Dienstag, 18. Dezember 2012

Es wird Zeit...

Dank Facebook habe ich das Bild für den Jahresrückblick. Teilen werde ich ihn nicht, den mein Jahr auf 20 Ereignisse zu beschränken, halte ich für verfehlt und maßlos untertrieben!

Vieles ist passiert. Schönes und leider auch weniger schönes. Beruflich hat sich einiges getan, und doch ist es immer noch das gleiche.

Privat stelle ich kurz vor Ablauf des Jahres 2012 fest, dass ich definitiv zu wenig Sport getrieben habe. Geschwitzt habe ich trotz allem oft genug. Doch der Reihe nach.



Januar 2012:
Mit neuen und alten Kollegen die ein oder andere Aktivität unternommen und dabei privat Einsätze abgearbeitet, als ein alter Kollege verabschiedet und an den Flughafen gebracht wurde. Wir haben das Hard Rock Café Dubai und "die Band" kennen gelernt. Ich habe es sogar geschafft einmal eine Radtour von 130 Kilometern zu machen. Leider viel zu selten. Beruflich gibt es nur diverse Trainings und unspektakulären Einsätze zu berichten. Privat allerdings, dass ich wegen einem Trauerfall in der Familie unplanmäßig und schnell zurück nach Deutschland musste. Das schnell war leider ein wenig zu schnell und ich habe meinen ersten Strafzettel wegen einer Geschwindigkeitsübertretung in den Emiraten kassiert - das sollte ich aber erst im Dezember erfahren.
Interessant waren allerdings die Dubaier Bundesliga-Stammtische. Gemütlich im Ritz-Carlton Dubai Marina sitzen, eine überteuerte Brat- oder Currywurst und deutsches Bier und sky mit deutschem Kommentar. Immerhin weiß ich wieder, warum ich Marcel Reif nicht leiden kann. Diese Stammtische hatten sich aber leider auch relativ schnell erledigt und sind im Sand verlaufen. Von den Organisatoren hört man nichts mehr und ich kann mittlerweile die Bundesliga auch zu Hause schauen.

Februar 2012:
Mein Leben ist eintönig. Der Eindruck zwängt sich mir zumindest auf, wenn ich den Februar durchblättre. In meinem Kalender stehen Trainings, Drills und Einsätze. Na gut. Da steht auch noch Bundesliga-Stammtisch im Ritz, diverse Ausflüge nach Dubai, und ein Charity-Lauf an der Uferpromenade von Fujairah. Doof nur, dass ich tags vorher mit den Kollegen auf der Schicht rund 2 Stunden Fussball gespielt habe. Wir haben zwar gewonnen, aber ich hatte Blasen so groß wie Pfannkuchen, was die lachhaften 1,5 Kilometer zu einer schier endlos langen Distanz heranwachsen ließ. Abschliessend konnte ich im Februar meinen Kollegen Yves dazu "überreden" sich eine Spiegelreflexkamera zu kaufen. Unsere Fotos sind mittlerweile ... größtenteils sagenhaft. Und da wir grade dabei waren Geld auszugeben, habe ich mir ein MacBook gekauft. Unglaublich, wie lange das schon wieder her ist.

März 2012:
Nachdem wir Yves´  Kamera gekauft hatten, begaben wir uns auf einen Workshop, bei dem vieles aus der Schule (ich hatte Photo-Technik mal als Wahlpflichtfach) wieder aktiviert wurde. Seit dem sind die Fotos noch ein Stück besser geworden. Man kann es ja auch auf Facebook nachverfolgen. Ich bin selber immer wieder beeindruckt, wie unsere alten Fotos aussehen und wie sie jetzt aussehen. Okay, stellenweise helfen wir mit Programmen wie Lightroom nach, aber das ist Bildbearbeitung im klassischen Sinn. Dabei wird das Foto nicht verändert.
Zur Abwechslung bin ich mal wieder gelaufen. Wenn ich nicht grade wieder arbeiten war, habe ich es sogar mal nach Abu Dhabi geschafft. Schöne Stadt. Kann ich jedem nur empfehlen mal zu besuchen. Allgemein war ich in diesem Monat viel unterwegs. Mal hier, mal da. Langweilig war es selten. Lustig ist es nur, wenn man alleine unterwegs war und an der üblichen Tankstelle steht und ein Kollege -der auch selbstständig unterwegs ist- anruft und fragt, ob man da steht, wo man steht, weil er auch da steht. Ein großes Land und trotzdem laufen wir uns über die Füße.

April 2012:
Der April startete großartig. Nathalie war für 5 Tage im Land und wir machten eine schnelle Runde durch die Emirate. Fujairah, Dubai, Abu Dhabi inklusive Emirates Palace mit Upgrade in eine Suite. Und was für eine. Trotz allem werde ich vermutlich nie vergessen, als wir vor dem größten Gebäude der Welt stehen und sie trocken meint: "So groß ist das doch gar nicht." Naja, wenn du meinst... Ebenfalls bemerkenswert, dass innerhalb von 5 Monaten bereits der zweite Carrefour in Fujairah eröffnet hat. Diesmal im City Center. Nette kleine Mall mit viel Möglichkeiten. Und man mag es sich nicht vorstellen, aber gearbeitet habe ich auch wieder. Allerdings ein weiterer Monat ohne großartige Besonderheiten. Abgesehen vielleicht von der Tatsache, dass Ende April der 100. Einsatz für unsere Wache angefallen ist. Aber auch das war traditionell eher klein. Eine Großraum-Mülltonne... Diverse Ausflüge nach Ajman, Ras al-Kaimah, Dubai, Abu Dhabi. Alles war dabei.
Eine weitere Besonderheit gab es dann aber doch noch. Einer unserer einheimischen Kollegen hat geheiratet und seine Schicht geschlossen zur Hochzeitsfeier eingeladen. Ein echtes Erlebnis.

Mai 2012:
Erstaunlicherweise... Drei Wochen lang habe ich im Mai nichts gemacht außer ein paar Fotos und ein paar Runden Rennrad bzw. laufen um den Block. Ende Mai wurde ich dann aktiver. Ein Kollege machte Kurzurlaub in Kuwait und die komplette Schicht ist an einem Dienstag Abend nach Abu Dhabi zum ersten Mal zu Train Yas. Eine Veranstaltung, die ich in der letzten Zeit eher regelmäßig besuche. Wo sonst kann man kostenlos auf einer Formel 1-Strecke laufen oder Rad fahren und wird auch noch kostenlos mit Wasser versorgt, wenn man will. Anstrengend ist nur die Fahrerei aus bzw. nach Fujairah. Ende des Monats gab es auch mal einen erwähnenswerten Einsatz - für die Verhältnisse von Fujairah. Ein Brand, der uns fast die gesamte Nacht wach gehalten hat. Aber auch das haben wir geschafft.

Juni 2012:
Es wird spannend. Mein Vorgesetzter hatte mich nach einem Team Meeting unter 4 Augen sprechen wollen. Ob ich mir nicht vorstellen könnte, als Supervisor an der Civil Defense Academy in Abu Dhabi zu arbeiten. Hört sich alles nicht schlecht an, und am 2.6. wurde meine Bewerbung dazu an die Administration geschickt. Bereits am 5.6. wurde ich von meinem Chef ins Büro bestellt. Er wollte der erste sein, der mir zu meiner Beförderung gratuliert. Die Bewerbung war also innerhalb von 3 Tagen angekommen, durchgelesen und angenommen worden. Wir einigten uns auf Stillschweigen bis zur Bekanntgabe der Beförderung. Weiterhin war unklar, wann es los geht, aber es sollte noch dieses Jahr sein. Arbeitstechnisch war noch bemerkenswert, wie unterschiedlich eine unbekannte Zeitspanne sein kann. Wenn man zu einer Tierrettung alarmiert wird, denkt man ja, dass Tier -in dem Fall eine Katze- würde noch leben. In diesem Fall war das aber deutlich anders. Ich will nicht weiter ins Detail gehen, aber eine Katze, die gerade eben in einen Brunnen gefallen ist, sieht anders aus.
Privat ging es ein paar Mal wieder ins Hard Rock Café nach Dubai. Wie so häufig im letzten halben Jahr. Fotos machen, Bekannte treffen, Kontakte pflegen. Aber nach langer, langer Zeit haben wir von der Schicht es auch mal geschafft ins Kino zu gehen. Ein weiteres, echtes Erlebnis. Ein Film, der im Original -also deutsch und englisch- abgespielt wird und dann mit arabischen (und gelegentlich englischen) Untertiteln abläuft. Ich hatte darüber bereits geschrieben. "Iron sky"hieß der Film. Und da den Monat noch nicht genug los war, waren wir noch ein paar Mal beim "Public Club Viewing". Eine halböffentliche Veranstaltung des German Emirates Club, bei der man das Glück der deutschen Nationalmannschaft bei der EM auf Großleinwand verfolgen konnte. Zumindest so lange, bis ein gewisser Mario Balotelli die Träume zerstörte.

Juli 2012:
Der 1.7. ist ein Datum der Überraschungen. Immerhin wurde ich angerufen, um mir mitzuteilen, dass ich ab morgen nicht mehr in Fujairah arbeiten würde, sondern in den nächsten 5 Tagen meinen Umzug nach Abu Dhabi bewältigen sollte, da ich ab sofort an der Academy als Supervisor tätig wäre. Mit einem immensen Arbeitseinsatz und einer Menge Kilometer, die ich abgespult habe, und der Hilfe meiner tollen Kollegen von der C-Schicht, habe ich es geschafft bis zum 4.7. meinen Umzug über die Bühne zu bringen. Und am 5.7. konnte ich meinen Dienst an neuem Standort aufnehmen. Das EM-Finale wurde zur absoluten Nebensache. Zum einen eh ohne deutsche Beteiligung, zum anderen genug anderes zu tun. Aber der Stress war es wert. Ich bin in Abu Dhabi; Ich bin Supervisor; Ich bin im Tagdienst. Letzteres bedeutet, dass ich jetzt von Sonntag bis Donnerstag von 7:30 bis 14:30 arbeite - Theoretisch! Im Sommer ist es in der Wüste nun mal etwas heißer, also kann in der Zeit das Training auch schon mal früher anfangen. Wenn man dann aber in einem Flashover-Container (zur Übung spezieller Szenarien mit echtem Feuer) ist bei rund 360°C eine Herausforderung. Besonders, wenn man rausgeht und dann sind es immer noch 45°C - im nicht vorhandenen Schatten, aber bald ist Urlaub. Doch davor hat das Leben leider noch einen schweren Verkehrsunfall auf den Weg zur Arbeit gelegt. Das Fazit  war ernüchternd. 4 Tote und mehr als 10 Verletzte. Werde ich vermutlich ebenso noch ein wenig im Hinterkopf haben, wie den Einsatz bei dem wir in meinen letztjährigen Geburtstag geraten sind. Und dann kommt erstmal Urlaub und Freizeit. Einige haben mich gesehen, andere nicht und bei ganz anderen habe ich es nicht mal geschafft mich zu melden. Tut mir Leid, aber meine Zeit in Deutschland ist immer sehr knapp bemessen. Allerdings bleibt die Erkenntnis, dass man besser nicht ab Dubai fliegt, wenn man in Abu Dhabi wohnt und das Ziel auch von dort direkt angeflogen wird.

August 2012:
Die Rückkehr im heiligen Monat Ramadan bedeutete erstmal Büro und Ausbildungsunterlagen überarbeiten. Aber auch, dass wir wieder die sogenannte Heißausbildung mit deutschem Personal unserer Firma machen. Lustig wars allemal, wenn auch anstrengend. Danach kamen ein paar Feiertage und wenig private Aktivitäten, da es einfach zu heiß für alles war. Im Bereich Foto hat sich allerdings einiges getan. So wurde ich immerhin gebeten, für die Band, die vor Ramadan im Hard Rock Café spielte, gebeten ein paar Promotion-Fotos für die neue Lokalität -den Music Room in Bur Dubai- zu machen. Meine Fotos scheinen mittlerweile doch recht gut zu sein.

