Dienstag, 18. Dezember 2012

Es wird Zeit...

Dank Facebook habe ich das Bild für den Jahresrückblick. Teilen werde ich ihn nicht, den mein Jahr auf 20 Ereignisse zu beschränken, halte ich für verfehlt und maßlos untertrieben!

Vieles ist passiert. Schönes und leider auch weniger schönes. Beruflich hat sich einiges getan, und doch ist es immer noch das gleiche.

Privat stelle ich kurz vor Ablauf des Jahres 2012 fest, dass ich definitiv zu wenig Sport getrieben habe. Geschwitzt habe ich trotz allem oft genug. Doch der Reihe nach.



Januar 2012:
Mit neuen und alten Kollegen die ein oder andere Aktivität unternommen und dabei privat Einsätze abgearbeitet, als ein alter Kollege verabschiedet und an den Flughafen gebracht wurde. Wir haben das Hard Rock Café Dubai und "die Band" kennen gelernt. Ich habe es sogar geschafft einmal eine Radtour von 130 Kilometern zu machen. Leider viel zu selten. Beruflich gibt es nur diverse Trainings und unspektakulären Einsätze zu berichten. Privat allerdings, dass ich wegen einem Trauerfall in der Familie unplanmäßig und schnell zurück nach Deutschland musste. Das schnell war leider ein wenig zu schnell und ich habe meinen ersten Strafzettel wegen einer Geschwindigkeitsübertretung in den Emiraten kassiert - das sollte ich aber erst im Dezember erfahren.
Interessant waren allerdings die Dubaier Bundesliga-Stammtische. Gemütlich im Ritz-Carlton Dubai Marina sitzen, eine überteuerte Brat- oder Currywurst und deutsches Bier und sky mit deutschem Kommentar. Immerhin weiß ich wieder, warum ich Marcel Reif nicht leiden kann. Diese Stammtische hatten sich aber leider auch relativ schnell erledigt und sind im Sand verlaufen. Von den Organisatoren hört man nichts mehr und ich kann mittlerweile die Bundesliga auch zu Hause schauen.

Februar 2012:
Mein Leben ist eintönig. Der Eindruck zwängt sich mir zumindest auf, wenn ich den Februar durchblättre. In meinem Kalender stehen Trainings, Drills und Einsätze. Na gut. Da steht auch noch Bundesliga-Stammtisch im Ritz, diverse Ausflüge nach Dubai, und ein Charity-Lauf an der Uferpromenade von Fujairah. Doof nur, dass ich tags vorher mit den Kollegen auf der Schicht rund 2 Stunden Fussball gespielt habe. Wir haben zwar gewonnen, aber ich hatte Blasen so groß wie Pfannkuchen, was die lachhaften 1,5 Kilometer zu einer schier endlos langen Distanz heranwachsen ließ. Abschliessend konnte ich im Februar meinen Kollegen Yves dazu "überreden" sich eine Spiegelreflexkamera zu kaufen. Unsere Fotos sind mittlerweile ... größtenteils sagenhaft. Und da wir grade dabei waren Geld auszugeben, habe ich mir ein MacBook gekauft. Unglaublich, wie lange das schon wieder her ist.

März 2012:
Nachdem wir Yves´  Kamera gekauft hatten, begaben wir uns auf einen Workshop, bei dem vieles aus der Schule (ich hatte Photo-Technik mal als Wahlpflichtfach) wieder aktiviert wurde. Seit dem sind die Fotos noch ein Stück besser geworden. Man kann es ja auch auf Facebook nachverfolgen. Ich bin selber immer wieder beeindruckt, wie unsere alten Fotos aussehen und wie sie jetzt aussehen. Okay, stellenweise helfen wir mit Programmen wie Lightroom nach, aber das ist Bildbearbeitung im klassischen Sinn. Dabei wird das Foto nicht verändert.
Zur Abwechslung bin ich mal wieder gelaufen. Wenn ich nicht grade wieder arbeiten war, habe ich es sogar mal nach Abu Dhabi geschafft. Schöne Stadt. Kann ich jedem nur empfehlen mal zu besuchen. Allgemein war ich in diesem Monat viel unterwegs. Mal hier, mal da. Langweilig war es selten. Lustig ist es nur, wenn man alleine unterwegs war und an der üblichen Tankstelle steht und ein Kollege -der auch selbstständig unterwegs ist- anruft und fragt, ob man da steht, wo man steht, weil er auch da steht. Ein großes Land und trotzdem laufen wir uns über die Füße.

