Montag, 31. Oktober 2011

Die Heimat entfernt sich

Keine Angst, ich werde nicht in eine arabische Familie einheiraten oder die hiesige Kultur komplett übernehmen. Es geht um die Zeitumstellung am Wochenende.
Seit Sonntagmorgen ist Europa zwar immer noch rund 5000 Kilometer Luftlinie entfernt, aber leider wieder 3 Stunden Zeitunterschied. Es wird eine harte Zeit werden, wenn man mal ein Abendspiel der Bundesliga sehen/hören möchte oder einen Film im ZDF schauen will, oder mit seiner Liebsten via skype telefonieren möchte.
Kommt mal wieder die Frage nach Sinn und Unsinn der Zeitumstellung auf. Studien haben erwiesen, dass die Energieeinsparung während der Sommerzeit nur marginal ist. Weiterhin kommt es bei vielen zu Störungen im Biorhytmus. bei Menschen und Tieren. Die innere Uhr ist schon ein ausgeklügeltes System und hat bestimmt ihren Grund, warum sie so tickt, wie sie eben läuft. Tiere haben zum Beispiel keine Uhr und sind mitunter irritiert, wenn Herrchen oder Frauchen auf einmal eine Stunde früher bzw. später auf den Beinen sind.
Mein Vorschlag, der auch schon seit Jahren durch die MEdien geistert:
SCHAFFT DEN UNFUG AB und bleibt bei einer Uhrzeit.

Samstag, 29. Oktober 2011

Mein Song zum Wochenende

Nach dem gescheiterten Versuch gestern Hatta Pools im Oman zu finden, stiegen wir wieder ins Auto und fuhren wieder nach Hause. Was ist der richtige Song, wenn mann irgendwo im nirgendwo sich wieder auf die Straße macht? Mir viel nur dieser ein. Viel Spaß.

Freitag, 28. Oktober 2011

Was denken die sich eigentlich?

Nicht nur in den digitalen Ausgaben der Printmedien, sondern jetzt auch im TV mitbekommen - DIE ÄRZTE (die selbsternannte beste Bänd der Welt) plant 2 neue Konzerte. Soweit nichts besonderes, jedoch soll am 19. Dezember ein Konzert in Dortmund nur für Frauen stattfinden. Tags drauf gibt es ein Konzert nur für Männer. Die "Bänd" informiert per Pressemitteilung (und wohl auch auf der Homepage), dass es beim ersten Konzert zu erhöhten Wartezeiten vor den sanitären Einrichtungen kommen kann, sowie beim zweiten Konzert vor den Bierausgabestellen.

Was bitte soll denn dieser Quatsch? Überall versuchen wir die Gleichberechtigung und veranstalten einen Girls day und so weiter. Selbst in der arabischen Welt findet dies langsam aber sicher statt und Kopftuchträgerinnen hatten ihren Spaß bei Metallica.


Ich vermute viel mehr, dass es ein verzweifelter Versuch ist, sich mal wieder ins Gerede zu bringen um Platten- oder Ticketverkäufe anzukurbeln. Fazit: Gelungen! Art und Weise fällt meiner Meinung nach unter die Selbstzensur.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Konzert-Trip nach Abu Dhabi - METALLICA LIVE auf Yas Island

Was ein gelungener Tag. Der Weg nach Abu Dhabi war unspektakulär und ereignislos. Auf Yas Island angekommen, wurden die Augen groß und größer. Ferrari World -das ich bislang nur vom vorbeifahren kannte- ist größer als ursprünglich gedacht, aber das Parkhaus steht leer und die Achterbahn fährt auch nicht. Ein Besuch lohnt sich also bislang noch nicht wirklich. Jedenfalls waren wir in diesem Parkhaus an der falschen Adresse und die Suche nach dem Parkplatz für Yas ARENA geht los. Anwesende Sicherheitskräfte konnten uns nur sagen, dass wir an der Kreuzung entweder nach links oder rechts abbiegen müssen. Leuchtet ein, weil es keine dritte Alternative gibt. Es gäbe sie zwar schon, dann kämen wir aber wieder in das Parkhaus, wo wir eben erst herkamen.

Intuitiv fuhren wir nach rechts und  schon standen wir auf einem riesengroßen Feld NEBEN der Ferrari-World. Der Soundcheck war auch zu hören, obwohl wir (für mich mal wieder typisch) gut 4 Stunden zu früh da waren, aber wir wollten ja noch was essen gehen...

Auf Yas Island ist dies allerdings eine recht aussichtslose und dumme Idee, wenn nicht grade eine Veranstaltung auf der benachbarten Rennstrecke ist, für die man Karten hat. Auf der Suche nach einem KFC, Pizza Hut, BK oder McDonalds mussten wir jedenfalls ein Taxi bemühen und bis nach Khalifa City fahren - und natürlich auch wieder zurück. Egal, weil Zeit hatten wir genug und Hunger auch.

Als kurz nach 18:30 Uhr die Tore geöffnet wurden (und nicht erst um 19 Uhr, wie auf den Tickets verkündet) begann meine Hoffnung auf gute Organisation zu schwinden. Der gesamte Einlassbereich war provisorisch auf Bauzäunen zusammengestellt und dieser nur am Boden fixiert. Am rechten VOR-Eingang, durch den man zu der eigentlichen Ticket- und Taschenkontrolle kam, musste von mehreren Sicherheitsmitarbeitern gehalten werden, da die Zäune ansonsten von den Leuten die in die Fan Pit wollten, eingerissen worden wären. Die Durchsagen via Megaphone waren auch nicht wirklich hilfreich, weil die Lautstärke nur auf ein Minimum eingestellt war und der Träger das Megaphone auf den Innenraum gerichtet hatte. Dass man vor dem Zaun nichts versteht ist eigentlich nur logisch. Doch mit der Zeit regelte sich der Druck an der ersten Schleuse und die Hoffnung stieg. Am Merchandising-Stand angekommen ,wurde die Hoffnung auf gute Organisation endgültig zerstört. Andererseits sagte der Südafrikaner neben mir  in der Reihe, dass es für dieses Land doch noch gut organisiert sei, womit er leider Recht hat. Jedenfalls konnte man am T-Shirt-Stand -zum Glück aller Mitfahrer- Shirts mit Aufdruck Metallica - Abu Dhabi - Yas  Island erstehen.  Aber vier Reihen zum anstellen und 3 Verkäufer, die jedesmal bei den einzelnen Shirts die Größen raussuchen müssen, weil die nicht sortiert oder geordnet sind.