September 2012:
Mittlerweile gibt es nicht einmal mehr viel zu berichten. Was nur Ausdruck ist, wie faul und träge ich geworden bin. Auf dem Papier arbeite ich zwar weniger, aber trotzdem falle ich jeden Tag nach der Arbeit auf die Couch oder das Bett oder den Bürostuhl und bin erstmal zu nichts zu gebrauchen.
Ganz untätig war ich allerdings nicht, denn für Ende September hatten sich meine Eltern zu Besuch angekündigt. Organisation ist alles, sollte aber im nächsten Monat schon über den Haufen geworfen werden.

Oktober 2012:
Auf der Arbeit wird es ernst. Ein Grundkurs fängt an und ich als Ausbilder-Fischchen im Haifischbecken. Der Kurs läuft noch bis Ende des Jahres, aber das Ende werde ich nicht mehr miterleben, da ich meinen Resturlaub nehme um Weihnachten, Geburtstag und Silvester im Freundes- und Familienkreis in Deutschland zu feiern. "Fische sind Freunde, kein Futter" aus Findet Nemo gilt nicht im wirklichen Leben. Es ist nicht immer leicht, aber man wächst mit seinen Aufgaben. Immer wieder bin ich fertig nach der Arbeit, aber vor einer solchen Aufgabe stand ich auch noch nie.
Der Urlaub der Eltern war in der Endabrechnung auch für mich ein Erlebnis. 2 Wochen konnte ich ihnen meine neue Heimat zeigen. Abu Dhabi, Fujairah, Dubai inklusive Besuch des 101. Stock des Burj Khalifa und eine Desert-Safari samt Übernachtung. Kann ich ebenfalls nur empfehlen. Leider, leider hat sich eines meiner Stamm-Hotels in Dubai sich SEHR unbeliebt gemacht. Also musste die Urlaubsplanung für die Eltern über den Haufen geworfen werden, womit auch in diesem Bereich des Lebens bewiesen wäre - Improvisation ist alles!
Als Ende des Monats ein Kollege von RennradFFM zu Besuch kam, klappte das ganze wesentlich besser. Leider war er mit seinem Sohn unterwegs und Train Yas musste somit leider für uns ausfallen. Aber aufgeschoben....
Als Höhepunkt im Oktober 2012 gab es allerdings eine neue Kamera! Eine Nikon D7000. Schönes Spielzeug und ich finde, dass meine Fotos seit dem noch ein Stück besser geworden sind.

November 2012:
Wow - Was für ein Monat! Er startete laut. SEHR LAUT! Das Motorsport laut ist wußte ich, aber nicht, dass er SO laut ist. Meine neue Kamera kam dafür natürlich gleich zum Einsatz und musste in 4 Tagen knapp 5800 Foto verarbeiten. Eine kleine Auswahl der besten Bilder gibt es auf Facebook und habt ihr vermutlich auch schon gesehen. Ebenso, wie die andere Funktion, die mein neues Spielzeug kann. Eingebauter Timer bedeutet, dass ich wunderbar TimeLapse-Fotosshoots machen kann. Hatte ich mich hier ja auch schon drüber ausgelassen. Ich kann euch versprechen, dass für nächstes Jahr weitere Foto-Projekte geplant sind.
Unter der Woche - nach der Arbeit- bin ich meistens zu platt um noch was zu tun. Hätte nicht gedacht, dass 7 Stunden Arbeit SO anstrengend sein können. Trotz allem konnte ich es mir nicht verkneifen und bin an einem Donnerstag zum Start ins Wochenende nach Dubai zum Konzert von Jennifer Lopez.
Auch wenn ich Anfangs sehr dagegen gewettert habe, gestehe ich heute ein, dass es gar nicht soooo schlecht war, wie ich zuerst behauptet hatte. Die Verkaufsstände im Eingangsbereich waren zwar nervig, ebenso wie die Tour-Shirt-Geschichte, aber unterm Strich war es nettes Entertainment. Nicht vergleichbar mit anderen Konzerten, die mir wesentlich länger im Gedächtnis bleiben werden, aber nett.

Dezember 2012 - Das Ende ist nah:
Der 21.12.2012 spukt schon das gesamte Jahr durch die Medien. Was passiert? Die Mayas hatten ja schon so häufig Recht. Vermutlich wird genauso wenig passieren wie in der Silvesternacht 1999 - nämlich gar nichts. Bin mal gespannt, wie viele von den Weltuntergang-Aftershow-Partys tatsächlich stattfinden werden.  Ich werde mir auf jeden Fall an einem möglichen 22.12.2012 ernsthafte Gedanken um diverse Weihnachtsgeschenke machen müssen!. ;)
Die Arbeit geht so Stück für Stück voran und ich hangel mich jeden Tag ein Stück näher an die Rente. Da die aber noch zu weit ist um zu zählen, zähl ich lieber die Tage bis zum Urlaub.


Alles in allem:
Danke für über 13.300 Klicks in den letzten 20 Monaten. Danke für alle Feedbacks, Kommentare oder Emails, die mich in Folge auf den Blog erreicht haben. Ich verabschiede mich hiermit aus dem Jahr 2012 und wünsche euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, ein paar schöne freie Tag und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013 - sofern es denn kommen sollte. Euch allen wünsche ich Glück, Gesundheit, Erfolg und alles, was man sich sonst nicht für Geld kaufen kann.

Ich versuche auch meinen Schnitt im Blog nächstes Jahr wieder auf altes Niveau zu bringen. Einer meiner guten Vorsätze für das neue Jahr.

Samstag, 15. Dezember 2012

Es ist Wochenende!

Darum nur ein vermeintlich kurzer Blog, den ich eben -nach diversen Hopfenkaltschalen- verfasse.
Bereits den gesamten Abend unterhalte ich mich mit Freunden und Bekannten über "Den Hobbit - Eine unerwartete Reise" und die Tatsache, dass ich mir den Film morgen im Kino ansehen will.

Dabei fiel mir auch wieder ein, dass ich am 23. November darüber berichtet hatte (Klick), dass die Tolkien-Erben Warner bzw. New Line Cinema auf 80 Mio. US-$ verklagt haben wegen der Online-Vermarktung des Filmes. Dies sollen die Tolkien-Erben zwar auch nur aus einer fehlgeleiteten Email erfahren habe, wo ich mir dann denke, wenn dem so ist.... In welcher Welt leben die? Mittelerde?

Spaß beiseite. Mich interessiert jetzt, was bei diesem Prozess herausgekommen ist. Meine Online-Recherche (kurz) ergab: NICHTS! Ich vermute einfach mal ins Blaue hinein, dass man sich aussergerichtlich geeinigt hat und diverse Millionen US-Dollar den Besitzer gewechselt haben.
Die Tatsache, dass man darüber aber nichts erfahren hat regt mich nicht so auf wie etwas anderes. Ich hätte es einfach nur interessant gefunden. Aber vermutlich ist es mal wieder unserer schnelllebigen Zeit vor den Computern zu verdanken, dass man nichts davon mitbekommen hat. Griechenland und andere Themen wie z.B. die vor kurzem beschlossene Werkschliessung von Opel in Bochum sind natürlich wesentlich näher und für manche Menschen auch ein drastischer Eingriff in ihr Leben. Wogegen ich aber auch die Meldung über Kate´s Schwangerschaft (Englische Thronfolge Nummer XY) nicht für ganz so wichtig halte. Im modernen, demokratischen Europa hat sich nun mal die Monarchie bereits selbst überholt, aber man beachtet den Königshof immer noch sehr genau. Soll aber nicht mein Problem sein. Freunde von mir sind Eltern geworden und auch innerhalb der Familie gab es Nachwuchs. Interessiert das jemanden außer den unmittelbar betroffenen? Ich glaube eher nicht.

Was ich aber heute -bei der Suche nach dem Urteil im Verfahren Tolkien gegen Warner- gefunden habe, versetzte mich so in Wut, dass ich unmittelbar danach angefangen habe diesen Blog zu schreiben.

Ich habe Tolkiens Werk Mitte der 90er verschlungen. Innerhalb von 2 Wochen war ich durch den Hobbit und den Herr der Ringe durch. Wer die Bücher kennt, weiß von welchen Dimensionen ich gerade rede. Ohne es nachprüfen zu können, würde ich mal sagen, dass es so zirka 1600 Seiten waren. Es hat Spaß gemacht zu lesen und ich stimmte zu dem damaligen Zeitpunkt zu, dass das Gesamtwerk nicht verfilmbar sei.
Mittlerweile hat sich einiges getan in der Filmbranche und auch was die Computertechnik angeht. Waren Handys damals noch so groß wie Telefonzellen, muss man heute 2 Stunden suchen um sicher zu sein, dass man es nicht irgendwo liegen gelassen hat.
Tja. In den 2000er Jahren kam dann auf einmal Peter Jackson um die Ecke und erzählte uns, dass Mittelerde in Neu Seeland liegt. Ein Land, dass ich seit je her schonmal besuchen wollte und es bis heute nicht geschafft habe. Die 3 Filme mit je etwas mehr als 3 Stunden Spielzeit waren schon nicht schlecht, aber es gab doch die ein oder andere Veränderung. Warum muss ich eine Liebesgeschichte mit Happy End einbauen, wo es in der Vorlage gar keine gibt? Das bleibt wohl entweder sein Geheimnis oder es war dem Mammon Tribut gezollt. Ohne Liebesgeschichte bekommt man ja nicht mal den legendärsten aller Luxusliner wieder zum versinken, obwohl er einen Eisberg getroffen hat.
Aber auch mit diesen Änderungen konnte ich in einem gewissen Maß leben und sie sogar akzeptieren. Manche Bücher lassen sich nun mal nicht 1:1 umsetzen.
Beispiel: In "Die zwei Türme" (2. Teil Herr der Ringe; Bücher 3 und 4) tauchen Frodo und Sam nicht einmal auf. Versuch mal einen Film aus einer "Serie" zu verkaufen, in dem dein Hauptdarsteller nicht eine Sekunde auftaucht...

Was Peter Jackson nun aber mit "Der Hobbit" angestellt hat, geht eigentlich gar nicht. (Und trotzdem werde ich wohl ins Kino rennen...) Der Film wurde anstelle der üblichen 24 fps (frames per second = Bilder pro Sekunde) mit 48 fps -also doppelt so schnell- gedreht. Dafür braucht man dann vermutlich auch wieder zum Abspielen extra Geräte, die vermutlich einen elend hohen Betrag von den Kinos abverlangt. Weiterhin war nach den ersten Reviews zu lesen, dass die Bilder übertrieben wirken würden und man mit Kopfschmerzen das Kino verlassen würde, und so weiter. Es würde alles künstlich wirken, die Farben verfälschen und was weiß ich nicht noch alles. Falls ich es in meinem relativ straffen Zeitplan ins Kino schaffen sollte, werde ich euch auf jeden Fall meine Eindrücke vermitteln.
Was mich aber am allermeisten stört, ist die Tatsache, dass neben diversen Online-Spielen und Facebook-Seiten usw. dass "Der Hobbit" -ein Buch von ungefähr 350 Seiten- ein DREITEILIGER FILM wird!
Abgesehen davon, dass mir meine Salzstangen quer im Hals hingen und ich einen elenden Hustenanfall bekommen habe, geht das meiner Meinung nach gar nicht. Das hat vielleicht funktioniert als Sheherazade ihrem Khalifen diverse Geschichten über eintausendundeine Nacht erzählt hat, aber nicht für ein Buch, dass die Vorgeschichte zu einem Dreiteiler mit dem vielfachen Volumen ist.
Das Konzept "Star Wars" funktioniert nicht immer. Ich habe gestern mit einem Kollegen darüber sinniert, was passiert wäre, wenn die ersten drei Teile (Episoden 4, 5 und 6) kein Erfolg geworden wären... Wir wären vermutlich von den Episoden 1 bis 3 verschont geblieben. Aber der Erfolg gab George Lucas (leider) Recht. Wir kamen weiterhin überein, dass dieses Fortsetzungskonzept nur bei sehr wenigen Reihen -wie zum Beispiel Star Trek- funktioniert. Allerdings gibt es auch dort Lücken und Probleme.

