Samstag, 30. Juli 2011

Alles nur geklaut???


In der letzten Zeit wurde immer häufiger über Plagiate, Copyright-Verletzungen und Imitate geredet. Die Tage lief im TV ein Werbespot, der meiner Meinung nach zwar ganz witzig ist, aber auch „geklaut“. Zumindest die geistige Idee liegt beim Satiremagazin Titanic. Wer es früher mal gelesen hat wird sich erinnern, dass es neben Zonen-Gabi und ihrer ersten Banane (Salatgurke) auch die Aktion

„Deutsche Wurst – Alles andere ist Käse“

gab. Wer nicht in den Genuss kam:

Und zum Vergleich das Logo der Initiative „Schweizer Fleisch“ mit dem tollen Slogan „Alles andere ist Beilage“.

Passend zum bevorstehenden 720. Jubiläum der Gründung der Schweiz am 01. August auch noch der passende TV-Spot dazu. Viel Spaß




Montag, 25. Juli 2011

Mein Song zum Wochenstart

Danke Rio, für diesen (und viele andere) guten Lieder. Es ist auf den Punkt getroffen und drückt aus, was einem hin und wieder durch den Kopf geht.

Sonntag, 24. Juli 2011

Das neue Mitglied im "Club 27"


Gestern Nachmittag ist Amy Winehouse verstorben und der sogenannte „Club 27“ hat seit gestern ein weiteres Mitglied.

Diese Meldung stellt im Vergleich zu den Geschehnissen in Norwegen, wo ein Amokläufer 91 Menschen getötet hat, nur eine Randnotiz dar, sollte aber trotzdem beleuchtet werden.

Amy Winehouse war gesegnet mit einer großartigen Stimme und noch sehr viel mehr Talent. Mein erster Kontakt mit ihr war leider durch eine der negativen Schlagzeilen, von denen Sie durch ihren Lebenswandel mehr als genug hatte. Erst danach hab ich die Musik von ihr kennengelernt und war fasziniert von der Stimme. „Frank“ und „Back in Black“ waren Alben, die ich kaufte und zeitweise verschlungen habe.

Ob es ein Selbstmord war oder nicht, lassen wir nun mal bei Seite. Wer so verantwortungslos mit seinem Leben und seiner Gesundheit umgeht, bekommt irgendwann die Rechnung präsentiert und auf der steht meist das vorzeitige Ableben. Ich will mich gar nicht anmaßend über Ihr Leben aufschwingen, aber wenn man als Künstler nur noch durch Alkohol- und Drogeneskapaden in den Medien ist und unter dem Einfluss von Pete Doherty (der für mich einen Großteil der Schuld trägt) steht, tut mir Leid. Angebliche Depressionen tun ihr übriges, um das ganze noch etwas trauriger zu machen.

Was bleibt von Amy? Ein paar grandiose Alben mit wunderbarer Musik, aber leider auch die Erinnerungen an die Ausrutscher abseits und auf der Bühne. Stellenweise kam sie 5 Meter neben sich stehend auf die Bühne, lallte einen Song ins Mikro und ging wieder. Ich hätte Sie gerne mal live gesehen, aber das Risiko für eben so ein Konzert Unmengen an Geld auszugeben, hielt mich davon ab. Weiterhin wird sie als neustes Mitglied des „Club 27“ aufgeführt werden und sich so in die Liste namhafter Musiker einreihen wie zum Beispiel:

- Jimi Hendrix

- Janis Joplin

- Jim Morrison

- Kurt Cobain

Und vielen mehr…

In Gedenken an Amy, hier noch mal Ihr wohl größter Erfolg.

Samstag, 23. Juli 2011

Stehplatzpreise in der Bundesliga


Man kann nur noch staunen, wenn man sich die Ticketpreise für einen Stehplatz im Fußballstadion ansieht. Dass die Plätze auf Haupttribüne und der Gegengrade etwas teurer sind, kann man mit der guten Sicht erklären. Weißwurst-Uli hat das ja mal vorgerechnet. Die teuren Business-Sitzplätze die günstigen Preise in der „Kurve“ (die heutzutage meistens grade ist) subventionieren. Wem das nicht mehr im Hinterkopf ist, hier nochmal das Video von 2007…


Mit Sicherheit hat Weißwurst-Uli ein wenig recht, aber was sich momentan am Ticketmarkt tut ist nicht mehr zu glauben. Ich bin selber noch vor ein paar Jahren noch für 10 MARK ins Stadion gekommen.

Die Aktion von letzter Saison, an der sich unter anderem die Ultra Szene Mainz (kurz USM) beteiligt hat, „Kein Zwanni fürn Steher“ konnte mich weder begeistern, noch konnte ich es ablehnen. Zum einen kann ich die Fans verstehen, die sich aufregen, wenn die Clubs dazu übergehen das Spiel gegen den eigenen Verein zu einem Topspiel ausrufen und einen entsprechenden Zuschlag für die Tickets verlangen.

Bei meinen Recherchen bin ich auf einige Vereine gestoßen, wo Vereine die Spiele kategorisieren. Am extremsten fiel mir das beim HSV auf. Dort gibt es 4 Kategorien von A bis D an die die Preise angepasst sind. Der FC Augsburg verlangt zwar für Topspiele auch einen Zuschlag, definiert aber klar, gegen wen diese Spiele sind, wogegen diese Definition bei anderen Vereinen fehlt. Augsburg verlangt den Topspielzuschlag nur bei den Partien gegen: Dortmund, Bayern München, Hamburg, Schalke und Nürnberg. Also bei 5 Spielen. Dies ist auf der anderen Seite auch schon fast ein Drittel aller Spiele in Ihrer ersten Erstligasaison…!