Was allerdings um Welten besser funktionierte als der T-Shirt-Verkauf war der Verkauf von Essen und Getränken. Auf der rechten Seiten gab es "Food only", "Food & Drinks", "Drinks only" und "Beer only". Linker Hand hingegen gab es "Food only", "Food & Drinks", "Drinks only" und "only". Gesehen habe ich auch 2 Notausgänge im Bereich der Fan Pit, sowie einen Erste Hilfe-Stand. Was ich aber bei Essen und Trinken sehr gut organisiert fand - Wir mussten nirgends länger als 3 Minuten anstehen und die Zapftechnik bei den Getränken war auch genial. 6 Zapfhähne für die unterschiedlichsten Getränke, darunter ein Schieber, mit dem immer 6 Becher gleichzeitig gefüllt werden konnten. Wenn diese 6 Becher voll waren, wurde das Gestell einfach eine Position weiter geschoben. Leider sind die Fotos davon nichts geworden, aber ihr könnt es euch bestimmt vorstellen.

Was mich allerdings ebenso überraschte - Das Konzert war nicht ausverkauft! Hatte aber auch den positiven Nebenaspekt, dass man nicht eng an eng gedrängt war, sondern ein wenig Luft zum atmen hatte und sich frei bewegen konnte. In der Fan Pit sah das anders aus, aber ist nicht mein Problem.

Die Vorband (Nevercell) aus den VAE spielte Death Metall vom feinsten und ich werde mir die Tage mal ansehen, was von denen so verfügbar ist. Nach einer weiteren scheinbar endlos langen Umbauphase und einem weiteren Soundcheck ging es dann endlich los mit "The ecstasy of gold"! Die Show, die Metallica in den etwas mehr als zwei Stunden ablieferte war einfach der Hammer. Was mich allerdings überraschte war die Tatsache, dass mehr alte, als neue Lieder gespielt wurden. Mir hat es trotzdem Spaß gemacht. Unter anderem bekamen wir Sad but true, One, Nothing else matters, For whom the bell tolls, The memory remains und viele weitere Klassiker auf die Ohren. Ein klein wenig schockiert war ich allerdings, als mich einer meiner Mitfahrer bei "Master of puppets" fragte, wie das Lied denn heißen würde! Wäre diese Person nicht dazu auserkoren gewesen zurück zu fahren, hätte ich ihn/sie stehen lassen und betreffende Person hätte zu sehen sollen, wie sie heim kommt. BANAUSE!!!  Die Stimmung konnte mir diese Frechheit allerdings nicht vermiesen und meine Stimme hat sich immer entschlossen am Mittwoch Mittag gegen 17 Uhr (also gut 19 Stunden nach Konzertende) sich bei mir wieder einzufinden.

Am Rande sei noch erwähnt, dass ich mit diesem Konzert (mal wieder) Musikgeschichte mitgeschrieben habe. Nach 2001 (erstes Konzert der Böhsen Onkelz in der Schweiz) nun das erste Konzert von Metallica in den Golfstaaten. Ich hätte nichts dagegen, wenn ich noch weitere Top-Acts hier sehen könnte. Auch wenn Abu Dhabi immer eine Menge Fahrerei ist. Hin und zurück doch knapp 600 Kilometer.

Als Goodie hier der Link zum Video vom Konzert und der Song "Master of Puppets."



Weitere Videos werden folgen und einfach die Tage mal wieder auf meinen Youtube-Account schauen, oder in Facebook oder hier im Blog oder Twitter... Möglichkeiten gibt es ja genug.

Montag, 24. Oktober 2011

Nichts als blauer Dunst - oder doch nicht


Ja, was denn noch? Die UEFA hat das Rauchen bei der EM 2012 verboten, weil sie die Gesundheit der Zuschauer schützen möchte. Scheren sich die Fußball-Bosse denn kein Stück mehr um die Bedürfnisse der Fans? Eine Empörung eines Nichtrauchers.


Ein solch untertitelter Artikel erreichte mich über Facebook. Dieser Text stammt von 11Freunde und ist lesenswert. 11Freunde

Was fällt diesen Schnittchen-Ultras noch ein um unseren Sport kaputt zu machen. Das es bei internationalen Spielen nur noch Sitzplätze gibt, ist ja mittlerweile schon lange Sitte. Das die Tickets dafür auch dementsprechend mehr kosten, ist selbstverständlich. Kann man leider nicht ändern. Das es auch nur alkoholfreies Bier gibt -auch daran hat man sich danke der Reglementierung durch Polizei und DFL- auch schon dran gewöhnt. Aber, dass jetzt auch noch das rauchen verboten wird... In den sogenannten Familienblöcken kann ich es ja noch einigermaßen verstehen, aber im Rest vom Stadion?

Das ist doch das gleiche, wie das gesetzliche Rauchverbot in Deutschland. Europa hat gesagt, dass Deutschland was machen muss und es wird nichts ordentlich ausgearbeitet, sondern irgendetwas übers Knie gebrochen und auf Landesebene durchgeboxt. Abgesehen davon kann es doch eigentlich nicht so schwer sein, den mündigen Bürger alles in seinem Leben zu diktieren. Es gibt bei Leibe schon genug Gesetze und Verordnungen in Deutschland. So ein wenig kann man es doch dem Menschen selbst überlassen.