April 2012:
Der April startete großartig. Nathalie war für 5 Tage im Land und wir machten eine schnelle Runde durch die Emirate. Fujairah, Dubai, Abu Dhabi inklusive Emirates Palace mit Upgrade in eine Suite. Und was für eine. Trotz allem werde ich vermutlich nie vergessen, als wir vor dem größten Gebäude der Welt stehen und sie trocken meint: "So groß ist das doch gar nicht." Naja, wenn du meinst... Ebenfalls bemerkenswert, dass innerhalb von 5 Monaten bereits der zweite Carrefour in Fujairah eröffnet hat. Diesmal im City Center. Nette kleine Mall mit viel Möglichkeiten. Und man mag es sich nicht vorstellen, aber gearbeitet habe ich auch wieder. Allerdings ein weiterer Monat ohne großartige Besonderheiten. Abgesehen vielleicht von der Tatsache, dass Ende April der 100. Einsatz für unsere Wache angefallen ist. Aber auch das war traditionell eher klein. Eine Großraum-Mülltonne... Diverse Ausflüge nach Ajman, Ras al-Kaimah, Dubai, Abu Dhabi. Alles war dabei.
Eine weitere Besonderheit gab es dann aber doch noch. Einer unserer einheimischen Kollegen hat geheiratet und seine Schicht geschlossen zur Hochzeitsfeier eingeladen. Ein echtes Erlebnis.

Mai 2012:
Erstaunlicherweise... Drei Wochen lang habe ich im Mai nichts gemacht außer ein paar Fotos und ein paar Runden Rennrad bzw. laufen um den Block. Ende Mai wurde ich dann aktiver. Ein Kollege machte Kurzurlaub in Kuwait und die komplette Schicht ist an einem Dienstag Abend nach Abu Dhabi zum ersten Mal zu Train Yas. Eine Veranstaltung, die ich in der letzten Zeit eher regelmäßig besuche. Wo sonst kann man kostenlos auf einer Formel 1-Strecke laufen oder Rad fahren und wird auch noch kostenlos mit Wasser versorgt, wenn man will. Anstrengend ist nur die Fahrerei aus bzw. nach Fujairah. Ende des Monats gab es auch mal einen erwähnenswerten Einsatz - für die Verhältnisse von Fujairah. Ein Brand, der uns fast die gesamte Nacht wach gehalten hat. Aber auch das haben wir geschafft.

Juni 2012:
Es wird spannend. Mein Vorgesetzter hatte mich nach einem Team Meeting unter 4 Augen sprechen wollen. Ob ich mir nicht vorstellen könnte, als Supervisor an der Civil Defense Academy in Abu Dhabi zu arbeiten. Hört sich alles nicht schlecht an, und am 2.6. wurde meine Bewerbung dazu an die Administration geschickt. Bereits am 5.6. wurde ich von meinem Chef ins Büro bestellt. Er wollte der erste sein, der mir zu meiner Beförderung gratuliert. Die Bewerbung war also innerhalb von 3 Tagen angekommen, durchgelesen und angenommen worden. Wir einigten uns auf Stillschweigen bis zur Bekanntgabe der Beförderung. Weiterhin war unklar, wann es los geht, aber es sollte noch dieses Jahr sein. Arbeitstechnisch war noch bemerkenswert, wie unterschiedlich eine unbekannte Zeitspanne sein kann. Wenn man zu einer Tierrettung alarmiert wird, denkt man ja, dass Tier -in dem Fall eine Katze- würde noch leben. In diesem Fall war das aber deutlich anders. Ich will nicht weiter ins Detail gehen, aber eine Katze, die gerade eben in einen Brunnen gefallen ist, sieht anders aus.
Privat ging es ein paar Mal wieder ins Hard Rock Café nach Dubai. Wie so häufig im letzten halben Jahr. Fotos machen, Bekannte treffen, Kontakte pflegen. Aber nach langer, langer Zeit haben wir von der Schicht es auch mal geschafft ins Kino zu gehen. Ein weiteres, echtes Erlebnis. Ein Film, der im Original -also deutsch und englisch- abgespielt wird und dann mit arabischen (und gelegentlich englischen) Untertiteln abläuft. Ich hatte darüber bereits geschrieben. "Iron sky"hieß der Film. Und da den Monat noch nicht genug los war, waren wir noch ein paar Mal beim "Public Club Viewing". Eine halböffentliche Veranstaltung des German Emirates Club, bei der man das Glück der deutschen Nationalmannschaft bei der EM auf Großleinwand verfolgen konnte. Zumindest so lange, bis ein gewisser Mario Balotelli die Träume zerstörte.

Juli 2012:
Der 1.7. ist ein Datum der Überraschungen. Immerhin wurde ich angerufen, um mir mitzuteilen, dass ich ab morgen nicht mehr in Fujairah arbeiten würde, sondern in den nächsten 5 Tagen meinen Umzug nach Abu Dhabi bewältigen sollte, da ich ab sofort an der Academy als Supervisor tätig wäre. Mit einem immensen Arbeitseinsatz und einer Menge Kilometer, die ich abgespult habe, und der Hilfe meiner tollen Kollegen von der C-Schicht, habe ich es geschafft bis zum 4.7. meinen Umzug über die Bühne zu bringen. Und am 5.7. konnte ich meinen Dienst an neuem Standort aufnehmen. Das EM-Finale wurde zur absoluten Nebensache. Zum einen eh ohne deutsche Beteiligung, zum anderen genug anderes zu tun. Aber der Stress war es wert. Ich bin in Abu Dhabi; Ich bin Supervisor; Ich bin im Tagdienst. Letzteres bedeutet, dass ich jetzt von Sonntag bis Donnerstag von 7:30 bis 14:30 arbeite - Theoretisch! Im Sommer ist es in der Wüste nun mal etwas heißer, also kann in der Zeit das Training auch schon mal früher anfangen. Wenn man dann aber in einem Flashover-Container (zur Übung spezieller Szenarien mit echtem Feuer) ist bei rund 360°C eine Herausforderung. Besonders, wenn man rausgeht und dann sind es immer noch 45°C - im nicht vorhandenen Schatten, aber bald ist Urlaub. Doch davor hat das Leben leider noch einen schweren Verkehrsunfall auf den Weg zur Arbeit gelegt. Das Fazit  war ernüchternd. 4 Tote und mehr als 10 Verletzte. Werde ich vermutlich ebenso noch ein wenig im Hinterkopf haben, wie den Einsatz bei dem wir in meinen letztjährigen Geburtstag geraten sind. Und dann kommt erstmal Urlaub und Freizeit. Einige haben mich gesehen, andere nicht und bei ganz anderen habe ich es nicht mal geschafft mich zu melden. Tut mir Leid, aber meine Zeit in Deutschland ist immer sehr knapp bemessen. Allerdings bleibt die Erkenntnis, dass man besser nicht ab Dubai fliegt, wenn man in Abu Dhabi wohnt und das Ziel auch von dort direkt angeflogen wird.

