Sonntag, 21. August 2011

Ein gebrauchtes Wochende


Na toll. Ich bin noch nicht mal 1 Woche in Deutschland, aber ich muss meine Ansage, dass der Blog in Urlaub wäre, schon brechen. Aber es ist zu viel passiert, als das ich das ganze einfach so unkommentiert stehen lassen könnte. Alleine der Flug mit dem Kranich bietet genug Stoff für ROMANE. Das Taschenbuch „Ready for boarding“ (siehe einer der vorherigen Blogs) ist noch maßlos untertrieben, aber dazu demnächst mehr.

Als ich Donnerstagmorgen ziemlich genau nach Plan –trotz verspätetem Abflug- in Frankfurt am Main gelandet bin und meine ganzen Termine am gleichen Tag auch noch sehr gut verliefen, war ich noch guter Stimmung. Selbst als ich abends mit Gerhard (Insider wissen, wen ich meine) noch meine restlichen Papiere gesucht und vermeintlich gefunden hatte, war ich extrem zuversichtlich.

Am nächsten Tag war das ganze schon deutlich anders. Dem deutschen Amtsschimmel kann man nichts vormachen. Auch wenn man alle Papiere mitbringt, die er vorneweg gefordert hatte, finden die Bürokraten doch noch immer wieder eine Art und Weise einem Steine in den Weg zu legen. Auch dazu später mehr… Aber immerhin war Freitag und in meinem Plan klaffte eine kleine Lücke auf. So nutzte ich die Zeit und beschloss meine ehemaligen Arbeitskollegen bei der CCEAG in Liederbach zu besuchen und ihnen ein paar der Mitbringsel zu übergeben. Cola-Flaschen mit arabischem Schriftzug findet man nun mal nicht besonders häufig in Deutschland. Wenn ich allerdings sehe, dass eine solche Flasche auf ebay 10 Euro bringt, sollte ich mir mal überlegen, ob ich so nicht ein zweites Standbein aufbauen kann. Abends wurde es dann richtig schön es wurde PRIVAT.

Samstag war im großes und ganzen eigentlich auch ein guter Tag. Zumindest anfangs. Obwohl meine Freundin und ich uns in der Küche mit den Kuchen für das bevorstehende Kaffeetrinken mit dem Rest meiner Familie duelliert haben, blieben wir Sieger und die Kuchen wurden auch gelobt. Als wir dann aber abends zu einem „entspannenden, romantischen Candlelightdinner“ wurde auch dieser –bisher- gute Tag zu einem sogenannten gebrauchten.

Unter einem „entspannenden, romantischen Candlelightdinner“ stelle ich mir etwas anderes vor, als einen Tisch neben der Küche mit einem Teelicht vor. Von der Qualität und Quantität des Essens ganz zu schweigen, aber dass ist –grade was den Geschmack angeht- immer noch Geschmacksache, aber es war weder der von mir, noch der von meiner Freundin. Das der Tisch unvollständig eingedeckt (1 Wasserglas, 1 Messer für den Hauptgang fehlten) wirkte auf mich genauso, wie die Speisekarte, die mir mit mehreren Fettflecken (ebenso wie ein Großteil der Gerichte) lieblos hingeknallt wurde. Was meiner Freundin eher aufgefallen ist als mir, war das merkwürdige Timing der Küche. Es war nicht wirklich viel los, aber von Begrüßung über Aperitif und Vorgang bis zum Hauptgang vergingen mehr als 60 Minuten. Als uns nach weiteren 45 Minuten aber schon wieder das Dessert abgeräumt wurde, war ich endgültig enttäuscht. Immerhin hörte sich einer von unseren drei Kellnern an diesem Abend die Punkte an, die ich hier ebenfalls beschrieben habe, aber ändern kann er vermutlich auch nicht viel dran. Und die Ausrede „Es war sehr viel los.“, lasse ich bei grob geschätzten 10 besetzten Tischen definitiv nicht gelten! Tut mir Leid, aber das war ein absoluter Reinfall. Dafür war aber das Hotel, in dem wir in Frankfurt übernachtet haben aber umso besser. Dazu VIELLEICHT demnächst mehr. Was einen zuversichtlich stimmte, war die Wettervorhersage für den nächsten Tag und die Gewissheit, dass man ihn ebenfalls mit der Freundin und diversen Fußballspielen verbringen würde. Nach einem grandiosen Frühstück also erstmal ans Stadion am Brentanobad. FFC Frankfurt – Essen Schönebeck. Da unser Frühstück allerdings sehr gut und ausgiebig war, konnten wir es mit öffentlichen Verkehrsmitteln unmöglich bis Anpfiff ins Stadion schaffen. Also erstmal einem Taxifahrer erklärt, wo wir hinwollten und als er dann das ganze in sein Navi eingetippt hatte, kamen wir auch recht zeitnah zum Spiel. Das allerdings nach etwas mehr als 30 Minuten wegen starker Niederschläge und Gewitter auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden musste. Da die Sitzplätze (angeblich) alle ausverkauft waren, mussten wir uns also mit einem Stehplatz auf Naturrasen abgeben. Ich denke, dass sich ein jeder vorstellen kann, wie es war.

Die Spielunterbrechung (späterer Endstand 3:0 für Frankfurt) nutzen wir, um zum nächsten Event zu fahren, weil wir wussten, dass wir überdachte Plätze hatten. FSV Frankfurt gegen Eintracht Frankfurt im Waldstadion äh, in der Kommerzarena, nein Commerzbankarena. 11:50 Uhr Frankfurt Hauptbahnhof

12:20 Uhr Frankfurt Stadion Straßenbahnhof

12:35 Uhr Warteschlange zur Ticketkontrolle

13:30 Uhr Anstoß

13:40 Uhr Passieren der Einlasskontrolle.

14:17 Uhr Halbzeitpause 0:3 ich glaube, ich muss nicht weiterschreiben. Witzig waren allerdings die Kommentare in der Warteschlange, dass dieses Spiel wohl eine mittlere Ehekrise auslösen würden, da meine Freundin im Eintracht-Trikot und ich als FSVler unterwegs waren.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns beide schon drauf geeinigt, dass es beim dritten und letzten geplanten Event des Tages eventuell etwas besser laufen könnte und es vermutlich das Beste wäre, wenn wir das Spiel Mainz-Schalke von Beginn ansehen würden. Um wenigstens EIN Spiel komplett gesehen zu haben. Allerdings: Pech gehabt. Unsere S-Bahn nach Mainz ist uns vor der Nase weggefahren und die darauf hatte Verspätung. Als wir dann endlich in Mainz Hauptbahnhof einfuhren kam über das iPhone die Meldung „Anstoß Mainz-Schalke“! Da keiner von uns wusste, ob und wo die Shuttle-Busse zum Stadion fahren, nahmen wir ein Taxi. Kurz vor Höhe Universität meldet sich das iPhone wieder „Mainz-Schalke 1:0“! Toll!

