Samstag, 31. Dezember 2011

Danke, thank you, shukran

An alle, die an mich an meinem Geburtstag gedacht haben.
Dieses Jahr wird er besonders in Erinnerung bleiben, da es dieses Jahr das erste Mal der Fall war, dass ich die ersten glückwünsche auf hoher See entgegen genommen habe. Auch wenn der Anlass eher unschön war und nur in kurzen Informationen umrissen werden soll.
Waren auf einem Tankschiff nach zwei Explosionen zu einer "Search and Rescue"-Aktion. Es stellte sich leider schnell heraus, dass es sich auf SEARCH, also die PErsonensuche, beschränken würde. Die Bilder eines zerstörten 89.999 BRT-Tankers waren beeindruckend, aber nicht unbedingt DAS, was man zu so einem Tag braucht.



Mittwoch, 28. Dezember 2011

Tu gutes und sprich darüber

Übermorgen ist Sylvester und somit das Ende des Jahres 2011.

Vieles hat sich getan. Einiges allerdings nicht. Ich bin Anfang des Jahres in die Vereinigten Arabischen Emirate gegangen um dort zu arbeiten und mit ein paar kleinen Durchhängern bin ich doch relativ zufrieden hier unten. Anfang des Jahres fehlte mir meine Freundin, mittlerweile fehlt mir meine Verlobte (bei der ich heute wieder ganz stark in Gedanken bin, weil eine wichtige Prüfung ansteht).



Aber nicht nur das Jahr endet. Auch viele Wettkämpfe und Wettbewerbe enden.  So endet zum Beispiel auch ein Laufwettbewerb, den ich über NIKE+ eingestellt habe. 10 Leute haben daran teilgenommen und in knapp 12 Monaten fast 8000 Kilometer erlaufen. Jeder Kilometer bringt einer wohltätigen Stiftung bares Geld. Ich weiß zwar noch nicht genau, an wen das Geld geht, aber auf jeden Fall wird es in Richtung Krebsforschung / -Hilfe gehen.

Doch was bringt das, wenn man dies niemandem mitteilen kann. Ich  würde mich auch freuen, wenn wir nächstes Jahr wieder ein solchen Wettbewerb starten und mehr Leute daran teilnehmen und man eventuell noch einen Sponsor findet.

Natürlich gibt es viele Krankheiten, die ebenfalls in der Forschung Unterstützung benötigen, wie z.B. die AIDS-Forschung, aber da das Thema Krebs leider in meiner Familie immer mal wieder ein Thema ist, fiel meine Entscheidung darauf.

Ich werde euch auf dem laufenden halten.

Montag, 19. Dezember 2011

Der technische Fortschritt


Mir schwillt grade mal wieder der Kamm. Nicht, weil ich momentan KEIN EINZIGES deutsches Fernsehprogramm (SFinfo ist zwar deutsch-sprachig, gehört trotzdem in die Schweiz) empfange, sondern wegen dem, was ich gestern im medikamentösen Halbschlaf mitbekommen habe.

RTL war so freundlich und hat mit einem kurzen Trailer darauf Aufmerksam gemacht, dass in naher Zukunft -das Datum ist leider nicht hängengeblieben- der analoge Sendebetrieb über Satellit eingestellt wird und dies für alle Sender der RTL-Gruppe (RTL2, VOX, N-TV) zutrifft. Nach dem Ablauf dieser Deadline ist man als Satelliten-Fernseher dazu gezwungen sich für teures Geld einen neuen Receiver zu holen und eine Smartcard, die die Codierung der kostenpflichtigen RTL-Programme aufhebt. Einerseits finde ich es für die 6-8 sehenswerten Sendungen/Serien absolut übertrieben für sowas auch noch Geld bezahlen zu müssen. Andererseits geht mir doch (sprichwörtlich) der Arsch auf Grundeis, weil RTL, RTL2 und ZDF die einzigen deutschen Sender sind, die ich als Informationsquelle (neben Internet) habe. Was passiert mit den Ausländischen Zuschauern, die nicht im Einflussbereich von einem deutschen HD+-Händler sind, oder sich keines der teuren Abos leisten können? Die Situation ist auch nicht mit sky (früher Premiere) zu vergleichen, da sky ein Spartenprogramm (für alle Geschmäcker) anbietet. Man braucht sky auch nicht unbedingt. Es ist zwar nett die Bundesliga live im Fernsehen zu sehen, oder die Formel 1 ohne Werbeunterbrechung, aber die Kommentatoren machen da schon wieder viel kaputt (Stichwort: Marcel Reif).

Als ich jedenfalls eben auf der Internetseite von HD+ war, dürfte ich voller Freude feststellen, dass dort unter den FAQ ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass HD+ (ich zitiere WÖRTLICH!) "eine reine Ergänzung zu den bestehenden unverschlüsselten Angeboten via Satellit, die auch weiterhin existieren werden." ist. Lügt RTL also seinen Konsumenten mal wieder schamlos ins Gesicht, oder ist die Webseite von HD+ veraltet? Die Sendehinweise auf der Seite scheinen jedenfalls aktuell zu sein, aber was juckt mich das. Ich kann es ja eh nicht sehen.

Und wenn RTL Recht behält, hatte ich heute schon mal ein wunderbares Training und ich kann den schwarzen Fernseher anschauen...!

Schöne neue Welt!.


Sonntag, 18. Dezember 2011

Ja ist denn heut schon Weihnachten?

Hat der Kaiser vor Jahren mal in der E-Plus-Werbung gefragt. Jetzt gibt es auch endlich eine Antwort darauf. Heute ist zwar noch nicht Weihnachten, aber morgen!
Nach einem Marathon durch Bank, Versicherung und Autohaus wird mein neues Auto MORGEN zugelassen und übergeben.
Und ml wieder hat dieses LAnd es geschafft mich zu überraschen. Neben einem günstigen Kaufpreis war doch die Vollkaskoversicherung ein wahrer Augenöffner. Für 1 Jahr mit Vollkasko und rundum-Sorglos-Paket zahle ich 1900 AED (380 Euro). In Deutschland undenkbar...

Ist zwar noch nicht meiner, aber genau so wird er aussehen!

Freitag, 16. Dezember 2011

Weihnachten - und nun ?!?!

In 2 Tagen ist der 4. Advent. Das ist ein Fakt, den niemand bestreiten kann.

Was mir allerdings aufgefallen ist: Auch wenn ich in den letzten Jahren nicht so der Weihnachtsmensch gewesen bin und das ganze eher mit einem gemeinsamen Abendessen mit der Familie sehe - wofür ich nicht unbedingt Weihnachten brauche - fehlt mir dieses Jahr etwas.
Immerhin habe ich angefangen ein wenig zu dekorieren. An der Tür hängt ein Tannenimitatring mit "Merry Christmas"; Am Balkongeländer hängt eine Lichterkette, die Wohnung ist ebenfalls ein wenig geschmückt. Bei Kollegen ist es ein wenig mehr, bei mir ein wenig weniger. Der Dienstplan  sieht vor, dass Heilig Abend Freischicht ist, doch was tun?
Eine Zeitlang bestand die Hoffnung, dass ich über die Feiertage Besuch von meinem Schatz bekomme, ist aber wegen diversen Gründen hinfällig. Schade, kann man aber nicht ändern. Trotz allem sind wir jetzt mit ein paar Kollegen am überlegen, ob wir am 24.12. zum Ski fahren nach Dubai rüberfahren. Das mit dem Schnee vielleicht ein wenig weihnachtliche Stimmung aufkommt. Vielleicht gehen wir auch anschliessend noch mit Plastiktannenbaum an den Strand zum grillen.

Fest steht aber noch nichts, aber ich bin ehrlich. Mir fehlt das Mistwetter in Deutschland. Egal ob Regen oder Schnee - kalte Temperaturen gehören doch irgendwie dazu. Vielleicht aber auch nur, weil man es nicht anders gewohnt war.

In der biblischen Weihnachtsgeschichte sind Maria und Josef in Bethlehem, als Jesus geboren wird. Landschaftlich ist das ein ähnliches Klima, wie bei mir. Warum beschwer ich mich dann eigentlich?
Der Kommerz verkauft uns mittlerweile einen rotgekleideten Weihnachtsmann (Danke Coca-Cola Company), nahezu alle Weihnachtsfilme, die im TV Jahr für Jahr gezeigt werden, spielen im Schnee (Weihnachtsgeschichte mit den 3 Geistern), usw.
Wenn man das ganze Kirchenkritisch betrachten möchte, kann man sagen, dass die Kirche das Fest auf die Wintersonenwende verlegt hat, um heidnischen Kulturen die Konvertierung zu erleichtern.