Ein Protest gegen überhöhte Ticketpreise und Topspielzuschläge find ich gut, aber die eigene Mannschaft bei einem Auswärtsspiel in der heißen Phase der Saison zu verweigern finde ich ein kritisches Zeichen. Es ist ja zum Glück für Mainz gut ausgegangen. Auf der dritten Seite steht der immer noch existierende Stadiontourismus und die Arena auf Schalke, oder wie das jetzt heißen mag, ist immer noch ein interessantes Ziel für solche Leute. Um zwei weitere Tourismusstadien zu nennen fallen mir auf Anhieb das Westphalen-Stadion und die Allianz-Arena ein. Auf internationaler Ebene Camp Nou oder Bernabeu, Wembley und so weiter.

Ich hab mir mal die Mühe gemacht und die Homepage eines jeden einzelnen Bundesligisten besucht um mir die Ticketpreise rauszusuchen. Es ist teilweise unglaublich, wie schwer es einem manche Vereine machen, die Ticketpreise für einen Stehplatz herauszufinden. Da gibt’s zwar bestimmt auch irgendwo eine Tabelle im Internet dazu, aber die Suche danach lieferte mir den Beweis, dass Google NICHT alles weiß. Ein gutes Gefühl, gehört aber nicht unbedingt hierher.

Wie ich allerdings die Ticketpreise gefunden habe, musste ich erstmal ein Stockwerk tiefer gehen, um meine Kinnlade wieder nach oben zu holen. Hierbei hat der HSV den Vogel abgeschossen. Für ein Topspiel (das vom Verein festgelegt wird) werden bis zu 19 Euro für einen Stehplatz vom Fan abverlangt. Ich vermute mal, dass sind dann internationale Spiele oder solche gegen die großen Bayern (den sogenannten Nord-Süd-Klassiker).

Von 18 Bundesligisten habe ich bei 4 Vereinen die Preise nicht gefunden oder sie sind nicht online, oder als Nicht-Mitglied nicht einsehbar. Darunter fallen der FC Bayern München, Nürnberg, Köln und der VfB Stuttgart, der momentan nur Dauerkarten anbietet in seiner Übersicht. Der Rest der Bundesliga verlangt für einen Stehplatz zwischen 6 und 19 Euro. Um einen Repräsentativen Preis für einen Stehplatz zu bekommen bin ich jeweils von den höchstmöglichen Preisen (ohne weitere Topspielzuschläge) genommen und lande bei einem Ligaweiten Durchschnittspreis von 13,93 Euro.


Aktuellster Aufreger bei einigen Fußballfans ist das bevorstehende DFB-Pokalspiel zwischen Heidenheim und Bremen, wo für ein Stehplatzticket 20 Euro + Gebühren + Porto verlangt wird. Dies brachte mich dazu brachte, diesen Blog zu schreiben.

Ich kann aber auch die Vereine verstehen. Es sind Wirtschaftsunternehmen, die (nach Möglichkeit) Gewinn erzielen sollen. Immerhin legt auch die UEFA/FIFA immer mehr Wert auf das sogenannte FINANCIAL FAIR PLAY, und wenn man nach Spanien oder Italien sieht, kann man langsam erahnen, in welche Richtung das geht. Und Kostenfaktoren gibt es genug. Die Mannschaft und der Betreuerstab will bezahlt werden, vom Stadion muß Miete oder eine Rate an den Bauträger bezahlt werden. Strom, Wasser, Mitarbeiter der Geschäftsstelle und so weiter. Auf der anderen Seite stehen nun mal wir Fans, die (teilweise) Woche für Woche ins Stadion pilgern. Eine Dauerkarte bietet zwar meistens einen finanziellen Vorteil, aber um die meisten Auswährtsfahrten mitmachen zu können, sollte man entweder einen gut bezahlten Job haben oder einen Finanzkräftigen Sponsor. Auch hier nochmal ein Dank an meine 05er, die oft genug etwas für die Fans organisieren, damit es nicht all zu teuer wird.

Abschließend will ich nur sagen, dass wir aufpassen müssen und uns mit den jeweiligen Vereinen an einen Tisch setzen müssen, damit Fußball als „Volkssport“ erhalten werden und bezahlbar bleiben kann und wir nicht alle zu Sitzplatz-Modefans werden, die über die 90 Minuten nicht einmal den Mund aufbekommen.

Dass dies allerdings auch anders funktionieren kann sah ich zuletzt im Stadion von Kalba (VAE), wo von den Sitzplätzen eine super Stimmung kam und man für 20 Euro auf einen VIP-Platz kam.
Kalba - Bani Yas

Freitag, 22. Juli 2011

Also doch alles nur Gerüchte

Als ich mich neulich mit einer Bekannten unterhielt kamen wir auch auf das Thema Multitasking zu sprechen, weil ich neben unserer Unterhaltung auch noch viele andere wichtige und unwichtige Sachen nebenher erledigte und war stolz auf mich, weil alles so gut funktionierte. Wie ich nun mal manchmal so bin, wollte ich ein Lob einkassieren, denn hin und wieder braucht man(n) sowas. Und was kam? Multitasking sei Quatsch und überhaupt nicht möglich! Danke für den Schlag ins Gesicht. Zur Unterstützung Ihrer Argumentation schickte mir meine Bekannte einen Link aus der FAZ, den ich nun endlich mal studieren konnte um mir meine eigene Meinung darüber bilden.

Amerikanische Psychologen (wer auch sonst) haben 200 Probanden in einen Versuchsaufbau geschickt, wo diese Autofahren, teils komplizierte Fahrmanöver machen mussten (Abstand halten, Punktbremsung, usw.) und telefonieren mussten, wobei bei dem Telefonat gerechnet oder sich einzelne Wörter gemerkt werden mussten. Ganze 5 Leute haben den Test bestanden und wurden zu „Supertaskern“ erklärt. Ich bin zwar der Meinung, dass dieser Versuchsaufbau nicht allzu schwer war, aber ich kenne auch nicht die Worte oder die Rechenaufgaben und grade bei diesen zwei Punkten kann es schon ganz schön hoch her gehen in der Birne.