August 2012:
Die Rückkehr im heiligen Monat Ramadan bedeutete erstmal Büro und Ausbildungsunterlagen überarbeiten. Aber auch, dass wir wieder die sogenannte Heißausbildung mit deutschem Personal unserer Firma machen. Lustig wars allemal, wenn auch anstrengend. Danach kamen ein paar Feiertage und wenig private Aktivitäten, da es einfach zu heiß für alles war. Im Bereich Foto hat sich allerdings einiges getan. So wurde ich immerhin gebeten, für die Band, die vor Ramadan im Hard Rock Café spielte, gebeten ein paar Promotion-Fotos für die neue Lokalität -den Music Room in Bur Dubai- zu machen. Meine Fotos scheinen mittlerweile doch recht gut zu sein.

September 2012:
Mittlerweile gibt es nicht einmal mehr viel zu berichten. Was nur Ausdruck ist, wie faul und träge ich geworden bin. Auf dem Papier arbeite ich zwar weniger, aber trotzdem falle ich jeden Tag nach der Arbeit auf die Couch oder das Bett oder den Bürostuhl und bin erstmal zu nichts zu gebrauchen.
Ganz untätig war ich allerdings nicht, denn für Ende September hatten sich meine Eltern zu Besuch angekündigt. Organisation ist alles, sollte aber im nächsten Monat schon über den Haufen geworfen werden.

Oktober 2012:
Auf der Arbeit wird es ernst. Ein Grundkurs fängt an und ich als Ausbilder-Fischchen im Haifischbecken. Der Kurs läuft noch bis Ende des Jahres, aber das Ende werde ich nicht mehr miterleben, da ich meinen Resturlaub nehme um Weihnachten, Geburtstag und Silvester im Freundes- und Familienkreis in Deutschland zu feiern. "Fische sind Freunde, kein Futter" aus Findet Nemo gilt nicht im wirklichen Leben. Es ist nicht immer leicht, aber man wächst mit seinen Aufgaben. Immer wieder bin ich fertig nach der Arbeit, aber vor einer solchen Aufgabe stand ich auch noch nie.
Der Urlaub der Eltern war in der Endabrechnung auch für mich ein Erlebnis. 2 Wochen konnte ich ihnen meine neue Heimat zeigen. Abu Dhabi, Fujairah, Dubai inklusive Besuch des 101. Stock des Burj Khalifa und eine Desert-Safari samt Übernachtung. Kann ich ebenfalls nur empfehlen. Leider, leider hat sich eines meiner Stamm-Hotels in Dubai sich SEHR unbeliebt gemacht. Also musste die Urlaubsplanung für die Eltern über den Haufen geworfen werden, womit auch in diesem Bereich des Lebens bewiesen wäre - Improvisation ist alles!
Als Ende des Monats ein Kollege von RennradFFM zu Besuch kam, klappte das ganze wesentlich besser. Leider war er mit seinem Sohn unterwegs und Train Yas musste somit leider für uns ausfallen. Aber aufgeschoben....
Als Höhepunkt im Oktober 2012 gab es allerdings eine neue Kamera! Eine Nikon D7000. Schönes Spielzeug und ich finde, dass meine Fotos seit dem noch ein Stück besser geworden sind.