Meiner Meinung nach hat sich in den letzten 10 Jahren nicht mehr so viel in FX- und Filmtechnologie getan, wie in den 40 Jahren zuvor, was die Frage aufwirft:
WARUM WURDE "DER HOBBIT" UND "HERR DER RINGE" NICHT CHRONOLOGISCH GEDREHT? 
Ich muss leider zu meiner Schande selber eingestehen, dass ich zu sehr Fan bin um mir diesen Film auf Großleinwand entgehen zu lassen. Ich werde -wie bereits erwähnt- meine Meinung zu dem Film hier schreiben und ich versuche weiterhin objektiv zu bleiben. Aber leider ist bereits jetzt meine Vorfreude auf den Film getrübt. Das hat mehrere Gründe...:
1) Muss ich jetzt wieder jeweils 1 Jahr warten, bis ich den nächsten Teil zu sehen bekomme?
2) Warum war es nicht möglich einen Film daraus zu machen, wenn man schon in der folgenden Geschichte so viel geändert hat?
3) Warum muss man bei solchen "Monumentalen" Projekten unbedingt neue, unerprobte Technologien zum Einsatz bringen? (Stichwort: 48 fps)
4) Warum das Gezänk mit den Tolkien-Erben erst öffentlich machen, wenn man anschliessend alles unter den Tisch kehrt?

Ich hoffe, dass ich noch meinen Spaß an dem Film haben werde.
Für alle, die noch keinen ersten Eindruck von dem Film haben, verlinke ich mal den Trailer aus dem Englischen. So wie ich mir den Film morgen ansehen werde (allerdings ohne arabischen Untertitel)


Donnerstag, 13. Dezember 2012

Für eine Hand voll Dollars, äh Autos

Es gibt neues zum Thema "Verkehr" aus den Emiraten.

Selbst bei Neuwagen, wie ich mir letztes Jahr im Dezember einen geleistet habe, gibt es eine Zulassung nur für 1 Jahr. Um seine Zulassung zu verlängern muss man eine neue Deckungskarte bei einer Versicherung beantragen. Der Wechsel zwischen den Versicherungen ist einfacher, als in Deutschland, da die Versicherungen nur befristete Verträge ausgeben. Dann muss man mit seinem Auto zur Technischen Durchsicht und zum Traffic Department, um seine Zulassung zu verlängern. Dazu sollten aber alle Strafzettel bezahlt sein, weil dies ansonsten nicht funktioniert.

Soweit so gut. Anfang Dezember hielt ich meinen Lancer für einen Reisebus und mit einem abgelaufenen Parkticket braucht man sich dann in Dubai nicht über den Strafzettel wundern. 200 Dirham (grob 40 Euro) für illegales Parken. Passiert halt.
Von dem einen erhielt ich die Auskunft, wenn ich zum Traffic Department Abu Dhabi gehe, bekomme ich Abu Dhabi Kennzeichen, von einem anderen bekam ich die Aussage, dass es keinen Unterschied macht, zu welcher Behörde ich gehe.
Wegen dieser unterschiedlichen Aussagen, und ich mir nicht den Stress der Ummeldung machen wollte, fuhr ich vor ein paar Tagen nach Fujairah und wollte mich dort um alles kümmern. An der Ostküste angekommen führte mich mein Weg direkt zur Hauptpost, wo man seine Strafzettel auch bezahlen kann. Schlange stehen ist nichts neues. Als ich dran kam, und mir 210 Dirham (200 AED für den Strafzettel + 10 AED Gebühren) für Dubai abverlangt wurden, kam der freundliche Hinweis "Cash only"... Verdammt! Genialerweise gibt es natürlich auch keinen Geldautomaten im Postamt. Also zu meiner Bank gefahren, zurück zur Post, wieder in die Schlange gestellt und meine 210 Dirham bezahlt und 3x nachgefragt, ob noch andere Strafen offen seien. Dies wurde verneint. Perfekt!
Einmal über die Strasse zur Versicherung, doch leider war dort schon Büroschluss. Ab morgen früh 8 Uhr hätte ich wieder die Möglichkeit vorbei zu kommen.

Da ich weiss, was mitunter im Traffic Department los ist, befürchtete ich das schlimmste. Morgens um 8 Uhr also nach einem schönen Abend mit ehemaligen Kollegen zur Versicherung. Ging alles wunderbar. Das alte Angebot, was eigentlich schon gut war, wurde nach kurzer Verhandlung nochmal unterboten. Ich zahle jetzt für ein Jahr Vollkasko knapp 300 Euro. Die Unterlagen dazu erhielt ich auch umgehend. Also ab zur Technischen Durchsicht, die laut Aussage eines anderen Kollegen besser ist, als ihr Ruf. Gerüchteweise haben es mitunter Neuwagen schwer zu bestehen, aber das sind nun mal Gerüchte.
Dort angekommen wurde meine alte Zulassungskarte begutachtet und gefragt, ob das ein Neuwagen von einem Händler von letztem Jahr sei. Als ich dies bestätigte wurde ich gefragt, was ich hier wollte, weil ich nicht zur Durchsicht müsste. Ich könnte direkt ins Traffic Department fahren. Freude macht sich breit. Alle Strafzettel bezahlt, Versicherungskarte vorhanden, Technische Durchsicht nicht benötigt.
Ein Haus weiter zum Traffic Department Fujairah in Al Hayl.
Der Horror wurde wahr, die Eingangshalle war voll von Menschen. Ticketnummer 220 und gerade wurde die 208 aufgerufen. Noch hatte ich ja Zeit, also alles kein Problem. Grade als ich im Wartebereich Platz genommen hatte, winkt mich ein Offizier an einen Schalter an dem OFF angeschrieben stand. Wie es mir denn ginge, er habe mich schon lange nicht mehr in Fujairah gesehen und ob ich überhaupt noch hier arbeiten würde... Äh, wie bitte? Nach kurzem Smalltalk machte er sich daran meine Daten aufzurufen und sagte mir, dass eine Verlängerung der Zulassung nicht möglich sei, weil noch 2 Strafen offen seien. Jetzt blick ich gar nicht mehr durch, hatte ich doch gestern extra noch nachgefragt, ob noch eine Strafe offen sei.
Tja, da war dann noch einmal Falschparken in Dubai vom 16. Mai 2012 auf der Palme und ein Blitzer aus Fujairah vom 23. Januar 2012 offen. Das Ticket für Falschparken war mir bekannt, da es aber nicht im System aufgetaucht ist, war ich davon ausgegangen, dass es erledigt sei. Der Blitzer war mir komplett neu. Vor allem seit Januar habe ich das ein oder andere Falschparken bezahlt und NIE wurde mir gesagt, dass da noch eine Strafe offen sei, obwohl ich jedes mal nachgefragt habe.
Man kam mir allerdings entgegen und ohne darum zu bitten, wurde mir ein Discount eingeräumt, was ich aber an einem anderen Schalter bezahlen müsste.
Für weniger als 40km/h zu schnell wären 700 Dirham (rund 140 Euro) fällig gewesen, bezahlt habe ich 300 AED (rund 60 Euro). Aber auch an diesem Schalter wurde wieder Smalltalk gehalten. Arabische Gelassenheit halt.
Danach ging das alles relativ schnell. Nochmal 145 AED für die Zulassung bezahlt und ich hatte meinen Aufkleber und die neue Zulassungskarte in der Hand.
10:30 Uhr - Ich bin ernsthaft überrascht, wie schnell und Problemlos das alles von statten ging und machte mich relativ bald wieder auf den Rückweg nach Abu Dhabi.
Wie das nächstes Jahr aussieht kann ich noch nicht sagen, aber vermutlich werde ich es dann doch in Abu Dhabi versuchen, da die Offiziere im Traffic Department meinten, es sei ein System und das alles wäre kein Problem. Vielleicht gefällt es mir aber nächstes Jahr auch nicht mehr in den Emiraten, so dass ich keine Verlängerung für meine Zulassung brauche, weil ich nach Deutschland zurück kehre. Das ist aber alles noch in ferner Zukunft. Ich halte euch jedenfalls auf dem laufenden.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Mein Song zum Wochenende

Ja, ich faules Stück Fleisch habe nach einer 3-Tage-Woche schon wieder Wochenende. Mitunter meint es das Leben recht gut mit einem...
Heute ist Nikolaustag. Am Wochenende der 2. Advent. Nicht mehr lang und ich hab Urlaub. Kurz darauf ist Weihnachten, Geburtstag, Silvester, und dann geht es auch schon wieder in wärmere Gefilde zurück nach Abu Dhabi.
Unglaublich, was ein Monat so alles in sich haben kann. Morgen vor einem Jahr ist mein erstes Auto in den Emiraten mir kaputt gegangen. Schade, aber so kam ich zu meinem Lancer. Das bedeutet auch, dass ich vor meinem Urlaub noch die Zulassung von meinem Auto verlängern sollte...
Neben der Arbeit, Studium und der ein oder anderen Freizeitbeschäftigung ist das eine ganze Menge, die ich noch zu erledigen habe.

Trotz allem schaffe ich es immer wieder vor dem Webradio zu sitzen/liegen oder was auch immer und verfolge 90elf, SWR3 oder FFH. 90elf kann nichts dafür, aber sie sind nun mal ein Fussballsender, folglich schalte ich fast nur ein, wenn Bundesliga läuft, und ich es nicht über Dubai Sport sehen kann.
SWR3 und FFH sind da mitunter schon abwechslungsreicher, aber komischerweise, habe ich auf Hessens Weihnachtsradio in den letzten 2 Wochen nicht einmal den Klassiker schlechthin zur Weihnachtszeit gehört.

Ich bin mir sicher, dass ich den ein oder anderen Leser mit meinem Link verärgere, aber einmal im Jahr muss es sein. Und wenn ich es schon nicht durch Zufall im Radio höre, dann wenigstens einmal auf youtube.

George Michael, ich hasse dich für diesen Song!


Dienstag, 4. Dezember 2012

Die Welt dreht sich wieder...

Die Royals aus England erwarten Nachwuchs.
Toll. Was interessiert es mich im Ausland, ob Kate während ihrer Schwangerschaft übel ist oder nicht? Es gibt echt Themen, die wichtiger sind. Das DFL-Sicherheitspapier zum Beispiel. Oder der Schadensbericht zum Brand in einem Dubaier Hochhaus. Hier wird auch mal wieder gezeigt, dass in Dubai NICHTS unmöglich ist.
So soll zum Beispiel -laut Bericht- eine Zigarettenkippe nach unten gefallen sein und dort einen Müllhaufen angesteckt haben. Wenn man aber auf der Seite von gulfnews.com das zweite Bild anschaut (HIER) oder youtube befragt, ist zu sehen, dass das Feuer nicht unten anfing. Oder -wie es jemand in Facebook beschrieben hat- das Feuer hat sich überlegt, dass 34 Stockwerke doch gar nicht so viel seien und man einfach oben anfangen könne zu brennen.
Schon komisch, aber eine der Stilblüten, die dieser Brand trägt: Die Regierung von Dubai ist dabei ein Gesetz auf den Weg zu bringen, dass einem verbietet auf seinem Balkon zu rauchen...

Ich lass das ganze jetzt einfach mal so stehen und werde mich nicht weiter dazu äußern.

Schön allerdings, dass der letzte Urlaub des Jahres nicht mehr weit entfernt ist. Und dank Ingo hat mein Adventskalender jetzt keine 24 Türchen mehr, sondern nur noch 21... ;)

Sonntag, 2. Dezember 2012

In allen Ehren

Alles gute zum 41. Jahrestag zur Gründung der United Arab Emirates.
Ich habe -seit ich in Abu Dhabi wohne- mir feste vorgenommen, mir den Nationalfeiertag an der Corniche, dem Epizentrum des Tages, zu verbringen und bin jetzt, wo ich es für mich beendet habe enttäuscht!