Diese Wissenschaftler haben weiterhin herausgefunden, dass unser menschliches Gehirn nur eine begrenzte Kapazität für komplexe Aufgaben hat. Wenn man eine Aufgabe hat, kümmert sich der Stirnlappen komplett um diese Aufgabe. Fügt man eine weitere Aufgabe hinzu, übernimmt (angeblich) die linke Gehirnhälfte diese Aufgabe und die rechte kümmert sich um die zweite. Allerdings würde man bei 2 Aufgaben sich zwar auch konzentrieren können, jedoch nicht so sehr, wie bei nur einer Aufgabe. Das man das ganze trainieren kann, fällt wohl unter die Kategorie „Brain-Jogging“, dass sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Trotz allem kann man 2 Aufgaben nicht so gut bewältigen wie eine alleine. Klingt logisch und nachvollziehbar. Wer hat sich noch nicht während dem Autofahren eine Zigarette angezündet, die beim wichtigen Geschäftstelefonat in den Kaffee zwischen den Beinen gefallen ist.

Das sogenannte Multitasking überlassen wir also besser den Handys, oder dem Smartphone, wie sie jetzt heißen, oder dem Computer. Denn die sind dafür ausgelegt mehrere komplizierte Sachen auf einmal zu machen.

Und bitte liebe Frauen. Seid mir jetzt nicht böse, dass ich euch den Glauben an das Multitasking geraubt habe, aber die Wahrscheinlichkeit, diese Fähigkeit in Perfektion zu besitzen liegt genauso hoch, wie beim Münz-Wurf fünfmal hintereinander auf die richtige Seite zu setzen. Also relativ gering. Zumindest, wenn man den amerikanischen Psychologen glauben darf. Wenn ihr es trotzdem schafft, Job, Haushalt und Familie unter einen Hut zu bringen sind wir Männer (ich zu mindestens) stolz auf euch, auch wenn es uns manchmal schwerfällt euch zu sagen. Und trotz allem bleibt menschliches Multitasking ein kleines Mysterium, ob es grade bei der Person gegenüber funktioniert oder nicht.



Den kompletten Artikel der FAZ findet Ihr HIER (KLICKEN)

Donnerstag, 21. Juli 2011

Buchrezession: Das Buch ohne Staben (Eye of the moon)

Hierbei handelt es sich um die Fortsetzung des "Buch ohne Namen". Fortsetzungen stehe ich immer etwas kritisch gegenüber, besonders, wenn das Buch so im Internet verrissen wurde, wie dieses. Da ich mir aber gerne eine eigene Meinung bilde, wurde das Buch von der Freundin in Deutschland gekauft und runtergeschickt, da mir das erste Buch ziemlich gut gefallen hat.
Nachdem der Serienkiller Bourbon Kid (der den Namen bekam, weil er vor jedem Massaker ein Glas Bourbon trinkt) im ersten Teil den dunklen Vampir-Lord von Santa Mondega und viele andere Untote vernichtet und zum Schluss auch alle Mitglieder, mit einer Ausnahme, des Klosters von Hubal getötet hat, verschwindet er von der Bildfläche. Die anderen Überlebenden des Massakers in der Tapioka Bar gehen ebenfalls ihren Weg. Der einzige überlebende Mönch aus Hubal taucht ebenso ab, Dante verlässt mit seiner Freundin die Stadt und der Barkeeper Sanchez reinigt mal wieder seine Bar und schenkt weiter seinen „Selbstgebrannten“ aus Körperflüssigkeiten an Fremde und Touristen aus.
Schlimm ist schon zu Anfang die Vergewaltigung des Buchtitels. Wie kann man aus „Eye of the moon“ „Das Buch ohne Staben“ machen? Ich weiß nicht, welche Übersetzungsfehler noch gemacht wurden, aber nun gut.
Der Anfang des Buchs ist leider ziemlich verworren. Der Autor Anonymus springt von einem Handlungspunkt zum anderen und springt noch dazu in der Zeit hin und her. Zum Beispiel ist man auf einmal 17 Jahre vor dem letzten Bourbon Kid Massaker und erfährt über Vampire und Menschen, die man noch nie hörte und zu denen auch kein Bezug hergestellt wurde. Hätte man diese Rückblenden weiter hinten im Buch gebracht, nachdem die Personen vorgestellt worden wären, hätte vieles mehr Sinn ergeben und man hätte sich nicht durch die (kurz gehaltenen) Kapitel quälen müssen. Als Beispiel: Die Geburtstunde der Figur Bourbon Kid wäre weiter hinten, sehr viel passender gewesen, weil man daurch auch die Verzweiflung und das Trauma der "Irren Beth" verstanden hätte. Im Allgemeinen erfährt man eine Menge über die Vergangenheit und Geschichte der Personen aus dem ersten Buch, die leider (wie gesagt) in ein paar Kapitel zu Anfang des Buches gepackt wurden und die Herkunft des „Auge des Mondes“, um das schon im ersten Buch heftig gekämpft wurde.