November 2012:
Wow - Was für ein Monat! Er startete laut. SEHR LAUT! Das Motorsport laut ist wußte ich, aber nicht, dass er SO laut ist. Meine neue Kamera kam dafür natürlich gleich zum Einsatz und musste in 4 Tagen knapp 5800 Foto verarbeiten. Eine kleine Auswahl der besten Bilder gibt es auf Facebook und habt ihr vermutlich auch schon gesehen. Ebenso, wie die andere Funktion, die mein neues Spielzeug kann. Eingebauter Timer bedeutet, dass ich wunderbar TimeLapse-Fotosshoots machen kann. Hatte ich mich hier ja auch schon drüber ausgelassen. Ich kann euch versprechen, dass für nächstes Jahr weitere Foto-Projekte geplant sind.
Unter der Woche - nach der Arbeit- bin ich meistens zu platt um noch was zu tun. Hätte nicht gedacht, dass 7 Stunden Arbeit SO anstrengend sein können. Trotz allem konnte ich es mir nicht verkneifen und bin an einem Donnerstag zum Start ins Wochenende nach Dubai zum Konzert von Jennifer Lopez.
Auch wenn ich Anfangs sehr dagegen gewettert habe, gestehe ich heute ein, dass es gar nicht soooo schlecht war, wie ich zuerst behauptet hatte. Die Verkaufsstände im Eingangsbereich waren zwar nervig, ebenso wie die Tour-Shirt-Geschichte, aber unterm Strich war es nettes Entertainment. Nicht vergleichbar mit anderen Konzerten, die mir wesentlich länger im Gedächtnis bleiben werden, aber nett.

Dezember 2012 - Das Ende ist nah:
Der 21.12.2012 spukt schon das gesamte Jahr durch die Medien. Was passiert? Die Mayas hatten ja schon so häufig Recht. Vermutlich wird genauso wenig passieren wie in der Silvesternacht 1999 - nämlich gar nichts. Bin mal gespannt, wie viele von den Weltuntergang-Aftershow-Partys tatsächlich stattfinden werden.  Ich werde mir auf jeden Fall an einem möglichen 22.12.2012 ernsthafte Gedanken um diverse Weihnachtsgeschenke machen müssen!. ;)
Die Arbeit geht so Stück für Stück voran und ich hangel mich jeden Tag ein Stück näher an die Rente. Da die aber noch zu weit ist um zu zählen, zähl ich lieber die Tage bis zum Urlaub.


Alles in allem:
Danke für über 13.300 Klicks in den letzten 20 Monaten. Danke für alle Feedbacks, Kommentare oder Emails, die mich in Folge auf den Blog erreicht haben. Ich verabschiede mich hiermit aus dem Jahr 2012 und wünsche euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, ein paar schöne freie Tag und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013 - sofern es denn kommen sollte. Euch allen wünsche ich Glück, Gesundheit, Erfolg und alles, was man sich sonst nicht für Geld kaufen kann.

Ich versuche auch meinen Schnitt im Blog nächstes Jahr wieder auf altes Niveau zu bringen. Einer meiner guten Vorsätze für das neue Jahr.

Samstag, 15. Dezember 2012

Es ist Wochenende!

Darum nur ein vermeintlich kurzer Blog, den ich eben -nach diversen Hopfenkaltschalen- verfasse.
Bereits den gesamten Abend unterhalte ich mich mit Freunden und Bekannten über "Den Hobbit - Eine unerwartete Reise" und die Tatsache, dass ich mir den Film morgen im Kino ansehen will.

Dabei fiel mir auch wieder ein, dass ich am 23. November darüber berichtet hatte (Klick), dass die Tolkien-Erben Warner bzw. New Line Cinema auf 80 Mio. US-$ verklagt haben wegen der Online-Vermarktung des Filmes. Dies sollen die Tolkien-Erben zwar auch nur aus einer fehlgeleiteten Email erfahren habe, wo ich mir dann denke, wenn dem so ist.... In welcher Welt leben die? Mittelerde?

Spaß beiseite. Mich interessiert jetzt, was bei diesem Prozess herausgekommen ist. Meine Online-Recherche (kurz) ergab: NICHTS! Ich vermute einfach mal ins Blaue hinein, dass man sich aussergerichtlich geeinigt hat und diverse Millionen US-Dollar den Besitzer gewechselt haben.
Die Tatsache, dass man darüber aber nichts erfahren hat regt mich nicht so auf wie etwas anderes. Ich hätte es einfach nur interessant gefunden. Aber vermutlich ist es mal wieder unserer schnelllebigen Zeit vor den Computern zu verdanken, dass man nichts davon mitbekommen hat. Griechenland und andere Themen wie z.B. die vor kurzem beschlossene Werkschliessung von Opel in Bochum sind natürlich wesentlich näher und für manche Menschen auch ein drastischer Eingriff in ihr Leben. Wogegen ich aber auch die Meldung über Kate´s Schwangerschaft (Englische Thronfolge Nummer XY) nicht für ganz so wichtig halte. Im modernen, demokratischen Europa hat sich nun mal die Monarchie bereits selbst überholt, aber man beachtet den Königshof immer noch sehr genau. Soll aber nicht mein Problem sein. Freunde von mir sind Eltern geworden und auch innerhalb der Familie gab es Nachwuchs. Interessiert das jemanden außer den unmittelbar betroffenen? Ich glaube eher nicht.

Was ich aber heute -bei der Suche nach dem Urteil im Verfahren Tolkien gegen Warner- gefunden habe, versetzte mich so in Wut, dass ich unmittelbar danach angefangen habe diesen Blog zu schreiben.