Hilft mir aber auch nicht weiter. Bin mal gespannt, ob sich das alles noch legt oder ich mich anpasse. Schliesslich ist alles nur eine Frage der Gewohnheit.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Die Zeit rennt nur so dahin

Erstmal muss ich  mich dafür entschuldigen, dass man so lange hier nichts mehr von mir gelesen hat.Erst kam Besuch aus Deutschland, mit dem ich viel Zeit verbracht habe, dann kam noch das ein oder andere berufliche dazu und schon  war es passiert, dass ich knapp 2 Wochen nichts geschrieben habe. Immerhin hatte der Besuch den großen Vorteil, dass ich endlich mal Ecken und Punkte der Emirate gesehen habe, die ich ohne Besuch vermutlich nicht besucht hätte. Gut möglich, dass da demnächst ein Gastblog erscheint. Wenn ich nämlich über die Emirate schreibe, bin ich voreingenommen und es wäre nicht objektv.
Ein anderes Indiz für das schnelle verrinnen der Zeit ist die Tatsache, dass am Sonntag schon wieder der 4. Advent ist. Kurz drauf kommt Weihnachten, Geburtstag, Sylvester und schon bin ich ein Jahr in den Emiraten.Auch wenn es manchmal nicht leicht ist, gefällt es mir doch hier unten. Da muß man nun mal einige Abstriche machen.Immerhin stimmt das Wetter. ;-)

Leider gibt es auch  weniger tolle Meldungen.So ist zum Beispiel mein BMW den Heldentod gestorben (Getriebeschaden) oder zu Freunden gewordene Kollegen verlassen das Land um wieder nach Deutschland zu gehen. Aber jedes Ende ist auch ein Neuanfang. Es kommen zum Beispiel wieder neue Kollegenund auch wieder ein Auto. Es wird zwar kein BMW, aber auch schick.Weiteres dazu kommt später.

Jedenfalls werde ich versuchen jetzt wieder ein wenig regelmäßiger zu schreiben und falls wir nicht mehr in Kontakt treten sollten, wünsche ich  euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Und schaltet ruhig mal einen Gang zurück. Weihnachten ist nicht der Kommerz, der uns verkauft werden soll, sondern das Fest zur Geburt Christi und das sogenannte Fest der Liebe.

Freitag, 2. Dezember 2011

Mein Song zum Wochenende

In der arabischen Welt ist Freitag und Samstag das Wochenende. Allerdings begleitet mich der Song seit Donnerstag und wird bis Samstag mindestens anhalten. Sonntag sieht das ganze schon wieder anders aus. Hoffe ich zumindest. Bislang war das Wochenende an schlechten Nachrichten kaum zu überbieten und doch habe ich immer noch Hoffnung auf Besserung.
Vielleicht bin ich aber auch nur ein armer Thor.
Wer mich kennt, weiß, dass ich selten bis gar nicht austicke und komische Sachen mache. Momentan hätte ich Lust das ein oder andere aus dem Song zum Wochenende zu machen, aber ich versuche mich zu beherrschen. Und wenn man bedenkt, dass der Song aus den frühen 90ern stammt ist das auch verwunderlich, dass ich immer wieder drüber stolpere. Und da ich auch nicht weiß, ob das Video auf youtube in Deutschland zu sehen ist, hab ich euch auch einfach mal die Lyrics kopiert und drunter geschrieben.


ja mach nur die fresse aufegal was du sagst ich
hau dir doch eine draufdenn ich habe diese
verschissene wutwarum gehts mir so schlecht warum
gehts dir so gutja bin ich denn hier nur von
wichsern umgebendreck am eingang musst ich meinen
schlagring abgebensonst gäbs jetzt randale
voll eins auf die lippemein hebel im gehirn steht
bei mir ständig auf der kippeich bin
arschloch ja das ist was ich binbei mir schaut
jeder von euch pissern besser zweimal hindenn
einmal nicht aufgepasst hab ich dir schon eins
verpasstob du schon gesessen hast mir egal ich
kenn den knastalkoholika das sind meine drogenah
was heisst drogen ist doch eh alles verlogengenau
wie die vier mit ihrem positiv gelalleihr scheiss
votzen ihr könnt mich alle leck mich ich bin
n arschloch ich fick dich ich bin widerlichich
Find more similar lyrics on http://mp3lyrics.com/KRdkomm über dich ich erniedrige dichkackst du
dich an mach ich sofort mitdu bistn arschwichser
du stinkst ausm schrittich weiss wer du bist du
weisst dass ich existierdu hast ne fresse die man
nicht vergisst und ich bin heute hierum dir nen
whisky einzugiessen dir den abend zu vermiesenund
mich zu entschliessen das auch noch zu
geniessenverpiss dich machs dir selbst mach dich
wegdu wichst dir doch noch einen wenn ich deine
alte leckich hab meine gern geschlagen das hat sie
nicht vertragenjetzt gehts dir an den kragen und
dann wirst du versageneh das stück hat mich
verlassen ah sind doch alles votzenumso mehr krieg
ich lust dir jetzt eine reinzurotzendu hast keine
probleme und deshalb hast du michdu bist mit dir
zufrieden dafür hasse ich dich leck mich ich
bin n arschloch

Samstag, 26. November 2011

Ready for boarding? - Ein weiterer Selbstversuch

Am 24. November wollte ich wieder von Frankfurt nach Dubai fliegen. An sich keine große Sache, besonders, wenn man sich mittlerweile an Flughäfen wohler fühlt, als am Bahnhof. Ich gebe zu, dass die Sicherheitskontrollen und die langwierigen Einstiegsprozeduren schon etwas nerven, aber der 11. September 2001 hat nun mal die Welt des Fliegens verändert.
Bei allen bisherigen Flügen dieses Jahr gab es noch keine Probleme. Diesmal sollte ALLES anders werden. Angefangen bei der Sicherheitskontrolle, die ich zweimal durchlaufen musste, über das doppelte Boarding und wir stehen immer noch in Frankfurt, worüber ich im nächsten Blog schreiben werde.

Bei der ersten Sicherheitskontrolle wurde mein Zippo-Feuerzeug beanstandet. Es dürfte "nicht funktionsfähig" sein. Also Feuerstein raus, Problem gelöst - meiner Meinung nach. Nach Ansicht der Kontrolleure aber leider nicht. Ich sollte doch bitte noch die Watte mit Wasser ausspülen, damit das darin gespeicherte Benzin raus gewaschen wäre. Also mein ganzes Handgepäck wieder zusammen gepackt und das nächste Bad aufgesucht. Dort dann gut 10 Minuten Wasser durch die Watte laufen lassen und das Problem sollte gelöst sein - meiner Meinung nach!

Beim zweiten Versuch die Sicherheitskontrolle zu passieren sagte mir ein anderer Mitarbeiter, dass die Watte entfernt werden müsste...! Ja, die Leute machen auch nur Ihren Job und haben ihn eventuell nur angenommen, dass sie andere schikanieren können, oder einen Job annehmen mussten, aber ist das ein Grund sich ausgerechnet mich auszusuchen???

Wer schon mal geflogen ist, weiß, dass keinerlei spitze Gegenstände im Handgepäck mitgeführt werden dürfen. Wie also soll man die Watte entfernen? Unterstützung vom Personal gibt es erstmal keine. Also blieb als letzte Möglichkeit, das gesamte Innenleben des Zippo zu entsorgen und die leere Hülle mit zu nehmen. Ein Innenleben kann man ja aus einem Billigzippo wieder einsetzen. Die Hülle wird da schon problematischer zu ersetzen. Diesmal war sogar das Personal an der Sicherheitsschleuse meiner Meinung.

Der dritte Versuch diese Kontrolle zu überwinden, sollte also erfolgreich sein... DENKSTE! Als ich wieder mein Zeug zusammen packte, kam ein weiterer freundlicher Mitarbeiter und fragte, ob in dieser einen Tasche eine Kamera sei und ob er damit einen kurzen Test machen dürfte. Also auch noch diese Prozedur über mich ergehen lassen, weil ich ja wusste, dass keinerlei Sprengstoffspuren an meiner Kamera sind. Ging ja dann immerhin auch in ein paar Minuten über die Bühne.

Was beim Versuch nach Dubai zu fliegen passierte erfahrt ihr in der nächsten Ausgabe, aber ich kann euch verraten, dass mein Sitznachbar im Flieger 8 (!) Feuerzeuge im Handgepäck hatte, was aber nichts mit dem morgigen Thema zu tun hat.

Freitag, 25. November 2011

Wenn einer eine Reise tut...


... dann kann er was erzählen. Ich weiß nicht, wie alt das Sprichwort ist, aber es stimmt auf jeden Fall. So wird heute und in der nächsten Folge des Blogs beschrieben, was ich auf meinem Kurzurlaub in Deutschland durchgemacht habe.

Heute könnte der Blog ebenso gut in die Kategorie "Ready for boarding" fallen, aber das würde in anderer Hinsicht auch nicht so gut passen, wie der gewählte Titel.

Ich beschloss ja vor einiger Zeit zum Geburtstag meiner Verlobten in Deutschland zu sein und gleichzeitig meinen Resturlaub zu verbraten. So weit so gut. Da ich ein wenig aufs Geld schaue, suchte ich mir über eine Flugsuchmaschine einen günstigen Flug und landete via Cheapticket bei Gulf Air. Die Buchung klappte Problemlos, auch die Reservierungsbestätigung kam umgehend. Was mich allerdings beunruhigte war die Tatsache, dass ich 2 Tage vor dem Flug nach Frankfurt immer noch kein Ticket von Gulf Air bekommen hatte. Also mal das nette Call Center der Fluglinie angerufen und nachgefragt mit Reservierungsnummer, Name usw. Das ich kein Ticket bekommen hatte, ließ sich ganz einfach damit erklären, dass Cheapticket meine Emailadresse nicht, bzw. nicht richtig  weitergeleitet hatte. Als wir dies am Telefon geklärt hatten, kam auch umgehend mein Ticket per Email. Erleichterung! Tags drauf der Online-Check in. Tolle Erfindung, wenn es denn funktioniert, denn wie auf dem Bild zu sehen, war das alles nicht so leicht und trieb meinen Puls und mein Stresslevel in ungeahnte Höhen...

