noch leere Plätze gesehen, aber es wurde ausverkauft gemeldet.  Aber das kann mit nicht genutzten Dauerkarten zusammenhängen, auch wenn ich es nicht verstehe. Gerade gegen die Spitzenklubs hätte ich ein komplett ausverkauftes Haus erwartet. Die offiziellen Zahlen gegen Hoffenheim kommen mir zwar auch etwas hoch gegriffen vor, besonders wenn ich mich an die leeren Flecken auf der Haupttribüne erinnere, aber auch da will ich nichts und niemanden kritisieren. Es war allerdings auch erstaunlich, wie viele Karten noch kurzfristig zum Originalpreis von anderen Fans verfügbar waren, weil jemand krank geworden ist, oder sonstiges. Andererseits kann ich es auch verstehen. Wer will schon eine 0:4-Klatsche gegen Hoffenheim sehen. ;-)

Was mir allerdings noch auf der Seele brennt ist die Stimmung und der Support gegen Hoffenheim.  Das viele beim Stand von 0:3 das Stadion verlassen, wenn noch 10 Minuten zu spielen sind, sind das eine, aber wenn die Ultra Szene Mainz im Q-Block, die Lieder weiterhin in einem Tempo anstimmt, als ob ein Frettchen auf Koks am Mikro steht, wird der Support weiter den Bach runter gehen. Ich stand mit Freundin und meinem Neffen gegen Hoffenheim im unteren Bereich des P-Blocks und habe als "alteingefleischter" 05er (seit 1995) oftmals nicht verstanden, was genau Sie singen oder kam vom Tempo nicht mit und wurde überholt. Kann das bitte mal jemand der USM mitteilen? Ich bin ein wenig zu weit ab vom Schuss dafür.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass bitte niemand mehr die Plattformen von EBay oder Viagogo in Anspruch nimmt, oder falls er auf keinem anderen Weg an ein Ticket kommt,  Herrn Meel diesen Vorgang (Per Email) zu melden, damit man dieses Geschäftsgehabe in Zukunft etwas unterbinden oder einschränken kann.


Dienstag, 20. September 2011

Pech gehabt!


Ich hab ja neulich über Pläne und Vorhaben geschrieben gehabt. Gestern bin ich schon mal ein wenig in die Richtung gegangen, in die ich sportlich gehen will. So habe ich es bei grob37° Lufttemperatur geschafft mit dem Rennrad insgesamt 22 Kilometer zu fahren. Da der Fujairah Tennis and Country Club die einzige Einrichtung mit einem brauchbaren Pool (25-Meter-Bahnen) ist, wollte ich dort zwischen 40 und 60 Bahnen ziehen, um herauszufinden, wie mein Fitnesslevel im Bereich "Schwimmen" ist. Wenn ich die entsprechende Distanz schwimmen kann, gehe ich Technik und Geschwindigkeit bzw. Ausdauer an. Zwischendurch hat die Muskulatur in den Armen mal ein wenig gezogen, lief aber im großen und ganzen sehr gut. Einziger Nachteil war, dass gestern auch wieder ein Schwimmkurs stattfand und somit, der doch relativ kleine Pool, schnell überfüllt war. Wenn aber jeder ein wenig nach dem anderen sieht, hätte ich ohne Probleme weiterhin meine Bahnen an der Kette entlang ziehen können. Kurz vor Ende meiner 26. Bahn sehe ich einen der Buben hinter den Startblöcken einen Anlauf starten, denke aber noch "Der wird doch nicht etwa...". Einen Sekundenbruchteil später war der Kleine auf dem Startblock, hob ab und landete auf meinem Arm.  Zwar war es nicht weiter heftig, aber etwas lauter geworden bin ich schon. Schade nur, dass es den Buben nicht interessiert hat. Als ich mich umsah und mich fragte, wo der Trainer ist kam eine weitere Überraschung. Meiner Meinung nach hat ein Schwimmtrainer nicht unbedingt etwas im Wasser verloren, weil er vom Beckenrand doch eigentlich einen viel besseren Überblick hat. Ich jedenfalls zog mich erstmal aus dem Wasser zurück, da mir dieses Zusammentreffen erstmal gereicht hat.