Rauchen ist ungesund. Das ist eine Tatsache, die JEDER weiß und kennt. Trotzdem rauchen einige. Bitte schön. Der Staat profitiert ja auch davon (Tabaksteuer, Mehrwertsteuer, Verkaufspersonal, bei dem Lohnsteuer bezahlt werden muss, Mitarbeiter in den Fabriken, die Liste ließe sich fortsetzen). Zum Thema Tabaksteuer stehen mir leider nur Zahlen aus 2009 zur Verfügung, als ein Päckchen Zigaretten noch 4,50 Euro kostete. Damals waren 3,74 Euro (in Worten: drei Euro vierundsiebzig Cent) also umgerechnet 83,1% Steuerabgaben und spülten dem Fiskus 13,3 Milliarden in die Kassen.

Um zurück zu der deutschen bzw. Ländergesetzgebung zu kommen. Ein Kollege von mir -seines Zeichens Nichtraucher- vertritt standhaft die Meinung, dass man den Wirten die Entscheidung über Raucherkneipe oder Nichtraucherkneipe selbst treffen sollten. Die "Kriminalisierung" und "Ghettoisierung" der Raucher geht sogar seiner Meinung nach zu weit. Da kann man dann auch wieder den Bogen zu oben angeführtem Artikel ziehen, in dem das neue Erleben der Disko oder Clubs beschrieben wird. Ich kann dies nicht beurteilen, da ich es irgendwie immer schaffe, die Kneipen zu finden, wo die Raucher auf das Rauchverbot pfeifen und lieber die Strafe zahlen, als ihren Kunden vorzuschreiben, ob sie rauchen dürfen oder nicht.  In einer perfekten Welt können Wirte selbst entscheiden, ob ihre Gäste rauchen dürfen oder nicht und ihre (potentiellen) Kunden können entscheiden, ob sie dem Wirt einen Besuch abstatten. Gleiches sollte für Fußballstadien gelten (abgesehen von Schalke, weil da die Luft schon schlimm genug ist, wenn das Dach zu ist). Aber das Land, in dem diese Zustände herrschen, muss wohl erst noch errichtet werden und nennt sich dann UTOPIA!

Ich bin zwar kein Anhänger der Ultra-Szene, aber die fortschreitende Kommerzialisierung des Fußballs nimmt langsam Ausmaße an, wo es nicht mehr schön ist!

Und wie würde er wohl drauf reagieren, wenn er noch aktiv wäre???

Würde er weiterrauchen, wie Helmut Schmidt kürzlich im Fernsehen?

Es reicht!

Ich finde es reicht mit dem "Informationsauftrag" der Medien und in den letzten Wochen geht es -meiner Meinung nach- definitiv zu weit.
Ich will keinen getöteten Gaddafi sehen, keine Unfälle einer Rennserie in den USA, wo  einer der Fahrer verstorben ist. Genauso wenig möchte ich  den gestrigen Unfall der MotoGP sehen, wo ebenfalls ein Fahrer gestorben ist.

Klar müssen die Medien zusehen, wo sie ihre Aufmerksamkeit herbekommen, aber es gibt noch so etwas wie die Menschenwürde, die zumindest im deutschen Grundgesetz unter Artikel 1 (Die Würde des Menschen ist unantastbar Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.) verankert ist. Die schweren Unfälle kann man ja zeigen, aber dann noch in der Superslowmotion zeigen, wie das Auto/Motorrad sich überschlägt oder in einen Zaun fliegt ist spätestens nach der 5. Wiederholung nicht mehr schön. Auch dieTodesmeldung von Gaddafi wird meiner Meinung nach zu sehr ausgeschlachtet. Ich will keine Handyvideos vom noch lebenden oder bereits toten Diktator Lybiens sehen. Die kursieren bereits im Internet, aber auch noch extra auf die Links in diversen Sendungen hinnweisen... Mir hätte es gereicht, wenn ein schwarz-weiß Bild von Gaddafi gezeigt worden wäre und in einem Satz, oder auch zwei, drei Sätzen, dass die Rebellen ihn geschnappt haben und er verstorben ist. Das es vermutlich ein Kopfschuß war interessiert auch nicht! Geschweige denn die Bilder. Auch Terroristen und Diktatoren verdienen ein wenig Würde im Tod. Sonst wird ÜBERALL ein Balken über das Gesicht gelegt oder die anstößige Stelle verwischt oder verpixelt (wenn man von Nippelgate mal absieht), warum nicht in diesem Fall?
Und jetzt hab ich auch schon wieder mehr geschrieben, als ich ursprünglich wollte und darum beende ichdiesen Blog hier. Heute auch ohne Foto, weil ich nicht auf der Welle der Quotengeilen mitreite.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Von Läufern und Trampeltieren

Das Trampeltier, auch als Zweihöckriges oder Baktrisches Kamel bezeichnet (Camelus ferus), ist eine Säugetierart aus der Familie der Kamele (Camelidae). Als domestiziertes Last- und Nutztier ist es insbesondere in Asien weit verbreitet, die freilebenden Bestände hingegen sind hochgradig gefährdet. (Quelle: Wikipedia)

Ich möchte mich bei allen Trampeltier-Fans entschuldigen, aber der Volksmund nennt nun mal Grobmotoriker gerne als ein Trampeltier. Ebenso Leute, die nicht auf Samtpfoten laufen. Gestern beim Lauftraining hatte ich so ein Trampeltier auf dem Laufband neben mir. Zwar hatte ich die Stöpsel in den Ohren und habe mich beschallen lassen, aber wenn man bei komplett aufgedrehter Lautstärke nichts mehr versteht, weil die Person auf dem Laufband nebenan nicht rund läuft sondern das Laufband mit einem Trampolin verwechselt und mit dem gesamten Fuss auftritt... Das tut Schläge, ohne Ende. Wird Zeit, dass Winter wird und ich wieder Open air laufen kann. Da habe ich wenigstens meine Ruhe und keine nervigen Nebengeräusche mehr habe.