Da ich zeitig unten in der Corniche-Road war, fand ich auch relativ leicht einen Parkplatz. Was ein Kunststück ist, wenn man sich an meine Beschreibung über die Parkplatzsituation erinnert. (HIER)
Da heute Feiertag ist, ist das Parken sogar kostenlos. Ich hatte 2 Dirham (40 Cent in Deutschland) für eine Stunde eingeworfen und stellte fest, dass meine Parkdauer dann bis zum 4.12. dauern würde. Nett, brauch ich aber grade nicht, also Geld wieder raus geholt und mal schauen gegangen, was so auf dem Festgelände los ist.
War zwar nicht viel, aber so konnte man ungestört ein paar Fotos machen (folgen später auf Facebook) und auch in aller Ruhe etwas essen. War irgendwie schade, dass sonst niemand mit war, aber so ist dass manchmal, wenn man jemandem sagt, er solle sich bei mir melden und dann kommt NICHTS.
Das ist aber ein anderes Thema und gehört nicht hier rein. Das werde ich persönlich klären.

Das Programm war schon abwechslungsreich und interessant. Der Zauberer war für das Kinderprogramm verantwortlich. Seine Tricks und Künste fand ich jetzt nicht so überzeugend, aber viele Kinder habe ich dort auch nicht gesehen. Also weiter...
Vorbei fliegender Hubschrauber mit überdimensionierter Landesflagge, Desert Falcons mit einer Flugshow, ein Emirate, der wegen seinen Sandburgen im Guiness-Buch der Rekorde steht. Alles ganz nett.
Dann ging die Parade auf der Straße los. Einige Autos sind ja bereits seit Tagen geschmückt, beklebt, dekoriert, aber unter dem Strich war ich enttäuscht. Vielleicht ist es auch nur in meiner Erinnerung so, aber ich hatte den Eindruck, dass letztes Jahr in Fujairah -in der Relation- mehr los war. Einen Großteil meiner schlechten Laune, hat aber auch die Verkehrsregelung und -führung zu tun. Ich habe mich lange Zeit an 2 unterschiedlichen Plätzen aufgehalten, niemanden gestört, niemanden gefährdet und nur das ein oder andere Foto (vielleicht auch etwas mehr) gemacht und mich ruhig verhalten. Zwischen 16:45 Uhr und 18:55 Uhr war das anscheinend auch alles in Ordnung. Zwischenzeitlich wurde die Kreuzung gesperrt und man konnte auf der Corniche Road nur noch gradeaus fahren. Dann dauerte es auch nicht mehr lang, bis man von teilweise hochrangigen Offizieren des Platzes verwiesen wurde. Als anständiger deutscher Staatsbürger, leistete ich der Aufforderung natürlich Folge und hatte mir schon einen anderen Platz an der Kreuzung ausgesucht. Doch da dürfte ich noch kürzer bleiben.
Als ich mich nach ein paar Minuten mal hinsetzte, wurde ich von einem noch höherrangigen Offizier wieder aufgefordert meinen Platz zu verlassen. Die Araber neben mir wurden nicht belästigt. Scheint doch so, dass ich die falsche Nationalität habe... (Selbstzensur)
Beide Aufforderungen waren allerdings in einem derart pampigen Ton, dass es mir reichte und ich meine Sachen ins Auto gepackt habe und heim bin. Schade um das Feuerwerk um 20:30 Uhr, dass ich gerne noch gesehen und fotografiert hätte. Ich kann auch verstehen, dass man nicht so gut gelaunt ist, wenn man am Nationalfeiertag arbeiten muss. Aber trotzdem... Vielleicht will ich mich auch grade ein wenig aufregen, und das ist mein Ventil. Besser gehts mir immer noch nicht. Ich bin immer noch, leicht aggressiv. Leider. Ich habe auch manchmal schlechte Laune und darf die auch nicht an gewissen Personen auslassen, auch wenn ich es manchmal SEHR gerne machen würde...

Ich denke, dass ich nächstes Jahr NICHT an der Corniche sein werde (allein, wie viele anderes Volk abgeht), sondern irgendwo anders, wo ich vielleicht etwas mehr Ruhe finde. Fotos würde ich vorher schon gerne machen, denn die Dekorationen und Beleuchtungen sind teilweise schon sehr kreativ und spektakulär.
Diese Foto ist zum Beispiel gestern (01.12.2012) entstanden.
Atlantis Hotel auf der Palme in Dubai von der Seeseite aus.
10mm Brennweite; Blende 3,5; 1/50 Sekunde Belichtung; ISO: 6400; Ohne Stativ
Nur mal so für die Fotofreaks in meinem Blog.


Freitag, 30. November 2012

Hoch und Tief - Neues von mir und den Emiraten

Ich weiß, dass ich viel zu selten schreibe. Ich kann mich immer wieder nur entschuldigen, weil die Arbeit vieles von mir abverlangt. Dann hab ich dies noch zu tun, und das, und überhaupt.

In meinem Leben geht es momentan hoch und runter. Mal besser, mal weniger gut. Ihr müsst euch aber keine Sorgen machen. Es geht mir immer noch gut. Ich bin immer noch in den Emiraten, habe meinen Job, habe meine leichte Erkältung vertrieben und geniesse das Leben.

Neulich hat George Takei auf seinem Facebook-Profil (klick) mal wieder ein schönes Bild geteilt, dass ich euch nicht vorenthalten möchte:


Zur Erinnerung: George Takei ist unter anderem Mr. Sulu aus Star Trek (Das Original mit Kirk, Spock und Uhura)

Von der Arbeit will und kann ich nicht viel schreiben, aber ich hätte nicht gedacht, dass der Job als Lehrer/Ausbilder so anstrengend sein kann. Ich verstehe langsam, was meine alte Klassenlehrerin Frau Nerad für einen Stress mit mir hatte. Ich möchte mich hiermit für all die Jahre entschuldigen. Aber ich merke auch, dass ich mich dadurch weiter entwickle. Menschlich, wie fachlich und persönlich. Ich bin gespannt, wo die Entwicklung mich hinführen wird.
Das Studium läuft soweit auch nach Plan. Soweit man das nach der kurzen Zeit sagen kann. Ich bin froh, dass mein Kollege Ingo mich auf die Idee gebracht hat. Wer sich weiterentwickelt kann was aus sich machen. Wer stehen bleibt, hat verloren. Auch dafür Danke.

Privat geht es auch voran. Zeit zum fotografieren finde ich im Moment leider zu selten, aber wie würde schon das Emirates Palace mit einem wolkenverhangenen Himmel aussehen? Man erwartet doch immer blauen Himmel und Sonnenschein von Abu Dhabi. Ist zwar nicht so, aber nach dem Gewitter heute morgen klart der Himmel das erste Mal seit Tagen wieder auf und ich werde nachher eventuell mal los ziehen um wieder Fotos zu machen.
Die nächsten Tage wird Abu Dhabi -so wie alle Emirate- auf dem Kopf stehen. Am Sonntag feiert man den 41. Jahrestag des Bestehen der VAE. Ich habe es letztes Jahr in Fujairah erleben können und wenn das schon so dort abgeht, bin ich gespannt, was in der Hauptstadt los ist. Nach Aussage aller Kollegen kommt man zwischen der fünften Straße und der Corniche zu Fuss besser voran, als mit irgend einem anderen Fortbewegungsmittel. Allerdings solle man auf Sprühschaum aus der Dose aufpassen. Mal schauen, ob ich irgendwo einen schönen Platz finde, aber ein paar Fotos sollten drin sein.
Hier schon mal das Logo zum Nationalfeiertag, das Abu Dhabi Police auf Facebook geteilt hat:

Ich verspreche euch, in den nächsten Tagen mal wieder öfter zu schreiben. Denn der Countdown zum Urlaub läuft. Am 21.12. gehts nach Deutschland. Wenn man an den Maya-Kalender glaubt, habe ich einen Logenplatz; wenn nicht freue ich mich auf Weihnachten in Deutschland.

Freitag, 23. November 2012

Vertrag ist Vertrag!

Der Vertragsabschluss ist dabei nicht festgelegt, ob ein Vertrag mit Handschlag, per Unterschrift oder gar per Beglaubigung fixiert wurde, ist einzuhalten!

Im jüngsten Beispiel wird über einen Vertrag gestritten, der im Jahr 1969 unterzeichnet wurde.
In diesem Rechtsstreit kämpfen aktuell Tolkiens Erben gegen Warner Bros.
Warum? Das hab ich mich auch gefragt und mir mal ein wenig "Die Welt" zu Gemüte geführt. Laut dem Vertrag aus 1969, wo unter anderem die Filmrechte geregelt sind, ist nur "dingliches Merchandising" vereinbart.
Tolkiens Erben sind der Meinung, dass Warner den Vertrieb der "inkriminierten digitalen Produkte" einstellen soll. Weiterhin fordern Sie 80 Millionen US-Dollar (rund 62 Mio. €).

Ich bin ehrlich. Die Einstellung der digitalen Werbung wäre ein Segen. Wobei ich persönlich der Meinung bin, dass die Werbung für "The Hobbit" nicht übertrieben ist. Es gibt andere Filme, die viel schlimmer digital (im Netz) vermarktet werden. Andererseits betrifft diese Klage, die von den Tolkien-Erben auch Online-Spiele, Apps, Seiten in sozialen Netzwerken, und so weiter. Eigentlich gar nicht so verkehrt diese Vorstellung. Früher war nicht alles schlecht. Und wenn man bedenkt, wie viel jeder einzelne Mensch vor dem Computer sitzt....

Interessant ist aber, dass man sich von Tolkien-Seite auf den Vertrag von 1969 beruft. Natürlich ist dieser immer noch gültig. Aber mittlerweile hat sich halt einiges geändert. Trotz allem ist ein Vertrag, ein Vertrag, an den man sich halten muss. Egal aus welchem Jahrhundert dieser Vertrag stammt.

Ab Montag (26. November 2012) kümmern sich jedenfalls um die Gerichte um diesen Vertrag und um die Frage, was "moralisch" und vertraglich -also "DINGLICH" ist. Warner hat diesen ganzen Vorgang bisher NICHT kommentiert. Warum auch. Man wird sich Montag vor Gericht setzen und vor einem Urteilsspruch einigen. Die geforderten 80 Mio US$ sind -meiner Meinung nach- ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man die Einnahmen allein aus den Kinokarten mal prognostizieren würde. Ich gehe nämlich davon aus, dass viele, SEHR viele Menschen sich weltweit darauf freuen "The Hobbit" endlich im Kino zu sehen. Ich bin einer von ihnen. Wenn ich mal ohne jegliche Kenntnis von anderen Filmen schätzen müsste, würde ich sagen, dass spätestens nach 2 Wochen die 80 Millionen eingespielt sind. Dann kommen noch DVD/BlueRay dazu und so weiter. Also Sachen, die man "greifen" kann (Stichwort: Dinglichkeit").

Auf die Idee, dass man noch ein wenig Geld oder Pressewirksamkeit erzeugen möchte, WILL ich jetzt nicht kommen. Alles was ich will ist endlich diesen Film sehen...!

Trotz aller Kritik...

Dass ich so wenig schreiben würde, sitze ich nun endlich mal wieder an einem Schreibtisch und schreibe einen Blog.
Doch welchen zuerst? Themen hab ich mehrere, aber ich fange einfach mit dem aktuellsten an.
Gestern Abend war ich in Dubai auf dem Konzert von Jennifer Lopez.
Die "Dance again World Tour" machte Halt in Dubai Media City. Abgesehen davon, dass es 4 unterschiedliche Zeiten für die Tor-öffnung gab und man auch ansonsten mehr wissen musste, wo man hin will war ich eigentlich relativ optimistisch auf einen schönen Abend. Musikalisch und Darbietungstechnisch war das ja auch der Fall, aber die Rahmenbedingungen stimmten so überhaupt nicht.