Vor dem Stadion angekommen höre ich Klausi noch rufen, dass der neue Spielstand von den Mainzer Fans präsentiert wird, als das Telefon sich wieder meldet und das bestätigt, was ich grade eben wohl um ein paar Sekunden verpasst habe: „Mainz-Schalke 2:0“

Dieses Wochenende scheint ja doch noch ein versöhnliches Ende zu finden. Also erst mal ne Feuerwurst und ein Bier und ab in den S-Block, für den ich diesmal Karten hatte. Beim Aufgang fiel mir schon auf, dass es im S ziemlich leise ist. Als uns unser nerviger, aber hartnäckiger (und Recht habender) Ordner aus den Rettungswegen geschoben hatte, fiel mir auch auf, warum. Die USM kann weder ein Tempo halten, noch wird den Blocks rund herum die Möglichkeit gegeben in die Gesänge mit einzustimmen. Ich weiß, dass dies eine sehr alte Thematik ist, aber ich wollte es einmal angesprochen haben.

Das ich kein weiteres Mainzer Tor, sondern nur noch 4 (in Worten: VIER) Gegentore gesehen habe, macht den Kohl auch nicht mehr fett. Ich sitz grad im Zug nach Rüdesheim und hoffe noch ein oder zwei Schoppen auf dem Weinfest trinken zu können um dieses absolut gebrauchte Wochenende zu vergessen und einen Haken dran zu machen. Es kann nur besser werden.


In diesem Sinne


PS: Bilder sind oder werden in den nächsten Tagen hochgeladen und findet ihr dann unter:
http://www.facebook.com/media/set/?set=a.258248380860796.69966.100000269076617&l=4ce4acd948&type=1

Mittwoch, 17. August 2011

Der Mikrokosmos geht in Urlaub.

Vielleicht werde ich zwischendurch mal was schreiben, aber wenn ich in ein paar Stunden in Richtung Deutschland unterwegs bin, will ich mich erstmal um die wirklich wichtigen Sachen wie Familie, Freundin und Freunde kümmern.
Auch wenn der Song von einem Künstler bekannt geworden ist, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist; Ich fin den Song (grade in dieser Version) genial und wünsche euch viel Spaß.

Dienstag, 16. August 2011

Echte Tickets für echte Fans - Und ein Verstoß gegen geltendes Recht dazu

Tickets für begehrte Veranstaltungen –ob Konzert oder Sport- sind oftmals schnell vergriffen. Nun gibt es Menschen, die trotzdem um jeden Preis dabei sein wollen. Das Internet ist hier oftmals hilfreich, aber ob es auch erfolgreich ist, sei mal dahingestellt und wird hier jetzt mal etwas näher beleuchtet. Plattformen, wo man Tickets erwerben kann, kennt man ja. Das klassische Beispiel hierfür: Ebay. Aber auch andere Seiten, die einem mitunter den Eindruck vermitteln, als seien Sie offizielle Tickethändler, gibt es. Ein beliebter Treffer bei entsprechender Google-Suche ist ViaGogo.
Die meisten Veranstalter gehen mittlerweile dazu über die Tickets zu Personalisieren. Das bedeutet, dass auf den Tickets der Name des Käufers steht, und auch NUR DIESER Zutritt zu der Veranstaltung bekommt. Außerdem steht in den Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen (ATGB), dass ein Weiterverkauf im kommerziellen Sinn (Absicht Gewinn zu machen) verboten ist. Ebenso ist der Handel auf den Plattformen verboten. So heißt es zum Beispiel in den ATGB von Mainz 05 unter Punkt 7:

„Zur Vermeidung von Gewalttätigkeiten und Straftaten im Zusammenhang mit dem Stadionbesuch, zur Durchsetzung von Stadionverboten, zur Unterbindung des Weiterverkaufs  von Tickets zu überhöhten Preisen und zur Trennung von Anhängern der aufeinandertreffenden Mannschaften während eines Fußballspiels liegt es im Interesse des Clubs und der Sicherheit der Zuschauer, die Weitergabe von Tickets einzuschränken.
Der Verkauf der Tickets erfolgt daher ausschließlich zur privaten Nutzung. Dem Ticketinhaber ist es insbesondere untersagt,
a)       Tickets selbst oder durch Dritte bei Internetauktionshäusern oder sonstigen Internetmarktplätzen anzubieten;
b)       Tickets ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung durch den Club gewerblich und/oder kommerziell zu veräußern;
c)       Im Rahmen einer privaten Weitergabe die Tickets zu einem höheren Preis als den, der auf den Tickets angegeben ist, zu veräußern;
d)       Tickets an Personen weiterzugeben, die aus Sicherheitsgründen vom Besuch von Fußballspielen ausgeschlossen wurden;
e)       Tickets an Anhänger des Gast-Vereins weiterzugeben;
f)        Tickets ohne ausdrückliche vorherige schriftliche Zustimmung durch den Club zu Zwecken der Werbung, der Vermarktung, als Bonus, Werbegeschenk, Gewinn oder als Teil eines nicht autorisierten Hospitality- oder Reisepakets weiterzugeben oder zu verwenden.

…“
Damit sollte eigentlich klar sein, dass man weder auf ebay, noch auf ViaGogo, LEGAL Tickets erwerben kann. Der Verein/Veranstalter kann sich jederzeit vorbehalten, die Tickets für Ungültig zu erklären. In diesem Fall hätte man (vermutlich) eine Menge Geld ausgegeben und keine Leistung erhalten. So ist das zum Beispiel Personen ergangen, die auf ViaGogo Tickets für das „Take That“-Konzert in München gekauft haben. Über diesen Fall wurde Sonntag vor einer Woche in SpiegelTV (RTL) berichtet. Von ViaGogo gab es keine Stellungsnahme. Die Münchner Geschäftsräume der Firma waren leer und in der Londoner Zentrale gab es ebenfalls kein Interview zu diesem Thema. Warum auch, wenn man auf illegalem Weg ein (vermutlich) Millionengeschäft machen kann.

