Tickets für begehrte Veranstaltungen –ob Konzert oder Sport- sind oftmals schnell vergriffen. Nun gibt es Menschen, die trotzdem um jeden Preis dabei sein wollen. Das Internet ist hier oftmals hilfreich, aber ob es auch erfolgreich ist, sei mal dahingestellt und wird hier jetzt mal etwas näher beleuchtet. Plattformen, wo man Tickets erwerben kann, kennt man ja. Das klassische Beispiel hierfür: Ebay. Aber auch andere Seiten, die einem mitunter den Eindruck vermitteln, als seien Sie offizielle Tickethändler, gibt es. Ein beliebter Treffer bei entsprechender Google-Suche ist ViaGogo.
Die meisten Veranstalter gehen mittlerweile dazu über die Tickets zu Personalisieren. Das bedeutet, dass auf den Tickets der Name des Käufers steht, und auch NUR DIESER Zutritt zu der Veranstaltung bekommt. Außerdem steht in den Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen (ATGB), dass ein Weiterverkauf im kommerziellen Sinn (Absicht Gewinn zu machen) verboten ist. Ebenso ist der Handel auf den Plattformen verboten. So heißt es zum Beispiel in den ATGB von Mainz 05 unter Punkt 7:
b) Tickets ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung durch den Club gewerblich und/oder kommerziell zu veräußern;
c) Im Rahmen einer privaten Weitergabe die Tickets zu einem höheren Preis als den, der auf den Tickets angegeben ist, zu veräußern;
d) Tickets an Personen weiterzugeben, die aus Sicherheitsgründen vom Besuch von Fußballspielen ausgeschlossen wurden;
e) Tickets an Anhänger des Gast-Vereins weiterzugeben;
f) Tickets ohne ausdrückliche vorherige schriftliche Zustimmung durch den Club zu Zwecken der Werbung, der Vermarktung, als Bonus, Werbegeschenk, Gewinn oder als Teil eines nicht autorisierten Hospitality- oder Reisepakets weiterzugeben oder zu verwenden.
Die meisten Veranstalter gehen mittlerweile dazu über die Tickets zu Personalisieren. Das bedeutet, dass auf den Tickets der Name des Käufers steht, und auch NUR DIESER Zutritt zu der Veranstaltung bekommt. Außerdem steht in den Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen (ATGB), dass ein Weiterverkauf im kommerziellen Sinn (Absicht Gewinn zu machen) verboten ist. Ebenso ist der Handel auf den Plattformen verboten. So heißt es zum Beispiel in den ATGB von Mainz 05 unter Punkt 7:
„Zur Vermeidung von Gewalttätigkeiten und Straftaten im Zusammenhang mit dem Stadionbesuch, zur Durchsetzung von Stadionverboten, zur Unterbindung des Weiterverkaufs von Tickets zu überhöhten Preisen und zur Trennung von Anhängern der aufeinandertreffenden Mannschaften während eines Fußballspiels liegt es im Interesse des Clubs und der Sicherheit der Zuschauer, die Weitergabe von Tickets einzuschränken.
Der Verkauf der Tickets erfolgt daher ausschließlich zur privaten Nutzung. Dem Ticketinhaber ist es insbesondere untersagt,
a) Tickets selbst oder durch Dritte bei Internetauktionshäusern oder sonstigen Internetmarktplätzen anzubieten;b) Tickets ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung durch den Club gewerblich und/oder kommerziell zu veräußern;
c) Im Rahmen einer privaten Weitergabe die Tickets zu einem höheren Preis als den, der auf den Tickets angegeben ist, zu veräußern;
d) Tickets an Personen weiterzugeben, die aus Sicherheitsgründen vom Besuch von Fußballspielen ausgeschlossen wurden;
e) Tickets an Anhänger des Gast-Vereins weiterzugeben;
f) Tickets ohne ausdrückliche vorherige schriftliche Zustimmung durch den Club zu Zwecken der Werbung, der Vermarktung, als Bonus, Werbegeschenk, Gewinn oder als Teil eines nicht autorisierten Hospitality- oder Reisepakets weiterzugeben oder zu verwenden.