Was mich allerdings wundert, wenn man läuft -was eigentlich jeder mal macht- rollt man doch eigentlich von der Ferse zu den Zehen ab. Das ganze ist Tempounabhängig. Warum also beim joggen (was eigentlich schlecht für die Gelenke ist) mit dem ganzen Fuss aufsetzen und nicht ganz normal? Naja. Kilometer werden demnächst wieder mehr gefressen und ich kann mich wieder ganz auf mich selbst konzentrieren und laufen.

Freitag, 21. Oktober 2011

Mein Song zum Wochenende

Ganz banal. Heute mal fast komplett ohne Internet gewesen.
Keine Emails, kein Facebook, keine Onlinespiele. Sollte ja eigentlich nicht so tragisch sein, aber es wird einem in solchen Situationen bewußt, wie ABHÄNGIG man sich vom web 2.0 macht. Eigentlich schon erschreckend. Mein iPhone hat mir immerhin eine kleine Möglichkeit des Internets gegeben.
Ich glaube für das nächste mal ist dann doch wieder ein Buch in meinem Gepäck.
Trotz allem geht mein Song zum Wochenende mal an Apple...

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Humor ist wenn man trotzdem lacht


Die Tage war ich mit einem Kollegen im Yachthafen gemütlich was trinken, und bei entspannter Unterhaltung den Abend genießen. Dabei kamen wir auch auf das Thema Unterhaltung und Comedy und Kabarett. Wir waren uns größtenteils einig, dass die deutschen zwar Humor haben, der aber ähnlich speziell ist, wie der der Engländer.

Wenn man in Deutschland lachen will, geht das auf 2 Arten. Zum einen gibt es die sogenannte Comedy, die Großteils flache, platte Witze bringt oder sich total zum Affen macht. Zum anderen ist das Kabarett mit Künstlern, wo man teilweise sehr genau zuhören muss, um die Spitzen zu finden.

Die Comedy vermischt sich aber auch mit dem Kabarett. Das sind die wirklichen Künstler. Wenn wir uns mal Dr. med. Eckhardt von Hirschhausen ansehen, wisst ihr auf welche Art ich anspiele. Die Schattenseiten sind (meiner Meinung nach) so "Stars" wie Cindy aus Marzahn. Die Witze von ihr sind flach und ihre Sendung (Cindy aus Marzahn und die jungen Wilden) gibt nicht das, was der Name verspricht. Wenn von "jungen Wilden" gesprochen wird, erwarte ich doch eher Newcomer und nicht das Alteingesessene Comedy-Programm von Paul Panzer oder Mario Barth. Aber auch hier gibt es für mich Unterschiede. Einem Bülent Ceylan kann ich definitiv länger genießen, als Otto Waalkes oder diesem "Frettchen auf Koks" aus Österreich, von dem ich immer wieder den Namen vergesse. Scheint aber auch nicht so wild zu sein. Sobald ich diesen Pullunder sehe, schalte ich weg. Ist eine angenehme Fingerübung.

Gegen Otto an sich habe ich nichts, aber man sollte wissen, wann seine Zeit zu Ende ist. Leider hat er die Zeichen nicht erkannt und bringt seit Jahren die gleichen Gags und die Filme laufen auch immer nach dem gleichen Strickmuster.

Für eine kurze Zeit konnte man auch Ausbilder Schmidt ertragen, aber nach einer gewissen Zeit ist auch das nicht mehr lustig.

Auch Formate wie "Nightwash" haben sich mittlerweile so stark verändert, dass es nur noch selten witzig ist. Für den Quatsch Comedy Club trifft leider das gleiche zu. Oder liegt das einfach am zunehmenden Alter, dass man kritischer wird? Bei mir läuft (wenn überhaupt) doch mehr solche Formate wie "Neues aus der Anstalt" oder wie oben schon angerissen Comedy zum mitdenken wie Dr. med. Eckhardt von Hirschhausen, der es schafft ernste Themen mit medizinischen Hintergrund auf eine witzige Art und Weise rüberzubringen. Grundvoraussetzung ist aber das mitdenken.



Mich würde mal interessieren, über was ihr so lachen könnt und wer oder was eure Favoriten sind...

Dienstag, 18. Oktober 2011

Die Occupy-Bewegung und die Medien


Der Protest gegen die Banken durch die Occupy-Bewegung ist eine tolle Sache. Ob er was bringt oder nicht ist eine andere Sache. Ad absurdum wird das ganze aber dadurch geführt, dass die, die an den Pranger gestellt werden, das ganze aber Tatkräftig unterstützen. So dürfen zum Beispiel die Camper auf dem Willy-Brandt-Platz in Frankfurt in der EZB duschen. Protestler und Betroffene kooperieren also. Jetzt muss nur noch an 2 Sachen gearbeitet werden.

1. Die Forderungen der Occupy-Bewegung müssen (soweit möglich) durchgesetzt werden. Mit Sicherheit ist das nicht zu 100% durchzusetzen, aber dann könnte man sich auf einen Konsens einlassen.