Also bin ich mit Freunden extra früher an den Flughafen, um das Missverständnis zu klären, weil der Flug auch auf der Webseite der FRAport zu finden war, was endgültige Konfusion bei  mir bedeutete. Am Schalter allerdings bekam ich beide Boardingkarten, so dass es keinerlei Probleme gab.

Der Service an Bord selber war berauschend. Auf dem kleinen Hopser über den Persischen Golf nach Bahrain einen kleinen Snack in Form von Sandwich und Kitkat´s. Bequem und ähnlich viel Beinfreiheit, wie bei Emirates. Das Boarding in Bahrain für die Maschine  nach Frankfurt, ließ aber auf sich warten. Mit gut 20 Minuten Verspätung begann dieses, was einem pünktlichen Start aber keinen Abbruch  bereitete. Ebenso die Planmäßige Landung in Frankfurt. Das Servicepaket mit Flugzeugsocken, Schlafmaske und Ohropax stellte mich rundum zufrieden und ich schlief schon tief und fest, bevor wir überhaupt auf Reiseflughöhe ankamen. Höhe Wien weckte mich dann der Duft von Kaffee, der aber weniger gut war und einen großen Pott in Frankfurt verlangte.

Und unabhängig der Tatsache, ob ich später nochmal privat fliege oder nicht. Ich schaue nicht aufs Geld, fliege aber dafür dann mit Emirates. Da hatte ich bislang am wenigsten Ärger.


Und morgen geht´s dann schon weiter mit dem Rückflug und deutscher Gründlichkeit.

Mittwoch, 16. November 2011

Menschen sind selten perfekt

Wie bereits in meinem letzten Blog angesprochen, wollte ich noch weitere Videos dazu veerlinken.
Diesmal handelt es sich um einen Werbespot, den vielleicht der ein oder andere schon gesehen hat.

Mir geht es jedesmal ein wenig ans Herz und hoffe, das kürperlich benachteiligte Menschen irgendwann mal die gleichen Chancen haben barrierefrei zu leben. Das fängt schon bei den Barrieren im Kopf an. Laßt und was gemeinsam dagegen tun...

Montag, 14. November 2011

Die Macht der Worte

Worte sind mächtig. Das wissen wir nicht erst seit gestern. Bücher wurden darüber geschrieben, Vorträge gehalten und Filme gedreht.
Ein Wort kann verletzen, Trost spenden und vieles mehr. Einmal ausgesprochen kann man sie nicht ändern. Höchstens vielleicht bedauern.
Geschriebene Worte sind noch schlimmer. Einmal auf Papier festgehalten kann man sie zwar mit Tipex unkenntlich machen, aber geschrieben sind sie immer noch. Auch wenn man etwas neues darüber schreibt.Unter der Oberfläche ist es immer noch da.
Und wie schnell passiert es mal,dass einem ein unbedachtes Wort rausrutscht.

Es gibt auch ein Sprichwort, dass die Lüge über die Welt gelaufen ist, bevor sich die Wahrheit einen Stiefel angezogen hat. Ist auch was wahres dran. Aber als ich gestern auf Facebook ein Video meiner Bekannten Bamba gesehen habe, kam schon eine kleine Gänsehaut zusammen. Das Video zeigt in einem schönen Beispiel, was Worte ändern können.
Von der einfachen Nachricht "Ich bin blind und brauche Hilfe" wird "Es ist ein schöner Tag und ich KANN IHN NICHT SEHEN."

Falls ihr das Video nicht nicht gesehen habt, stell ich es hier nochmal mit ein. Ihr dürft gerne weiterleiten und kopieren. Es wird in den nächsten Tagen ein oder zwei weitere Videos von ähnlichem Inhalt geben.

Sonntag, 13. November 2011

Mein Song zum Wochenende

Wie sollte es anders sein. Gestern meine erste "richtige" Ausfahrt mit dem Rennrad in Fujairah gemacht. 57 Kilometer ebi einem 27er Schnitt. Zufrieden, aber noch nicht am Ende der Möglichkeiten.

Es war Samstag und daher war es etwas ruhiger auf der Strasse. Trotz allem war ich doch überrascht, wie positiv die meisten Autofahrer reagierten. Neben Anfeuerungen in der Steigung nach Bitnah wurde auch das ein oder andere mal eine Flasche Wasser angeboten.
Die Abfahrt wieder in Richtung Heimat war etwas weniger schön. Allerdings nur wegen einem Zwischenfall an einem U-Turn kurz vor der Ortsgrenze von Fujairah. Ein Pickup wendete, die beiden Leute im Auto grinsten mich an, winkten mir zu und stellen ihre Vorderachse und die Motohaube in meinen Weg.
Die einzige Erkenntnis die sich mir offenbarte. Ich fahr nächstes mal nicht mehr in Richtung Norden an der Küste entlang, sondern eher in Richtung Masafi um mich ein wenig für die Berge fit zu machen, dass ich eines Tages auch mal die Sharjah-Kalba-Road fahren kann. Landschaftlich und Streckentechnisch eine echte Herausforderung.

Jetzt zu dem Song. Ein Klassiker, der nicht weiter beschrieben werden muss.
Viel Spaß.

Samstag, 12. November 2011

Termin zum merken!

Donnerstag, den 17.11.2011.
Mit etwas Glück -und wolkenlosem Himmel- kann man wieder Leoniden sehen. Bevor der Begriff gegoogelt wird. Das sind Sternschnuppeenschwärme, die ihren Ursprung im Sternbild Löwe haben (Quelle: SWR3-Podcast).

Ich wünsche euch gutes Wetter und genügend Wünsche, sowie dass sie dann auch in Erfüllung gehen.

Donnerstag, 10. November 2011

Metamorphose



Metamorphose bezeichnet den Gestaltenwechsel oder die Verwandlung einer Gottheit, eines mythischen Wesens oder eines Menschen, seltener von Tieren oder Objekten. Diese kann vorübergehend oder dauerhaft sein. Häufig verläuft die Verwandlung einer Gottheit oder eines Menschen in ein Tier. Soweit die Bezeichnung in freien Enzyklika.

Metamorphosen gibt es überall. Bei den klassischen Kindermärchen von früher wurde aus einem Frosch ein Prinz. Bei den etwas neueren Geschichten werden Vampire zu Fledermäusen. Und in der Realität wird mitunter ein Traumauto, ein finanzierbares Auto.

Ich spiele ja seit ich wieder einen Führerschein habe mit dem Gedanken mir ein neues Auto zu kaufen um das in geraumer Zeit mit nach Deutschland zu nehmen. Am liebsten natürlich ein BMW, aber bei den Preisen, die die verlangen kann sich das kein Normal sterblicher leisten. 300.000 Dirham (rund 60.000 Euro) für einen GT ist doch/leider außerhalb meiner Möglichkeiten. Da muss man nun mal realistisch bleiben. Doch was ansonsten. Mit Ford hab ich sehr gute Erfahrungen und einen weißen Toyota findet man in diesem Land nicht wieder. Angeblich ist der Toyota Corolla in weiß das meist verkaufte Auto der Welt. Wenn ich die Unmengen an weißen Corollas hier sehe, bin ich  geneigt das zu glauben.

Heute war ich mal bei unserer Ford-Garage in Fujairah und ein weißer (gibt es halt hauptsächlich hier) Mondeo hat meine Aufmerksamkeit erlangt. Mit den entsprechenden Papieren gibt es dieses Auto dann für 69.000 Dirham (knapp 12.000 Euro). Ist zwar immer noch eine Menge Geld, aber eine andere Hausnummer als BMW und eine Werkstatt hätte ich auch vor Ort. Weiterhin ist der Ford ein Kombi, den BMW hier nicht ausliefert (Daher die Orientierung in Richtung GT-/X-Modell).

Man muss nun mal abwarten, wie sich  alles entwickelt. Vielleicht schau ich ja auch nochmal bei Mercedes oder GM vorbei und  finde da ein gescheiteres Angebot. Ansonsten bleibt es bei der Metamorphose von einem BMW zu einem Ford.

Mittwoch, 9. November 2011

Zur Erinnerung

Heute vor 22 Jahren wurde die deutsch-deutsche Grenze geöffnet.
Darum heute auch nur ein Bild, dass die damalige Stimmung widerspiegelt.