Ich habe Tolkiens Werk Mitte der 90er verschlungen. Innerhalb von 2 Wochen war ich durch den Hobbit und den Herr der Ringe durch. Wer die Bücher kennt, weiß von welchen Dimensionen ich gerade rede. Ohne es nachprüfen zu können, würde ich mal sagen, dass es so zirka 1600 Seiten waren. Es hat Spaß gemacht zu lesen und ich stimmte zu dem damaligen Zeitpunkt zu, dass das Gesamtwerk nicht verfilmbar sei.
Mittlerweile hat sich einiges getan in der Filmbranche und auch was die Computertechnik angeht. Waren Handys damals noch so groß wie Telefonzellen, muss man heute 2 Stunden suchen um sicher zu sein, dass man es nicht irgendwo liegen gelassen hat.
Tja. In den 2000er Jahren kam dann auf einmal Peter Jackson um die Ecke und erzählte uns, dass Mittelerde in Neu Seeland liegt. Ein Land, dass ich seit je her schonmal besuchen wollte und es bis heute nicht geschafft habe. Die 3 Filme mit je etwas mehr als 3 Stunden Spielzeit waren schon nicht schlecht, aber es gab doch die ein oder andere Veränderung. Warum muss ich eine Liebesgeschichte mit Happy End einbauen, wo es in der Vorlage gar keine gibt? Das bleibt wohl entweder sein Geheimnis oder es war dem Mammon Tribut gezollt. Ohne Liebesgeschichte bekommt man ja nicht mal den legendärsten aller Luxusliner wieder zum versinken, obwohl er einen Eisberg getroffen hat.
Aber auch mit diesen Änderungen konnte ich in einem gewissen Maß leben und sie sogar akzeptieren. Manche Bücher lassen sich nun mal nicht 1:1 umsetzen.
Beispiel: In "Die zwei Türme" (2. Teil Herr der Ringe; Bücher 3 und 4) tauchen Frodo und Sam nicht einmal auf. Versuch mal einen Film aus einer "Serie" zu verkaufen, in dem dein Hauptdarsteller nicht eine Sekunde auftaucht...

Was Peter Jackson nun aber mit "Der Hobbit" angestellt hat, geht eigentlich gar nicht. (Und trotzdem werde ich wohl ins Kino rennen...) Der Film wurde anstelle der üblichen 24 fps (frames per second = Bilder pro Sekunde) mit 48 fps -also doppelt so schnell- gedreht. Dafür braucht man dann vermutlich auch wieder zum Abspielen extra Geräte, die vermutlich einen elend hohen Betrag von den Kinos abverlangt. Weiterhin war nach den ersten Reviews zu lesen, dass die Bilder übertrieben wirken würden und man mit Kopfschmerzen das Kino verlassen würde, und so weiter. Es würde alles künstlich wirken, die Farben verfälschen und was weiß ich nicht noch alles. Falls ich es in meinem relativ straffen Zeitplan ins Kino schaffen sollte, werde ich euch auf jeden Fall meine Eindrücke vermitteln.
Was mich aber am allermeisten stört, ist die Tatsache, dass neben diversen Online-Spielen und Facebook-Seiten usw. dass "Der Hobbit" -ein Buch von ungefähr 350 Seiten- ein DREITEILIGER FILM wird!
Abgesehen davon, dass mir meine Salzstangen quer im Hals hingen und ich einen elenden Hustenanfall bekommen habe, geht das meiner Meinung nach gar nicht. Das hat vielleicht funktioniert als Sheherazade ihrem Khalifen diverse Geschichten über eintausendundeine Nacht erzählt hat, aber nicht für ein Buch, dass die Vorgeschichte zu einem Dreiteiler mit dem vielfachen Volumen ist.
Das Konzept "Star Wars" funktioniert nicht immer. Ich habe gestern mit einem Kollegen darüber sinniert, was passiert wäre, wenn die ersten drei Teile (Episoden 4, 5 und 6) kein Erfolg geworden wären... Wir wären vermutlich von den Episoden 1 bis 3 verschont geblieben. Aber der Erfolg gab George Lucas (leider) Recht. Wir kamen weiterhin überein, dass dieses Fortsetzungskonzept nur bei sehr wenigen Reihen -wie zum Beispiel Star Trek- funktioniert. Allerdings gibt es auch dort Lücken und Probleme.

Meiner Meinung nach hat sich in den letzten 10 Jahren nicht mehr so viel in FX- und Filmtechnologie getan, wie in den 40 Jahren zuvor, was die Frage aufwirft:
WARUM WURDE "DER HOBBIT" UND "HERR DER RINGE" NICHT CHRONOLOGISCH GEDREHT? 
Ich muss leider zu meiner Schande selber eingestehen, dass ich zu sehr Fan bin um mir diesen Film auf Großleinwand entgehen zu lassen. Ich werde -wie bereits erwähnt- meine Meinung zu dem Film hier schreiben und ich versuche weiterhin objektiv zu bleiben. Aber leider ist bereits jetzt meine Vorfreude auf den Film getrübt. Das hat mehrere Gründe...:
1) Muss ich jetzt wieder jeweils 1 Jahr warten, bis ich den nächsten Teil zu sehen bekomme?
2) Warum war es nicht möglich einen Film daraus zu machen, wenn man schon in der folgenden Geschichte so viel geändert hat?
3) Warum muss man bei solchen "Monumentalen" Projekten unbedingt neue, unerprobte Technologien zum Einsatz bringen? (Stichwort: 48 fps)
4) Warum das Gezänk mit den Tolkien-Erben erst öffentlich machen, wenn man anschliessend alles unter den Tisch kehrt?