2. Die Boulevardmedien sollten aufhören die Wirklichkeit so zu verfälschen, wie es Ihnen am besten in den Kram passt um Einschaltquoten, oder reißerische Titelzeilen zu produzieren. "Kraus seinerseits wird nun vor der EZB von Journalisten umlagert; ein RTL-Team bittet ihn, für die Kamera ein Bündel Karotten aus einem Zelt zu holen, später eine Wolldecke und seinen Schlafsack in ein anderes Zelt zu stecken. Das gehe zu weit, meint Kraus zu der Reporterin, „das ist genau der Punkt, an dem Ihr arbeiten müsst“. Boulevardmedien stellten vieles verfälscht dar. Beispielsweise habe man sich, anders als von manchen berichtet, in Frankfurt auf friedlichen und gewaltfreien Protest geeinigt: „Alles andere ist kontraproduktiv und schreckt ältere Menschen ab.“(Zitat FAZ)"

Klar ist ein gewaltfreier Protest eine tolle Sache, wenn aber jemand der Meinung ist, eine Flagge der Linkspartei mit auf die Demo zu nehmen, so ist das seine Sache. Auch wenn der Veranstalter darum gebeten hat, keinerlei politische Abzeichen, Flaggen oder sonstiges mitzubringen oder transparent zur Schau zu stellen, ist Deutschland immer noch eine Demokratie, in der die Meinungs- und Redefreiheit immer noch gültig ist. Weiterhin ist die Linkspartei keine verbotene Partei oder Organisation, sondern eine legale, zugelassene, im Bundestag vertretene Partei. Man kann, die Person ja bitten, die Flagge einzurollen, wenn dieser aber nicht will, müssen andere Mechanismen greifen, als Drohungen von körperlicher Gewalt. (Inwieweit das stimmt ist natürlich auch fraglich, da ich dies auch nur aus den oben angeführten Medien weiß)



Ich bin mal gespannt, wie die Sache weitergeht, aber ich befürchte, dass sich das alles im Sand verlaufen wird.

Montag, 17. Oktober 2011

Beschäftigt euch mit der Heimat!


Über den Sinn und Unsinn von den ganzen Fragen auf facebook müssen wir gar nicht reden. Was ich allerdings kurz anreißen möchte ist die teilweise aberwitzigen Antworten.

Bei der einfachen Frage für Deutsche Staatsbürger "Aus welchem Bundesland kommt ihr?" Gibt es sage und schreibe 97 Antwortmöglichkeiten. In Worten: siebenundneunzig! Entweder hat sich seit meinem verlassen Deutschlands eine ganze Menge getan und ich habe es nicht mitbekommen, oder es gibt mittlerweile sehr interessant klingende Bundesländer und/oder die Antwortmöglichkeit stimmt nicht mit der Fragestellung überein. Meiner persönlichen Meinung nach ist "Hitler, kann das sein" kein Bundesland. Ein alter Internetkommentar wie "Nazi!." würde wenigstens noch den Witz weiterleiten, aber "Dräsden", "Dresden" und "geilste Stadt überhaupt: DRESDEN" sind genauso wenig Bundesländer wie Russland, Preußen oder Husum und Rügen. Das die Türkei ein Bundesland der BRD ist - Naja legen wir den Mantel des Schweigens darüber. Aber ein wenig Erdkundeunterricht wäre schon ganz gut. Zumindest die Länder seiner Heimat sollte man kennen. Ohne lang zu überlegen fallen MIR ein:
- Schleswig-Holstein
- Mecklenburg-Vorpommern
- Hamburg
- Bremen
- Niedersachsen
- Nordrheinwestphalen
- Sachsen-Anhalt
- Brandenburg
- Berlin
- Sachsen
-Thüringen
- Hessen
- Rheinland-Pfalz
-Saarland
- Baden-Württemberg
- Bayern

Ohne einmal zu stocken alle 16.

 Ich weiß, ihr seid nicht dabei gewesen, aber ihr könnt mich auch gerne mal persönlich fragen. Gleiches gilt für die Nachbarstaaten meiner Heimat Deutschlands. (Es sind 9 Länder.)

Bücher sind nicht nur da um einen angeberisch belesenen Eindruck zu machen oder sie wie in den 1930ern zu verbrennen, sondern auch mal reinzuschauen, etwas darin zu lesen und im Idealfall daraus zu lernen. Gilt im übrigen auch für E-Books.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Justitia im Fußball


Der Kommentator von 90elf hatte Recht.  Am 11. Oktober wurde ein Urteil gesprochen, was den Fußball verändern kann, aber von kaum jemandem wahr genommen wurde. Zumindest habe ich nichts in den einschlägig bekannten Internetforen gefunden.

Die 14. Kammer des Landesarbeitsgerichts Hamm verkündete das Urteil im Rechtsstreit zwischen dem Zweitligisten SC Paderborn und deren ehemaligen Cheftrainer Pavel Dotchev. Der Verein hatte Dotchev im Mai 2009 freigestellt. Im Fußball ja nicht unbedingt eine Seltenheit. Sein befristeter Vertrag hatte eine Laufzeit bis Ende der Folgesaison - also 30. Juni 2010. Der gestellte Dienstwagen musste zurück gegeben werden und das Grundgehalt wurde weiterbezahlt. Dotchev klagte auf Auszahlung der Prämie für den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga, sowie auf die Auszahlung der Punktprämien, bis zum Vertragsende. Nur zum verdeutlichen: Es geht hier um 51 Punkte aus Meisterschaftsspielen (Quelle: 90elf).

In erster Distanz urteilte das Arbeitsgericht Paderborn am 25. Februar 2010 auf eine Zahlung von 40.000 Euro vom Verein an den Ex-Trainer, da der Wegfall von Punktprämien und sonstigen zusätzlichen Vergütungsbestandteilen während der Freistellung unwirksam sei. Bei einem Streitwert von grob 140.000 Euro ist es verständlich, dass beide Seiten Berufung einlegten.

In zweiter Instanz hat nun das Landesarbeitsgericht Hamm geurteilt, dass die Punktprämie, die Aufstiegsprämie zu zahlen seien und zwar unter Berufung auf §§ 305 ff. BGB, sowie §615 Satz 1 BGB. Weiterhin wurde eine weitere Berufung nicht gestattet und der SC Paderborn könnte das Verfahren nur durch mögliche Formfehler vor dem Bundesarbeitsgericht weiterverhandeln lassen könnte. Da dies relativ unwahrscheinlich (aber nicht ausgeschlossen) ist, muss der Verein nun 132.000 Euro an seinen Ex-Trainer Pavel Dotchev zahlen.