Und ein Linktipp: www.chronik-der-mauer.de

Dienstag, 8. November 2011

Thema: Bullfights in Fujairah

Gestern war ich mit ein paar Kollegen bei den Bullfights und habe dort Fotos gemacht. Erwartungsgemäß dauerte es nicht lang, bis die ersten abwertenden Kommentare geschrieben wurden. Zwei davon waren "Arme Viecher, wie kann man sich sowas auch noch angucken?! Ekelhaft!" und "hm... wieviel muss ich wissen wenn ich augen im kopf habe ? ;) íst das etwa für dich schön anzusehen? wieviel spass die tiere bei der sache haben ist wirklich kaum zu übersehen :)))"

Das Verhalten, dass die Stiere an den Tag legten ist rein tierischer Instinkt. Bis sie in die Arena geführt wurden waren sie die Ruhe selbst, sobald sie aber einen anderen Bullen sahen, begannen die Rangkämpfe, denn nichts anderes ist es. Der "Kampf" beginnt sobald sich die Stiere in die Augen sehen. Frei nach dem Motto: "Ich bin hier der Boss und werde dir jetzt zeigen, wer von uns der stärkere ist und DRÜCK dich weg."

Das sah man auch nach dem Ende des "Kampfes". Sobald die Stiere den Augenkontakt verloren haben, kann sie von einem mehr oder weniger schmächtigen Emirati, Pakistani, wasauchimmer wieder nach draussen zur Herde geführt werden.

Ich behaupte auch nicht, dass es um den Spaß der Tiere ging, aber wer definiert überhaupt wem was Spaß macht?
Ist das bei uns Menschen überhaupt anders? Manche Leute haben Spaß daran Schmerzen zu haben oder anderen Schmerzen zuzufügen. Die Krankheit der menschlichen Gesellschaft ist da sehr breit gefächert. Und wenn wir uns unser (menschliches) Leben mal genauer ansehen. Diese Ellenbogen-Gesellschaft -in der es auch nur um Macht und Stellung geht- macht doch nichts anderes, als die auf den Fotos gezeigten Bullen. Sie hauen mit dem Kopf gegeneinander und der erste, der zur Seite geht, hat verloren.
Und bevor noch irgendwelche Tierschutzaktivisten auftauchen. Die "Kämpfe" dauerten bis zu 5 Minuten und in den gut 2 Stunden die wir da waren, floss kein Tropfen Blut. Die Tiere werden nicht heiß gemacht. Es wird nich geschlagen, keine Lederriemen um empfindliche Stellen oder sonstwas in der Art. Die Bullen wurden in die Arena geführt. Kopf an Kopf gestellt und was dann passiert liegt an den Bullen. Wenn sich einer der Stiere abwendet und zur Seite läuft ist der "Kampf" vorbei und die Stiere werden auseinandergezogen und zurück nach draußen geführt. Dort stehen sie wieder friedlich nebeneinander. Also meiner Meinung nach echt kein Grund sich aufzuregen.
Ich habe in letzter Zeit sowieso immer öfter den Eindruck, dass die Menschheit sich wie ein Rudel wilder Tiere benimmt. Wobei die Bullfights den großen Vorteil haben, dass nicht gewettet wird, weil dies in diesem Land verboten ist. Ist die Pferderennbahn denn so viel besser?



Montag, 7. November 2011

Thema: Fernbeziehungen


Man konnte sich diesem Thema in der letzten Woche kaum entziehen. Barbara Becker hat sich von ihrem vor nicht allzu langer Zeit neu angetrauten Ehemann getrennt, weil man mit der Distanz nicht zurecht kam. Sie in Miami, er in Brüssel.

Ich will jetzt nicht kritisieren, dass es in den Medien so breit getreten wurde. So ist das halt wenn sich C-Promis trennen.  Ich mal gespannt, ob Babs in der nächsten Staffel vom Dschungelcamp dabei ist.

Es gibt viele Leute, die eine erfolgreiche Fernbeziehung führen. Manchmal entwickelt sich auch aus Fernbeziehungen etwas wunderbares. So wurde zum Beispiel in einem mir bekannten Fall von Bayern in den Ruhrpott umgezogen und anschließend geheiratet. Meiner Meinung nach sind Fernbeziehungen eine der stärksten Belastungsproben, die eine Beziehung aushalten muss.

Aber auch Entfernungen sind relativ. So gibt es Fernbeziehungen, wo sich die Verliebten jedes Wochenende sehen können. Wenn man zum Beispiel in Deutschland lebt, aber an unterschiedlichen Orten arbeitet, oder beruflich unterwegs ist. Eine sehr aufbauende Sendung gibt es da Sonntag abends beim Radiosender SWR 3. Dort können Verliebte sich für die neue Woche Mut zusprechen und sich schon auf das nächste Wochenende freuen.

Bei mir sieht das leider anders aus. Ich bin weder Prominent, noch kann ich meine liebste jedes Wochenende sehen.  Wenn wir Glück haben können wir uns zwei- bis dreimal im Jahr sehen und in den Arm nehmen. Natürlich gibt es technische Hilfsmittel, wo man sich zum Beispiel auf skype sehen kann, aber das ist nun mal nicht das gleiche. Wir wissen aber, was wir aneinander haben und freuen uns umso mehr, wenn wir uns dann mal wirklich sehen und in die Arme nehmen können - wenn die grummelgrummel Verwandtschaft keinen Strich durch die Rechnung macht.

Ich habe (auch wegen der eigenen Erfahrung) höchsten Respekt vor Leuten, die sich auf eine Fernbeziehung einlassen und diese auch überstehen, denn wenn man sich dann anschließend für ein gemeinsames Heim entscheidet, weiß man, was man aneinander hat. Auch wenn das Problem an der Fernbeziehung ist, dass erstmal jeder sein Leben lebt und dann schlagartig sich Dinge verändern, an die man nicht gedacht hätte.

Auf dem Screenshot von google Earth kann sich jeder mal ein Bild davon machen, was ,eine liebste und ich an Distanz im Moment durchmachen müssen, und vielleicht auch verstehen, dass es nicht immer leicht ist.

Freitag, 4. November 2011

Geschichte und aktuelles


Remember, remember the 5th of November.

Die erste Zeile des Gedichts über die Bonfire night kennen wohl die meisten. Guy Fawkes wollte damals das britische Parlament sprengen, scheiterte aber. Traditionell wird am 5. November der Keller des Parlaments durch den Regenten (derzeit Queen Elizabeth II.) auf Sprengstoff durchsucht. Abends gibt es dann meist einen Fackelzug durch diverse Städte bei dem eine Puppe mit dem Konterfei Fawkes´ verbrannt wird.

Das Bildnis des Guy Fawkes dürfte ebenfalls vielen Bekannt sein. Man sah die Masken unter anderem in Filmen (V wie Vendetta), bei der Occupy-Bewegung, und bei Berichten über das ANONYMUS-Kollektiv. Und genau darum geht es. Das Anonymus-Kollektiv hat nach eigenen Angaben zuletzt einen Kinderpornoring gesprengt und die Daten den Ermittlungsbehörden zur Verfügung gestellt. Angeblich soll wohl auch gerade die Freilassung eines Drogenbarons erpresst werden, weil ansonsten die Staatsgeheimnisse des Landes freigegeben werden und vor einigen Monaten wurde angekündigt, dass am 5. November 2011 Facebook gehackt und vernichtet werden soll. Ich bin gespannt, halte das aber für eine leere Versprechung, ebenso wie die ganzen Weltuntergangsprophezeiungen.

Und falls es ab morgen doch kein facebook mehr geben sollte, findet ihr mich immer noch über wkw, Google+, Twitter oder hier im Blog. Wir können den Kontakt also trotzdem halten.

Wenn euch also so einer über den Weg läuft.... Keine Angst, der will nur die Welt ein Stück verbessern.

Mittwoch, 2. November 2011

So ist es nun mal.


Was ich heute eigentlich schreiben wollte, konnte, musste, fällt leider unter die Selbstzensur, so dass euch nur ein Scrennshot des Textes erreicht. Die brisanten Stellen sind allerdings geschwärzt worden.

Dienstag, 1. November 2011

News of the world


Manchmal komm ich wirklich ins grübeln und staunen gleichermaßen. Als ich heute die Nachrichten gesehen habe, war wieder so ein Punkt erreicht.

Der griechische Ministerpräsident lässt sein Volk über den frisch gespannten Euro-Rettungsschirm abstimmen lassen. Wie das ausgehen kann, können wir uns schon ein wenig vorstellen, wenn wir dran denken, welche Wellen die Proteste in Athen geschlagen haben. Wer kann es ihnen verübeln, wenn man das Rentenalter um 5-10 Jahre anhebt, die Preise explodieren , und, und, und.

Wie es mit dem Euro aber weitergeht, wenn die Griechen wirklich den Rettungsschirm ablehnen? Ich habe keine Ahnung, aber ich fand damals schon die Einführung des Euro für eine suboptimale Idee. Vorher hätte man andere Schritte für ein vereintes Europa machen müssen. Und die Haltung der Engländer, die bis heute keinen Euro haben, wäre bei einer organisierten Einführung und einer starken europäischen Regierung nicht tragbar.

Die nächste Meldung: Palästina wurde zum Vollmitglied der UNESCO ernannt. Gegenstimmen kamen unter anderem von Israel (wundert mich eher weniger), Deutschland (wundert mich) und die USA (eigentlich auch zu erwarten). Nur die USA haben mit der Ernennung Palästinas zum Vollmitglied Konsequenzen im Vorfeld angekündigt und nun auch durchgesetzt und die Zahlungen an die UNESCO eingestellt. Das wird in sofern zum Problem, weil die USA alleine 20% des Gesamtetats der UNESCO stellen.