Ich hoffe, dass ich noch meinen Spaß an dem Film haben werde.
Für alle, die noch keinen ersten Eindruck von dem Film haben, verlinke ich mal den Trailer aus dem Englischen. So wie ich mir den Film morgen ansehen werde (allerdings ohne arabischen Untertitel)


Donnerstag, 13. Dezember 2012

Für eine Hand voll Dollars, äh Autos

Es gibt neues zum Thema "Verkehr" aus den Emiraten.

Selbst bei Neuwagen, wie ich mir letztes Jahr im Dezember einen geleistet habe, gibt es eine Zulassung nur für 1 Jahr. Um seine Zulassung zu verlängern muss man eine neue Deckungskarte bei einer Versicherung beantragen. Der Wechsel zwischen den Versicherungen ist einfacher, als in Deutschland, da die Versicherungen nur befristete Verträge ausgeben. Dann muss man mit seinem Auto zur Technischen Durchsicht und zum Traffic Department, um seine Zulassung zu verlängern. Dazu sollten aber alle Strafzettel bezahlt sein, weil dies ansonsten nicht funktioniert.

Soweit so gut. Anfang Dezember hielt ich meinen Lancer für einen Reisebus und mit einem abgelaufenen Parkticket braucht man sich dann in Dubai nicht über den Strafzettel wundern. 200 Dirham (grob 40 Euro) für illegales Parken. Passiert halt.
Von dem einen erhielt ich die Auskunft, wenn ich zum Traffic Department Abu Dhabi gehe, bekomme ich Abu Dhabi Kennzeichen, von einem anderen bekam ich die Aussage, dass es keinen Unterschied macht, zu welcher Behörde ich gehe.
Wegen dieser unterschiedlichen Aussagen, und ich mir nicht den Stress der Ummeldung machen wollte, fuhr ich vor ein paar Tagen nach Fujairah und wollte mich dort um alles kümmern. An der Ostküste angekommen führte mich mein Weg direkt zur Hauptpost, wo man seine Strafzettel auch bezahlen kann. Schlange stehen ist nichts neues. Als ich dran kam, und mir 210 Dirham (200 AED für den Strafzettel + 10 AED Gebühren) für Dubai abverlangt wurden, kam der freundliche Hinweis "Cash only"... Verdammt! Genialerweise gibt es natürlich auch keinen Geldautomaten im Postamt. Also zu meiner Bank gefahren, zurück zur Post, wieder in die Schlange gestellt und meine 210 Dirham bezahlt und 3x nachgefragt, ob noch andere Strafen offen seien. Dies wurde verneint. Perfekt!
Einmal über die Strasse zur Versicherung, doch leider war dort schon Büroschluss. Ab morgen früh 8 Uhr hätte ich wieder die Möglichkeit vorbei zu kommen.

Da ich weiss, was mitunter im Traffic Department los ist, befürchtete ich das schlimmste. Morgens um 8 Uhr also nach einem schönen Abend mit ehemaligen Kollegen zur Versicherung. Ging alles wunderbar. Das alte Angebot, was eigentlich schon gut war, wurde nach kurzer Verhandlung nochmal unterboten. Ich zahle jetzt für ein Jahr Vollkasko knapp 300 Euro. Die Unterlagen dazu erhielt ich auch umgehend. Also ab zur Technischen Durchsicht, die laut Aussage eines anderen Kollegen besser ist, als ihr Ruf. Gerüchteweise haben es mitunter Neuwagen schwer zu bestehen, aber das sind nun mal Gerüchte.
Dort angekommen wurde meine alte Zulassungskarte begutachtet und gefragt, ob das ein Neuwagen von einem Händler von letztem Jahr sei. Als ich dies bestätigte wurde ich gefragt, was ich hier wollte, weil ich nicht zur Durchsicht müsste. Ich könnte direkt ins Traffic Department fahren. Freude macht sich breit. Alle Strafzettel bezahlt, Versicherungskarte vorhanden, Technische Durchsicht nicht benötigt.
Ein Haus weiter zum Traffic Department Fujairah in Al Hayl.
Der Horror wurde wahr, die Eingangshalle war voll von Menschen. Ticketnummer 220 und gerade wurde die 208 aufgerufen. Noch hatte ich ja Zeit, also alles kein Problem. Grade als ich im Wartebereich Platz genommen hatte, winkt mich ein Offizier an einen Schalter an dem OFF angeschrieben stand. Wie es mir denn ginge, er habe mich schon lange nicht mehr in Fujairah gesehen und ob ich überhaupt noch hier arbeiten würde... Äh, wie bitte? Nach kurzem Smalltalk machte er sich daran meine Daten aufzurufen und sagte mir, dass eine Verlängerung der Zulassung nicht möglich sei, weil noch 2 Strafen offen seien. Jetzt blick ich gar nicht mehr durch, hatte ich doch gestern extra noch nachgefragt, ob noch eine Strafe offen sei.
Tja, da war dann noch einmal Falschparken in Dubai vom 16. Mai 2012 auf der Palme und ein Blitzer aus Fujairah vom 23. Januar 2012 offen. Das Ticket für Falschparken war mir bekannt, da es aber nicht im System aufgetaucht ist, war ich davon ausgegangen, dass es erledigt sei. Der Blitzer war mir komplett neu. Vor allem seit Januar habe ich das ein oder andere Falschparken bezahlt und NIE wurde mir gesagt, dass da noch eine Strafe offen sei, obwohl ich jedes mal nachgefragt habe.
Man kam mir allerdings entgegen und ohne darum zu bitten, wurde mir ein Discount eingeräumt, was ich aber an einem anderen Schalter bezahlen müsste.
Für weniger als 40km/h zu schnell wären 700 Dirham (rund 140 Euro) fällig gewesen, bezahlt habe ich 300 AED (rund 60 Euro). Aber auch an diesem Schalter wurde wieder Smalltalk gehalten. Arabische Gelassenheit halt.
Danach ging das alles relativ schnell. Nochmal 145 AED für die Zulassung bezahlt und ich hatte meinen Aufkleber und die neue Zulassungskarte in der Hand.
10:30 Uhr - Ich bin ernsthaft überrascht, wie schnell und Problemlos das alles von statten ging und machte mich relativ bald wieder auf den Rückweg nach Abu Dhabi.
Wie das nächstes Jahr aussieht kann ich noch nicht sagen, aber vermutlich werde ich es dann doch in Abu Dhabi versuchen, da die Offiziere im Traffic Department meinten, es sei ein System und das alles wäre kein Problem. Vielleicht gefällt es mir aber nächstes Jahr auch nicht mehr in den Emiraten, so dass ich keine Verlängerung für meine Zulassung brauche, weil ich nach Deutschland zurück kehre. Das ist aber alles noch in ferner Zukunft. Ich halte euch jedenfalls auf dem laufenden.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Mein Song zum Wochenende