Nachdem das Training beendet bat ich den Trainer, er solle seinen Kindern doch bitte mal sagen, dass die darauf achten sollen, wo sie hin springen und das nach Möglichkeit nicht auf andere Personen, die den Pool vielleicht durch Zufall ebenfalls benutzen wollen und dafür auch noch Gebühr zahlen. Die Antwort fand ich auch überraschend. Er wäre 62, aber es würde ihm Spaß machen. Hä, wie bitte? War das die Antwort auf meine Bitte??? Ich dachte, ich hätte mich schon an die hiesige Mentalität gewöhnt, aber sowas... Naja. Lösungsvorschläge? Entweder Vormittags oder Abends schwimmen gehen, aber keinesfalls WÄHREND dem Schwimmkurs, da dies Gesundheitsgefährdend ist.

Schade drum, denn gestern lief das mit den Bahnen richtig gut, aber demnächst geht´s weiter. Eine andere Möglichkeit gibt es leider nicht. Die anderen Pools sind nur Planschbecken oder der Ozean, bei dem das Abschätzen von zurückgelegten Distanzen schwerfällt. Und ich hoffe, die 1,5 km bald in einer annehmbaren Zeit zu schaffen und dann das ganze mit Radfahren und Laufen verbinden kann.

Samstag, 17. September 2011

Eine Bitte für Montag Abend in Mainz

Montag den 19.09.2011, ist die Mitgliederversammlung des 1. FSV Mainz 05 e.V. und ich beschäftige mich mal vorab mit der Situation, da ich (aus bekannten Gründen) selbst nicht hingehen kann. Ich werde versuchen objektiv zu bleiben und die Argumente jeder Seit zu beleuchten, da dieses mal einiges im Unklaren liegt und man den Eindruck bekommen kann, dass einiges schief gelaufen ist.

Letzten Donnerstag erreichte michund viele andere Fans die Meldung "Montag Mitgliederversammlung im Kurfürstlichen Schloss, Mainz" und ich dachte mir nur: Wie bitte???

Das ganze kam etwas überraschend, da eine Jahreshauptversammlung normalerweise 4 Wochen vorher mindestens in der Tagespresse ausgeschrieben werden muss. Weiterhin überrascht der Umstand, dass die bisherigen Jahreshauptversammlungen ehr einen Monat später  stattfanden. Punkt 3 ist, dass ein Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes ausscheidet und der Vorstand jemanden vorschlägt (was sein gutes Recht ist), den Sie gerne als Nachfolger hätten. 

Natürlich wurde dieses auch alles auf einer der größten Plattformen um das Thema "Mainz 05" im Internet diskutiert. Die Rede ist natürlich von der Seite kigges.net und dem dortigen Forum.

Pressesprecher Tobias Sparwasser meldete sich zu dem Sachverhalt mit folgendem -zusammengefassten- Inhalt.  Eine spezielle Pressemeldung wäre vergessen worden, was allen Beteiligten Leid täte, aber es wäre in der Tagespresse angekündigt gewesen und die Mitteilung vom Donnerstag  wäre als Vorstellung des Vorstandskandidaten gedacht, damit man sich ein Bild über ebendiesen machen könne.

Natürlich wird nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird, aber was von Fanseite aus zu lesen war, verursachte bei mir teilweise nur Kopfschütteln. Der Vorstand wird sich mit der Kandidatur von Andreas Kraft was denken. Und das ist unabhängig seiner Position bei URANO, dem Sponsor unserer Jugendmannschaften. Argumente, wie Sponsoren in den Vorstand zu holen, ob wohl betreffende Personen noch nicht seit 5 Jahren beim Verein wären, finde ich absurd. Ich denke da eher, wie der User "florifo", der darauf hinweist, dass: "Es ist nicht einfach zu sagen: Hey! Stellen wir dem Verein ein Beinchen und stellen jemand auf... der vertritt uns!!!
Geschäftsführender Vorstand heißt: Ich halt persönlich für alles meinen Kopf hin (müsste im §626 BGB stehen)
". Andererseits verstehe ich auch andere User, die den Präsidenten Harald Strutz zitieren, dass Herr Geitel nicht weiter für den Vorstand kandidiere und man sich FRÜHZEITIG für Herrn Kraft entschieden hätte und die Frage,warum man den neuen Kandidaten dann erst 4 Tage vor der Wahl vorstellt und warum man nicht die Vereinseigenen Organe (Webseite), Stadionheft, usw. verwendet. 