Die USA forderten, und haben in die Charta der UN verankert, dass nur anerkannte Staaten Mitglied in UN-Gremien werden können. Dazu müsste aber der Friedensprozess im Nahen Osten endlich zu Ende geführt werden.  Leider sind die Politiker, die das damals fast geschafft hätten bereits alle nicht mehr im Amt, oder tot. Ich denke da vor allem an Jitzchak Rabin, der für seine Bemühungen zu einer friedlichen Lösung 1994 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, dafür aber 1995 ermordet wurde.

Und das ist alles nur die Spitze des Eisbergs. Irgendeine Seifenblase wird vermutlich sehr bald platzen und dann geht die ganze Welt den Bach runter, weil wir in dieser globalisierten Welt alle vom anderen abhängig sind.

Da gehört auch dazu, dass das chinesische Export- und Wirtschaftswachstum rückläufig ist und auch dort die ersten Immobilienspekulationen nicht mehr aufgehen.


Montag, 31. Oktober 2011

Die Heimat entfernt sich

Keine Angst, ich werde nicht in eine arabische Familie einheiraten oder die hiesige Kultur komplett übernehmen. Es geht um die Zeitumstellung am Wochenende.
Seit Sonntagmorgen ist Europa zwar immer noch rund 5000 Kilometer Luftlinie entfernt, aber leider wieder 3 Stunden Zeitunterschied. Es wird eine harte Zeit werden, wenn man mal ein Abendspiel der Bundesliga sehen/hören möchte oder einen Film im ZDF schauen will, oder mit seiner Liebsten via skype telefonieren möchte.
Kommt mal wieder die Frage nach Sinn und Unsinn der Zeitumstellung auf. Studien haben erwiesen, dass die Energieeinsparung während der Sommerzeit nur marginal ist. Weiterhin kommt es bei vielen zu Störungen im Biorhytmus. bei Menschen und Tieren. Die innere Uhr ist schon ein ausgeklügeltes System und hat bestimmt ihren Grund, warum sie so tickt, wie sie eben läuft. Tiere haben zum Beispiel keine Uhr und sind mitunter irritiert, wenn Herrchen oder Frauchen auf einmal eine Stunde früher bzw. später auf den Beinen sind.
Mein Vorschlag, der auch schon seit Jahren durch die MEdien geistert:
SCHAFFT DEN UNFUG AB und bleibt bei einer Uhrzeit.

Samstag, 29. Oktober 2011

Mein Song zum Wochenende

Nach dem gescheiterten Versuch gestern Hatta Pools im Oman zu finden, stiegen wir wieder ins Auto und fuhren wieder nach Hause. Was ist der richtige Song, wenn mann irgendwo im nirgendwo sich wieder auf die Straße macht? Mir viel nur dieser ein. Viel Spaß.

Freitag, 28. Oktober 2011

Was denken die sich eigentlich?

Nicht nur in den digitalen Ausgaben der Printmedien, sondern jetzt auch im TV mitbekommen - DIE ÄRZTE (die selbsternannte beste Bänd der Welt) plant 2 neue Konzerte. Soweit nichts besonderes, jedoch soll am 19. Dezember ein Konzert in Dortmund nur für Frauen stattfinden. Tags drauf gibt es ein Konzert nur für Männer. Die "Bänd" informiert per Pressemitteilung (und wohl auch auf der Homepage), dass es beim ersten Konzert zu erhöhten Wartezeiten vor den sanitären Einrichtungen kommen kann, sowie beim zweiten Konzert vor den Bierausgabestellen.

Was bitte soll denn dieser Quatsch? Überall versuchen wir die Gleichberechtigung und veranstalten einen Girls day und so weiter. Selbst in der arabischen Welt findet dies langsam aber sicher statt und Kopftuchträgerinnen hatten ihren Spaß bei Metallica.


Ich vermute viel mehr, dass es ein verzweifelter Versuch ist, sich mal wieder ins Gerede zu bringen um Platten- oder Ticketverkäufe anzukurbeln. Fazit: Gelungen! Art und Weise fällt meiner Meinung nach unter die Selbstzensur.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Konzert-Trip nach Abu Dhabi - METALLICA LIVE auf Yas Island

Was ein gelungener Tag. Der Weg nach Abu Dhabi war unspektakulär und ereignislos. Auf Yas Island angekommen, wurden die Augen groß und größer. Ferrari World -das ich bislang nur vom vorbeifahren kannte- ist größer als ursprünglich gedacht, aber das Parkhaus steht leer und die Achterbahn fährt auch nicht. Ein Besuch lohnt sich also bislang noch nicht wirklich. Jedenfalls waren wir in diesem Parkhaus an der falschen Adresse und die Suche nach dem Parkplatz für Yas ARENA geht los. Anwesende Sicherheitskräfte konnten uns nur sagen, dass wir an der Kreuzung entweder nach links oder rechts abbiegen müssen. Leuchtet ein, weil es keine dritte Alternative gibt. Es gäbe sie zwar schon, dann kämen wir aber wieder in das Parkhaus, wo wir eben erst herkamen.

Intuitiv fuhren wir nach rechts und  schon standen wir auf einem riesengroßen Feld NEBEN der Ferrari-World. Der Soundcheck war auch zu hören, obwohl wir (für mich mal wieder typisch) gut 4 Stunden zu früh da waren, aber wir wollten ja noch was essen gehen...

Auf Yas Island ist dies allerdings eine recht aussichtslose und dumme Idee, wenn nicht grade eine Veranstaltung auf der benachbarten Rennstrecke ist, für die man Karten hat. Auf der Suche nach einem KFC, Pizza Hut, BK oder McDonalds mussten wir jedenfalls ein Taxi bemühen und bis nach Khalifa City fahren - und natürlich auch wieder zurück. Egal, weil Zeit hatten wir genug und Hunger auch.

Als kurz nach 18:30 Uhr die Tore geöffnet wurden (und nicht erst um 19 Uhr, wie auf den Tickets verkündet) begann meine Hoffnung auf gute Organisation zu schwinden. Der gesamte Einlassbereich war provisorisch auf Bauzäunen zusammengestellt und dieser nur am Boden fixiert. Am rechten VOR-Eingang, durch den man zu der eigentlichen Ticket- und Taschenkontrolle kam, musste von mehreren Sicherheitsmitarbeitern gehalten werden, da die Zäune ansonsten von den Leuten die in die Fan Pit wollten, eingerissen worden wären. Die Durchsagen via Megaphone waren auch nicht wirklich hilfreich, weil die Lautstärke nur auf ein Minimum eingestellt war und der Träger das Megaphone auf den Innenraum gerichtet hatte. Dass man vor dem Zaun nichts versteht ist eigentlich nur logisch. Doch mit der Zeit regelte sich der Druck an der ersten Schleuse und die Hoffnung stieg. Am Merchandising-Stand angekommen ,wurde die Hoffnung auf gute Organisation endgültig zerstört. Andererseits sagte der Südafrikaner neben mir  in der Reihe, dass es für dieses Land doch noch gut organisiert sei, womit er leider Recht hat. Jedenfalls konnte man am T-Shirt-Stand -zum Glück aller Mitfahrer- Shirts mit Aufdruck Metallica - Abu Dhabi - Yas  Island erstehen.  Aber vier Reihen zum anstellen und 3 Verkäufer, die jedesmal bei den einzelnen Shirts die Größen raussuchen müssen, weil die nicht sortiert oder geordnet sind.

Was allerdings um Welten besser funktionierte als der T-Shirt-Verkauf war der Verkauf von Essen und Getränken. Auf der rechten Seiten gab es "Food only", "Food & Drinks", "Drinks only" und "Beer only". Linker Hand hingegen gab es "Food only", "Food & Drinks", "Drinks only" und "only". Gesehen habe ich auch 2 Notausgänge im Bereich der Fan Pit, sowie einen Erste Hilfe-Stand. Was ich aber bei Essen und Trinken sehr gut organisiert fand - Wir mussten nirgends länger als 3 Minuten anstehen und die Zapftechnik bei den Getränken war auch genial. 6 Zapfhähne für die unterschiedlichsten Getränke, darunter ein Schieber, mit dem immer 6 Becher gleichzeitig gefüllt werden konnten. Wenn diese 6 Becher voll waren, wurde das Gestell einfach eine Position weiter geschoben. Leider sind die Fotos davon nichts geworden, aber ihr könnt es euch bestimmt vorstellen.

Was mich allerdings ebenso überraschte - Das Konzert war nicht ausverkauft! Hatte aber auch den positiven Nebenaspekt, dass man nicht eng an eng gedrängt war, sondern ein wenig Luft zum atmen hatte und sich frei bewegen konnte. In der Fan Pit sah das anders aus, aber ist nicht mein Problem.