In der Begründung wird angeführt, dass "der vertraglich vorgesehene Wegfall der Punktprämie im Falle einer Freistellung des Trainers nach § 308 Nr. 4 BGB unwirksam ist, weil er einen einseitigen Änderungsvorbehalt durch den Verein zulasten des Klägers bezüglich der Höhe der im Falle der Freistellung aus Annahmeverzug zu zahlenden Vergütung beinhaltet. Dieser ist für einen Trainer nicht zumutbar."



Die ganze Geschichte betrifft mich nun persönlich erst mal überhaupt nicht, aber ich halte es doch für eine sehr interessante Grundlage für eine Diskussion. Im oben beschrieben Fall wurde (vermutlich) zum ersten Mal auf die Auszahlung der Punktprämie bestanden und geklagt. Ich weiß zwar nicht, wie es die anderen 35 Profivereine es halten, aber jeder Verein hat schon mal einen Trainer entlassen. Das ganze mitunter auch schon spektakulär - z.B. Mainz 5 Tage vor Beginn der Saison, o.ä. Haben wir in naher Zukunft mit einer Klagewelle der Ex-Trainer zu rechnen, oder wurde das bisher schon immer so gehandhabt? Meines Erachtens ist es verständlich, dass das Grundgehalt weiterbezahlt wird, aber Punkt- und Aufstiegsprämien scheinen mir teilweise etwas übertrieben. Gerade die Punktprämie einer gesamten Folgesaison, wo der betreffende Trainer keinerlei Einfluss auf Entscheidungen, Taktik oder Aufstellung berücksichtigt wurde, weil er nicht mehr in der Verantwortung war. Aber da  ein Wegfall dieser im Vertrag festgeschriebenen Prämien nicht zumutbar ist, muss wohl bezahlt werden. Vielleicht war es auch nur raffiniert formuliert...? Wer weiß das schon.

Weiter hinten in der Urteilsbegründung heißt es: "Die Meinung des Beklagten, es handele sich um einen  >>gerechten Ausgleich<<, wenn ein freigestellter Trainer nicht das gleiche Entgelt bekomme wie ein aktiver Trainer, ist mit der Gesetzeslage nicht zu vereinbaren. Eine solche >>Gerechtigkeit<< ist § 615 Satz 1 BGB fremd und nicht zu entnehmen. Nach § 615 Satz 1 BGB ist es von Gesetzes wegen gerade gerecht und ausgewogen, die vereinbarte Vergütung trotz Freistellung unabhängig davon zu zahlen, ob ein anderer Arbeitnehmer für die Funktion nunmehr beschäftigt wird und zu bezahlen ist." Wenn ich also wieder einen befristeten Vertrag unterschreiben sollte und vorzeitig ausscheiden will/soll/muss, frag ich meinen Chef nicht nach einem Aufhebungsvertrag, sondern einem Freistellungsvertrag und bekomme weiterhin mein Gehalt inklusive Zulagen?

Verdammt! Irgendwas hab ich bisher falsch gemacht!.

Das gesamte Urteil gibt es zum nachlesen unter AZ:  LArbG Hamm 14 Sa 543/11

Samstag, 15. Oktober 2011

Mein Song zum Wochenende

Hat mehrere Bezüge. Zum einen freue ich mich auf das Konzert von Metallica am 25.10.2011 in Abu Dhabi; zum anderen hat eine Bekannte neulich mal geäußert, dass Sie furchtbar gern ein von diesen kitschigen, aufblasbaren Kamelen von einem der Strassenhändler hätte. Donnerstag war ich mit einem Kollegen unterwegs und es überkam uns und wir hielten an und kauften ihr so eins.
Der Song passt in soweit dazu, dass es dort heißt:
"Careful what you wish
Careful what you say
Careful what you wish
You may regret it
Careful what you wish
You just might get it "
Viel Spaß mit dem Video


Und bevor jetzt jemand schreit, er will das Kamel sehen...

Freitag, 14. Oktober 2011

Endlich Mobil in den VAE

Nach einigen Startschwierigkeiten habe ich es gestern endlich geschafft. Ich bin Besitzer eines (zugelassenen) Autos in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Nachdem ich Anfang der Woche schon das Auto gekauft hatte, erfuhr ich, dass ich ein Schreiben von meinem Arbeitgeber brauche, um mein Auto in Fujairah zulassen zu können. Wenn ich das Schreiben nicht gehabt hätte, hätte ich mein Auto in Abu Dhabi zulassen müssen. Eine Strecke von etwas mehr als 300 Kilometer ist aber etwas gewagt, wenn man keine Kennzeichen auf dem Auto hat und nur das Schreiben der Versicherung.
Apropos Versicherung: Hier wird der Versicherungsbeitrag PRO ZYLINDER berechnet. 6 Zylinder kosten 500 Dirham pro Jahr (entspricht rund 100 Euro). Der Preis kann übrigens verhandelt werden. Also alles ziemlich anders als in Deutschland.
Vorgestern, Mittwoch, habe ich also endlich dieses Schreiben vom Arbeitgeber bekommen und ich konnte mich Donnerstags um die Zulassung meines Autos kümmern. Direkt nach Schichtende um 7:45 Uhr ins Auto und in Richtung Masafi, wo das Auto von der Polizei technisch abgenommen werden sollte - ähnlich dem TÜV in Deutschland, angbelich. Ich kam bis zum Ortsausgang, wo mich ein Streifenwagen von Fujairah Police aus dem Verkehr gezogen hatte, und mir ein Ticket wegen Fahren ohne Zulassung geben wollte. Als ich dem Offizier jedoch höflich erklärt hatte, dass ich zur technischen Abnahme fahre und er das Schreiben des Innenministerium gelesen hat, ließ er mich weiterfahren.
Technische Abnahme und Zulassung in Masafi. Zirka 35 Kilometer entfernt. Alles erstmal kein Problem. Fahrzeugpapiere und Versicherungsschein abgeben, ins Büro zum Polizisten gehen. Der fragt beiläufig, ob das Auto in einem guten Zustand wäre (Ist es!), übergibt mir einen Zettel, einen Aufkleber mit 10/2012, eine goldene Karte im EC-Kartenformat und meint, ich könne nun nach Al Hayl zum Traffic Department fahren um mir dort meine Kennzeichen abzuholen. Das ganze hat dann nochmal 355 Dirham (rund 70 Euro) gekostet und nun fahre ich mit "A 20872 Fujairah" durch die Gegend In meinem BMW 320i .
Das einzige, was jetzt noch in absehbarer Zeit gemacht werden muss ist das Radio zu wechseln, da dieses noch mit Kasette arbeitet. Ergibt sich das Problem, dass ich weder Kasette, noch, dass es hier gute Radiosender im Überfluss gibt. Muss also zusehen, dass ich eine Lösung finde, bei der ich die Musik von einem USB-Stick/iPod ins Auto bekomme. Wird aber nicht das Problem sein.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Das Ende ist nah!