Ja, ich faules Stück Fleisch habe nach einer 3-Tage-Woche schon wieder Wochenende. Mitunter meint es das Leben recht gut mit einem...
Heute ist Nikolaustag. Am Wochenende der 2. Advent. Nicht mehr lang und ich hab Urlaub. Kurz darauf ist Weihnachten, Geburtstag, Silvester, und dann geht es auch schon wieder in wärmere Gefilde zurück nach Abu Dhabi.
Unglaublich, was ein Monat so alles in sich haben kann. Morgen vor einem Jahr ist mein erstes Auto in den Emiraten mir kaputt gegangen. Schade, aber so kam ich zu meinem Lancer. Das bedeutet auch, dass ich vor meinem Urlaub noch die Zulassung von meinem Auto verlängern sollte...
Neben der Arbeit, Studium und der ein oder anderen Freizeitbeschäftigung ist das eine ganze Menge, die ich noch zu erledigen habe.

Trotz allem schaffe ich es immer wieder vor dem Webradio zu sitzen/liegen oder was auch immer und verfolge 90elf, SWR3 oder FFH. 90elf kann nichts dafür, aber sie sind nun mal ein Fussballsender, folglich schalte ich fast nur ein, wenn Bundesliga läuft, und ich es nicht über Dubai Sport sehen kann.
SWR3 und FFH sind da mitunter schon abwechslungsreicher, aber komischerweise, habe ich auf Hessens Weihnachtsradio in den letzten 2 Wochen nicht einmal den Klassiker schlechthin zur Weihnachtszeit gehört.

Ich bin mir sicher, dass ich den ein oder anderen Leser mit meinem Link verärgere, aber einmal im Jahr muss es sein. Und wenn ich es schon nicht durch Zufall im Radio höre, dann wenigstens einmal auf youtube.

George Michael, ich hasse dich für diesen Song!


Dienstag, 4. Dezember 2012

Die Welt dreht sich wieder...

Die Royals aus England erwarten Nachwuchs.
Toll. Was interessiert es mich im Ausland, ob Kate während ihrer Schwangerschaft übel ist oder nicht? Es gibt echt Themen, die wichtiger sind. Das DFL-Sicherheitspapier zum Beispiel. Oder der Schadensbericht zum Brand in einem Dubaier Hochhaus. Hier wird auch mal wieder gezeigt, dass in Dubai NICHTS unmöglich ist.
So soll zum Beispiel -laut Bericht- eine Zigarettenkippe nach unten gefallen sein und dort einen Müllhaufen angesteckt haben. Wenn man aber auf der Seite von gulfnews.com das zweite Bild anschaut (HIER) oder youtube befragt, ist zu sehen, dass das Feuer nicht unten anfing. Oder -wie es jemand in Facebook beschrieben hat- das Feuer hat sich überlegt, dass 34 Stockwerke doch gar nicht so viel seien und man einfach oben anfangen könne zu brennen.
Schon komisch, aber eine der Stilblüten, die dieser Brand trägt: Die Regierung von Dubai ist dabei ein Gesetz auf den Weg zu bringen, dass einem verbietet auf seinem Balkon zu rauchen...

Ich lass das ganze jetzt einfach mal so stehen und werde mich nicht weiter dazu äußern.