Die Vorband (Nevercell) aus den VAE spielte Death Metall vom feinsten und ich werde mir die Tage mal ansehen, was von denen so verfügbar ist. Nach einer weiteren scheinbar endlos langen Umbauphase und einem weiteren Soundcheck ging es dann endlich los mit "The ecstasy of gold"! Die Show, die Metallica in den etwas mehr als zwei Stunden ablieferte war einfach der Hammer. Was mich allerdings überraschte war die Tatsache, dass mehr alte, als neue Lieder gespielt wurden. Mir hat es trotzdem Spaß gemacht. Unter anderem bekamen wir Sad but true, One, Nothing else matters, For whom the bell tolls, The memory remains und viele weitere Klassiker auf die Ohren. Ein klein wenig schockiert war ich allerdings, als mich einer meiner Mitfahrer bei "Master of puppets" fragte, wie das Lied denn heißen würde! Wäre diese Person nicht dazu auserkoren gewesen zurück zu fahren, hätte ich ihn/sie stehen lassen und betreffende Person hätte zu sehen sollen, wie sie heim kommt. BANAUSE!!!  Die Stimmung konnte mir diese Frechheit allerdings nicht vermiesen und meine Stimme hat sich immer entschlossen am Mittwoch Mittag gegen 17 Uhr (also gut 19 Stunden nach Konzertende) sich bei mir wieder einzufinden.

Am Rande sei noch erwähnt, dass ich mit diesem Konzert (mal wieder) Musikgeschichte mitgeschrieben habe. Nach 2001 (erstes Konzert der Böhsen Onkelz in der Schweiz) nun das erste Konzert von Metallica in den Golfstaaten. Ich hätte nichts dagegen, wenn ich noch weitere Top-Acts hier sehen könnte. Auch wenn Abu Dhabi immer eine Menge Fahrerei ist. Hin und zurück doch knapp 600 Kilometer.

Als Goodie hier der Link zum Video vom Konzert und der Song "Master of Puppets."



Weitere Videos werden folgen und einfach die Tage mal wieder auf meinen Youtube-Account schauen, oder in Facebook oder hier im Blog oder Twitter... Möglichkeiten gibt es ja genug.

Montag, 24. Oktober 2011

Nichts als blauer Dunst - oder doch nicht


Ja, was denn noch? Die UEFA hat das Rauchen bei der EM 2012 verboten, weil sie die Gesundheit der Zuschauer schützen möchte. Scheren sich die Fußball-Bosse denn kein Stück mehr um die Bedürfnisse der Fans? Eine Empörung eines Nichtrauchers.


Ein solch untertitelter Artikel erreichte mich über Facebook. Dieser Text stammt von 11Freunde und ist lesenswert. 11Freunde

Was fällt diesen Schnittchen-Ultras noch ein um unseren Sport kaputt zu machen. Das es bei internationalen Spielen nur noch Sitzplätze gibt, ist ja mittlerweile schon lange Sitte. Das die Tickets dafür auch dementsprechend mehr kosten, ist selbstverständlich. Kann man leider nicht ändern. Das es auch nur alkoholfreies Bier gibt -auch daran hat man sich danke der Reglementierung durch Polizei und DFL- auch schon dran gewöhnt. Aber, dass jetzt auch noch das rauchen verboten wird... In den sogenannten Familienblöcken kann ich es ja noch einigermaßen verstehen, aber im Rest vom Stadion?

Das ist doch das gleiche, wie das gesetzliche Rauchverbot in Deutschland. Europa hat gesagt, dass Deutschland was machen muss und es wird nichts ordentlich ausgearbeitet, sondern irgendetwas übers Knie gebrochen und auf Landesebene durchgeboxt. Abgesehen davon kann es doch eigentlich nicht so schwer sein, den mündigen Bürger alles in seinem Leben zu diktieren. Es gibt bei Leibe schon genug Gesetze und Verordnungen in Deutschland. So ein wenig kann man es doch dem Menschen selbst überlassen.

Rauchen ist ungesund. Das ist eine Tatsache, die JEDER weiß und kennt. Trotzdem rauchen einige. Bitte schön. Der Staat profitiert ja auch davon (Tabaksteuer, Mehrwertsteuer, Verkaufspersonal, bei dem Lohnsteuer bezahlt werden muss, Mitarbeiter in den Fabriken, die Liste ließe sich fortsetzen). Zum Thema Tabaksteuer stehen mir leider nur Zahlen aus 2009 zur Verfügung, als ein Päckchen Zigaretten noch 4,50 Euro kostete. Damals waren 3,74 Euro (in Worten: drei Euro vierundsiebzig Cent) also umgerechnet 83,1% Steuerabgaben und spülten dem Fiskus 13,3 Milliarden in die Kassen.

Um zurück zu der deutschen bzw. Ländergesetzgebung zu kommen. Ein Kollege von mir -seines Zeichens Nichtraucher- vertritt standhaft die Meinung, dass man den Wirten die Entscheidung über Raucherkneipe oder Nichtraucherkneipe selbst treffen sollten. Die "Kriminalisierung" und "Ghettoisierung" der Raucher geht sogar seiner Meinung nach zu weit. Da kann man dann auch wieder den Bogen zu oben angeführtem Artikel ziehen, in dem das neue Erleben der Disko oder Clubs beschrieben wird. Ich kann dies nicht beurteilen, da ich es irgendwie immer schaffe, die Kneipen zu finden, wo die Raucher auf das Rauchverbot pfeifen und lieber die Strafe zahlen, als ihren Kunden vorzuschreiben, ob sie rauchen dürfen oder nicht.  In einer perfekten Welt können Wirte selbst entscheiden, ob ihre Gäste rauchen dürfen oder nicht und ihre (potentiellen) Kunden können entscheiden, ob sie dem Wirt einen Besuch abstatten. Gleiches sollte für Fußballstadien gelten (abgesehen von Schalke, weil da die Luft schon schlimm genug ist, wenn das Dach zu ist). Aber das Land, in dem diese Zustände herrschen, muss wohl erst noch errichtet werden und nennt sich dann UTOPIA!

Ich bin zwar kein Anhänger der Ultra-Szene, aber die fortschreitende Kommerzialisierung des Fußballs nimmt langsam Ausmaße an, wo es nicht mehr schön ist!

Und wie würde er wohl drauf reagieren, wenn er noch aktiv wäre???

Würde er weiterrauchen, wie Helmut Schmidt kürzlich im Fernsehen?

Es reicht!

Ich finde es reicht mit dem "Informationsauftrag" der Medien und in den letzten Wochen geht es -meiner Meinung nach- definitiv zu weit.
Ich will keinen getöteten Gaddafi sehen, keine Unfälle einer Rennserie in den USA, wo  einer der Fahrer verstorben ist. Genauso wenig möchte ich  den gestrigen Unfall der MotoGP sehen, wo ebenfalls ein Fahrer gestorben ist.

Klar müssen die Medien zusehen, wo sie ihre Aufmerksamkeit herbekommen, aber es gibt noch so etwas wie die Menschenwürde, die zumindest im deutschen Grundgesetz unter Artikel 1 (Die Würde des Menschen ist unantastbar Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.) verankert ist. Die schweren Unfälle kann man ja zeigen, aber dann noch in der Superslowmotion zeigen, wie das Auto/Motorrad sich überschlägt oder in einen Zaun fliegt ist spätestens nach der 5. Wiederholung nicht mehr schön. Auch dieTodesmeldung von Gaddafi wird meiner Meinung nach zu sehr ausgeschlachtet. Ich will keine Handyvideos vom noch lebenden oder bereits toten Diktator Lybiens sehen. Die kursieren bereits im Internet, aber auch noch extra auf die Links in diversen Sendungen hinnweisen... Mir hätte es gereicht, wenn ein schwarz-weiß Bild von Gaddafi gezeigt worden wäre und in einem Satz, oder auch zwei, drei Sätzen, dass die Rebellen ihn geschnappt haben und er verstorben ist. Das es vermutlich ein Kopfschuß war interessiert auch nicht! Geschweige denn die Bilder. Auch Terroristen und Diktatoren verdienen ein wenig Würde im Tod. Sonst wird ÜBERALL ein Balken über das Gesicht gelegt oder die anstößige Stelle verwischt oder verpixelt (wenn man von Nippelgate mal absieht), warum nicht in diesem Fall?
Und jetzt hab ich auch schon wieder mehr geschrieben, als ich ursprünglich wollte und darum beende ichdiesen Blog hier. Heute auch ohne Foto, weil ich nicht auf der Welle der Quotengeilen mitreite.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Von Läufern und Trampeltieren

Das Trampeltier, auch als Zweihöckriges oder Baktrisches Kamel bezeichnet (Camelus ferus), ist eine Säugetierart aus der Familie der Kamele (Camelidae). Als domestiziertes Last- und Nutztier ist es insbesondere in Asien weit verbreitet, die freilebenden Bestände hingegen sind hochgradig gefährdet. (Quelle: Wikipedia)

Ich möchte mich bei allen Trampeltier-Fans entschuldigen, aber der Volksmund nennt nun mal Grobmotoriker gerne als ein Trampeltier. Ebenso Leute, die nicht auf Samtpfoten laufen. Gestern beim Lauftraining hatte ich so ein Trampeltier auf dem Laufband neben mir. Zwar hatte ich die Stöpsel in den Ohren und habe mich beschallen lassen, aber wenn man bei komplett aufgedrehter Lautstärke nichts mehr versteht, weil die Person auf dem Laufband nebenan nicht rund läuft sondern das Laufband mit einem Trampolin verwechselt und mit dem gesamten Fuss auftritt... Das tut Schläge, ohne Ende. Wird Zeit, dass Winter wird und ich wieder Open air laufen kann. Da habe ich wenigstens meine Ruhe und keine nervigen Nebengeräusche mehr habe.