…“
Damit sollte eigentlich klar sein, dass man weder auf ebay, noch auf ViaGogo, LEGAL Tickets erwerben kann. Der Verein/Veranstalter kann sich jederzeit vorbehalten, die Tickets für Ungültig zu erklären. In diesem Fall hätte man (vermutlich) eine Menge Geld ausgegeben und keine Leistung erhalten. So ist das zum Beispiel Personen ergangen, die auf ViaGogo Tickets für das „Take That“-Konzert in München gekauft haben. Über diesen Fall wurde Sonntag vor einer Woche in SpiegelTV (RTL) berichtet. Von ViaGogo gab es keine Stellungsnahme. Die Münchner Geschäftsräume der Firma waren leer und in der Londoner Zentrale gab es ebenfalls kein Interview zu diesem Thema. Warum auch, wenn man auf illegalem Weg ein (vermutlich) Millionengeschäft machen kann. Ich begab mich zu Recherchezwecken auch mal auf die Seite und wurde fast blind vor Entsetzen. Ein Stehplatzticket für das Spiel Mainz 05 gegen Schalke 04 im P-Block auf der „roten Wand“ gibt es AB 58 EURO! Die Haupttribüne wird ab 165 Euro angeboten, die Gegengerade ab 180 Euro. Komplett Fassungslos war ich aber, als ich eine Karte für den K-Block für 450 (in Worten: vierhundertfünfzig) Euro gesehen habe. Und da es im Internet für jeden etwas gibt, wundert es mich ehrlich gesagt auch nicht, dass ich für über 1000 Euro eine Loge für ein Spiel anmieten kann. Man kann sogar jetzt schon Tickets für die Spiele kaufen, die noch weit in der Zukunft liegen. Gegen Dortmund zum Beispiel (24.09.2011, ab 175 €), oder gegen Mönchengladbach (34. Spieltag, 05.05.2012, ab 145 €)
Um nicht nur über Fußball zu berichten: Rammstein-Tickets kosten zwischen 174 und 221 Euro. Vom Originalpreis will ich jetzt mal nicht sprechen.
Was auf der Seite allerdings auffällt ist das Design, das einem zu vermitteln versucht, dass es sich um eine offizielle Verkaufsstelle handeln würde. So ist zum Beispiel auf der Seite für den FC Bayern München ein wunderschönes Bild der AllianzArena mit eingearbeitet.
Doch der größte Aufreger steht mir noch bevor. Wie kann es sein, dass von offizieller Seite auch noch Werbung für eine Plattform gemacht wird, die nicht nur den Schwarzhandel fördert, sondern sich auch noch komplett darüber finanziert und ordentliche Provisionen für jeden Verkauf kassiert?
So wird auf der Seite Werbung mit den offiziellen Partnern, wie z.B. FC Bayern München, FC Kaiserslautern, KICKER, Bild.de, usw., gemacht. Mir ist auch schon auf der Homepage von Mainz eine Anzeige der Firma aufgefallen.Ist man da nicht inkonsequent? Ich hoffe, dass dieser Blog einige richtige Stellen erreicht und man sich Gedanken macht und auch handelt.
Edith zwingt mich was richtig zu stellen:
Der FC Bayern München und FC Kaiserslautern sind Partner von Viagogo. Die Tickets der Vereine werden auf genannter Plattform zum originalen Ticketpreis verkauft. Mea culpa für diesen Fehler.

1 Kommentar:
Interassanterweise gibt es auf der Ticketseite von Bayern tatsächlich einen direkten Link zu Viagogo.
http://www.fcbayern.telekom.de/de/ticketing/index2.php?fcb_sid=e0d9835b9b886f3c04b294bd69aa5708
Zum Glück werden diese Bayerntickets aber zum regulären Preis angeboten.
Gimli
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