Einige haben es schon auf Facebook gesehen, aber ich komm nicht drumhin, den Fotokommentar zu erläutern.
Die Welt geht unter, an keinem Donnerstag.

Heute ist Mittwoch, als es 40 Minuten regnete. Das allerdings so extrem, dass man nicht mehr wirklich weit gucken konnte und wenn man keine Kanalisation hat, ist das erstmal schlecht.
Westernhagen sang in "Krieg" vom Album "Jaja": "Die Welt geht unter, die Welt geht unter. An einem Donnerstag."
Dies wurde vorhin eindrucksvoll in Fujairah demonstriert.

Nun aber genug davon und euch allen noch einen schönen Tag.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Mein Song zum Wochenende

Der Titel sagt alles.
Dank an den Macher des Videos. Super Text, grandiose Songauswahl.
Das geht heute an alle, die "da draussen" im Einsatz sind.

Samstag, 8. Oktober 2011

Heute ist wieder mal ein Welttag

Eigentlich ist ja jeden Tag irgendein UNO-Tag, wo etwas zelebriert oder gedacht werden soll. Heute ist Tag des Recycling.

Das mit dem Recycling klappt in Deutschland schon seit Jahren mehr oder weniger gut. Es gab Skandale mit dem Dualen System Deutschland wegen überhöhter Abrechnung, und warum zum Wiederverwerten von Abfällen, Abfall produziert wird (gelbe Säcke) bleibt wohl noch zu klären. Vielleicht schafft man es ja auch noch in Deutschland überall gelbe Tonnen aufzustellen. 

Einige haben schon mitbekommen, dass wir nur diesen einen Planeten haben und sorgsam mit ihm umgehen sollten. Unabhängig von den Maya´s, die für nächstes Jahr den Weltuntergang vorhersagen. Leider schaffen die deutschen es nicht alleine die Welt zu retten. Schon in Europa ist das Thema Mülltrennung und sorgsamer Umgang mit Ressourcen schon sehr unterschiedlich. Am extremsten fällt es mir aber in meinem momentanen Aufenthaltsort (den Vereinigten Arabischen Emiraten) auf, aber auch hier tut sich etwas. So hat zum Beispiel das InterContinental Abu Dhabi dazu aufgerufen, dass die Freunde von Facebook oder die Hotelgäste sich heute an der Corniche treffen, um dort Müll einzusammeln und so für eine sauberere Stadt zu sorgen.

Leider ist dies nur eine kleine Aktion und es wird noch sehr viel mehr brauchen, aber wenn wir alle einen kleinen Teil dazu beitragen, können vielleicht auch unsere Kinder und Enkel in einer sauberen, lebenswerten Welt aufwachsen.

Dies beinhaltet aber auch den verantwortungsbewussten Umgang mit den endlichen Ressourcen, wie zum Beispiel Erdöl. Der ein oder andere hat es schon realisiert, dass es dies nicht ewig geben wird und plant deshalb schon jetzt ein zweites Standbein. Wieso sonst kennen viele Dubai als Reiseziel... Warum man aber noch nicht damit beginnt, Solarenergie zu verwenden bei den großen Freiflächen, die es hier gibt und der nahezu Sonnengarantie hier unten, wäre das eine Idee.

Bis es soweit aber ist, fließt noch eine Menge Wasser von den Quellen in die Ozeane. Trotzdem mein Appell: Packt euren Müll wieder ein und versucht die Welt sauber zu halten.

Freitag, 7. Oktober 2011

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich


Ich bin ein Freund der freien Meinungsäußerung, sowie der Diskussions- und Streitkultur. Ich bin der Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht hat seine Meinung frei zu äußern, zu begründen und zu vertreten. Dies ist mir so beigebracht worden und es steht auch im deutschen Grundgesetz. Im Wortlaut heißt es dort:

Artikel 5 Grundgesetz

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.



Gestern schrieb ich in meinem Blog einen kleinen, kurzen Nachruf zum Tod von "Mr. Apple" Steve Jobs, der im Alter von 56 Jahren nach einem langem Krebsleiden verstorben ist. Auch in diversen anderen Medien und Sozialen Netzwerken wurde darüber berichtet. Die Mehrheit der Reaktionen waren Beileids- und Trauerbekundungen, wie auch ich gestern hier an dieser Stelle geschrieben hatte. Dann gab es aber natürlich auch noch diejenigen, die sich nicht mit einer Meinung zurückhalten und zu allem und jedem eine Meinung haben. Ist deren gutes Recht. Steht ja auch so im Grundgesetz, wenn dann aber so Kommentare rauskommen, wie "Ohne Steve Jobs ist die Welt ein Stück lebenswerter." gehen GAR NICHT! Auch das persönliche Schicksal und der Verlust eines geliebten Menschen mit dem Gewinn und Image der Firma zu verknüpfen finde ich relativ geschmacklos.