Ich begab mich zu Recherchezwecken auch mal auf die Seite und wurde fast blind vor Entsetzen. Ein Stehplatzticket für das Spiel Mainz 05 gegen Schalke 04 im P-Block auf der „roten Wand“ gibt es AB 58 EURO! Die Haupttribüne wird ab 165 Euro angeboten, die Gegengerade ab 180 Euro. Komplett Fassungslos war ich aber, als ich eine Karte für den K-Block für 450 (in Worten: vierhundertfünfzig) Euro gesehen habe. Und da es im Internet für jeden etwas gibt, wundert es mich ehrlich gesagt auch nicht, dass ich für über 1000 Euro eine Loge für ein Spiel anmieten kann.  Man kann sogar jetzt schon Tickets für die Spiele kaufen, die noch weit in der Zukunft liegen. Gegen Dortmund zum Beispiel (24.09.2011, ab 175 €), oder gegen Mönchengladbach (34. Spieltag, 05.05.2012, ab 145 €)
Um nicht nur über Fußball zu berichten:  Rammstein-Tickets kosten zwischen 174 und 221 Euro. Vom Originalpreis will ich jetzt mal nicht sprechen.
Was auf der Seite allerdings auffällt ist das Design, das einem zu vermitteln versucht, dass es sich um eine offizielle Verkaufsstelle handeln würde. So ist zum Beispiel auf der Seite für den FC Bayern München ein wunderschönes Bild der AllianzArena mit eingearbeitet.
Doch der größte Aufreger steht mir noch bevor. Wie kann es sein, dass von offizieller Seite auch noch Werbung für eine Plattform gemacht wird, die nicht nur den Schwarzhandel fördert, sondern sich auch noch komplett darüber finanziert und ordentliche Provisionen für jeden Verkauf kassiert?
So wird auf der Seite Werbung mit den offiziellen Partnern, wie z.B. FC Bayern München, FC Kaiserslautern, KICKER, Bild.de, usw., gemacht. Mir ist auch schon auf der Homepage von Mainz eine Anzeige der Firma aufgefallen.

Ist man da nicht inkonsequent? Ich hoffe, dass dieser Blog einige richtige Stellen erreicht und man sich Gedanken macht und auch handelt.


Edith zwingt mich was richtig zu stellen:

Der FC Bayern München und FC Kaiserslautern sind Partner von Viagogo. Die Tickets der Vereine werden auf genannter Plattform zum originalen Ticketpreis verkauft. Mea culpa für diesen Fehler.

Montag, 15. August 2011

Wetterkapriolen weltweit

Der Sommer dieses Jahr verdient eigentlich nicht die Bezeichnung. Zumindest nicht in allen Teilen der Welt. Auch wenn Spanien gestern 39 Grad Celsius gemeldet hat, ist es insgesamt doch zu nass, zu kalt, zu wäh!
Wenn ich den deutschen Wetterbricht verfolge sehe ich eigentlich nur Regen, Wolken, Gewitter, und unschöne Temperaturen. Im Juni gab es sogar Neuschnee auf der Zugspitze...
Selbst hier in den Emiraten ist der Sommer nicht das, was er eigentlich verspricht. Wenn man den Kollegen zuhört, hatte man letztes Jahr um diese Zeit 50°C und eine Luftfeuchtigkeit von 80% und mehr. Doch dieses Jahr kommen wir kaum an die 40°. Die Luftfeuchtigkeit ist allerdings sehr hoch, so dass man trotz allem nach kurzem durchgeschwitzt ist.
Gestern war ich mit Kollegen in Dubai und habe Schnee (!) und Eis (!) gesehen. In einem Wüstenstaat schon etwas sehr seltenes, aber die Wunder der Tecchnik lassen es zu.
In der "Mall of the Emirates" gibt es die berühmte Skihalle von Dubai und man muss es wirklich gesehen haben, um es zu glauben.



Meinen Leuten in Deutschland kann ich nur die Hoffnung geben, dass ich versuchen werde ein paar Sonnenstunden und höhere Temperaturen mit nach Deutschland zu bringen. Von daher auch der Song zum Wochenstart.

Samstag, 13. August 2011

Zur Zeitgeschichte

Vor 50 Jahren sagte Walter Ulbricht, dass niemand die Absicht habe eine Mauer in Berlin zu errichten.




Dass es anders kam, wissen wir alle. Heute sollten wir einen Moment lang innehalten und der Verstorbenen Mauerflüchtlinge gedenken und den Menschen gratulieren, die es geschafft haben. Über die Zahl der Maueropfer gibt es widersprüchliche Angaben, aber es sind wohl rund 200 Menschen, die ihr Leben für einen Traum von einem besseren Leben verloren haben

Die Mauer kam und die Mauer ging. In manchen Köpfen ist sie aber leider immer noch.



Der Unrechtsstaat DDR ist Geschichte und nach über 20 Jahren des Mauerfalls, der Reisefreiheit für DDR-Bürger und der Wiedervereinigung sollten wir endlich mal verstehen, dass wir EIN Staat und EIN Volk sind. Der Solidaritätsbeitrag, der jedem (auch unsolidarisch) von seinem Lohn abgezogen wird, hat sich meiner Meinung nach mittlerweile selbst überholt und die Menschen, die in der Verantwortung stehen, sollten endlich dafür sorgen, dass die Menschen in den „neuen Bundesländern“ endlich die gleiche Bedingungen bekommen, wie im Westen; Wobei dort auch nicht alles im reinen ist. Das fängt, meiner Meinung nach, bei den kirchlichen Feiertagen an und geht bis hin zu unterschiedlichen Löhnen und Preisen zwischen Schleswig-Holstein und Bayern.

Oder muss erst wieder David Hasselhoff vor dem Brandenburger Tor „I´ve been looking for freedom“ singen? Ich hoffe doch nicht.

Donnerstag, 11. August 2011

Der deutschen liebstes Kind und die Pläne der großen


Manchmal ist es wie verhext. Erst findet man nichts interessantes, über das man schreiben könnte, und auf einmal sind da Themen ohne Ende, über die man sich Gedanken macht und diese auch teilen möchte.

Als erstes dieser Themen möchte ich die (mal wieder) geplante Einführung einer PKW-Maut für deutsche Autobahnen.

Die aktuelle Planung beinhaltet (ebenfalls mal wieder) mehrere Versionen. Während die einen eine Vignette für 100 Euro für PKWs auf deutschen Autobahnen planen, möchten andere die KFZ-Steuer abschaffen und die Mineralölsteuer um 13 Cent erhöhen, was beim aktuellen Benzinpreis rund 20 Cent pro Liter wären.