Ich habe Verständnis für Merchandising und den Verkauf von Tour-T-Shirts. Gegen Essen und Trinken ist ja auch nichts einzuwenden, aber:
Werbe- und Verkaufsstände von
- du (Mobilfunkanbieter in den VAE - sponsort auch Vettel)
- samsung
- JLo-Parfüm
- Playstation
- Gilette Venus
- Audi
- Virgin Radio
- Rixon Hotels und so weiter... Finde ich dann doch etwas übertrieben. Und ganz klein in der Mitte ein Stand, an dem 4 T-Shirts hingen. Jedes Mal das gleiche Motiv. Vorne ein Foto von La Lopez und auf der Rückseite "European Tour" und ein paar Städte. Kein Jahr, kein Datum, nichts dergleichen. Danke brauch ich dann auch nicht.
Also hab ich mein kleines blaues Armband und bin mir am überlegen, was ich nun anstelle. Da es anfänglich noch ziemlich leer beim Catering war und ich noch nicht wirklich dazu gekommen bin was zu essen also erstmal da hin. Am Eingang zum Cateringbereich erstmal ein zweites Armband bekommen, denn nur mit 2. Armband bekommt man auch ein Bier. Ich hab mich gefreut, dass JW Mariott das Catering übernommen hat und pflegte Hoffnung auf was anständiges. Tja. Der gleiche heiße Hexe-Burger wie an der Rennstrecke in Abu Dhabi, aber 15 Dirham billiger. Schön! Und mein Bier? "Wir haben Tiger oder Sol" "Was kannst du mir empfehlen?" "Keines, ich trinke die beiden nicht, weil sie mir nicht schmecken" Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen, oder?
Während der Wartezeit auf La Lopez meinten dann auch noch ein paar zusätzliche Verkäufer auftauchen zu müssen. Was interessiert mich die TimeOut Dubai? Oh, ich fange schon wieder an mich aufzuregen... Pause!
Genau wie im Amphitheater. Auf den großen Video-Wänden laufen Werbetrailer von allen, die irgendetwas dazu beigetragen haben, dass dieses Konzert stattfindet und ein DJ von Virgin versucht Stimmung rein zu bringen, dass aber auch eher halbherzig.
Mittlerweile ist es kurz vor 21 Uhr und die ersten Kinder, die nicht mehr rumtoben oder auf Mamas Arm sitzen legen sich ohne Gehörschutz in den Buggy und schlafen. Aber zur Ehrenrettung einiger Mütter: Ich habe auch Kinder mit Gehörschutz gesehen, ob es aber nötig ist sein Kind auf ein Konzert mitzuschleppen, weiß ich auch noch nicht. Oder ob ich wollen würde, dass meine Frau im 8. Schwangerschaftsmonat auf ein Konzert geht. Ich weiß nicht.

La Lopez hat es dann jedenfalls gegen 20 nach neun auf die Bühne geschafft. Schon nicht schlecht, was Madame da so abgeliefert hat und bei den Unmengen an Pyrotechnik, die in den ersten 5 Minuten abgebrannt wurde (Nein, keine Bengalos, außerdem Professionell und mit Genehmigung) wußte ich auch, was Dubai Civil Defence auf dem Gelände macht.
Frau Lopez hat -genau wie manche andere Künstler- ihr erstes Konzert in den Emiraten gegeben und sich auf ältere Titel konzentriert. "In the Club" gab es trotzdem auf die Ohren. War gar nicht so verkehrt.




Allerdings glaubt man nicht, wie groß dieses Amphitheater ist. Ich hatte mit meiner Kompaktkamera Probleme mit dem Zoom bzw. dem Fokussieren. Aber das ist eine andere Baustelle.

Ein kleines Highlight war wohl auch, dass JLO gut 90 Minuten eine Show abgeliefert hat, in der sie 5x innerhalb von jeweils 3 Minuten ihr komplettes Dress gewechselt hat. Und neben all den tollen Tanzeinlagen von ihr und ihren Tanzpartnern und -Partnerinnen und der doch überraschend großen Band gab es auch mal einen etwas ruhigeren Song, wo sie sich auch einfach nur mal hinsetzen dürfte. Auch wenn es "Dance again Tour" heißt, Schwamm drüber. Mit den 300 Dirham, die das Konzert Eintritt gekostet hat, hätte ich jetzt aber auch besseres anzufangen gewusst... Ist halt so. Und wenn wir schon beim Thema sind: Anfang Dezember kommt Katy Perry nach Dubai, aber 90 Euro ist mir ehrlich gesagt zu viel. Selbst Metallica letztes Jahr hat weniger verlangt und das war in Abu Dhabi.
Wie auch immer, zurück zu JLo gestern Abend. Der Auslass hat wenigstens gut funktioniert. Der war dann auch mal beschildert, dafür war es dann aber direkt nach dem verlassen des Amphitheater relativ eng. Besonders, weil ein paar halbstarke Jungs der Meinung waren sich mit der Security prügeln zu müssen. Ob die mitbekommen haben, dass hinter ihnen die Polizei stand weiß ich zwar nicht, ich fand es aber ziemlich beunruhigend, dass die die gesamte Zeit über gemütlich im Auto gesessen haben und nichts (!) passierte. Soll aber auch nicht mein Problem sein. Es war noch früh, ich schnappte mir dann ein Taxi und bin weiter gezogen und hab mir einen schönen restlichen Abend in Dubai gemacht.

Samstag, 10. November 2012

Vom Foto zum Video

Ich weiß. Es ist Fussball und eigentlich sollte ich besseres zu tun haben, als einen Blog zu schreiben, aber meine Mainzer haben ja bereits gestern Abend gespielt und alles ist gut. Im Hintergrund läuft Dubai Sport 1 mit Bayern gegen Eintracht und ich sitze -wie so oft- vor meinem Computer.

Wo ich grade eben bei gestern Abend war...
Ich hatte mir für gestern vorgenommen mal was neues mit meiner Kamera ausprobieren zu wollen. Meine erste Time Lapse - oder auch Zeitraffer-Aufnahme. Die Vorbereitungen sind vieles umfassend und das Informationsmaterial im Internet ist . . . MASSIG.

Grundkenntnisse sind vorhanden. Ein Film hat (in der Regel) 24 Aufnahmen pro Sekunde. Bei einer Taktung des Intervalltimers in der Kamera von 8 Sekunden, benötige ich also 24 Bilder in einem Abstand von 8 Sekunden. Diesen Wert von 8 Sekunden findet man immer wieder im Internet und ich finde auch, dass dies so in Ordnung geht. Das Ergebnis sieht jedenfalls schon mal nicht schlecht aus. Allerdings war ich auch etwas kritisch gegenüber dem gesamten Projekt, da man ebenfalls auf vielen Seiten liest, dass eine Zeitraffer-Aufnahme von Tageslicht in die Dunkelheit "Der heilige Gral" wäre... Und ich Anfänger traue mich natürlich gleich an die großen Aufgaben...

Ein Motiv hatte ich jedenfalls relativ schnell im Sinn. Das Emirates Palace und die Etihad Towers von Abu Dhabi. Der Standort war auch relativ schnell gewählt. Marina Village ist ein guter Punkt für so etwas. Kannte ich ja bereits von meinen Ausflügen mit einem Bekannten aus Frankfurt, der mit seinem Sohn hier im Urlaub war. Gemein fand ich allerdings die Leute, die direkt neben mir den Grill aufgebaut haben und sahen, dass ich zusätzlich zur Gegenlichtblende einen weiteren Blendschutz hielt. Auch als die Sonne weg war, roch es noch nahrhaft und ich wurde nicht eingeladen. Müssen sie aber auch nicht. Die meiste Zeit bekommt man bei so einer Aufnahmetechnik sowieso nur komische Blicke. Man steht oder sitzt neben seiner Kamera und die macht Klick-Klick-Klick und man selbst kümmert sich nur sehr bedingt darum. Schön war aber, dass ich von einem Kollegen aus Fujairah zwischendurch Gesellschaft bekommen habe. Allerdings hat sich auch Abu Dhabi Police für die Aufnahmen interessiert. Nachdem wir aber glaubhaft versicherten, dass die Baustelle des neuen Scheich-Palastes nicht mit auf den Fotos zu sehen ist, fanden sie es aber sehr schnell sehr uninteressant und sind wieder gefahren.

Bei einem Intervall von 8 Sekunden könnt ihr euch bestimmt ausrechnen, dass ich einige Zeit  da war um 1000 Fotos zu bekommen, was für rund 41 Sekunden Video reicht. Mit Aufbau, Ausrichten und Einstellen von allen Parametern waren es knapp 3 Stunden, die ich dort verbracht habe. Aber der kluge Mann baut vor, gekühlte Getränke waren vorhanden. Gestern Abend habe ich mir die Fotos nochmal kurz durch gesehen und eine erste Rohfassung erstellt. Nicht so schlecht, wie ich befürchtet hatte und das flackern hielt sich in Grenzen. Heute habe ich fast den gesamten Tag aber mit der Bildbearbeitung verbracht und meine vorübergehende Endfassung erstellt. Ich sage nicht, dass ich es zur Perfektion betrieben habe, aber ich finde ich bin auf einem guten Weg.
Jetzt habe ich 2 von den 1000 Fotos für euch und das Video. Ich wünsche euch viel Spaß damit und ein schönes Restwochenende

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Montag, 5. November 2012

4 Day at the races

Nun kann ich also auch behaupten mal bei der Formel 1 gewesen zu sein.
In Deutschland kennt man ja -über den Fernseher- ja nur das 3. freie Training, sowie das Rennen und mit viel Glück auch noch die ersten beiden freien Trainings am Freitag.

Seit ein paar Tagen war an der Corniche eine Fanzone  eingerichtet, wo man dies und das bestaunen konnte, oder der Nachwuchs an der Playstation sein Fahrkönnen unter Beweis stellen konnte.
Fotos von der Fanzone.

Mir war bewusst, dass es im Rahmenprogramm der Formel 1 noch mehr Veranstaltungen gibt und diese variieren. In Abu Dhabi zum Beispiel fanden auf der Strecke auch noch mehrere Rennen der Australian V8-Supercar Serie auf dem Plan.
Leider war es mir nicht möglich, alle Events davon anzusehen, aber ein paar Fotografen, die ich dort kennen gelernt habe, zeigten mir teilweise spektakuläre Bilder vom 3. V8-Rennen - zu dem ich mich beispielsweise noch auf der Arbeit befand.