Schön allerdings, dass der letzte Urlaub des Jahres nicht mehr weit entfernt ist. Und dank Ingo hat mein Adventskalender jetzt keine 24 Türchen mehr, sondern nur noch 21... ;)

Sonntag, 2. Dezember 2012

In allen Ehren

Alles gute zum 41. Jahrestag zur Gründung der United Arab Emirates.
Ich habe -seit ich in Abu Dhabi wohne- mir feste vorgenommen, mir den Nationalfeiertag an der Corniche, dem Epizentrum des Tages, zu verbringen und bin jetzt, wo ich es für mich beendet habe enttäuscht!

Da ich zeitig unten in der Corniche-Road war, fand ich auch relativ leicht einen Parkplatz. Was ein Kunststück ist, wenn man sich an meine Beschreibung über die Parkplatzsituation erinnert. (HIER)
Da heute Feiertag ist, ist das Parken sogar kostenlos. Ich hatte 2 Dirham (40 Cent in Deutschland) für eine Stunde eingeworfen und stellte fest, dass meine Parkdauer dann bis zum 4.12. dauern würde. Nett, brauch ich aber grade nicht, also Geld wieder raus geholt und mal schauen gegangen, was so auf dem Festgelände los ist.
War zwar nicht viel, aber so konnte man ungestört ein paar Fotos machen (folgen später auf Facebook) und auch in aller Ruhe etwas essen. War irgendwie schade, dass sonst niemand mit war, aber so ist dass manchmal, wenn man jemandem sagt, er solle sich bei mir melden und dann kommt NICHTS.
Das ist aber ein anderes Thema und gehört nicht hier rein. Das werde ich persönlich klären.

Das Programm war schon abwechslungsreich und interessant. Der Zauberer war für das Kinderprogramm verantwortlich. Seine Tricks und Künste fand ich jetzt nicht so überzeugend, aber viele Kinder habe ich dort auch nicht gesehen. Also weiter...
Vorbei fliegender Hubschrauber mit überdimensionierter Landesflagge, Desert Falcons mit einer Flugshow, ein Emirate, der wegen seinen Sandburgen im Guiness-Buch der Rekorde steht. Alles ganz nett.
Dann ging die Parade auf der Straße los. Einige Autos sind ja bereits seit Tagen geschmückt, beklebt, dekoriert, aber unter dem Strich war ich enttäuscht. Vielleicht ist es auch nur in meiner Erinnerung so, aber ich hatte den Eindruck, dass letztes Jahr in Fujairah -in der Relation- mehr los war. Einen Großteil meiner schlechten Laune, hat aber auch die Verkehrsregelung und -führung zu tun. Ich habe mich lange Zeit an 2 unterschiedlichen Plätzen aufgehalten, niemanden gestört, niemanden gefährdet und nur das ein oder andere Foto (vielleicht auch etwas mehr) gemacht und mich ruhig verhalten. Zwischen 16:45 Uhr und 18:55 Uhr war das anscheinend auch alles in Ordnung. Zwischenzeitlich wurde die Kreuzung gesperrt und man konnte auf der Corniche Road nur noch gradeaus fahren. Dann dauerte es auch nicht mehr lang, bis man von teilweise hochrangigen Offizieren des Platzes verwiesen wurde. Als anständiger deutscher Staatsbürger, leistete ich der Aufforderung natürlich Folge und hatte mir schon einen anderen Platz an der Kreuzung ausgesucht. Doch da dürfte ich noch kürzer bleiben.
Als ich mich nach ein paar Minuten mal hinsetzte, wurde ich von einem noch höherrangigen Offizier wieder aufgefordert meinen Platz zu verlassen. Die Araber neben mir wurden nicht belästigt. Scheint doch so, dass ich die falsche Nationalität habe... (Selbstzensur)
Beide Aufforderungen waren allerdings in einem derart pampigen Ton, dass es mir reichte und ich meine Sachen ins Auto gepackt habe und heim bin. Schade um das Feuerwerk um 20:30 Uhr, dass ich gerne noch gesehen und fotografiert hätte. Ich kann auch verstehen, dass man nicht so gut gelaunt ist, wenn man am Nationalfeiertag arbeiten muss. Aber trotzdem... Vielleicht will ich mich auch grade ein wenig aufregen, und das ist mein Ventil. Besser gehts mir immer noch nicht. Ich bin immer noch, leicht aggressiv. Leider. Ich habe auch manchmal schlechte Laune und darf die auch nicht an gewissen Personen auslassen, auch wenn ich es manchmal SEHR gerne machen würde...

Ich denke, dass ich nächstes Jahr NICHT an der Corniche sein werde (allein, wie viele anderes Volk abgeht), sondern irgendwo anders, wo ich vielleicht etwas mehr Ruhe finde. Fotos würde ich vorher schon gerne machen, denn die Dekorationen und Beleuchtungen sind teilweise schon sehr kreativ und spektakulär.
Diese Foto ist zum Beispiel gestern (01.12.2012) entstanden.
Atlantis Hotel auf der Palme in Dubai von der Seeseite aus.
10mm Brennweite; Blende 3,5; 1/50 Sekunde Belichtung; ISO: 6400; Ohne Stativ
Nur mal so für die Fotofreaks in meinem Blog.