Seien wir mal ehrlich. Recht wird man es niemals allen machen können. Welche Systeme gibt es überhaupt…?


In Frankreich und Italien findet man Autobahnabschnitte, die teilweise privatisiert wurden und für die eine Gebühr erhoben wird. Ziemlich nervig, wenn man alle paar Kilometer durch eine Mautschranke muss und dabei dann auch noch auf Geschwindigkeitsübertretungen kontrolliert wird. (Gefahrene Strecke und Zeit bei erlaubter Geschwindigkeit im Vergleich zur tatsächlich benötigten Zeit). In Dubai gibt es dieses Auch und heißt da SALIK. Gilt in den gesamten Emiraten nur in Dubai, weil es dort die einzige Mautpflichtige Straße gibt. Ist aber hochkompliziert und bei Verstößen noch teurer als die Nachbarn aus Österreich. Dafür zahlt man aber auch maximal 25 Dirham pro Tag (rund 5 Euro), egal, wie oft man über die E11 fährt, wobei Taxis und Mietwagen eine Ausnahmeregelung besitzen und von der Maut befreit sind.

Die Schweiz bietet eine Vignette an, die relativ günstig ist und nicht nur 12 Monate, sondern 14 Monate gilt. Man hat also Übergangszeiten. Ausreden von wegen man hätte die Zeit für die neue Vignette nicht gehabt, zählen also nicht. Und wenn man sich den Bußgeldkatalog der Schweiz ansieht, vergeht einem auch die Lust dort ohne Vignette zu fahren.

Gleiches in Österreich. Das Pickerl ist zwar teurer, aber ich kann wählen, ob ich 3 Tage, 10 Tage, 1 Monat oder 1 Jahr durch Österreich fahren will. Nachteil dabei ist aber, dass man sehr genau drauf achten muss, wie lange das Pickerl noch gültig ist. Falls es abgelaufen sein sollte (und da spreche ich aus eigener Erfahrung) wird es extremst teuer. Da hat das Modell „Schweiz“ schon seine Vorteile.

Auch wenn es die LKW betrifft, das deutsche System zur LKW-Maut versteht wohl niemand zu 100% richtig, der nicht den ganzen Tag auf der Autobahn ist. Als ich noch mit dem LKW unterwegs war, war ich immer glücklich, als ich nicht mit Maut (also 7,5t ohne Anhänger) fahren musste. Es hat sich auch mir nicht ganz erschlossen, warum ich, wenn ich am Flughafen gestartet bin, ohne Probleme auf die Autobahn konnte, an der nächsten Raststelle den Mautstreifen kaufen konnte, um dann die Fahrt fortzusetzten. Aber die Bundesregierung plant seit Jahren auch schon eine zweite Stufe, die aber nicht realisiert wird, weil nicht mal die Politiker mehr verstehen, was Sie da machen. (So kommt es zumindest manchmal rüber) Und abgesehen von den hässlichen Mautbrücken, die wir nun überall in Deutschland stehen haben, ist der Nutzen wohl eher fraglich, da die Einnahmen bislang von Instandhaltung und Verwaltung nahezu komplett aufgefressen werden.

Was mich auch direkt zum nächsten Punkt bringt. Die KFZ-Steuer…

Ursprünglich eingeführt um die Straßen mit den Einnahmen eben dieser Steuer zu erhalten, erneuern oder ausbauen zu können. Ähnlich dem Solidaritätsbeitrag, der den Wiederaufbau der neuen Bundesländer finanzieren sollte und mittlerweile doch nur in irgendwelchen Steuerlöchern der Regierung verschwindet. Da macht es allerdings auch keinen Unterschied, ob man CDU/CSU, SPD, FDP, Linke oder sonstwen wählt, denn „Regierungen wechseln; Die Lügen bleiben die gleichen“ (Pierce Brosnan als James Bond 007 in Goldeneye).

Eine Mehrbelastung der Autofahrer (der geldgebenden Kuh einer jeder Regierung) halte ich nicht für das Allheilmittel. Auch wenn ich sonst sehr dafür bin, dass Vielfahrer einen höheren Beitrag zum Erhalt der Straßen beitragen sollen. Irgendwann ist aber das Maß erreicht und ich glaube, dass dieser Punkt bereits erreicht ist. Man bezahlt als Autofahrer beim Autokauf mitunter eine Luxussteuer, aber bestimmt die Mehrwertsteuer (MwST.)

Bei der Versicherung: Versicherungssteuer (+ MwST.)

Beim Tanken Mineralölsteuer (+ MwST.)

In der Werkstatt, beim TÜV und bei vielen anderen Möglichkeiten, wie Autofähren usw.

Die KFZ-Steuer abzuschaffen ist eine hervorragende Idee. Zum einen entlastet man die Finanzämter und den Bürgern wird zum anderen ein (zum Teil nicht kleiner) Einmalbeitrag im Jahr erspart. Eine Erhöhung der Mineralölsteuer wäre allerdings der falsche Weg, der den Benzintourismus ins benachbarte Ausland deutlich steigern würde. Eine Vignette wäre, meiner Meinung nach, die beste Möglichkeit. Allerdings müsste man es ähnlich der Schweiz machen, dass man die Vignetten an jeder Tankstelle, in der Post und zahlreichen anderen Verkaufsstellen findet. Die Jahresvignette wäre auch die einfachste Möglichkeit der Kontrolle, die dann auch (stichprobenartig) durchgeführt werden muss. Fest steht für mich allerdings, dass etwas mit der KFZ-Steuer passieren muss, falls die Vignette (oder das Modell mit der Erhöhung der Mineralölsteuer) passieren muss. Ein weiterer Vorteil der Vignette wäre, dass es auch für die Autofahrer gelten würde, die uns als Transitland nutzen.

Was allerdings mit den Einnahmen dieser Vignette passiert, steht wie so oft in den Sternen. Zwar erzählen im Moment alle Politiker wieder, dass das eingenommene Geld wieder in den Straßenbau fließen soll – und das wäre teilweise auch bitter nötig – aber wir alle wissen doch, dass das Geld in irgendwelchen anderen Löchern verschwinden wird. Allerdings wäre es auch jetzt schon mal höchste Zeit, dass den Damen und Herren Politikern etwas genauer auf die Finger geschaut wird und der Verbleib der jetzigen KFZ-Steuer geklärt werden sollte.

Donnerstag, 4. August 2011

Aus der Traum


Ja, auch bei mir sitzt der Schmerz noch tief. Das Spiel ist grade mal gefühlte 30 Minuten abgepfiffen und die Ereignisse überschlagen sich. Das einzige, was zur Komplettierung des Unsinns noch fehlt, ist die Forderung nach der sofortigen Entlassung des (ehemaligen) Trainergottes Thomas Tuchel.