Alles irgendwo berechtigte Kommentare, aber wie gesagt, anscheinend hat es in der Tagespresse gestanden und wir Fans haben es nur verpasst zu lesen, weil wir zu sehr damit beschäftigt waren uns wegen den Dauerkarten, dem Europa League-Aus oder sonst irgendwas anderem, selbst gegenseitig zu zerfleischen. Nur muss man sich vielleicht auch mal darüber bewusst werden, was in die Zeitung kommt und was nicht. Es muss -meiner Meinung nach- nicht sein, dass über jede Veranstaltung des VIP-Clubs mit einer halben Seite in der Zeitung berichtet werden. Aber da sollten sich andere Leute Gedanken drum machen. Ich vermute mal, dass Montag eine lange Jahreshauptversammlung sein wird. Dazu aber später noch mehr. Ich hoffe nur, dass man nicht aus purem Aktionismus einen Kandidaten aus dem Fanlager wählt, der nicht weiß, worauf er sich einlässt oder Herr Kraft nicht gewählt wird, weil er ja aus dem bösen Kommerziellen Lager kommt und mit der Firma URANO "nur" Co- und Jugendsponsor ist. Herr Kraft sollte sich allerdings nicht auf die Meldung des Vereins verlassen und hoffen, dass er durch die anwesenden Mitglieder abgenickt wird, sondern sich ausführlich (bei gegebener Zeit) vorstellt. Man muss sich auch immer vor Augen halten, dass unser Verein größer geworden ist und sich dadurch auch verändert hat. Wir sind mittlerweile mehr als 10.000 Mitglieder. Unser Verein wird seit Jahrzehnten professionell geführt. Wir haben aus eigener Kraft in der letzten Saison die direkte Qualifikation für die Europa League geschafft, wo wir leider nur 2 Spiele spielen dürften. Ohne ein professionelles Management hätten wir das alles nicht geschafft. Deshalb sollten wir vielleicht auch mal auf unser Management vertrauen, wie wir es all die Jahre zuvor gemacht haben. Man wird sich was dabei gedacht haben.

Auch haben wir unserem Vorstand ein großes, neues Stadion zu verdanken. Aber auch darüber sollte vielleicht gesprochen werden. Ich habe die Tage mit einer Bekannten geschrieben und die beschwerte sich, dass wenn man mit dem Taxi anfahren würde, man immer noch einen weiten Weg laufen müsste. Gerade für gehbehinderte ist das bestimmt kein Vergnügen. Ich dagegen konnte mich nicht beschweren. Bei Spiel gegen Schalke kam ich selbst mit dem Taxi an und konnte fast bis zur Fankneipe gefahren werden. Dass das Spiel schon lief und gerade das 2:0 für uns gefallen war, darf ich allerdings nicht weglassen, denn wer will schon mit Absicht zu spät zu einem Spiel kommen... Vielleicht kann man auf einer Jahreshauptversammlung einen Lösungsansatz dafür finden. Eventuell kann man noch über eine Verbesserung der Parkplatzsituation reden und wenn dies nicht möglich ist über eine bessere Anbindung/Verkürzung der Fußwege zu den Shuttlebus-Bahnhöfen. Meine Freundin wunderte es auf jeden Fall, dass noch keiner der Bauern auf die Idee kam, sein Feld einzuebnen und (gegen Gebühr) Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Da gibt es bestimmt auch den ein oder anderen rechtlichen Aspekt, ist aber ein ebenfalls interessanter Gedankengang.

Macht das Beste aus der Jahreshauptversammlung am Montag und bitte keine Dummheiten. Herr Kraft hätte meine Stimme, weil ich unserem Vorstand vertraue, aber ich bin nicht stimmberechtigt, weil nicht anwesend. Und bevor ich jetzt als blinder Kopfnicker kritisiert werde - Ich sehe einiges an Kritikpunkten. Deshalb berichte ich auch hin und wieder in diesem Blog darüber.

Mein Song zum Wochenende

Wird heute einer Frau gewidmet. Der Frau, die ich liebe.
Enjoy.

Freitag, 16. September 2011

Planungen und Vorstellungen


Pläne gibt es viele. Man macht welche und verwirft sie wieder - oder man hält daran fest, um sich die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Ich habe mir selbst aktuell zwei sportliche Ziele gesteckt. Zum einen will ich Ende November mit den Dubai Roadsters (eine Rennradgruppe ähnlich der RennradFFM) von Dubai nach Fujairah fahren. 220 Kilometer an einem Tag durch die Emirate. Über die Streckenführung habe ich bislang noch nichts gelesen, aber Ende der Woche sollen weitere Infos dazu bekannt gegeben werden. Bei meinen Kollegen verursacht dieser Plan zwar nur Kopfschütteln, aber das Rennrad ist nun mal eines meiner größten Hobbies. Und jetzt, wo ich mein Rad aus dem Heimaturlaub mit hier runter gebracht habe, will ich es auch wieder benutzen. Besonders jetzt, wo es wieder "Winter" wird. Heute morgen um 9 Uhr hatten wir in Abu Dhabi NUR 32° Celsius (Danke an Andreas Frank für die Information). Bei uns in Fujairah haben wir ähnliche Temperaturen und seit ein paar Tagen auch eine niedrigere Luftfeuchtigkeit - also gute Rennrad-Bedingungen, darum werde ich auch in Kürze auch mein Rennrad steigen und die rund 10 Kilometer in den Tennisclub fahren, um mich dort für mein zweites sportliches Ziel in Form zu bringen.