Die Hauptperson im "Buch ohne Stabe" ist allerdings nicht Bourbon Kid, sondern der ehemalige Museumswachmann Dante. Dieser soll von einem Mann, den er dem Secret Service zuschreibt, mit Hilfe eins blutkühlenden Serums in der Vampirszene undercover den letzten Überlebenden Mönch (Peto) von Hubal finden, da dieser den Edelstein besitzt, der als das Auge des Mondes bekannt ist.
Den Teil über die Geschichte mit der aus dem Museum fliehenden Mumie zu Beginn des Buches verstand ich auch nicht. Ergibt aber zu Ende des Buchs einen Sinn, als geklärt wird, welche der Personen die lebende Mumie ist. Allerdings beginnt schon zu etwa Mitte des Buches das Ganze einen Sinn zu ergeben und man kann sich selber die Sachen zusammenreimen.  So geht leider ein großer Teil des Spannungsbogens verloren. Was dem Buch im gesamten keinen Abbruch tut, denn das, was einen im letzten Viertel des Buches erwartet ist unbeschreiblich. Wenn das verfilmt werden sollte, könnte man einen ganzen Film nur aus dem letzten Viertel des Buchs machen. Leider braucht man die Vorgeschichte zu den Personen, da das Ganze sonst keinen Sinn machen würde. Es geht Schlag auf Schlag und wenn man denkt, dass der eine Mistkerl (Vampir bzw. Werwolf) tot ist, steht der zwei Seiten weiter putzmunter wieder in der Gegend und erfreut sich bester Gesundheit, oder es wird von anderen Charakteren im Buch gefragt, warum das Opfer so aussieht, wie eine andere Person beschrieben wurde.
Ich bereue nicht das Buch ohne Staben gelesen zu haben, auch wenn sich bei dem Übersetzungsfehler die Fußnägel einzeln hochrollen. Gute Unterhaltung für Freunde der Phantasie-Literatur solange es sich bei den Vorlieben um Werwölfe, Vampire und Gemetzel handelt. Auch sollte man sich bewusst sein, dass der Schreibstil von Anonymus sich in den Büchern ein oder zweimal ändert.

Ein Buch für Liebhaber und ich bin gespannt auf den dritten Teil (Das Buch ohne Gnade), denn das Ende wurde wieder halbwegs offen gelassen.

Dienstag, 19. Juli 2011

Lovely Spam, wonderful Spam

In den letzten Tagen muss ich leider feststellen, dass vermehrt die Sozialen Netzwerke mit Spam überflutet werden. So werden aus den SOZIALEN Netzwerken ASOZIALE Netzwerke, worüber es auch schon interessante Abhandlungen (Bücher, Comedy-Programme, etc.) gibt.

Es interessiert mich nicht, ob ich einer der ersten 300.000 bin, die einen Energydrink bekommen der nicht schmeckt, oder eine gratis Baseball-Kappe erhalte. Und wer glaubt für nichts ein iPad2 gewinnen zu können, sollte mal überlegen, wie sowas funktionieren kann bzw. soll! Ich kenne auf Anhieb keine Firma oder Einzelperson, die Zigtausend Euro in die Hand nimmt und ausgibt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Vom wirtschaftlichen Standpunkt mal abgesehen. Wenn man etwas bekommt, wird normalerweise eine Gegenleistung erwartet. Diese wird auch bei den „Gratisgewinnen“ geleistet, allerding unfreiwillig, und zwar in der Art und Weise, dass man 5-10 Leute aus seinem Bekanntenkreis einladen muss um einen Anspruch auf den Gewinn zu haben. All diese Leute geben dann ebenfalls sämtliche Daten frei, was im besten Fall nur die Emailadresse ist, und müssen dann wieder 5-10 Leute einladen. Ein Lupenreines Schneeballsystem und der Betreiber der Seite bekommen Unmengen an Daten, die Ihn (meiner Meinung nach) nichts angehen.

Zu diesem Thema wurde bereits schon einiges geschrieben und ich möchte es euch nochmal ans Herz legen. Einfach http://bernhardsmikrokosmos.blogspot.com/2011/04/auf-keinen-fall-klicken.html klicken, lesen, verstehen und umsetzen.

Natürlich gibt es auch andere Quellen zu dem Thema. Zum Beispiel:


Ein Beispiel für den DAU (Dümmsten Anzunehmenden User) gefällig? Bitte schön:

Want to win an iPad 2?
Just scratch here ░░░░░░░░░░░░░░ with a key or coin to see if you're a winner!



Ebenso nerven die ganzen Videos, die momentan mal wieder im Netz kursieren. Es interessiert mich nicht die Bohne, ob unter der Haut des Mannes eine Spinne rumläuft, die Frau einen Orgasmus auf der Achterbahn hat, oder der Bruder seine Schwester vergewaltigt. Wobei es da interessant ist zu sehen, wer das alles anklickt…

Wo man schon stutzig werden sollte ist, wenn man bei der Verlinkung von Videos einen Zugriff auf sein Profil zulassen soll. Prinzipiell schaue ich mir keine Videos mehr auf Sozialen Netzwerken an, wenn die Quelle nicht youtube.com oder IMdB oder ein anderer Bekannter Anbieter ist.



Bitte überlegt euch einfach, was ihr anklickt und spamt die sozialen Netzwerke nicht so voll. Ist zu unser aller Vorteil.

Samstag, 16. Juli 2011

Mein Song zum Wochenende

Nachdem mich eine SMS viel zu spät geweckt hat und ich meinen faulen Kadaver aus dem Bett geschält und in eine Tageslichttaugliche Form gebracht habe, ging es dann los mit dem Tagwerk.
Arbeitsteilung gab es mal, aber wenn man alleine wohnt, bleibt wohl alles an einem selber hängen. Immerhin ist alles geschafft und nun gehts ein wenig auf die Couch.

Freitag, 15. Juli 2011

Und los gehts...