Ja, die Mannschaft hat in den letzten 3 Pflichtspielen nicht gut gespielt, aber es ist nicht an uns Fans, das unmittelbar nach einem solch entscheidenden Spiel im Internet auszudiskutieren. Dafür haben wir im Verein Mainz 05 eigentlich eine gute Struktur mit einem Trainerstab, der das geschehene aufzuarbeiten hat. Da bringt es nichts einzelne Spieler herauszupicken, oder den Kopf des Trainers zu fordern. Der kann die Spieler nämlich nur motivieren die Tore zu schießen. Er selbst kann das nicht. Wie der Zeugwart in die Thematik „Tore schießen“ passt, erschließt sich mir leider überhaupt nicht.

An dem ganzen Szenario gibt es 2 positive Aspekte.

1.)    Im DFB-Pokal sind wir (trotz nicht überragender Leistung) eine Runde weiter.

2.)    Die Dreifachbelastung ist jetzt weg. Bleibt nur noch Liga und DFB-Pokal.

Das wir (Mainz 05) jetzt erstmal Hohn und Spott aus der ganzen Republik, wenn nicht sogar aus Europa ertragen müssen…. Bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als durch LEISTUNG und SUPPORT der Mannschaft am Sonntag ein Bild des Zusammenhalts zu zeigen.

Auch wenn jetzt aus dem eigenen Lager Kommentare kommen wie zum Beispiel „Nicht Erstligatauglich“ oder „Abstieg direkt, dafür darf die Eintracht wieder hoch“ hatte ich schon früher erwartet. Meiner Meinung nach sind das auch nicht die „alteingesessenen“ Fans, sondern solche, die beim ersten Hype (Aufstieg) aufgesprungen sind. Von da an wurde unser kleiner besonderer Verein zu einem „üblichen Produkt Fußballverein“. Zwar langsam, aber man merkte aus der Entfernung, die ich habe (geographisch), dass sich etwas verändert. Schönstes Beispiel: Mainz hat ein neues Stadion und keiner will hin… Nach dem Aufstieg hätte man –was war das 40.000 Dauerkarten- verkaufen können? Wo sind die Leute jetzt. Für Sonntag gibt’s noch Karten! Auf der STEHTRIBÜNE! Dem Herzstück der Mainzer Fankultur.

Ich sehe ein und gebe zu, dass der Verein wirtschaftlich geführt werden muss und dazu gehört nun mal auch die ein oder andere Veränderung. Ich will hier auch dem Management keinen Vorwurf machen. Ihr macht einen tollen Job, aber das derzeitige Klima im Fanlager habt ihr auch ein wenig mit zu verantworten (Thema: Dauerkarten). Aber die Kommentare einiger „Fans“ entziehen sich doch meines Verständnisses.

Und die Kommentare aus den anderen Fanlagern will ich  gar nicht wiedergeben, aber was man so aus der groben Richtung A3/A5 gehört hat ging schon ziemlich weit unter die Gürtellinie, auch wenn die mal lieber vor der eigenen Türe kehren sollten.



Mein Vorschlag zur Güte, und so werde ich das jetzt auch machen:

Der Forderung von MPO (kigges-Urgestein) nachkommen und entweder das Forum sperren oder alle einer freiwilligen Selbstkontrolle unterziehen (so wie ich vorgeschlagen habe) und einfach offline und ins Bett gehen. Morgen sieht die Welt ein wenig anders aus.



Kleiner Tipp nebenbei: Verzichtet auf Bild und sonstige tagesaktuelle Presseerzeugnisse! ;)

Vorfreude ist die schönste Freude, oder etwa nicht???


Die schönste Zeit des Jahres steht bevor. Urlaub.

Normalerweise sollte der Urlaub eine Zeit der Entspannung und Erholung sein. Normalerweise. Es gibt aber auch Menschen, die packen sich Ihren Urlaub so voll, dass Entspannung und Erholung auf der Strecke bleiben und zu diesen Personen gehöre ich. Bei mir ist mal wieder vieles anders. Ich gebe zu, ich lebe dort, wo andere Urlaub machen und fliege nach Deutschland um Urlaub zu machen. Bereits 2 Wochen bevor ich nach Deutschland komme ist die erste Woche bereits komplett verplant und teilweise sehr eng gestrickt, so dass es dort vermutlich schon zu Komplikationen kommen wird. Schlimm genug, dass ich das jetzt schon weiß.

Da ist dieser Termin der wahrgenommen werden muss, oder die Familie und Freundin die besucht und gesehen werden will, dann der Fußball mit diversen Spielen die ich sehen will, Weinfest in Rüdesheim, Kreuznacher Jahrmarkt, das Rennrad das wieder bewegt werden will, und, und, und…

Die einzige Möglichkeit, die ich im Moment zu mindestens sehe ist es zu machen, wie Yoda schon gesagt hat „Do or do not. There is no try! “. Ein Termin nach dem anderen wird abgearbeitet werden. Für wie viele es letztendlich langt kann ich im Moment noch nicht sagen, aber ich hoffe es werden so viele wie möglich. Sollte ich merken, dass ein Treffen mit Freunden nicht eingehalten werden kann, werde ich mich entsprechend bei euch melden. Seid mir deshalb bitte nicht böse, aber Ihr dürft auch gerne mal mich besuchen.



Die Tage war ich mit einem Kollegen unterwegs und wir trafen dabei unseren Chef. Da wir ein gutes Verhältnis pflegen redet man auch mal über privates und ich meinte unter anderem, dass ich wohl nach meinem Aufenthalt in Deutschland, Urlaub vom Urlaub bräuchte. Sein Gegenargument (ich könnte mich in Fujairah erholen und das ganze würde man „Schicht“ nennen) mag für manchen komisch klingen, ergibt aber einen Sinn, wenn man bedenkt, dass wir nach einer Schicht (24 Stunden) für 48 Stunden frei haben. Dies aber nur am Rande…

Und die nächsten zwei Wochen werde ich weiter Pläne schmieden, aber auch Freizeit für mich mit einplanen, was auch bedeutet, dass der Blog ebenfalls in Urlaub geht. Bis dahin werde ich euch aber weiterhin in unregelmäßigen Abständen mit meinem Blog auf dem Laufenden halten.