Im März findet der Abu Dhabi Triathlon statt. Nach Möglichkeit will ich bei der nächsten Auflage starten, mache es aber von meinem Fitnessstand abhängig. Laufen tue ich bereits seit gut einem Jahr in diesem Klima. Auch die Strecke über die Olympische Distanz (10 Kilometer). Radfahren fange ich grade wieder an, sollte aber nicht unbedingt das Problem sein. Jetzt ist nur die Frage, wie ich wieder ins Schwimmtraining einsteige und alles miteinander kombinieren kann. Natürlich habe ich mir auch ein Ziel für den Triathlon gesetzt. Ich will und werde nicht als erster das Rennen beenden, aber ich WILL beenden. Zeit und Platzierung ist mir erstmal egal, aber den inneren Schweinehund zu überwinden ist die Herausforderung.

Auch hierzu wird es immer mal wieder Updates im Blog oder auf facebook geben. In diesem Sinne - Kette rechts und los gehts.

Mittwoch, 14. September 2011

Denk ich an Deutschland, oder ein neuer Ritt mit dem Amtsschimmel

Ich weiß, warum ich nicht gerne reite. Der vielzitierte deutsche Amtsschimmel ist bockig, widerspenstig, eigenwillig und wirft einen vor jedem Hindernis ab.

Im Oktober 2010 startete ich den Versuch wieder in den Besitz meiner Fahrerlaubnis Klasse 3 für Kraftfahrzeuge bis 7,5 Tonnen zu gelangen und schrieb die Führerscheinstelle Frankfurt an, was man denn alles an Unterlagen dafür benötigen würde. Am  28. April 2011 (!) bekam ich dann eine erste Antwort Mit der amüsanten Einleitung, "Zunächst entschuldigen Sie bitte die sehr verspätete Antwort.". Naja. Ich meldete mich bei der guten Frau von entsprechender Behörde und teilte ihr mit, dass ich nicht mehr in Deutschland leben würde. Diesmal wurde schneller reagiert und ich erhielt am selben Tag eine Aufstellung, wie ich zum Beispiel ein Führungszeugnis im Ausland beantragen kann (Ich berichtete).  Ebenfalls erhielt ich eine Liste von Ärzten, bei denen ich meine nötigen Untersuchungen (G25 - Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten; Augenärztliches Gutachten; usw.) machen kann.

Als mein Urlaub dann in greifbare Nähe rückte kümmerte ich mich um Arzttermine und muss gestehen, dass ich es schon genial finde, wenn ich bei einer Augenärztin einen Termin ONLINE machen kann und diesen innerhalb weniger Minuten (trotz Urlaub der Praxis) bestätigt bekomme. Die Auswahl der Termine legte ich knapp hinter die Ankunft, aber mit genug Luft, um nach der Landung noch was mit den Leuten zu frühstücken, die mich am Flughafen abholten. Gute Idee, denn das Frühstück von LH verdient sich eigentlich keine Erwähnung. Der Terminkalender sieht für diesen Tag allerdings doch etwas straff aus. Geplante Landung um halb sieben, um 9 Uhr der erste Arzttermin, um 15 Uhr der zweite. Danach noch zu den Eltern und dort erstmal "ankommen". Aber alles klappte wunderbar. Der erste Arzttermin war richtig witzig. Die Untersuchung, ob ich zum fahren und Bedienen von Kraftfahrzeugen geeignet bin. Wenn man aus den Emiraten einen Termin vereinbart ist man ja schon mal was besonderes. So fragte mich auch die Ärztin, was ich denn in den Emiraten machen würde (Nach Begrüßung und frage nach meinem Namen). Als ich antwortete, dass ich dort bei der Feuerwehr arbeiten würde, nahm die Ärztin Ihren Fragebogen und hakte alle entsprechenden Fragen ab und meinte nur, dass die gesundheitlichen Anforderungen für die Tauglichkeit in meinem Job härter seien als in diesem Fragebogen und Sie keinerlei Bedenken habe. 10 Minuten später war ich wieder draußen. Wenn das so weitergeht, bekomme ich sogar noch im Urlaub meinen Lappen zurück. Am gleichen Nachmittag fast das gleiche Spiel beim Augenarzt. Allerdings brauchte ich da eine dreiviertel Stunde. Nachdem meine Schwester mich bei meinen Eltern abgesetzt hatte, begann die Suche nach den restlichen Unterlagen, die in den Umzugskisten eingelagert waren. Wir wurden auch relativ schnell fündig und ich fuhr am nächsten Morgen guter Dinge zur Führerscheinstelle nach Frankfurt, um dort sowas von verbal in die Fresse zu bekommen.