Nachdem ich gestern über mein Leid mit der Dauerkarte von Mainz 05 gejammert habe, geht es heute schon wieder um Fussball, denn heute startet die 2. Bundesliga in Deutschland.
Warum die zweithöchste Spielklasse 3 Wochen vor der 1. Bundesliga startet entzieht sich leider komplett meiner Kenntnis. Aber na gut. Ab heute darf wieder supportet werden.
Einige meiner Bekannten haben einen Verein in der zweiten Liga. Immerhin ist sie so stark vertreten, wie selten zuvor.
Wer spielt dieses Wochenende?
Energie Cottbus empfängt Dynamo Dresden. Gleich mal ein Kracher zur Eröffnung, dass ich als "Problemspiel" einschätze. Ich laß mich aber gerne belehren und hoffe es geht friedlich zu.
Zweites Freitagsspiel ist FSV Frankfurt gegen Union Berlin. Zu beiden Vereinen habe ich einen Bezug, wobei die Sympathie klar auf Seiten der Bornheimer liegt. Gutes Gelingen heute abend und auf eine ebenso tolle Saison, wie die letzte.
Zum Freitagabend Topspiel um 20:30 treffen Greuther Fürth und die Eintracht Frankfurt aufeinander. Auch wenn ich mitunter Probleme mit der Eintracht und deren Fans (oder vielmehr deren Verhalten habe), drück ich der Eintracht die Daumen.
Samstag dann zwei Spiele.
Sankt Pauli gegen Ingolstadt und Aue gegen Aachen. Für beide Spiele hab ich keine Prognose, denke aber das Pauli versuchen wird mit der Atmosphäre aufzutrumpfen.
Sonntag folgen dann
- Karlsruhe gegen Duisburg
- Braunschweig gegen 1860 München und
- Hansa Rostock gegen Paderborn
Den Abschluss bilden im Montagabend Livespiel
- Fortuna Düsseldorf gegen Bochum

Vielleicht fehlt mir auch durch die Distanz die Möglichkeit die ein oder andere Mannschaft einzuschätzen, aber ich befürchte, dass die sogenannten Fans einiger Vereine für eine ziemlich lebhafte Zweitligasaison sorgen werden. Ich halte es auch nicht für ausgeschlossen, dass wir das ein oder andere Geisterspiel dieses Jahr sehen werden. Mir tun in diesem Fall die Vereine leid, die sich ihre Fans nicht aussuchen können.

Trotz allem freu ich mich, dass der Ball heute abend wieder rollt und heute wird ein Lied bei mir hoch und runterlaufen, dass ich euch nicht vorenthalten will. Viel Spaß damit.


Song beginnt bei rund 1:00 Minuten.
Vorher wird nur über die Band und die Verbindung zum Verein geredet.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Dauerkarte? Komm geh fort.

Mal wieder was zum Thema Mainz 05 und die Dauerkarten und das nervige drum herum.



Wie bereits im April geschrieben kann ich es kaum erwarten, meine Dauerkarte zu bekommen.
Davor hat der liebe Gott allerdings das Reservierungsschreiben des Vereins gesetzt, welches (trotz häufiger Rückfragen über diverse Medien) weder bei mir, noch bei meiner deutschen Kontaktadresse angekommen ist.
Ich hatte meine Dauerkarte für M-Support bestellt (was ziemlich illusorisch war) oder einen anderen Block auf der Gegengerade. Die Rückmeldungen, die ich bis heute erhalten habe waren vielfältig. Von
 "Kein Problem, wir haben sie bei uns im System in M-Support." über "Wir haben sie in N-Support eingebucht, dass Reservierungsschreiben geht in den nächsten Tagen raus." bis hin zu "Sie haben keinen Block angegeben, in dem Sie stehen/sitzen wollen. Deshalb wurde auch noch kein Schreiben verschickt."
Auch der gestrige Aufruf bei der Geschäftsstelle anzurufen, weil man eben noch kein Reservierungsschreiben war wenig hilfreich, denn seit dem diese Meldung im Internet stand, ist die Telefonanlage von Mainz 05 permanent besetzt oder überlastet. Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass es so vielen anderen so ergeht wie mir.
Immerhin wurde die Email, die verschickt wurde, nach 9 Minuten als gelesen markiert. Jetzt bleibt nur abzuwarten, ob diese Email auch was bringt... Ich würde nämlich nur sehr ungerne auf die Spiele und den Spaß der 05er in deutschen und internationalen Stadien vermissen und nur vor dem Fernseher, Fankanal oder Internet kann ein echter Fussballfan ja auch keine echte Bindung zu seinem team aufbauen. Ausserdem will ich unser neues Stadion ja auch mal in LIVE sehen und erleben.
Ich weiß bis jetzt leider nur, dass es mir weder etwas gebracht hat, dass ich seit 1996 zu den 05ern gehe, noch dass ich seit Jahren auf der Warteliste für die Dauerkarte stehe oder ebensolange Vereinsmitglied bin.Alles was bleibt ist im Moment auf das Mainzer Ticketcenter und Gott zu vertrauen, und wie sagt man hier so schön: INSHALLAH...!

Was allerdings noch nervte kommt jetzt in einem anderen kurzen Absatz, über den ich mich nicht weiter äußern möchte.

Wennn es mir nicht so ernst mit dem Fussball wäre, würde ich jetzt sagen: "Behaltet eure Karte und seht zu, dass Ihr (Mainz 05) sämtliche Spieler über die Eröffnungsfeier des neuen Stadions und über die Sponsorengelder von sky und Telekom für den Liga Total-Cup bekommt...", weil nach letzter Aussage das Ticketcenter so überlastet war mit den Anfragen zu den eben erwähnten Events. Dafür bin ich zu sehr 05er, auch wenn es mir im Moment an Vorfreude auf die neue Saison mangelt, die in ein 3 Wochen beginnt.


PS: Geschrieben in der aktuellen Gefühlslage, bestehend aus einer Mischung aus Wut, Verzweiflung, Hoffnung und Resignation

Mittwoch, 13. Juli 2011

Abenteuer Öffentlicher Nahverkehr in Dubai

Der zweite Teil meines Kurzurlaubs in Dubai handelt von den unterschiedlichen Möglichkeiten sich in Dubai fortbewegen zu können. Sämtliche Strecken unterstehen der RTA (Road and Transport Authority), die auch für die Überlandbusse verantwortlich sind.



Überlanbusse wie dieser bringen einen für kleines Geld zum Beispiel von Fujairah nach Dubai. Eine einfache Fahrt kostet 25 Dirham, was ungefähr 5 Euro sind. Über den Komfort kann man sich auch nicht beschweren. Lederliegesitze und eine Beinfreiheit, die ich in deutschen Bussen vermissen werde.