Was mich allerdings wundert, wenn man läuft -was eigentlich jeder mal macht- rollt man doch eigentlich von der Ferse zu den Zehen ab. Das ganze ist Tempounabhängig. Warum also beim joggen (was eigentlich schlecht für die Gelenke ist) mit dem ganzen Fuss aufsetzen und nicht ganz normal? Naja. Kilometer werden demnächst wieder mehr gefressen und ich kann mich wieder ganz auf mich selbst konzentrieren und laufen.

Freitag, 21. Oktober 2011

Mein Song zum Wochenende

Ganz banal. Heute mal fast komplett ohne Internet gewesen.
Keine Emails, kein Facebook, keine Onlinespiele. Sollte ja eigentlich nicht so tragisch sein, aber es wird einem in solchen Situationen bewußt, wie ABHÄNGIG man sich vom web 2.0 macht. Eigentlich schon erschreckend. Mein iPhone hat mir immerhin eine kleine Möglichkeit des Internets gegeben.
Ich glaube für das nächste mal ist dann doch wieder ein Buch in meinem Gepäck.
Trotz allem geht mein Song zum Wochenende mal an Apple...

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Humor ist wenn man trotzdem lacht


Die Tage war ich mit einem Kollegen im Yachthafen gemütlich was trinken, und bei entspannter Unterhaltung den Abend genießen. Dabei kamen wir auch auf das Thema Unterhaltung und Comedy und Kabarett. Wir waren uns größtenteils einig, dass die deutschen zwar Humor haben, der aber ähnlich speziell ist, wie der der Engländer.

Wenn man in Deutschland lachen will, geht das auf 2 Arten. Zum einen gibt es die sogenannte Comedy, die Großteils flache, platte Witze bringt oder sich total zum Affen macht. Zum anderen ist das Kabarett mit Künstlern, wo man teilweise sehr genau zuhören muss, um die Spitzen zu finden.

Die Comedy vermischt sich aber auch mit dem Kabarett. Das sind die wirklichen Künstler. Wenn wir uns mal Dr. med. Eckhardt von Hirschhausen ansehen, wisst ihr auf welche Art ich anspiele. Die Schattenseiten sind (meiner Meinung nach) so "Stars" wie Cindy aus Marzahn. Die Witze von ihr sind flach und ihre Sendung (Cindy aus Marzahn und die jungen Wilden) gibt nicht das, was der Name verspricht. Wenn von "jungen Wilden" gesprochen wird, erwarte ich doch eher Newcomer und nicht das Alteingesessene Comedy-Programm von Paul Panzer oder Mario Barth. Aber auch hier gibt es für mich Unterschiede. Einem Bülent Ceylan kann ich definitiv länger genießen, als Otto Waalkes oder diesem "Frettchen auf Koks" aus Österreich, von dem ich immer wieder den Namen vergesse. Scheint aber auch nicht so wild zu sein. Sobald ich diesen Pullunder sehe, schalte ich weg. Ist eine angenehme Fingerübung.

Gegen Otto an sich habe ich nichts, aber man sollte wissen, wann seine Zeit zu Ende ist. Leider hat er die Zeichen nicht erkannt und bringt seit Jahren die gleichen Gags und die Filme laufen auch immer nach dem gleichen Strickmuster.

Für eine kurze Zeit konnte man auch Ausbilder Schmidt ertragen, aber nach einer gewissen Zeit ist auch das nicht mehr lustig.

Auch Formate wie "Nightwash" haben sich mittlerweile so stark verändert, dass es nur noch selten witzig ist. Für den Quatsch Comedy Club trifft leider das gleiche zu. Oder liegt das einfach am zunehmenden Alter, dass man kritischer wird? Bei mir läuft (wenn überhaupt) doch mehr solche Formate wie "Neues aus der Anstalt" oder wie oben schon angerissen Comedy zum mitdenken wie Dr. med. Eckhardt von Hirschhausen, der es schafft ernste Themen mit medizinischen Hintergrund auf eine witzige Art und Weise rüberzubringen. Grundvoraussetzung ist aber das mitdenken.



Mich würde mal interessieren, über was ihr so lachen könnt und wer oder was eure Favoriten sind...

Dienstag, 18. Oktober 2011

Die Occupy-Bewegung und die Medien


Der Protest gegen die Banken durch die Occupy-Bewegung ist eine tolle Sache. Ob er was bringt oder nicht ist eine andere Sache. Ad absurdum wird das ganze aber dadurch geführt, dass die, die an den Pranger gestellt werden, das ganze aber Tatkräftig unterstützen. So dürfen zum Beispiel die Camper auf dem Willy-Brandt-Platz in Frankfurt in der EZB duschen. Protestler und Betroffene kooperieren also. Jetzt muss nur noch an 2 Sachen gearbeitet werden.

1. Die Forderungen der Occupy-Bewegung müssen (soweit möglich) durchgesetzt werden. Mit Sicherheit ist das nicht zu 100% durchzusetzen, aber dann könnte man sich auf einen Konsens einlassen.

2. Die Boulevardmedien sollten aufhören die Wirklichkeit so zu verfälschen, wie es Ihnen am besten in den Kram passt um Einschaltquoten, oder reißerische Titelzeilen zu produzieren. "Kraus seinerseits wird nun vor der EZB von Journalisten umlagert; ein RTL-Team bittet ihn, für die Kamera ein Bündel Karotten aus einem Zelt zu holen, später eine Wolldecke und seinen Schlafsack in ein anderes Zelt zu stecken. Das gehe zu weit, meint Kraus zu der Reporterin, „das ist genau der Punkt, an dem Ihr arbeiten müsst“. Boulevardmedien stellten vieles verfälscht dar. Beispielsweise habe man sich, anders als von manchen berichtet, in Frankfurt auf friedlichen und gewaltfreien Protest geeinigt: „Alles andere ist kontraproduktiv und schreckt ältere Menschen ab.“(Zitat FAZ)"

Klar ist ein gewaltfreier Protest eine tolle Sache, wenn aber jemand der Meinung ist, eine Flagge der Linkspartei mit auf die Demo zu nehmen, so ist das seine Sache. Auch wenn der Veranstalter darum gebeten hat, keinerlei politische Abzeichen, Flaggen oder sonstiges mitzubringen oder transparent zur Schau zu stellen, ist Deutschland immer noch eine Demokratie, in der die Meinungs- und Redefreiheit immer noch gültig ist. Weiterhin ist die Linkspartei keine verbotene Partei oder Organisation, sondern eine legale, zugelassene, im Bundestag vertretene Partei. Man kann, die Person ja bitten, die Flagge einzurollen, wenn dieser aber nicht will, müssen andere Mechanismen greifen, als Drohungen von körperlicher Gewalt. (Inwieweit das stimmt ist natürlich auch fraglich, da ich dies auch nur aus den oben angeführten Medien weiß)



Ich bin mal gespannt, wie die Sache weitergeht, aber ich befürchte, dass sich das alles im Sand verlaufen wird.

Montag, 17. Oktober 2011

Beschäftigt euch mit der Heimat!


Über den Sinn und Unsinn von den ganzen Fragen auf facebook müssen wir gar nicht reden. Was ich allerdings kurz anreißen möchte ist die teilweise aberwitzigen Antworten.

Bei der einfachen Frage für Deutsche Staatsbürger "Aus welchem Bundesland kommt ihr?" Gibt es sage und schreibe 97 Antwortmöglichkeiten. In Worten: siebenundneunzig! Entweder hat sich seit meinem verlassen Deutschlands eine ganze Menge getan und ich habe es nicht mitbekommen, oder es gibt mittlerweile sehr interessant klingende Bundesländer und/oder die Antwortmöglichkeit stimmt nicht mit der Fragestellung überein. Meiner persönlichen Meinung nach ist "Hitler, kann das sein" kein Bundesland. Ein alter Internetkommentar wie "Nazi!." würde wenigstens noch den Witz weiterleiten, aber "Dräsden", "Dresden" und "geilste Stadt überhaupt: DRESDEN" sind genauso wenig Bundesländer wie Russland, Preußen oder Husum und Rügen. Das die Türkei ein Bundesland der BRD ist - Naja legen wir den Mantel des Schweigens darüber. Aber ein wenig Erdkundeunterricht wäre schon ganz gut. Zumindest die Länder seiner Heimat sollte man kennen. Ohne lang zu überlegen fallen MIR ein:
- Schleswig-Holstein
- Mecklenburg-Vorpommern
- Hamburg
- Bremen
- Niedersachsen
- Nordrheinwestphalen
- Sachsen-Anhalt
- Brandenburg
- Berlin
- Sachsen
-Thüringen
- Hessen
- Rheinland-Pfalz
-Saarland
- Baden-Württemberg
- Bayern

Ohne einmal zu stocken alle 16.

 Ich weiß, ihr seid nicht dabei gewesen, aber ihr könnt mich auch gerne mal persönlich fragen. Gleiches gilt für die Nachbarstaaten meiner Heimat Deutschlands. (Es sind 9 Länder.)