Nach gefühlten Stunden des Wartens, konnte ich endlich mal die Person auf dem Amt kennenlernen, mit der ich schon so viel gemailt und telefoniert hatte. Ich habe den schriftlichen Beweis, dass ich bereits in der zweiten Email geschrieben habe, dass ich nicht mehr in Deutschland gemeldet bin. Der einzige Kommentar, den ich jedoch auf dem Amt erhielt war (sinngemäß): Schön, dass Sie alle Unterlagen haben, aber wenn Sie nicht mehr in Deutschland gemeldet sind, können wir nichts für Sie tun! Die Gesetze hätten sich mit Wirkung zum 01.07.2011 so geändert, dass es nicht mehr möglich wäre Deutschen, die im Ausland leben, einen Führerschein auszustellen. Man verlangte weiterhin für eine erfolgreiche Beantragung eine schriftliche Meldebestätigung. - Also ab zum Bürgerbüro, um mich dort wieder anzumelden. Diese Behörde aber wollte eine schriftliche Bestätigung des Vermieters oder einen unterschriebenen Mietvertrag. Dies würde auch - grade bei aus dem Ausland wiederkehrenden Bürgern - scharf kontrollieren, um einen eventuellen Sozialmissbrauch zu vermeiden. Also war es das erstmal mit dem Traum, meinen Führerschein wieder zu bekommen.

Zurück bei den Eltern stieß die Reaktion des Amtes bei den Eltern auf Unverständnis, weil ich Ihnen ja auch zeigen konnte, dass ich schon geschrieben hatte, dass ich meinen Lebensmittelpunkt ins Ausland verlagert habe. Da der Mann meiner Mutter dies aber nicht glauben konnte/wollte, fuhren wir am nächsten Werktag zur Führerscheinstelle im Wohnort meiner Eltern. Dort erhielten wir die gleiche Aussage. Ich muss meinen Führerschein dort beantragen, wo ich meinen Lebensmittelpunkt habe - Also in den Vereinigten Arabischen Emiraten! Dies verneinten die "nette" Damen auf beiden Führerscheinstellen, denn in den VAE gibt es nur die Botschaft bzw. das Konsulat, welche aber nicht zur Ausstellung und/oder Beantragung von Führerscheinen berechtigt seien. Ich hätte nun also die Möglichkeiten mich wieder in Deutschland zu melden und meinen Lebensmittelpunkt für 180 Tage (mindestens jedoch 6 Monate) nach Deutschland zu verlagern, was auch überprüft werden würde (und mich in Deutschland steuerpflichtig machen würde); Oder in den VAE einen NEUEN Führerschein zu machen, was natürlich mit weiteren Kosten verbunden ist. Ich will und KANN gar nicht mehr zusammenrechnen, wie viel Geld ich mittlerweile in den Versuch investiert habe um meinen Führerschein in Deutschland wieder zu bekommen und jetzt darf ich - Dank des deutschen Amtsschimmel - nochmal rund 400-600 Euro für einen neuen Führerschein ausgeben. Mein Fazit dieses erfolglosen Ritts ist: Gott und der Welt wird in Deutschland geholfen und Puderzucker in den Allerwertesten geblasen, aber wenn ich als Deutscher Staatsbürger (im Ausland lebend) mal ein Anliegen habe, wird einem nur die Kalte Schulter gezeigt. Man könnte auch sagen: "Hilf dir selbst und dir wird geholfen" gilt nicht mehr. Mein Vertrauen in die deutsche Bürokratie wurde nur mal wieder erschüttert und ich versuche nun in den VAE an einen Führerschein zu kommen. Ich werde euch auf dem laufenden halten.