Mittwoch, 3. August 2011

Ready for boarding - Der große Test

Wie flugtauglich sind Sie?
Sind Ihre Zweifel gewachsen, ob die moderne Luftfahrt wirklich etwas für Sie ist?
Machen Sie den „Ready for boarding“-Test


Frage 1
Sie möchten zum Oktoberfest und buchen einen günstigen Flug nach „München-West“ (IATA-Code FMM). Nachdem Sie dort ankommen, wundern Sie sich…

1. Weil Sie sich München viel größer vorgestellt haben.

2. Was das Ortsschild „Memmingen/Allgäu“ soll

3. Warum der Taxifahrer 230 Euro für die Fahrt ins Münchner Stadtzentrum verlangt.

4. Sie wundern sich gar nicht mehr, seitdem Sie kürzlich über „Frankfurt-Hahn“ zur Buchmesse wollten.

Frage 2
Einchecken: Welchen Platz reservieren Sie an Bord?

1. Der Sitzplatz ist mir egal, Hauptsache, ich muss nicht stehen.

2. Ich checke immer möglichst als Letzter ein, weil die Economy dann schon voll ist und ich bestimmt ein Upgrade in die nächsthöhere Klasse bekomme.

3. Ich besorge mir ein Attest wegen eines Knieschadens und verlange einen Sitz mit mehr Beinfreiheit am Notausgang.

4. Sitzplatz reservieren? Das macht immer meine Sekretärin.

Frage 3
Wenn die Dame am Check-in nach Ihrer Miles-and-more-Karte fragt, dann…

1. Sage ich, dass ich grundsätzlich bar zahle,

2. Will sie wissen, ob ich gut versichert bin,

3. Kann ich wieder Punkte sammeln und bekomme in fünf Jahren einen Cappuccino umsonst,

4. Stehe ich am falschen Schalter. Wo ist verdammt noch mal der First-class-Check-in?

Frage 4
Lange Flüge machen mir nichts aus. Leichte Unruhe und das Restless-Leg-Syndrom verspüre ich frühestens…

1. Nach einer halben Stunde,

2. Nach 18 Stunden,

3. Nach der dritten Zwischenlandung auf dem Weg von Hamburg nach Mallorca,

4. Wenn mein Champagnerglas nicht sofort nachgefüllt wird.

Frage 5
Die Stewardessen sind…

1. Freundlich und hilfsbereit. Schade, dass sie nur russisch sprechen,

2. Heutzutage zu lange im Dienst. Mit siebzig Jahren sollte wirklich Schluss sein,

3. Insgeheim verliebt in den Piloten,

4. Insgeheim verliebt in den schwulen Flugbegleiter.

Frage 6
Wenn die Durchsage „Brace, Brace, Brace“ erklingt, dann wissen Sie:

1. Jetzt beginnt der Duty-free-Verkauf. Achtung: Kreditkarte zücken!

2. Der Pilot ruft nach seinem Essen.

3. Es ist nur eine Übung.

4. Heißa, jetzt kommen gleich wieder die Notrutschen zum Einsatz!

Frage 7
Fliegen ist absolut sicher, denn…

1. Ich setze mich nie in Reihe 13,

2. In jedem modernen Großraumflugzeug gibt es gegen eine geringe Gebühr Fallschirme,

3. Im Notfall kommt die US-Airforce und holt uns runter,

4. Ich habe sechstausend Euro für dieses First-class-Ticket bezahlt, da kann man wohl verlangen, dass man sicher ankommt.

Frage 8
Das Essen an Bord:

1. Currywurst sechs Euro fünfzig? Da bestell ich mir lieber was beim Pizza-Max, wofür habe ich denn das Handy dabei!

2. Das Hühnchen ist so trocken, damit es leichter ist. Überladung des Flugzeugs wird vermieden.

3. Ich kann selbst auch nicht kochen.

4. Der Kaviar ist zu warm und der Hummer zu kalt. Was ist eigentlich hier los!

Frage 9
Flugmediziner raten zu vermehrter Flüssigkeitsaufnahme an Bord, denn…

1. Umsonst ist umsonst,

2. Wenn ich den Rotwein nicht trinke, trinkt ihn der Pilot,

3. Alkohol wirkt im Flugzeug viel besser,

4. Isch habe sechstauschend Euro für dieses Firssss, hicks, dieses Firssss-Dingsch bezahlt. Issss der Schampanjer schon wieder aus?

Frage 10
Die Bordtoiletten sind so klein, weil…

1. Es gibt Toiletten an Bord? Wofür sind dann diese Papiertüten in den Sitztaschen?

2. Sonst die Gefahr besteht, dass Sie bei Turbulenzen vom Toilettensitz fallen,

3. Sonst die Gefahr besteht, dass Sie wegen Ihres Rotweinkonsums vom Toilettensitz fallen,

4. So mehr Platz für die First-class bleibt.

Frage 11
Nach dem Landen gilt:

1. Mit dem Schreien aufhören und warten, bis der Puls wieder unter hundert ist.

2. Sofort aufstehen und das Handgepäck sichern, der Bordklau geht um.

3. Der letzte im Flugzeug muss aufräumen.

4. Früher dürfte ich noch Business-Class fliegen. Aus Rache blockiere ich mit meinem Rollkoffer den Gang und schalte erstmal das Handy ein.

Frage 12
Am Kofferband:

1. Ich kann mich nicht erinnern, wie mein Koffer aussah.

2. Ich erkenne meinen Koffer immer von weitem: Er ist knallrot und trägt den Aufkleber „Vorsicht, Bombe!“.

3. Das Gepäck kommt bestimmt wieder spät, weil ein Witzbold „Vorsicht, Bombe!“ auf seinen Koffer geschrieben hat.

4. Ich warte nie am Kofferband, weil ich alle drei Koffer mit an Bord nehme.

Frage 12a
Die Nachbearbeitung: Von meinem Flug erzähle ich zu Hause immer, dass…

1. Alles pünktlich war und total easy,

2. Der Autopilot gelandet ist wie eine Eins,

3. Wir in Luftlöcher geraten sind und die Stewardess kotzen musste,

4. Nach der Landung auf den billigen Plätzen geklatscht wurde.



Auflösung:

In der Mehrzahl Antwort 1:
Seien wir offen: Fliegen ist nicht Ihr Ding. Die Gefahr besteht, dass Sie weit ab vom gewünschten Ziel landen und bei einem Unglück in Einkaufslaune verfallen, statt die Notrutsche aufzusuchen. Sie glauben auch offenbar tatsächlich, Fliegen sei die schnellste Reise-Art und mache Spaß. Wann genau war Ihre letzte Flugreise?