Bücher sind nicht nur da um einen angeberisch belesenen Eindruck zu machen oder sie wie in den 1930ern zu verbrennen, sondern auch mal reinzuschauen, etwas darin zu lesen und im Idealfall daraus zu lernen. Gilt im übrigen auch für E-Books.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Justitia im Fußball


Der Kommentator von 90elf hatte Recht.  Am 11. Oktober wurde ein Urteil gesprochen, was den Fußball verändern kann, aber von kaum jemandem wahr genommen wurde. Zumindest habe ich nichts in den einschlägig bekannten Internetforen gefunden.

Die 14. Kammer des Landesarbeitsgerichts Hamm verkündete das Urteil im Rechtsstreit zwischen dem Zweitligisten SC Paderborn und deren ehemaligen Cheftrainer Pavel Dotchev. Der Verein hatte Dotchev im Mai 2009 freigestellt. Im Fußball ja nicht unbedingt eine Seltenheit. Sein befristeter Vertrag hatte eine Laufzeit bis Ende der Folgesaison - also 30. Juni 2010. Der gestellte Dienstwagen musste zurück gegeben werden und das Grundgehalt wurde weiterbezahlt. Dotchev klagte auf Auszahlung der Prämie für den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga, sowie auf die Auszahlung der Punktprämien, bis zum Vertragsende. Nur zum verdeutlichen: Es geht hier um 51 Punkte aus Meisterschaftsspielen (Quelle: 90elf).

In erster Distanz urteilte das Arbeitsgericht Paderborn am 25. Februar 2010 auf eine Zahlung von 40.000 Euro vom Verein an den Ex-Trainer, da der Wegfall von Punktprämien und sonstigen zusätzlichen Vergütungsbestandteilen während der Freistellung unwirksam sei. Bei einem Streitwert von grob 140.000 Euro ist es verständlich, dass beide Seiten Berufung einlegten.

In zweiter Instanz hat nun das Landesarbeitsgericht Hamm geurteilt, dass die Punktprämie, die Aufstiegsprämie zu zahlen seien und zwar unter Berufung auf §§ 305 ff. BGB, sowie §615 Satz 1 BGB. Weiterhin wurde eine weitere Berufung nicht gestattet und der SC Paderborn könnte das Verfahren nur durch mögliche Formfehler vor dem Bundesarbeitsgericht weiterverhandeln lassen könnte. Da dies relativ unwahrscheinlich (aber nicht ausgeschlossen) ist, muss der Verein nun 132.000 Euro an seinen Ex-Trainer Pavel Dotchev zahlen.

In der Begründung wird angeführt, dass "der vertraglich vorgesehene Wegfall der Punktprämie im Falle einer Freistellung des Trainers nach § 308 Nr. 4 BGB unwirksam ist, weil er einen einseitigen Änderungsvorbehalt durch den Verein zulasten des Klägers bezüglich der Höhe der im Falle der Freistellung aus Annahmeverzug zu zahlenden Vergütung beinhaltet. Dieser ist für einen Trainer nicht zumutbar."



Die ganze Geschichte betrifft mich nun persönlich erst mal überhaupt nicht, aber ich halte es doch für eine sehr interessante Grundlage für eine Diskussion. Im oben beschrieben Fall wurde (vermutlich) zum ersten Mal auf die Auszahlung der Punktprämie bestanden und geklagt. Ich weiß zwar nicht, wie es die anderen 35 Profivereine es halten, aber jeder Verein hat schon mal einen Trainer entlassen. Das ganze mitunter auch schon spektakulär - z.B. Mainz 5 Tage vor Beginn der Saison, o.ä. Haben wir in naher Zukunft mit einer Klagewelle der Ex-Trainer zu rechnen, oder wurde das bisher schon immer so gehandhabt? Meines Erachtens ist es verständlich, dass das Grundgehalt weiterbezahlt wird, aber Punkt- und Aufstiegsprämien scheinen mir teilweise etwas übertrieben. Gerade die Punktprämie einer gesamten Folgesaison, wo der betreffende Trainer keinerlei Einfluss auf Entscheidungen, Taktik oder Aufstellung berücksichtigt wurde, weil er nicht mehr in der Verantwortung war. Aber da  ein Wegfall dieser im Vertrag festgeschriebenen Prämien nicht zumutbar ist, muss wohl bezahlt werden. Vielleicht war es auch nur raffiniert formuliert...? Wer weiß das schon.

Weiter hinten in der Urteilsbegründung heißt es: "Die Meinung des Beklagten, es handele sich um einen  >>gerechten Ausgleich<<, wenn ein freigestellter Trainer nicht das gleiche Entgelt bekomme wie ein aktiver Trainer, ist mit der Gesetzeslage nicht zu vereinbaren. Eine solche >>Gerechtigkeit<< ist § 615 Satz 1 BGB fremd und nicht zu entnehmen. Nach § 615 Satz 1 BGB ist es von Gesetzes wegen gerade gerecht und ausgewogen, die vereinbarte Vergütung trotz Freistellung unabhängig davon zu zahlen, ob ein anderer Arbeitnehmer für die Funktion nunmehr beschäftigt wird und zu bezahlen ist." Wenn ich also wieder einen befristeten Vertrag unterschreiben sollte und vorzeitig ausscheiden will/soll/muss, frag ich meinen Chef nicht nach einem Aufhebungsvertrag, sondern einem Freistellungsvertrag und bekomme weiterhin mein Gehalt inklusive Zulagen?

Verdammt! Irgendwas hab ich bisher falsch gemacht!.

Das gesamte Urteil gibt es zum nachlesen unter AZ:  LArbG Hamm 14 Sa 543/11

Samstag, 15. Oktober 2011

Mein Song zum Wochenende

Hat mehrere Bezüge. Zum einen freue ich mich auf das Konzert von Metallica am 25.10.2011 in Abu Dhabi; zum anderen hat eine Bekannte neulich mal geäußert, dass Sie furchtbar gern ein von diesen kitschigen, aufblasbaren Kamelen von einem der Strassenhändler hätte. Donnerstag war ich mit einem Kollegen unterwegs und es überkam uns und wir hielten an und kauften ihr so eins.
Der Song passt in soweit dazu, dass es dort heißt:
"Careful what you wish
Careful what you say
Careful what you wish
You may regret it
Careful what you wish
You just might get it "
Viel Spaß mit dem Video


Und bevor jetzt jemand schreit, er will das Kamel sehen...

Freitag, 14. Oktober 2011

Endlich Mobil in den VAE

Nach einigen Startschwierigkeiten habe ich es gestern endlich geschafft. Ich bin Besitzer eines (zugelassenen) Autos in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Nachdem ich Anfang der Woche schon das Auto gekauft hatte, erfuhr ich, dass ich ein Schreiben von meinem Arbeitgeber brauche, um mein Auto in Fujairah zulassen zu können. Wenn ich das Schreiben nicht gehabt hätte, hätte ich mein Auto in Abu Dhabi zulassen müssen. Eine Strecke von etwas mehr als 300 Kilometer ist aber etwas gewagt, wenn man keine Kennzeichen auf dem Auto hat und nur das Schreiben der Versicherung.
Apropos Versicherung: Hier wird der Versicherungsbeitrag PRO ZYLINDER berechnet. 6 Zylinder kosten 500 Dirham pro Jahr (entspricht rund 100 Euro). Der Preis kann übrigens verhandelt werden. Also alles ziemlich anders als in Deutschland.
Vorgestern, Mittwoch, habe ich also endlich dieses Schreiben vom Arbeitgeber bekommen und ich konnte mich Donnerstags um die Zulassung meines Autos kümmern. Direkt nach Schichtende um 7:45 Uhr ins Auto und in Richtung Masafi, wo das Auto von der Polizei technisch abgenommen werden sollte - ähnlich dem TÜV in Deutschland, angbelich. Ich kam bis zum Ortsausgang, wo mich ein Streifenwagen von Fujairah Police aus dem Verkehr gezogen hatte, und mir ein Ticket wegen Fahren ohne Zulassung geben wollte. Als ich dem Offizier jedoch höflich erklärt hatte, dass ich zur technischen Abnahme fahre und er das Schreiben des Innenministerium gelesen hat, ließ er mich weiterfahren.
Technische Abnahme und Zulassung in Masafi. Zirka 35 Kilometer entfernt. Alles erstmal kein Problem. Fahrzeugpapiere und Versicherungsschein abgeben, ins Büro zum Polizisten gehen. Der fragt beiläufig, ob das Auto in einem guten Zustand wäre (Ist es!), übergibt mir einen Zettel, einen Aufkleber mit 10/2012, eine goldene Karte im EC-Kartenformat und meint, ich könne nun nach Al Hayl zum Traffic Department fahren um mir dort meine Kennzeichen abzuholen. Das ganze hat dann nochmal 355 Dirham (rund 70 Euro) gekostet und nun fahre ich mit "A 20872 Fujairah" durch die Gegend In meinem BMW 320i .
Das einzige, was jetzt noch in absehbarer Zeit gemacht werden muss ist das Radio zu wechseln, da dieses noch mit Kasette arbeitet. Ergibt sich das Problem, dass ich weder Kasette, noch, dass es hier gute Radiosender im Überfluss gibt. Muss also zusehen, dass ich eine Lösung finde, bei der ich die Musik von einem USB-Stick/iPod ins Auto bekomme. Wird aber nicht das Problem sein.