Dienstag, 13. September 2011

Ready for Boarding - Der Selbstversuch


Ich gebe zu, mein Selbstversuch war nicht freiwillig, da ich keinen Einfluss auf die Buchung hatte, aber was ich mit Lufthansa nach 2 Flügen erlebt habe bringt mich zu dem Schluss, dass ich in Zukunft wieder mit Emirates fliegen will.

Ich war ja richtig optimistisch, als ich noch vor meinem Abflug den Rückflug umbuchen konnte, damit ich Samstags nochmal mit Freunden, Familie und bekannten einen weiteren Tag verbringen kann (und auch nochmal ins Stadion komme). Das das Spiel nicht so toll war und mit 0:4 verloren ging... Dafür kann nicht mal die Lufthansa etwas. Auch ein toller Nebenaspekt war, dass ich innerhalb meiner Freiminuten auch deutsche 01805-Servicenummern anrufen kann, ohne extra dafür extra bezahlen zu müssen. Liegt aber auch nicht am Kranich.

1 Tag vor dem Flug - Ich versuche den "Online-Check in" zu bedienen. Ich bezeichne mich nicht unbedingt als technische Null, aber bis ich mal durch das System der Airline durchgestiegen war... Liegt auch ein wenig an der buchenden Stelle. Ich heiße nicht BERNARDMR! Vielleicht klappt das in Zukunft besser, aber jetzt weiß ich, worauf ich zu achten habe.

Reisetag: Ich bin gerne etwas früher an einem Ort, dass ich mir nicht vorwerfen lassen muss, ich sei unpünktlich. Außerdem habe ich so immer wieder Zeit einige Besorgungen oder sonstige Sachen zu machen. Diesmal nutzte ich die Zeit, um an Dubai International (der teilweise recht unübersichtlich ist) den Foodcourt zu besuchen, um mich ein wenig zu stärken, da bezüglich Essen bei Check-In keine Informationen zu finden waren. Andererseits - es ist ein Nachtflug, wo die meisten Passagiere versuchen werden zu schlafen. Dem war auch so, aber vor den Flug haben die Fluggesellschaften noch den Check-In gesetzt. Das die Kranich-Airline nicht über eigene Check-In-Schalter verfügt kann vorkommen, aber dass das Personal nur schlecht Englisch spricht fand ich doch etwas merkwürdig. Immerhin gab es keine Probleme wegen Handgepäck und zusätzlicher Kameratasche. Die Sicherheitskontrollen sind überall gleich, nur manchmal etwas anders in der Ausführung. Da ich ja aber keine bösen Absichten hatte und das auch von meinen anderen Mitfliegern erwartete, machte ich mir keine weiteren Gedanken. Der Flug an sich ist relativ unspektakulär, aber das ich meine Knie im Rücken des Vordermanns habe und der hinter mir auf die gleiche Weise verfährt, war es doch ziemlich unbequem, aber ein paar Stunden Schlaf hatte ich dann doch. Ungefähr Höhe des Balaton bin ich aufgewacht und kurz drauf wurde auch ein Frühstück serviert. Das man sich das allerdings qualitativ und quantitativ hätte sparen können sagt schon alles. Nach einer sehr sanften Landung im frühmorgendlichen Frankfurt kam der nächste Aufreger. Warum sind nur 2 Schalter der Passkontrolle offen, wenn mehrere Flieger kommen und VIELE Menschen nach Deutschland rein möchten??? Na gut - alles überstanden und herzlich von Schwester und Freundin am Flughafen begrüßt worden.

Während meinem Urlaub in Deutschland versuchte ich dann mein Rennrad als Sportgepäck anzumelden, was auch funktionierte und mich 150 Euro extra kosten wird. Da ich nun auch Lufthansa Economy kennengelernt hatte, wollte ich außerdem versuchen mich in die Business hoch zu buchen. Aber 35.000 Meilen hab ich nicht und ich sehe nicht ein, dieser Gesellschaft für ein klein wenig mehr Komfort Unmengen an Geld in den Rachen zu werfen. Also bleibt es bei Economy und im zweiten Anlauf habe ich dann es auch geschafft mein Rennrad als Sportgepäck anzumelden. Damit aber nicht genug... Emailbestätigungen sind etwas feines - Wenn sie denn den Tatsachen entsprechen.

Die erste Email von LH während meines Urlaubs war "Spezialgepäck (Rennrad) bestätigt." SCHÖN! 01805-Nummern sind ja auch so günstig, dass ich so eine Email erwarten kann.