In der Mehrzahl Antwort 2:
Gar nicht schlecht! Sie besitzen Geduld und Ausdauer und ahnen schon, wie es im Flugbetrieb wirklich zugeht. In Ihnen steckt ein Profipassagier. Versuchen Sie es demnächst mal mit einer richtigen Fluggessellschaft und nicht nur mit diesem Pauschalbombern nach Mallorca.

In der Mehrzahl Antwort 3:
Ganz nah dran! Sie sind schon herumgekommen auf den Airports dieser Welt und bleiben auch an Bord in fast allen Stresssituationen gelassen. Sie könnten sich glatt als Bombenentschärfer bewerben, so gut sind Ihre Nerven. Vielflieger ehrenhalber!

In der Mehrzahl Antwort 4:
Von Ihnen kann jede Stewardess noch etwas lernen, und bestimmt hat Sie auch schon mal der Pilot um Rat gefragt.

Dienstag, 2. August 2011

Ready for boarding oder „Niemand wandelt ungestraft unter Palmen“

Letzteres ist ein Zitat vom Reiseweltmeister und Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe.

In erster Linie handelt es sich hierbei um die kurze Zusammenfassung und Betrachtung des gleichnamigen Buchs von Frank Rumpf.

Dieses leicht humoristisch gehaltene Buch erinnert mich an das Bahnhasser-Buch, dass ich zu meiner Pendlerzeit in Deutschland gelesen habe (Natürlich im Zug). Laut Inhaltsangabe eignet sich dieses Buch für Gelegenheitsflieger und Meilensammler. Ich bin anderer Ansicht, aber dazu später mehr.

Das Buch an sich ist sehr unterhaltsam geschrieben und es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Dazu beigetragen haben auch immer wieder witzige Zitate wie zum Beispiel das oben angegebene Zitat von Goethe, oder „Es kann kaum ein Zufall sein, dass keine Sprache dieser Erde jemals die Redensart hervorgebracht hat: >hübsch wie ein Flughafen<. Flughäfen sind hässlich. Einige sind sehr hässlich. Und manche erreichen ein Ausmaß an Hässlichkeit, das das Resultat einer besonderen Anstrengung sein muss.“ (Douglas Adams). Auch eine humoristische Randnotiz zu Beginn eines Kapitels ist: „Falls Sie bewaffnet sind, melden Sie sich bitte.“ (Air India Sicherheitshinweis).

Die Kapitel an sich sind kurz gehalten, aber auch immer sehr informativ. Ich hätte zum Beispiel nicht gewusst, dass die LSG Sky-Chefs pro Jahr 9 Millionen Flaschen Wein und Sekt ordern. Allerdings sollte man sich jetzt nicht alle Finger lecken, auch wenn Rheingauer oder gute Südafrikanische Weine angeboten werden. Die Relation stimmt nicht. In großen Höhen hat man (trotz Druckkabine) ein vermindertes Geschmacksempfinden. Manche schwören im Flieger auf Gin Tonic, andere auf Tomatensaft, was das beliebteste Getränk über den Wolken ist. Diese Information kann allerdings niemand genauer begründen, aber die Absatzzahlen sprechen eine deutliche Sprache. Dass die Franzosen schon immer etwas speziell sind ist eigentlich landläufig bekannt. So wunderte ich mich auch nicht, als ich las, dass Air France Champagner serviert, aber bei der Bitte nach einem weiteren Gläschen, kein Wort Englisch mehr spricht.

Die Berichte über die Unterschiede der einzelnen Flughäfen und deren Business-Lounges (teilweise mit Badewannen) fand ich doch etwas langatmig und eher weniger interessant. Wer von uns „Otto-Normal-Fliegern“ kommt schon mal in den Genuss Business oder gar FirstClass zu fliegen…? Trotz allem sind die Unterschiede zwischen den 3 Fluggastklassen teilweise schon interessant. Leider fällt im 3. Kapitel schon auf, dass der Autor hauptsächlich mit Lufthansa geflogen ist. Auf ausländische Airlines geht er so gut wie gar nicht ein. Hier mal Etihad erwähnt, da mal Air France oder Emirates.

Was wiederum sehr interessant war, war das Kapitel über die Umweltbilanz des Fliegens. Wer weiß schon, dass ein Flug von Düsseldorf nach Teneriffa 1,7 Tonnen Kohlendioxid freisetzt. Bei Berechnungen von der UNO wurde berechnet, dass ein Volumen von maximal 2 Tonnen zu einer minimalen Verzögerung des Klimawandels freigesetzt werden dürften. Da bleibt nicht mehr viel übrig für den Rest vom Jahr.

Andererseits arbeiten die Flugzeugbauer deutlich intensiver an energiesparenden Maschinen, als man denkt. Der Airbus A380 hat zum Beispiel einen Verbrauch von 3,4 l/100km je Passagier. Vorausgesetzt das Flugzeug ist ausverkauft.1970 lag man da noch bei rund 12 l/100km. 2010 im Schnitt bei rund 5 Liter. Boeing ist auch nicht untätig und experimentiert mit Biosprit-Fliegern, was teilweise auch schon erfolgreich getestet wurde, aber den Kosten/Nutzen-Rahmen sprengen würde, da die Luftfahrt immer noch Unmengen an Sprit braucht. Wo soll man den ganzen Raps usw. anbauen und was macht man mit den dafür gerodeten oder umstrukturierten Nutzflächen? Da fehlen dann Kornfelder oder Wälder. Ist also auch nicht ganz das wahre.