Doch beginnen wir den Veranstaltungsplan von hinten aufzurollen. Ich habe ja bereits darüber geschrieben, wann welche Veranstaltung ist.
Donnerstags Pitlane Walk. Man kommt über diverse Ecken und durch manche Tunnel auf die Start- und Zielgerade und darüber in die Boxengasse. Beginnend bei Marussia und den anderen Teams mit höheren Startnummern. Da herrschte immer nur kurzzeitiges Gedränge,  bis die Leute merkten, dass sie lieber bei Vettel, Alonso oder Hamilton stehen. Man konnte also schon ganz gute Einblicke in die Vorbereitungen zu einem Grand Prix bekommen und auch dementsprechend Fotos machen.
Fotos vom Donnerstag (Pitlanewalk)

Ich wusste auch, dass es bei Motorsport (Formel 1) laut zu geht. Sehr laut. Ich hätte aber nicht damit gerechnet, dass es SO laut ist. Genialer Weise habe ich nämlich meine Ohrstöpsel zu Hause liegen gelassen, aber die bekommt man ja überall an der Strecke. Die Gehör ist also gerettet. Schon beeindruckend, mit welch einer Präzision, die Kerle da unten entlang donnern. Und das bei solchen Geschwindigkeiten. Wobei ich aber auch den ein oder anderen Ausritt in die Auslaufzone zu sehen bekommen habe. 1. freies Training, 2. freies Training und dazwischen die Qualifikation der V8-Supercars.
Ich hatte mich für einen Platz auf dem South Grandstand entschieden und nachdem ich das erste Mal auf der Tribüne war, .... Wow. Ich glaubte nicht, dass ich es hätte besser treffen können. Außer vielleicht mit einem Ticket für einen Parkplatz. Aber es ging auch, indem ich mir ein Taxi mit einem Kollegen geteilt habe. Der sich übrigens dafür ausgesprochen hat, seine Fotos zu löschen. Ist erledigt!
Fotos vom Freitag

Samstag - sind wir auch nicht allzu früh an die Strecke, weil zwischen den einzelnen Rennen leider immer sehr viel Zeit liegt. 2 Stunden sind keine Seltenheit. So habe ich kein weiteres Rennen der V8-Supercars gesehen. Samstag war es noch beeindruckender. Mehr Autos auf der Strecke, was automatisch mehr Verkehr bedeutet, aber die Rundenzeiten wurden immer schneller. Das gilt für das 3. Training, wie auch für die Qualifikation.
Fotos vom Samstag

Dann war leider das arabische Wochenende wieder zu Ende, und wir mussten wieder zur Arbeit. Da man aber schöne Arbeitszeiten hat, konnte man pünktlich zur Fahrerparade an der Strecke sein. Also 90 Minuten vor Start der Formel 1 und somit auch das letzte Rennen der V8-Supercars verpasst.
Und ich weiß nicht, wie ich das Rennen beschreiben soll. Ehrlich gesagt, habe ich mich geärgert, als ich hörte, dass Vettel auf den letzten Platz strafversetzt wurde. Aber um ehrlich zu sein, hat dies das Rennen interessant und spannend gestaltet. Es gab viele Überholmanöver, Dreher, Verbremser und auch Unfälle sowie 2 Safety Car-Phasen. Und vieles davon unmittelbar vor meiner Tribüne oder 2 Kurven weiter, was auch noch relativ gut einsehbar war. Einer der anderen Fotografen arbeitete am Sonntag mit Tele-Converter und hat den Unfall von Robert -der zur ersten Safety Car-Phase führte- als Serienaufnahme.
Ich bestreite allerdings nicht, dass man am Fernseher definitiv mehr davon mitbekommt, als an der Strecke. Punkte dafür sind: Die Faszination Motorsport, der Lärm und der Gestank nach Gummi und Benzin bzw. Abgase.
Man könnte sich zwar auch neben die A3 oder A5 stellen, wenn man es darauf anlegt, aber das Flair fehlt. Mal sehen, ob ich nächstes Jahr wieder hingehe. Wenn dann aber nur mit Parkticket!
Fotos vom Renntag.

Eines meiner absoluten Lieblingsfotos vom Wochenende (insgeamt rund 5.800 Fotos) ist dieses:

Freitag, 2. November 2012

Mein Song zum Wochenende

Die kalte Jahreszeit hat nun auch endlich in Abu Dhabi eine Heimat gefunden. Es ist kurz vor 10 Uhr morgens und wir haben grade mal 26°C. Wir brauchen also einen Song zum warm machen.
Weiterhin ist das Wochenende der F1-Zirkus in der Stadt und ich habe für alle Tage Tickets und werde später zum freien Training der Australian V8-Supercar-Serie und der Formel 1 gehen.
Meine neue Kamera wird mit Sicherheit ebenfalls dabei sein. Auf Facebook sind ja schon die ersten Fotos aus der Boxengasse von gestern. Also wird sich dieses Wochenende auch gut unterhalten.

Es finden auch Konzerte statt. Für Zuschauer der Formel 1 gratis, sozusagen als Benefit. Heute Abend Kylie, morgen Nickelback, Sonntag Eminem. Was ich davon mitnehme weiß ich allerdings noch nicht. Kommt ein wenig auf meine Verfassung an. Um den Bogen zurück zu meinem Song zu bekommen: Kylie hat ein Duett mit Robbie gemacht (Kids). Aber ich will Unterhaltung.

Viel Spaß euch, bei was auch immer.


Donnerstag, 1. November 2012

Gedanken zum Sport: RedBullisierung

Ich gebe zu, dass die Zeit nicht unbedingt meine Zeitung ist, aber nachdem ich zum unmittelbar bevorstehenden Formel 1-Grand Prix in Abu Dhabi mein Profilbild geändert habe, erreichte mich ein Link eben dieser Zeitung, mit dem Vermerk, dass ich mich bitte melden solle, wenn ich mein Profilbild wieder von RedBull-Racing in ein anderes nicht werbebasiertes Profilbild geändert habe.

Einerseits kann ich die Argumente verstehen und stimme sogar zu. Die Einflussnahme von Red Bull auf den Sport hat DEUTLICH zugenommen. Alte, bestehende (teilweise sogar sogenannte Traditions-) Vereine haben Ihre Namen geändert um einen Vorteil finanzieller Art daraus zu ziehen. Dies ist meiner Meinung nach zu verurteilen, aber leider -wie ich früher schon mal geschrieben habe- nur schwer zu vermeiden.
Will ich Erfolg haben, brauche ich MEISTENS einen finanzkräftigen Sponsoren im Rücken, der mir hilft wieder da hin zu kommen, wo ich nach eigenen Ansprüchen hin gehöre. Diese Rechnung kann natürlich auch nach hinten gehen. Als schönes Beispiel fällt mir gerade die TSG SAP ein, deren Anspruch an sich selber ist, international zu spielen, aber das mit "Talenten aus der eigenen Jugend und Region". Sieht man ja deutlich im Kader: Wiese, Delpierre, Ochs, Salihovic und Derdiyok um nur ein paar zu nennen.

Wenn ich mich nicht ganz irre -ohne zu recherchieren- hat Red Bull seine Finger bei diversen Fussballvereinen im Spiel. Da wären z.B. Red Bull Salzburg, RB Leipzig und auch einer in den USA, der mir grade nicht einfallen will. Finde ich teilweise in Ordnung, teilweise weniger bis gar nicht. Wenn ein Verein, Sponsoren sucht, ist das legitim, wenn dieser Verein aber dafür seine Seele verkauft stehe ich absolut auf der Seite der Fans, die rebellieren.
Bei Red Bull Racing sieht das ganze schon wieder etwas anders aus. Zwar wurde auch dort Wissen und Technik von einem anderen Team eingekauft, aber das gehört -fast genauso wie im Fussball (Stichwort: Transferperiode)- mittlerweile fast schon zum Tagesgeschäft.
Und trotz allem, steht hier Red Bull in der Verantwortung. Mit all seinem Geld und seinem Ruf. Webber war damals bereits ein erfahrener Pilot, Vettel dagegen ein Jungspund. Mittlerweile ist RBR eines der führenden Teams (zusammen mit Mercedes und -so schwer es mir fällt- Ferrari) in der Formel 1. Und meiner Meinung nach nicht unverdient.

Weiterhin finde ich es lobenswert, dass viele Randsportarten durch Red Bull gesponsort werden. Grade die Extrem-Sportarten -von denen man halten kann, was man will- profitieren extrem von dem Sponsoring durch Red Bull. Die Masse an Red Bull-Events ist mitunter schon etwas unerträglich, aber nun mal das Ergebnis einer freien Marktwirtschaft. Ich (als Red Bull) habe Geld, unterstütze Extrem- und Randsportarten, auf die die "Jugend" anspringt, mit Werbung oder Veranstaltungen und mache dadurch Werbung, die ich von der Steuer absetzen kann und meinen Umsatz und Gewinn steigern kann. Tut mir Leid, aber so funktioniert das nun mal. Ich will auch niemanden dazu zwingen Red Bull gut zu finden. Unabhängig von Sportart, -team oder -event.

Das Thema "Stratosphären-Sprung" habe ich erfolgreich ignoriert und es war mir mehr als SCH****EGAL, in welchem Zustand dieser -Moment- Felix Baumgartner auf dem Boden aufkommt. Ähnlich wie diese Red Bull Airrace...
Was man verfolgt und unterstützt ist einem selbst überlassen. Der große Vorteil einer freien Marktwirtschaft... ;)

Wie ich jetzt für mich mit dem Thema Red Bull umgehen soll, weiß ich allerdings immer noch nicht. Im Fussball bin ich der Meinung, dass die Marke nichts zu suchen hat. In der Formel 1 bin ich Fan vom "Werkseigenen" Team. Da mich der Rest nicht interessiert, verfolge ich es nicht weiter. Missachtung ist mitunter die größte Strafe, darf aber nicht verallgemeinert werden.
trotz allem freue ich mich, wenn ich das Wochenende an der Rennstrecke überstanden habe und die ersten paar tausend Fotos mit meiner neuen Kamera gemacht habe. Dann wird auch wieder mein Profilbild geändert und alles ist wie früher. Richtig?
Letztendlich gilt doch nur:

Dienstag, 30. Oktober 2012

Wie ich bereits sagte...

Unter anderem auf Facebook und auch privat via skype oder Telefon oder persönlich.
Ab Donnerstag bin ich vermutlich nicht mehr ansprechbar. Der Formel 1-Zirkus kommt nach Abu Dhabi oder ist bereits schon da. Deshalb fällt auch heute Train Yas aus.

Trotz allem bin ich glücklich. Ich habe Tickets für die Tribüne und jetzt, wo ich in Abu Dhabi wohne, bekomme ich eine Vorstellung, was dafür alles mobilisiert wird...

An der Corniche (Küstenstreifen) wurde bereits vor einigen Tagen die F1-Fanzone eingerichtet. Viel gibt es dort - meiner Meinung nach - nicht zu sehen, aber 2 Dinge sollte man schon einmal gesehen haben.
Den F999 - Ein funktionsfähiger Formel-Bolide mit Sondersignalanlage der Polizei.

Oder das Falcon-Bike:
Ein Motorrad gebaut von den Jungs von Orange County Choppers, bekannt durch die TV-Serie American Chopper.
Die Details und die Verspieltheit an diesem Chopper sind echt beeindruckend. Ihr könnt euch sicher denken, dass man da leider nicht so leicht dran kommt, aber ich bin beeindruckt und muss nicht unbedingt drauf gesessen haben.

Anyhow - Ab Donnerstag beginnt das Theater auf Yas Marina Circuit. Das Programm ist vielseitig und auch ausführlich. Auch wenn der Porsche--Cup dieses mal genauso wenig im Vorprogramm ist, wie Formel 3000 oder ähnliches, sondern "nur" die Australian V8-Supercars-Serie.
Ein kurzer Überblick:

Donnerstag: 
- Pitlane-Walk

Freitag: 
- V8-Supercar 1. und 2. Training
- Formel 1 - 1. und 2. freies Training
- Kylie Minogue-Konzert (kostenlos für Ticketholder)

Samstag:
- V8-Supercars 1. und 2. Rennen
- Formel 1 3. freies Training und Qualifing
- Nickelback-Konzert (kostenlos für Ticketholder)

Sonntag:
- V8-Supercars 3. Rennen
- Formel 1-Fahrerparade
- Startaufstellung
- Hymne (PFLICHT!)
- Rennen
- Siegerehrung
- EMINEM-Konzert (kostenlos für Ticketholder)

Aber auch die Leute ohne Ticket gehen nicht leer aus. In der Fanzone zum Beispiel wird das Rennen -wie auch schon letzte Woche- auf Großleinwand übertragen. Dort finden ebenfalls Konzerte statt. Unter anderem von Mel C. (ehemaliges Spice-Girl - wer sich erinnert) und andere.