Die zweite Email lautete "Ich Flug steht jetzt zum Online-Check-In bereit". Da das ganze Prozedere am Flughafen abgekürzt werden kann, versuchte ich mich am Online-Check-In und stieß wieder auf unerwartete Probleme. Vom Hinflug wusste ich ja noch, wie ich meinen Vornamen schreiben muss, damit das System einer der grö0ten Airlines der Welt mich findet. Nachdem ich dann aber auf "Weiter" geklickt hatte, stand da: "Für Sie ist kein Flug hinterlegt. Bitte wenden Sie sich an unsere Servicehotline 01805-XXXXXX". Das ganze noch schön dekoriert mit 2 roten Dreiecken und Ausrufezeichen. Die anderen im Haus wollten mich schon Zwangseinweisen - so laut und ungehalten soll ich reagiert haben. Meiner Stimmung wenig zuträglich war, dass nach dem ersten Klingeln dieser Servicenummer eine Bandansage: "Sie rufen außerhalb unserer Geschäftszeit an." kam. Immerhin wurde noch drauf hingewiesen, dass die Geschäftszeiten an Wochenenden und bundeseinheitlichen Feiertagen 90 Minuten später beginnen. Das ich zu dem Zeitpunkt am liebsten schon auf dem Weg zum Flughafen gewesen wäre sei mal dahingestellt, aber von Bad Kreuznach bis Frankfurt ist es nicht so weit. Wie reagiert wohl jemand, der es weiter zum Flughafen hat und dementsprechend früher weg muss? Nun gut, anderthalb Stunden später sagte mir die Servicehotline, dass der Online-Check-In für mich nicht verfügbar sei, weil ich entweder in einer Kategorie bin, wo er prinzipiell nicht zur Verfügung steht, oder ich meine Buchung geändert habe (Stichwort "Sondergepäck"). Damit sei der Online-Check-In ebenfalls NICHT IMMER verfügbar. Was heißt hier bitte: Nicht immer? Und wäre es so ein Problem gewesen, mich bei der Anmeldung des Sondergepäcks oder in der Bestätigungsmail darüber zu informieren?

Scheinbar schon!

Mutter samt Mann und Freundin brachten mich also zum Flughafen und ich stand nach den ersten Verabschiedungen erstmal vor einem Computerterminal, an dem ich hätte Einchecken sollen. Hahaha, aber da drüben sind Lufthansa-Schalter. Also mit Kameratasche, Handgepäck, Koffer und Rennradkoffer an den Schalter. Ein freundlicher aber bestimmter Sicherheitsmitarbeiter wies mich zurecht, dass ich mich hier nicht anstellen könnte, sondern zum "Special Care"-Schalter müsste. Da bekam ich aber gesagt, dass ich dort EBENFALLS am falschen Schalter sei und zu Schalter Nummer XXX müsste. Endlich mal eine Aussage, mit der man arbeiten kann. An diesem Schalter angekommen klappte dann auch endlich alles einwandfrei und ich wurde sogar freundlich behandelt. Dort konnte ich dann nicht nur OHNE Wartezeit mein Spezialgepäck aufgeben, sondern auch meinen Koffer (bei dem knapp 2 Kilo Übergewicht großzügig übersehen wurden) und der Check-In war erledigt. Nun nur noch ins Obergeschoss um mein Spezialgepäck zu bezahlen und alles war erledigt. Wer das Frankfurter Terminal 1 kennt, weiß, dass es dort keine kurzen Wege gibt und ich kurz davor war Kilometergeld zu beantragen.

Passkontrolle war äußerst unspektakulär, aber eine Sicherheitsschleuse war doch ein bisschen wenig. Immerhin wurden während meiner Wartezeit 3 oder 4 weitere Schleusen geöffnet. Das ich den Jackpot gewonnen hatte und mein komplettes Handgepäck ausräumen dürfte um die Elektrogeräte beim Sprengstofftest untersuchen zu lassen, kann vorkommen. Ich hatte ja (Gott sei Dank) genug Zeit bis zum Boarding eingeplant. Diesmal hatte ich mit dem Flug sogar ein wenig Glück. Der Mittelplatz war frei und ich könnte mich zur Seite drehen um ein wenig zu schlafen, weil ich ja am nächsten Tag auf die Arbeit muss. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. In der Reihe vor mir war ein junges Ehepaar mit Kleinkind (geschätzte 5 Monate). Dass das Kind Probleme mit dem fliegen an sich hatte und nahezu Pausenlos geschrien hat, ist bestimmt nicht die Schuld des Kindes, aber ich war doch reichlich genervt. Dann noch einen überaktiven Rentner hinter mir, der mir vor Aufregung über seinen ersten Flug pausenlos in den Rücken tritt... DANKE, ich bin bedient!