Zum einen gibt es die Metro, die teils oberirdisch, teils unterirdisch fährt.
Leider ist das Streckennetz in Dubai nicht so gut ausgebaut wie in Frankfurt, München oder Berlin. Es gibt nur drei Linien, die bedient werden. Eine davon ist die Nord-Süd-Verbindung von Rashadiya nach Jebel Ali. Dann gibt es noch eine Ost-West-Verbindung im Norden der Stadt, die ich aber noch nicht gefahren bin. Die dritte Verbindung ist die Monorail als Verbindung der Palme mit dem Festland.
In naher Zukunft sollen allerdings noch weitere Linien dazu kommen, aber da frage ich mich ehrlich gesagt, WO man diese noch hinbauen will.
Die Bahnen sind auf einem technisch hochwertigen Stand und in jedem Zug, sowie in jeder Station befindet sich Sicherheitspersonal. Was allerdings bei den Zugen auffällt ist, dass der Zugführer fehlt. Hatte ich ja auch schon früher einmal erwähnt. Woran man sich allerdings strikt halten sollte, ist das strikte Verbot von Essen, Trinken und Rauchen in den Zügen und Stationen. Das Personal kann da ziemlich ungehalten werden.

Nächste Möglichkeit ist der Stadtbus. Da gibt es zwar  mehrere Quer- und Längsverbindungen durch die Stadt, Fahrpläne sind allerdings (als Auswärtiger) nicht besonders gut zu lesen. Wenn man nicht weiß, wo man hin will ist es fast eine Reise auf gut Glück und ich habe es bislang erst einmal ausprobiert. Von der Metrostation zur Dubai Mall bzw. Burj Khalifa. Bei diesem Versuch mußte ich auch feststellen, dass die Tageskarten der Metro nicht für die Busse gelten, obwohl es beides unter der Führung der RTA steht.
Weiterer Kritikpunkt war (meiner Meinung nach), dass ich für eine Strecke von 5 Minuten FUSSWEG mit dem Bus über 15 Ecken erstmal Geld bezahlen mußte. Ich werde nur noch zu Fuß gehen, da ich es nicht einsehe, dafür dann Geld auszugeben. Bin halt kein Emirati, der sich überall hinfahren läßt.

Kommen wir zu den Taxis.
Taxis sind in Dubai zwar teurer als in Fujairah, aber immer noch ein relativ günstiges Fortbewegungsmittel. Zumindest deutlich günstiger als in Deutschland. Für die Strecke von Deira (wo der Busbahnhof liegt) bis zum Wild Wadi habe ich für knapp 25 Kilometer etwas mehr als 10 Euro bezahlt und kam dabei noch in den Genuss zum ersten mal den kostenpflichtigen Teil der Sheikh Zayed Road abzufahren. Links und rechts der Straße ist die Skyline von Dubai zu sehen und ich empfand es jetzt als nicht so prickelnd durch die "Wolkenkratzerschluchten" zu fahren. weil die Strassn sehr breit ausgelegt sind und die Metro auch nebenbei noch vorbeifährt. New York stelle ich mir da sehr viel imposanter vor, weil die Strassen dort enger sind und die Gebäude dichter an der Strasse stehen. Ein großer Vorteil der Taxis ist aber: Sie bringen einen exakt dahin, wo man hin will, während man bei Bus und Bahn immer noch weit laufen muß.
Auch wenn es auf der Karte so aussieht, als ob das Ziel nur einen Block entfernt sei, muß man sich immer bewußt machen, wie groß Dubai ist und das hier ein Block gut und gerne mal 10-15 Minuten Fussweg bedeuten.

Letzte Alternative ist der Mitwagen mit Chauffeur.
Diese fallen nicht unter die Autorität der RTA. Man findet sie meist vor den Hotels um dort Kunden "einzufangen". Ich schreibe die bewußt in Anführungszeichen, weil man so gut wie keine Möglichkeit hat, dem zu entgehen. Die Startpreise der Mietwagen mit Chaffeur sind deutlich höher und ich hatte auch das Gefühl, dass die Preistaktung des Taxameter kürzer ist. Dafür hab ich aber keinen Beweis. Was ich allerdings mitbekommen habe: Die Chauffeure fahren Umwege. Als ich mich beschwert habe, gab es immerhin einen Preisnachlass.
Einziger Vorteil dieser Variante ist: Bei Grenzüberschreitung zu einem anderen Emirat wird einem nicht (wie bei den normalen Taxis) 20 Dirham berechnet. Bei meiner Fahrt von Dubai nach Ajman wären das bei Hin- und Rückweg insgesamt 80 Dirham gewesen. Ist jetzt zwar nicht so viel Geld, aber man muß es ja nicht zum Fenster rauswerfen.

Am besten ist es aber immer noch wenn man mit dem eigenen Auto unterwegs ist. Vorrausgesetzt das Auto ist nicht böse und stellt sich nicht ins Parkverbot oder fährt nicht bei Rot über die Ampel. In den Emiraten wird  dann nämlich (bei erreichen einer gewissen Punktzahl) das Auto für einen gewissen Zeitraum eingezogen. Was aber ein anderes Thema ist, worüber ich ein andermal schreiben werde. Ich hoffe nur weitergeholfen zu haben, falls jemand mal in Dubai urlauben will und nicht weiß, wie man sich fortbewegen soll.

Montag, 11. Juli 2011

Waterparks in Dubai

Jetzt ist mein Kurzurlaub in Dubai schon wieder vorbei und ich bin zurück in Fujairah. Ich will trotzdem ein wenig zurückblicken und euch einige Eindrücke und Erlebnisse in den nächsten paar Tagen berichten.