Ich bin auf dieses Wochenende gespannt und befürchte irgendwie, dass ich mich nächstes Wochenende fototechnisch in einem 5-stelligen Bereich bewegen werde. Und das alles mit meiner alten Kamera, aber ich bin guter Dinge und werde euch dann mit Sicherheit an meinen Ergebnissen teilhaben lassen.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Gast-Blog die zweite: Urlaub meiner Eltern in den VAE


Plötzlich war es soweit – manchmal schleicht die Zeit und manchmal rennt sie – wir waren mit unseren Koffern auf dem Weg in die Vereinigten Emirate, um Bernhard zu besuchen und uns ein eigenes Bild von dieser doch etwas anderen Welt zu machen. Etwas mehr als 6 Stunden Flug lagen vor uns. Doch die waren bald überwunden und bei einem Tagesflug gibt es ja auch genug zum aus-dem-Fenster-sehen. Überrascht waren wir, daß um 19 Uhr in Abu Dhabi schon tiefe Nacht war, aber das unterstützte natürlich das Lichtermeer, das uns schon aus der Luft empfing. 
Völlig überrascht waren wir von der überwältigenden Freundlichkeit, die uns von allen, denen wir am Flughafen auf unseren Wegen bis zur Passkontrolle mit Visumerteilung, zum Gepäckband und durch den Zoll begegneten. Wir fühlten uns auch von völlig fremden Menschen willkommen geheissen. 
Schnell haben wir Bernhard in der Menschenmenge entdeckt und schnell waren wir auch mit der Hitzewand vor den klimatisierten Flughafengebäuden konfrontiert. Das war ein Unterschied von ca. 20 Grad zu Deutschland! Und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Die sollte uns auch während des gesamten Aufenthalts die meisten Schwierigkeiten machen. Geschickt verstauten die Männer die Koffer im Auto, die dann vor dem Hotel von den Pagen ausgeladen wurden. Für jeden Handgriff gibt es einen, der ihn uns abnimmt, nichts muss man wirklich selbst tun. Ungewohnt, aber man könnte sich dran gewöhnen.
Abu Dhabi ist eine quirlige Stadt, die uns sehr gut gefallen hat. Neben der Moderne mit ihren Malls findet man durchaus auch ältere Gebäude, die liebevoll gepflegt werden – den morbiden Charme, den man den Arabern hier so nachsagt, haben wir in Abu Dhabi nicht gefunden. Fasziniert waren wir von Heritage Village, das für jedes alte Handwerk ein eigenes Haus bereithält, in dem auch noch wirklich nach alten Traditionen gearbeitet und gelebt wird. Und man kriegt nicht gleich den Eindruck, dass es nur ein Museumsdorf ist. 
Die selbstverständlich in großer Zahl vorhandenen Hochhäuser sind ansprechend gebaut und dekoriert – man könnte fast sagen: es macht Freude, sie anzusehen. Mal ist eines rund, mal ist es eckig (mit allen nur möglichen Ecken-Variationen), mal ist es schief geneigt wie der Schiefe Turm von Pisa, mal hat es noch andere Formen. Für uns unvorstellbar sind auch die Autostraßen: ganz normale Straßen durch die Stadt führen in jeder Richtung mindestens 2 Spuren! Zum Abbiegen sind es dann manches Mal bis zu 6 Spuren! Und alles ist begrünt – mit einem enormen Aufwand wird für die notwendige Bewässerung gesorgt – und nachts ist alles taghell beleuchtet. Welch eine Energieverschwendung!
Bei diesem Stichwort fällt sofort noch ein Phänomen ein: ein Auto fährt vor einem kleinen „Tante-Emma-Laden“ vor, hupt, es kommt jemand aus dem Geschäft gelaufen, der durch das Spaltbreit geöffnete Fenster einen Zettel erhält, verschwindet und kommt mit den bestellten Waren wieder zum Auto zurück. Und das alles nur, um nicht bei der Hitze aussteigen zu müssen, sondern mit laufendem Motor und funktionierender Klima-Anlage im Auto sitzen bleiben zu können.
Erwähnenswert ist auch unser Besuch in der „Großen Moschee“ - ein wahres Wunderwerk an Baukunst! Es ist müßig anfangen zu wollen, alle Superlative, die diese Moschee in sich birgt, aufzählen zu wollen. Nur soviel: sie ist die viertgrößte der islamischen Welt und – wir denken- in ihrem Prunk unübertroffen. 
Eine der tollsten Erfahrungen, die wir während unseres Aufenthalts machen konnten, war eine Wüstensafari mit Übernachtung. Die Fahrt durch die Dünen, oft hatte man fast Angst vor dem Umkippen des Geländewagens, war zwar mehr Klamauk – aber das gehört auch dazu. Und der obligatorische Kamelritt – wenigstens die letzten 500 Meter bis zum Camp – das musste wohl von der touristischen Erwartung her erfüllt werden. Aber völlig unerwartet war die freundliche Begrüßung, die liebevoll hergerichteten „Wohn- und Esszimmer“ auf zwei verschiedenen Teppichen  und dann das arabische Essen. Es war einfach nur ein Traum! Und trotzdem konnte das noch getoppt werden von dem dunkelblauen Nachthimmel mit den abertausenden von Sternen, die man sonst wegen der vielen Lichtquellen ringsum gar nicht wahrnimmt. Und diese Stille! Man konnte das Blut in den Ohren rauschen hören – so leise war es. Allerdings nur bis wir in unsere Feldbetten in den Beduinenzelten verschwanden. Dann machten uns die Antilopen und was sonst noch alles da herum schlich und -trampelte klar: das ist eigentlich unser Zuhause und wir dulden Euch hier nur!
Beim Frühstück am nächsten Morgen zeigten sie sich uns ganz nah, waren aber zum Glück noch nicht so verdorben, dass sie von unserem Frühstück etwas abhaben wollten.
Ein wunderbarer Anschluss an die Wüste war die Fahrt quer durch's Land und über das Hajjar-Gebirge nach Fujairah, das bei aller Urbanität auf uns den Eindruck eines leicht verschlafenen, in sich ruhenden Seebades machte. Wir konnten uns sehr gut vorstellen, dass Bernhard sich hier als Anfang seiner Zeit in den Emiraten sehr wohl gefühlt hat. Es fällt uns zur Beschreibung von dieser Stadt immer wieder der englische Ausdruck „cosy“ ein. Man konnte sich rundherum wohl fühlen.
Und eine Besonderheit der Emirate haben wir dort kennengelernt: die Bullenkämpfe, bei denen die Tiere völlig unblutig herauszufinden versuchen, wer von ihnen der Stärkere ist und wer wem zu weichen hat. Sehr beeindruckend!
Die nördlichen Emirate haben wir auch alle kurz kennengelernt und sei es nur dadurch, dass wir eine „All-Emirates-Tour“ gemacht haben, um mit dem größtmöglichen Umweg unter Abarbeitung der meisten Sehenswürdigkeiten endlich nach dem hochgerühmten Dubai zu kommen. Es tut uns wirklich sehr leid und wir entschuldigen uns bei dem Emirat Dubai – aber dort hat es uns nicht gefallen. Dort waren uns zu viele eintönige Hochhäuser, zu viele Baustellen – noch in Betrieb oder auch eingestellt – und die schon zur Gewohnheit gewordene Freundlichkeit haben wir leider auch nicht gefunden. Wir haben uns dennoch die Hauptsehenswürdigkeiten von Dubai angeschaut, haben als eines der „Must Do!“ den Burj Khalifa mit dem Lift erklommen und auf die Stadt heruntergeschaut, waren in den verschiedenen Soukhs und haben auch im Schatten des Burj Al Arab gesessen. Aber dann zog es uns wieder nach Abu Dhabi, wo wir die letzten Tage unseres Aufenthalts in einer anderen Welt sehr genossen haben. Lieb gewordene Plätze haben wir noch einmal besucht und als neuen Punkt noch den Yas Marina Circuit auf einer Rundfahrt über die Rennstrecke kennengelernt. 

Es waren wunderschöne Tage und wunderbare Erfahrungen, die wir in uns aufnehmen durften. Fast möchten wir uns wünschen, dass Bernhard noch ein bisschen länger in den Emiraten bleibt, damit wir noch einmal einen so schönen Ausflug machen dürfen.

Samstag, 20. Oktober 2012

Respekt und herzlichen Glückwunsch

Der FC Bayern München hat es geschafft und (mal wieder) Bundesliga-Geschichte geschrieben.
8 Spiele - 8 Siege!
Alleiniger Halter des neuen Startrekords.
Bisher musste man sich diesen Rekord teilen unter anderem mit Kaiserslautern und zuletzt Mainz 05 teilen. Als FC Hollywood kann man sich natürlich sowas nicht leisten. Als Rekordmeister, Rekordpokalsieger, etc. will man ALLE Rekorde für sich alleine. Und dieser Rekord ist nun auch in alleiniger Hand.
Quelle: kicker.de
Es ist kein Geheimnis, dass ich kein allzu großer Fan der Bayern bin und eigentlich nur im Internationalen Geschäft ein wenig mit den Bayern hoffe. Wenn ich den Gegner allerdings sympathischer finde, wird es so schwer, dass ich mich in der Regel eher neutral verhalte.

Allerdings muss ich anerkennen, dass es eine enorme sportliche Leistung ist, dass man nach 8 Spielen 24 Punkte hat. Ich kenne nur aus eigener Erfahrung, nach 7 Spielen 21 Punkte zu haben. War wunderbar, aber Ehre, wem Ehre gebührt.
Ehre gebührt auch der Eintracht aus Frankfurt, die als Aufsteiger Bayern-Jäger Nummer 1 ist.

FC Bayern-Fans - streicht euch diesen Tag rot im Kalender an.
Ich verneige mich ehrlich vor der Leistung eures Vereins! Es sieht so aus, dass Geld (zumindest in Deutschland) DOCH Tore schiesst.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Persönlicher Song zum Tag

Es ist zwar noch kein Wochenende, aber es ist mir ein persönlches Anliegen mich irgendwie über die ein oder andere Entwicklung zu äußern, obwohl es einen Maulkorb gibt.
Es wird keine Details geben, aber betroffene Personen können sich denken, dass Sie gemeint sein könnten. Wer sich trotzdem angesprochen fühlt kann es geniessen.

Wie so oft, hat man Wünsche im Leben. Der eine behält sie für sich, der andere posaunt sie in die Welt hinaus, ob man es nun wissen will, oder nicht.
Ich habe auch Wünsche und Hoffnungen, aber teilweise hoffe ich, dass diese wahr werden, oder eben auch nicht. Denn wenn man alle seine Wünsche erfüllt bekommen würde...? Was wäre das für eine Welt? Ihr merkt, dass ich auf ein gezieltes Song-Zitat abziele.

I wish I may, I wish I might 
Have this wish I wish tonight 
I want that star, I want it now 
I want it all and I don't care how 

Dies ist natürlich eine gefährliche Sache, aber das kann es auch sein, wenn man auf Gandalfs Rat hört und tatsächlich -entgegen aller Ratschläge- einen Schritt vor die Tür setzt. Denn wenn man nicht aufpasst, tragen einen die Füße dorthin, wo man nicht sein möchte.
Andererseits sind Wünsche genauso gefährlich. einmal ausgesprochen, existieren Sie. Natürlich gibt es gute Wünsche. So wie ich zum Beispiel neulich einer Bekannten viel Glück bei der neuen Arbeitsstelle gewünscht habe, dass sie leider dann doch nicht hatte. Oder aber mein Wunsch, dass ich meine Freundin zu Weihnachten sehe. Mittlerweile sind wir getrennt, aber wir können damit einigermaßen umgehen. Ob, wie und wann wir uns sehen, ist noch nicht endgültig entschieden. Aber meinen Wunsch später im Jahr an meinem Geburtstag nahezu ungestört zu sein, wird sich mit ziemlicher Sicherheit erfüllen. Dafür werde ich schon sorgen!
Jetzt viel Spaß mit King Nothing von Metallica.


Sonntag, 14. Oktober 2012

Wie verderbe ich anderen Leuten den Tag...

Prinzipiell ist das ganz einfach. Unabhängig von der Arbeit, oder der Freizeit. Möglichkeiten gibt es viele. Der aktuelle Fall betrifft die Freizeit und muss erstmal erklärt werden.