Immerhin war das Rindergulasch ganz annehmbar. Das Bordentertainment dagegen? Der Bordfilm war mehr als schleppend und ich kann niemandem "Mitternacht in Paris" empfehlen. Ich gebe allerdings zu, dass ich kein Freund von Owen Willson als Schauspieler bin. ERstaunlich auch der technische Zustand der 747 (Sachsen) mit der ich geflogen bin. Der erste Monitor der Economy war grünstichig, flackerte alle paar Minuten und fiel stellenweise sogar aus! Das sorgt für Vertrauen in die Maschine und die Airline!.
Und nach der Landung in Dubai stellte ich fest, dass ein Terminal 1 NIE ein Terminal der kurzen Wege ist. Immerhin wurde mir mein Spezialgepäck auf einem Koffertrolley ans Band gebracht, so dass ich schon mal eine Sorge weniger hatte. Pass- und Zollkontrolle waren wieder ereignislos, aber mit LH möchte ich nicht mehr fliegen. Zumindest nicht Economy, so viel komme ich dieser Gesellschaft entgegen, aber auch keinen Schritt mehr. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu verwöhnt?!

Montag, 12. September 2011

Hasste mal 1000 Euro???


Der Urlaub 2011 in Deutschland ist zu Ende und ich habe jede Menge Material und Geschichten über Geschehenes, gesehenes, Telefonate und Gedanken, den ich euch jetzt mal so nach und nach hier schreiben möchte.

Beginnen werde ich ziemlich am Ende des Urlaubs, wo ich wegen der lieben DB eine Zeit lang am Mainzer Hauptbahnhof festsaß. An Bahnhöfen und Flughäfen trifft man (grade in Deutschland) die unterschiedlichsten und interessantesten Personen - so auch diesmal...

Als ich am Gleis wartete, gesellte sich eine Gruppe von Alternativen Öko´s, Hippies, Punks, was-auch-immer an den Bahnsteig und wartete dort auf den Zug am Bahnsteig gegenüber. Alles in allem ein bunt gemischter Haufen von Leuten, vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt haben. Sie tranken Wodka und Whiskey aus Flaschen, bauten ihre Joints und teilten allen mit, dass es ihnen gut gehen würde. Dazu wurden ein bis drei Gitarren verwendet, die mit in den Bollerwagen lagen. Natürlich ließ der Bahnschutz nicht lange auf sich warten, um die friedlichen Kundenaufzufordern sich doch bitte an die Regeln zu halten, die da wären

- Kein Musizieren auf Bahnhofsgelände.

- Keine Joints zu rauchen.

- Wenn schon rauchen, dann bitte nur in den ausgewiesenen Raucherbereichen, bei denen man sich so schon fühlt, wie am mittelalterlichen Pranger.



Wie man sich vorstellen kann, fanden diese Forderungen wenig Zuspruch. Da aber alle Beteiligten ruhig und sachlich blieben, wurde auch vom Bahnschutz etwas lockerer reagiert, als von anderen Einrichtungen und Organisationen. Zwischenzeitlich waren auch ein paar Bundespolizisten im Bahnsteigbereich, hielten sich aber im Hintergrund. Den sprichwörtlichen Vogel hat allerdings einer von der Hippie-, Punk-, Ökogruppe abgeschossen, als er sich mit Gitarre auf den Boden setzte und für 3 Gleise "Because I got high" gespielt hat... Und zwar in einer Qualität, wo es sogar mir die Kinnlade auf den Boden gehauen hat.


Nachdem auf dem Gleis gegenüber der Zug eingefahren war - und der Musiker somit dem größten Teil seines Publikums beraubt war - stand der Musiker auf und ging auf unserem Bahnsteig mit seiner Klampfe rum und fragte frech "Hast du mal 1000 Euro?"

Wenn man seiner Argumentation (Leute hätten prinzipiell kein Kleingeld, Inflation und FRECHHEIT SIEGT) folgt, kann man ihm nur beipflichten. Für die gute Performance gab es dann auch von mir 2 Euro, obwohl ich sowas ja eigentlich prinzipiell ablehne, weil ich auch nichts geschenkt bekomme. Dem großen unbekannten Musiker aber ein Gruß und die besten Wünsche für die Zukunft.