Am ersten Tag war ich zwischen Burj al Arab und Jumeirah Beach Hotel im Wild Wadi Waterpark. Die Bilder sind ja schon auf facebook veröffentlicht und ihr konntet euch einen Eindruck verschaffen. Den anderen großen Waterpark (Aquaventure auf der Palme von Dubai) habe ich ja bereits Mitte Mai besucht und ich versuche zu vergleichen und Vor- und Nachteile hervorzuheben.

Das Aquaventure bietet die Möglichkeit sich in den unterschiedlichsten Kreisen (schnelle, langsame oder normale Strömungsgeschwindigkeit) zu bewegen, ohne dass man einmal aus dem Wasser muss. Ebenso kann man einfach in seinem Ring sitzen bleiben und wird via Transportband den Rutschenturm hoch gezogen. Dort muss man dann zwar aus dem Wasser, aber auch nur, wenn man zu den höher gelegenen Rutschen möchte. Man hat also die Möglichkeit sich den ganzen Tag im Wasser zu vergnügen, ohne dass man einmal raus muss, vorausgesetzt der Hunger treibt einen nicht raus oder andere menschliche Bedürfnisse.

Ein weiterer Vorteil des Aquaventure ist der ermäßigte Eintrittspreis, wenn man eine emiratische ID-Karte besitzt. Das große Areal und die (bereits erwähnten) miteinander verbundenen Bahnen tun ein Übriges zu dem Vorteil. Auch die Monorail-Anbindung ist ein Vorteil, zumindest, wenn man auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist.

Das Wild Wadi ist zwar vom Areal her kleiner, als das Aquaventure, gleicht dies aber durch ein breit gefächertes Angebot wieder aus. So hat man zum Beispiel im Wild Wadi die Möglichkeit in 2 verschiedenen Wellenkanälen zu surfen. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass der Andrang auf diese FlowClubs relativ groß ist und der Spaß nach maximal 1:30 Minuten zu Ende ist und die vielen Lifeguards und Securitymänner einem lautstark klar machen, wenn die Zeit rum ist. Auch interessant im Wild Wadi ist das „Fisho“. Angeblich der letzte Schrei in Spa und Wellness. Dabei kann man (für 50 Dirham Aufpreis) seine Füße in ein Becken voller Fische stellen und sich dann dort tote Hautzellen von eben diesen Fischen abnagen lassen. Ich weiß zwar nicht, was das bringen soll, aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Der Unterhaltungsfaktor im Wild Wadi ist auch nicht schlecht. Die Rutschen sind einfach nur der Hammer und man kann in vielen unterschiedlichen Varianten die Rutschen miteinander kombinieren, wobei es in den Pufferbecken leider immer wieder schnell zu Rückstaus kommen kann, da (zumindest bei meinem Besuch) mehrfach die Wasserpumpen für die Rutschen ausgefallen sind. Und wenn man die Physik überlisten will und eine Wasserrutsche nach oben betreiben will, braucht man diese Pumpen nun mal unerlässlich.

Kommen wir zu den Nachteilen, denn auch die gibt es leider.

Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist furchtbar! Und das obwohl es ein bekannter Park ist und direkt neben einer der Attraktionen von Dubai (Burj al Arab) liegt. Die Spinde sind furchtbar unterdimensioniert. Okay, ich bin mit etwas mehr Gepäck angereist als üblich, aber der Schrank war mit Laptoptasche, Handtuch, Geldbörse, Handy und Kompakt-Kamera VOLL. Durch die räumliche Eingrenzung des Areals war das Wild Wadi auch leider ziemlich schnell überfüllt und die Lautstärke der Unterhaltung nahm zu. An ein gemütliches „rumtreiben lassen“ war nicht zu denken, weil sehr viele andere Gäste ohne Reifen unter einem durch tauchten oder einen immer wieder zur Seite drängten oder versuchten da aufzutauchen, wo ich grade mit meinem Reifen war. Genauso wenig hat mir gefallen, dass ich für jede Änderung meines Planes das Becken verlassen musste. Wenn ich zum Beispiel rutschen gehen wollte, musste ich aus der schnelleren der 2 verfügbaren Bahnen raus und mich in einer Schlange anstellen, wo ich bis zu 60 Minuten warten musste. Klarer Vorteil Aquaventure. Eine weitere Erkenntnis aus beiden Parks, kennt man schon aus anderen Freizeitparks. Essen und trinken muss im Park gekauft werden und das Angebot lässt man sich natürlich vergolden. Ebenso, dass die Aufbewahrung meiner Reisetasche extra gekostet hat. Ich habe allein für Spind und Extraverwahrung der Reisetasche 70 Dirham (rund 14 Euro) bezahlt.

Die Gestaltung der Eintrittspreise ist auch so ein Thema für sich beim Wild Wadi. Der Park gehört zur Jumeirah Hotelgruppe, die in den nächsten Wochen ein Hotel in der Frankfurter MyZeil eröffnen wird, und das Burj al Arab sowie das Jumeirah Beach Hotel betreibt. Also die beiden Hotels links und rechts des Wild Wadi. Vor dem Wild Wadi liegt die Jumeirah Road (eine gute Alternative zur E11), dahinter liegt der Persische Golf, oder Golf von Arabien, wie er demnächst heißen soll. Eine exklusive Lage mit exklusiven Hotels und einem exklusiven Waterpark. 205 Dirham Eintritt (rund 41 Euro), kein Ermäßigung (außer dem Sommer- oder Jahrespass), dafür freier Eintritt für Hotelgäste. Ich weiß jetzt nicht, was eine Nacht im Burj kostet, aber vermutlich deutlich mehr…


Mein Fazit fällt relativ ernüchternd aus und ich stelle fest, dass es schwer ist mich zufrieden zu stellen. Ich hätte gerne die Rutschen und Öffnungszeiten vom Wild Wadi im Aquaventure, wo man 10 Minuten vor Sonnenuntergang raus gekehrt wird, dafür aber sich nicht immer in lange Schlangen anstellen muss und als „hier lebender“ einen Rabatt gegenüber den Touristen bekommt. Ansonsten kann ich aber nur sagen:
Toller Ausflug.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Ein kurzer Ausflug in die Psychologie

Quelle: FC Aarau-Fanforum
Dank an NESTEA für diesen Beitrag.