Parkplätze sind in Abu Dhabi nicht so reichlich vorhanden, wie in anderen Städten. Aber wie in den meisten Großstädten ist jeder Parkplatz hart umkämpft. Besonders wenn er kostenlos ist. Dazu eine kleine Übersichtskarte von meiner Wohngegend.
Zum besseren Verständnis: Die Strasse mit der grünen Linie ist zwar offiziell kostenpflichtig, wird aber von Mawaqif (vergleichbar mit dem Ordnungsamt in Deutschland) nicht kontrolliert. Nur werden alle paar Monate von dort Autos abgeschleppt, die nicht bewegt werden.
Die rot markierten Flächen sind kostenpflichtig und mit Anwohnerparkausweis. Deshalb musste ich auch neulich 500 Dirham Strafe zahlen, allerdings bekommt man innerhalb von 2 Wochen darauf 25% Rabatt. Aber das ist ein anderes Thema und ich werde mich noch ausgiebig dazu äußern.


Die Straße mit der langen roten Linie ist in beide Fahrtrichtungen befahrbar und mit 3 Humps auch relativ übersichtlich. Parken darf man nur oberhalb der roten Linie. Bei näherer Betrachtung sieht man eventuell auch das ein oder andere Auto.
Die Straße mit der grünen Linie hingegen ist eine Einbahnstraße. Auf dem Bild ist der Verlauf von oben links nach unten rechts. Deshalb kann und darf auch auf beiden Seiten geparkt werden. Auf diesem kürzeren Stück gibt es übrigens einen Hump mehr.

Leider meinen viele meiner Mitmenschen, dass Regeln nur für andere gelten. Ich gebe zu, dass ich dort auch schon gegen die Einbahnstraße eingebogen bin, aber dann auch nur, wenn der erste oder zweite Parkplatz frei war. Meistens komme ich sowieso von oben angefahren, dass ich gar nicht erst in Versuchung komme. So auch heute!
Ich komme von oben runter und hatte eigentlich schon resigniert und mich darauf eingestellt, dass ich weit zu meiner Wohnung laufen müsste. Dann wurde allerdings ein Parkplatz frei. Ich hab mich schon richtig gefreut und dann kommt so eine blöde Tussi gegen die Einbahnstrasse und stellt sich gegen die Fahrtrichtung auf den eben frei gewordenen Parkplatz. Boah, war ich sauer, aber ich habe eine gute Erziehung genossen und so habe ich sie doch gebeten mal das Fenster zu öffnen.
Auf die Frage, ob sie wüsste, dass dies eine Einbahnstrasse sei kommt eine tolle Antwort. "Ich wohne hier seit 6 Jahren und das ist keine Einbahnstrasse."
Na gut. Ich bin mir sicher es besser zu wissen und kontrolliere meinen Wissensstand. Daraufhin gehe ich zurück zum Saab der netten Dame und bitte sie kurz mitzukommen. Madame scheint sich mittlerweile gar nicht mehr so sicher zu sein, denn sie argumentiert, dass gerade im unteren Teilstück doch sooo viele falsch herum (von unten nach oben auf der Karte) parken würden.
Kann schon sein, aber die machen es alle falsch. Aber immerhin, sie kommt mit...
An der Einmündung (auf der Karte unten) angekommen frage ich sie höflich aber bestimmt (unter dem Hinweis, dass ich mit der Parkplatzsituation hier auch nicht zufrieden bin) was denn bitte das folgende Schild bedeutet...:

Schon erstaunlich, wie schlecht das Erinnerungsvermögen von manchen Menschen ist. Und die Ausrede, dass dieses Schild noch nicht so lange dort hängen würde, lasse ich einfach unkommentiert. Sie hat allerdings versprochen sich in Zukunft daran zu halten. Glaub ich ihr zwar nur bedingt, aber egal. Mein Frust ist abgebaut!

Samstag, 13. Oktober 2012

Mein Song zum Wochenende

Gestern hatte ich keine Idee, welchen Song ich nehmen sollte. Aber wie so oft kommt aus irgendeiner Richtung wieder eine Idee und ein Thema, dem man sich annehmen kann.

Ich hätte den Blog auch beginnen können mit "Die Wissenschaft hat festgestellt". Doch leider wird dann viel zu schnell alles geschluckt und jede Halbwahrheit geglaubt, nur weil es von "der Wissenschaft" stammt. Es ist bis heute auch nicht geklärt, wer "Die Wissenschaft" ist. Aber das soll nicht das Thema von heute sein. Aber auch viele Studien/Statistiken werden einfach so hin genommen und man macht sich keine weiteren Gedanken. Nicht umsonst heißt es "Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast."

Ich hätte auch schreiben können "Die Jugend von heute"... Oh mein Gott. Ich komm mir so alt vor. Ich brauche es noch nicht mal zu sagen. Das schreiben des Satzes reicht mir schon.

Wenn wir beides kombinieren, kommen wir aber endlich zum eigentlichen Thema. Gestern bekam ich über eine Bekannte den Link von Spiegel online, in dem es um zu wenig Schlaf bei der Jugend geht. Abgesehen von einigen Rechtschreibfehlern -die ich bei mir erwarte, aber nicht beim Spiegel- ein interessantes Thema.
8800 Personen im Alter von 16-25 (also die "Werberelevante Zielgruppe) wurden befragt und das Ergebnis war, dass sie im Schnitt nur 6 bis 7 Stunden pro Nacht schlafen, was laut Meinung "der Wissenschaft" zu wenig ist. Weiterhin empfiehlt der Studienleiter der Altersgruppe täglich eine Stunde mehr zu schlafen. Allerdings mit der Begründung, dass das Gehirn mehr Schlaf brauchen würde, die Jugendlichen aber immer länger wach bleiben.
Als Ursachen werden Medienkonsum und der frühe Schulstart angegeben. Klar, denn wenn das Dschungelcamp oder die Superstar-Entscheidung erst um Mitternacht ausgestrahlt wird, muss man ja wach bleiben, damit man in der Schule/auf der Arbeit mitreden kann. Die Argumentation, dass sie sich mit Smartphone und Laptop beschäftigen würden, kann man natürlich auch nicht ganz von der Hand weisen.
Wegen der medialen Gestaltung finde ich aber nicht, dass man den Schulstart auf 9 Uhr oder später verschieben sollte. Die sollen bei Zeiten ins Bett gehen und schlafen. Hab ich damals auch so gemacht, auch wenn es nicht immer leicht war am nächsten morgen aufzustehen. Und das ohne den gesamten Medialen Konsum. Ohne Smartphone oder Laptop. Als ich in der Altersgruppe war, begann ich ausserdem schon zu arbeiten. Also musste ich um 7 Uhr in Johannisberg sein. Der Weg dorthin war auch nicht immer einfach, aber es wurde geschafft.
Mittlerweile sieht das ganze so aus, dass ich (je nach Arbeitsaufwand an der Academy) zwischen 3 und 6 Uhr aufstehe. Spätestens 6:30 Uhr ist Abfahrt, da ich und meine Kollegen noch eine ordentliche Strecke zurücklegen müssen.
Wie schon so öfter mal geraten: Einfach mal abschalten und ins Bett gehen. Schlafen kann nämlich auch was sehr schönes sein.
Solange ihr nicht so einen Unfug macht, wie ich gestern auf einer anderen Seite gelesen habe. Ein 17-Jähriger ist mit einer 15-Jährigen Beifahrerin, ohne Führerschein mit geklauten Kennzeichen in einen LKW gefahren. Dabei war er wohl unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln...
Ich selber hatte in den letzten Wochen ein klein wenig zu wenig Schlaf und habe bemerkt, wie sich das auf den Körper auswirkt. Vielleicht auch Altersbedingt. Trotz allem ist damit der Song zum Wochenende in Stein gemeisselt und es ist mal wieder Zeit für einen Klassiker.

Freitag, 12. Oktober 2012

Irrungen und Wirrungen

Es ist schon wieder Wochenende, mein Besuch am Flughafen und für mich geht es ganz normal weiter. Ich lese dies, wundere mich über das und bin entsetzt über jenes.

Heute ist mir aber fast das Mittagessen aus dem Gesicht gefallen. Die EU bekommt den Friedensnobelpreis!

Wofür? Hab ich mich auch gefragt... Zitat: "Für den Beitrag zu Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa.Ah, ja!

Friede - Stimmt, wir haben seit 67 Jahren keinen Weltkrieg mehr in Europa gehabt. In den 90ern hatten wir ja nur die Massaker im ehemaligen Jugoslawien, den Terror der ETA, Nordirland-Konflikt  und so weiter.

Versöhnung - Hmmm. Da wären die Griechen, die Hakenkreuz-Fahnen hissen und schwarz-rot-gold verbrennen, und sich beschweren, dass die "bösen Deutschen" angeblich versuchen ihnen aufzuzwingen, ihren lockeren Lebensstil aufgeben sollen. Oder die Spanier und die Basken. Briten und Iren (respektive Katholiken und Protestanten). Auch diese Liste ließe sich fortsetzen. Wenn man das ganze ins lächerliche ziehen wollte, könnte man es runter schreiben bis hin zu dem Konflikt zwischen Frankfurt und Offenbach!

Demokratie - Was soll man auch sonst machen. Die Monarchien in Europa sind mittlerweile nur noch obligatorisch und haben wenig bis gar nichts mehr zu entscheiden. Und im großen und ganzen hat sich das System bewährt. Auch wenn der Lobbyismus nervt, so wird man ihn auf einer Marktwirtschaftlichen Demokratie vermutlich NIE ganz verdrängen können. Somit hatte Pierce Brosnan in seiner ersten Rolle als Bond recht, als er sagte: "Regierungen wechseln, die Lügen bleiben die gleichen."

Menschenrechte - Hat man in Europa. Unbestritten. Aber der Unterschied zwischen Recht haben und Recht bekommen ist oftmals ziemlich groß!

Interessanter Weise habe ich kurz nach der Verkündung einen interessanten Beitrag auf Facebook aus der Schweiz (!) gefunden. Mein Bekannter Boni schrieb: "R.I.P. Friedensnobelpreis / 1901-2012 / seit 2009 auf der Intensivstation, bis man heute den lebenserhaltenden Maschinen den Saft ganz abgedreht hatWenn es nicht so ernst und traurig wäre, müsste ich fast lachen. Teilweise ist die Vergabe des Nobelpreises schon merkwürdig. Wichtige Persönlichkeiten wie Ghandi haben den Friedensnobelpreis nie erhalten, andere erhalten diese Auszeichnung für (Zitat): "für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken"... Und das nach nur ein paar Monaten im Amt, als die Gefahr drohte, dass sich für seine Armee eine zweite, dritte oder vierte merkliche Schlappe geben würde. Kaum hatte man verkündet, dass die USA sich aus Afghanistan und dem Irak zurückziehen, bekam Obama den Preis verliehen. Vielleicht Vorschusslorbeeren, vielleicht Berechnung und gutes Marketing - Wenn man von sowas reden kann. Insgesamt ist die Liste der Würdenträger interessant zu lesen und meiner bescheidenen Meinung nach auch berechtigt, aber teilweise frage ich mich auch nach der weiteren Begründung und wer die Mitbewerber waren. Zum Nachlesen
Interessant auch 1988 - Die UN-Blauhelmtruppe. Okay, diese Armee hat den Auftrag der Humanitären Hilfe. Trotz allem ist und bleibt es eine Armee. Im genaueren Sinne ist es nicht mal EINE Armee, sondern der Verbund VIELER Armeen.
Ich bin allerdings auch der Meinung, dass ich die diesjährige Entscheidung (inklusive der Alternative Helmut Kohl als Preisträger) nicht gut finde und vermutlich nicht weiter verfolgen werde. Vielleicht nur noch den Nobelpreis der Literatur, wobei auch das nachlässt. Es gibt einfach fast keine Hemmingways mehr. Die Ausnahmen sind gering, aber in unserer schnelllebigen Zeit ist es fast kaum noch möglich ein gutes Buch zu finden, oder zu lesen.

Nur mal so nebenbei: Stand Oktober 2012 gibt es zu der Urkunde und der Medaille mit dem Konterfei von Alfred Nobel auch noch 8 Millionen schwedische Kronen! Das sind zwar nur grob gerechnet 921.912 Euro, aber ich befürchte, dass wir nie erfahren werden in welchen Kanälen das Geld verschwindet. Aber ich bin mir sicher, dass es sich jemand gefallen lassen wird mit dem Geld.