Was mich allerdings überrascht hat: Auf dem Boden arbeiten alle Regierungen (mit mehr oder weniger Erfolg) an einem vereinten Europa. Im europäischen Luftraum gibt es sage und schreibe 27 Flugsicherungen mit 60 Luftkontrollstellen, was für die Airlines mitunter Umwege und somit auch einen höheren Verbrauch bedeutet. In den USA hat man nur 1 Luftaufsichtsbehörde und kann schnurgrade von A nach B fliegen. Auf einem Flug von Brüssel nach Rom durchquert man 8 Luftkontrollstellen! Das EU-Parlament versucht seit dem Jahr 2000 eine einheitliche Flugsicherheit für ganz Europa einzuführen, dies erzielt aber leider keine Fortschritte. Die Frist, die vom Parlament gesetzt wurde läuft nächstes Jahr aus. Mal gespannt, was sich tut. Berechnungen der EU zu Folge könnte mit einer einheitlichen Flugsicherung bis zu 12 % Kohlendioxid eingespart werden. Die Reisezeit in der Luft und die geringeren Gebühren könnte man momentan noch nicht ausrechnen, wäre aber immens.
Ebenfalls wird behandelt, wie sich die Behandlung der Fluggäste im Lauf der Zeit geändert hat. Wo früher der Passagier durch vorsichtiges Handauflegen auf die Schulter nur im absoluten Notfall gestört werden sollte, bekommt man heute bei einem Flug von Düsseldorf nach Bremen bis zu 12 Durchsagen. Zur Not wird das auch in die Kopfhörer eingespielt, wo man grade versucht einem Klavierkonzert auf dem Klassik-Kanal zu folgen. Auch die Vergangenheit und Zukunft des Fliegens und der Flugzeuge selber wird noch einmal beleuchtet. Was sich über Jahrzehnte nicht geändert hat ist, neben der klassischen Flugzeugform, die Beliebtheit des Berufs Pilot, der nur von Krankenpflegern und Feuerwehrleuten übertroffen wird (Quelle: Forsa). Aber auf die Frage, ob wir in Zukunft noch Piloten brauchen, weicht man auf die Schiene aus, wo (zwar selten, aber immer öfter) ohne Bedienpersonal gefahren wird. Ich halte das für Äpfel mit Birnen verglichen. Auf der Schiene ist man immer noch am Boden. Es können zwar auch unvorhersehbare Sachen passieren, aber auf dem Boden ist das meiner Meinung nach nicht ganz so tragisch, wie in 10.000 Meter Höhe. Auch die Zukunft des Fliegens soll sich ändern. Diverse Studien zeigen, wie es werden soll.


Die 2-Klassen-Gesellschaft wird noch extremer werden. Für die Urlaubsflieger werden immer größere Maschinen gebaut. Konzepte fassen bereits 3x so viele Personen, wie ein A380. Die VIPs (oder SCHNITTCHEN-ULTRAS wie sie im kigges-Forum mittlerweile genannt werden) können sich bei Lufthansa einen Privatjet kaufen sowie aus und Umbauen lassen. Hier ist allerdings weniger die Rede von den kleinen Learjets, sondern vom kleinsten Airbus (A318) über die Boeing 747-400 bis hin zum A380. Die Kosten für einen A318 wären (Zitat:) „ÜBERSCHAUBAR“ mit 50-100 Millionen Euro. Man sollte sich allerdings beeilen und für die Zwischenzeit einen anderen Flieger parat halten. Die Werft in Hamburg für die nächsten 4 Jahre ausgebucht! Ein Markt besteht also für den privaten Airbus…

Am witzigsten fand ich allerdings die letzten 2 Kapitel des Buchs. Zum einen haben wir da einmal Zahlen und Fakten rund ums fliegen. Die größten Flughöfen, die Sichersten Airlines, wann prozentual die meisten Unfälle passieren (beim Start) und viel unnützes Wissen für die Bordkonversation.

Zum anderen ein Quiz über die eigene Flugtauglichkeit das, wie das ganze Buch, nicht ganz ernst gemeint ist. Ich werde versuchen es euch die Tage mal hier einzustellen.



Als Fazit bleibt nur festzuhalten, dass dieses Buch eine leichte Kost für zwischendurch ist. Und Geheimrat Goethe hatte Recht. Zumindest, wenn man sich ansieht, wie sich die Luftfahrt verändert hat oder noch verändern wird.

Montag, 1. August 2011

Willkommen im Ramadan


Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und gleichzeitig der Fastenmonat. Nach dem gregorianischen Kalender verschiebt sich der Beginn des Ramadan um etwa 11 Tage pro Jahr nach vorne. 2012 beginnt der Fastenmonat, in dem der Koran in Vers-Form zur Rechtsleitung erstmalig an die Menschen gesandt wurde, um den 20. Juli. Der genaue Beginn richtet sich danach, wann zum ersten Mal die Sichel des Neumonds gesehen wird und von diesem Tag an soll der gläubige Moslem 29 Tage fasten. Das Fasten darf gebrochen werden, wenn man einen hellen von einem dunklen Faden nicht mehr unterschieden werden kann. Also, wenn die Sonne untergegangen ist und die Nacht angefangen hat. Wenn man die beiden Fäden wieder von einander unterscheiden kann, muss wieder gefastet werden. Wenn ich das ganze ins lächerliche ziehen wollte, würde ich sagen, dass man bei dem ganzen Kunstlicht, das hier von jeder Ecke leuchtet, die Fäden permanent unterscheiden kann. Das Fasten über den Tag bedeutet dass man weder essen, trinken noch rauchen darf. Selbst Kaugummi kauen ist nicht erlaubt.
Schwangere Frauen, Kranke und Kinder vor erreichen der Pubertät sind vom Fastenzwang ausgenommen. Schwangere und Kranke müssen allerdings die Fastenzeit nachholen, wenn "der Zustand zum versäumen abgelegt wurde".
Nahezu alle Geschäfte haben während dem Ramadan geänderte Öffnungszeiten, sofern überhaupt gearbeitet wird. Auf unserer Baustelle nebenan ruht seit heute Morgen alles und es ist irgendwie eine ungewohnte Ruhe. Unser Supermarkt zum Beispiel öffnet jetzt von morgens früh bis 11 Uhr mittags, schliesst dann bis cirka 20 Uhr und hat dann nochmal bis 2 Uhr nachts geöffnet. Allerdings wäre es eine ziemlich blöde Idee am Abend einkaufen zu gehen. Wieso habe ich gestern bereits festgestellt. Ich war zu meiner üblichen Zeit unterwegs und habe anstatt 2-3 Minuten an der Kasse über 30 Minuten warten müssen, bis ich ans Band kam. Es sieht schon irgendwie interessant aus, wenn eine Person 3 bis oben gefüllte Einkaufswagen vor sich herschiebt. Nach Aussagen eines Kollegen wird im Ramadan mehr umgesetzt, als im Rest des Jahres. Nach den Bildern und Eindrücken von gestern, glaube ich das, aber ich kann es auch irgendwie verstehen. Wenn abends für die ganze Familie gekocht wird und Freunde zum Fastenbrechen eingeladen werden, benötigt man schon einiges an Vorräten.
Denn erst nach Einbruch der Dunkelheit wird ausgiebig gegessen und gefeiert. Ich bin schon gespannt, dass selbst zu erleben. Andererseits freue ich mich auch, wenn ich in gut 3 Wochen den Ramadan vorzeitig beende um nach Deutschland in den Urlaub zu kommen.



Zum Schluss nochmal was zum lachen:

Auch "ausländische" Firmen haben sich an den Ramadan zu halten.