Habe zwar kein Ahnung, weshalb ich plötzlich das Bedürfnis verspüre, untenstehenden Text zu posten... Aber wer weiss, vielleicht hat mir die Forumsgemeinde einen Tipp, an was es liegen könnte...

Arroganz

Wenn wir jemanden als arrogant bezeichnen, dann haben wir den Eindruck, dass er sich für etwas Besseres hält. Selbst bezeichnet sich so gut wie niemand als arrogant. Arroganz ist zunächst einmal unsere ganz persönliche Bewertung. Früher sprach man von Dünkel, Eingebildetsein, Überheblichkeit, Hochnäsigkeit.

Derjenige, den wir als arrogant erleben, zeigt typische Verhaltensweisen:

Er ist sehr überzeugt von sich und seinen Fähigkeiten.
Er streicht seine Überlegenheit heraus.
Er hält sich für einzigartig und unersetzlich.
Er wertet seine Mitmenschen ab.
Er spricht abschätzig über andere.
Er sieht die Wirklichkeit verzerrt.

Was verbirgt sich hinter arrogantem und überheblichem Verhalten?

Während arrogante Menschen sich nach außen hin hervortun, fühlen sie sich innerlich minderwertig. Sie beziehen ihr Selbstwertgefühl darüber, dass sie andere abwerten und kleinmachen.

Durch ihre Überheblichkeit und Besserwisserei schaffen Betroffene eine Distanz zu ihrem Gegenüber, um sich zu schützen. Sie glauben, wenn sie anderen das Gefühl geben, weniger wert zu sein und nicht mit ihnen mithalten zu können, werden diese sie nicht angreifen. Arroganz ist also ein Selbstschutz.

Auch Menschen, die sich einsam und ausgeschlossen fühlen, können ihre Unzufriedenheit und Verbitterung hinter Arroganz verbergen. Neid kann ebenfalls ein Motiv für arrogantes Verhalten sein. Manchmal steckt aber auch eine große Portion Selbstunsicherheit hinter der arroganten Fassade. Menschen denen es nämlich an Selbstbewusstsein mangelt, wirken oft auf andere als unnahbar. Ihre Unnahbarkeit ist ein Schutz vor Kränkungen.

Arroganz ist das Selbstbewusstsein des Minderwertigkeitskomplexes.
- Jean Rostand -

Mit anderen Worten: Wer nicht wichtig ist, aber das starke Bedürfnis hat, es zu sein, der muss vor anderen so tun, als ob. Wer wirklich wichtig ist und wer über ein gutes Selbstwertgefühl verfügt, der muss nicht wichtig tun.

Gewöhnlich fühlen wir uns unwohl in Gegenwart arroganter Menschen und meiden den Kontakt zu diesen. Das heißt, dass arrogante Menschen mit ihrem überheblichen Verhalten keine Anerkennung und Zugehörigkeit erreichen.

Wer wirklich in sich ruht und von sich überzeugt ist, der muss andere Menschen nicht abwerten oder sich als Besserwisser hervortun.

Freitag, 1. Juli 2011

Ein wenig kurioses

Man kennt die Generation der Babyboomer, Generation X. Einige Insider kennen sogar bereits Generation Y. Die Werbung wollte uns sogar eine Generation Golf andrehen, was sich aber im Sand verlaufen hat.

Mit eim paar Kollegen fanden wir eine neue Generation. Die Generation Klimaanlage.

Wer ist das, wo findet man die Angehänger dieser Generation?
Wen man im arabischen Raum wohnt, rechnet man als Europäer mit höheren Temperaturen und viel Sonne. Wenn man allerdings dort angekommen ist, muß man feststellen, dass es mit Hitze und hohen Temperaturen immer ziemlich relativ ist.
Heute habe ich mir, bei relativ angenehmen 39° Celsius mit einer kühlen Brise aus Nordöstlicher Richtung, einen Tag im Fitnessstudio und am Pool gemacht. Zwischendurch ein paar Kollegen getroffen und die anderen wenigen Gäste waren größtenteils sehr ruhig. Was auch damit zusammenhing, dass Sie am anderen Ende des Pools waren, also rund 30-35 Meter entfernt. Nur die 3 Kinder waren etwas lauter, soll bei Kindern aber normal sein.
Doch egal mit wem man redet, der aus dieser Region stammt, es wird gejammert es wäre soooo heiß.
Da fiel uns vor ein paar Tagen auf, das man hingehen kann, wo man will. Im Supermarkt, auf Behörden, in Restaurants und so weiter steht die Klimaanlage auf Anschlag. Das heißt auf 16° Celsius, und die hier montierten Klimaanlagen arbeiten solange, bis die eingestellte Temperatur erreicht ist und nicht, wie in manchen deutschen Hotels, die ich persünlich kenne, wo die Haustechnik den ganzen Tag damit beschäftigt ist die Klima in Gang zu halten. Jetzt versteh ich, warum die arabischen Gäste sich immer beschwert haben, dass es so warm ist.
Was mich nur immer noch wundert...!
Wir Europäer kennen unser Klima und kommen damit (mehr oder weniger) gut zurecht. Aber was muß passiert sein, dass die Einheimischen dieser Region nicht mit dem Klima zurecht kommen, solange gibt es Hochleistungsklimaanlagen noch nicht und bis vor ein paar Jahrzehnten lebte man noch in Lehmhütten oder Zelten als Reisende durch die Wüste.
Was bleibt ist der Versuch sich an die ständigen Wechsel zwischen 40°-Aussentemperatur und 16°-Innentemperatur zu gewöhnen und sich nicht alle 2 Wochen einen Schnupfen einzufangen.