Ja, Steve Jobs hat Apple gelebt. Dafür hat er viel geopfert, aber uns auch eine Menge gegeben. Die Spekulationen, dass Apple jetzt entweder den Bach runtergeht, weil der große Kopf nicht mehr dahinter steht, halte ich ebenso abstrus, wie die Meinungen, dass Apple jetzt Rekordumsätze fahren wird, weil sich jeder ein neues iPhone kauft um Steve Jobs zu ehren und zu gedenken.

 Das der Mensch Steve Jobs aber auch eine Familie hatte, die jetzt vor einer großen Lücke steht - Da braucht man eigentlich nicht drüber reden. Jeder hat schon mal einen geliebten Menschen verloren und weiß daher, wie es ist. Da kann man aus Rücksicht auf Angehörige auch mal seine negative Meinung hinter dem Berg halten und sich seine bissigen bis geschmacklosen Kommentare verkneifen. Aber "ist ja nur Internet". Stimmt, und was haben wir die Tage (grade über facebook) gelernt? ALLES wird gespeichert. Selbst die angeblich gelöschten Sachen. Aber das ist ein anderes Thema, dem ich mich nicht widmen möchte.

Ich bin selbst Besitzer eines iPhones und eines iPods. Macht mich das jetzt schonn zu einem Apple-jünger? Ich bin begeistert von der Technik, werde mir aber kein 4Sholen, da mein jetziges noch absolut seinen Dienst tut. Was hat das mit dem Tod von Steve Jobs zu tun? Richtig, NICHTS.

Also. Ich kann und will euch nicht daran hindern, aber meine Bitte ist sachlich zu bleiben und manchmal auch einfach den Mund zu halten und stattdessen eine der vielen Krebsstiftungen oder die -forschung unterstützen. Möglichkeiten dazu gibt es viele.


Donnerstag, 6. Oktober 2011

R.I.P. - Steve Jobs


Steve Jobs ist gestern im Alter von 56 Jahren im Kreis seiner Familie seinem Krebsleiden erlegen. Ich halte "Mr. Apple" für einen der größten Erfinder und Innovatoren der aktuellen Zeit. Im verdanken wir iPod, iPhone, iPad und diverse andere Innovationen. Der Hype, der um Apple gemacht wurde, war auch der Hype um ihn.

In Amerika gibt es ein Sprichwort. "Wenn man es in die Simpsons geschafft hat, hat man alles erreicht, was geht." Dies wurde ihm zu teil.

Man kann über Apple-Produkte sagen/denken, was man will. Heute geht es um den Menschen Steve Jobs und seine Niederlage im Kampf gegen den Krebs. Diese Krankheit ist (wie diverse andere) leider immer noch ein Problem. Die Forschung benötigt viel Mittel und Betroffene benötigen Unterstützung und nicht nur Mitleid oder komische Postings an irgendwelchen Pinnwänden in facebook.

Jeder kann etwas tun. Es gibt diverse Stiftungen, die sich dem Kampf gegen den Krebs verschrieben haben. Die bekannteste davon dürfte LIVEstrong sein. Ich selbst unterstütze die Stiftung von Lance Armstrong und hoffe, dass einige Menschen mehr dies jetzt auch tun werden. Erkennungszeichen der Stiftung ist ein gelbes Band. Vielleicht haben es einige schon mal gesehen und ich hoffe es in Zukunft etwas öfter zu sehen.


Mittwoch, 5. Oktober 2011

Es ist vollbracht

Heute war ich zum letzten Mal im Fujairah National Driving Institue um meinen Führerschein abzuholen. Jetzt hab ich das Ding endlich, obwohl knapp 2 Wochen ja eigentlich nicht so lang ist, aber wenn ich dran denke, wie lang das in Deutschland gedauert hätte, wenn es denn überhaupt geklappt hätte.

Ich hatte neulich ja schon erklärt, dass die BRD mir meine Fahrerlaubnis nicht aushändigen will... (Hier)

Jetzt hab ich es aber geschafft und nach 20 Fahrstunden und minimalen theoretischen Aufwand (3x20 Minuten) gings zum Inside-Test und danach zum Examen. Was bei der Fahrschule in den Emiraten allerdings irritert, ist die Tatsache, dass man NACH der bestandenen Prüfung noch einmal in den Theoretischen Unterricht um die Finale Einheit zu bekommen. Dabei bekommt man nur erzählt, dass man sich doch bitte immer anschnallen soll, die Kopfstütze richtig einstellt und nach Möglichkeit immer einen Feuerlöscher im Auto hat.

Wenn man allerdings jetzt denkt, dass Fahrschule gleich Fahrschule ist, liegt man falsch. Während man in Deutschland sehr vie Theorie und Fahrstunden und Sonderfahrstunden nehmen und auf Autobahnen, über Land und bei Nacht fahren muss, ist man in den Emiraten nur im Ort unterwegs und selbst da darf man mit Fahrschulautos nicht in alle Gebiete fahren. So ist zum Beispiel in Fahrtrichtung Dubai am ersten U-Turn nach der Ortsgrenze Schluss und man muss wenden. In Richtung Tennisclub darf man gar nicht erst fahren (vielleicht wegen dem dort angesiedelten Gefängnis). In Richtung Kalba oder Dibba sieht das genauso aus. Aus der Stadt raus (wenn man überhaupt so weit kommt in einer Fahrstunde) und am nächsten U-Turn wird gedreht. Ich bin also 20x45 Minuten durch die Stadt gefahren und habe wieder komplett neue Ecken von der Stadt gesehen, in der ich seit gut neun Monaten lebe.
Die Theorie ist auch - sagen wir mal: gewöhnungsedürftig.
Ja, der Unterricht über Verhalten im Kreisverkehr mit 3 Spuren und so weiter war relativ interessant, aber Verkehrszeichen gibt es hier schon ein paar interessante. Verkehrsschilder für "Kamele kreuzen" kennt man in Deutschland ja mit Kühen oder Wild. Der Warnhinweis für DÜNE war mir allerdings neu. Also doch was gelernt - Ziel erreicht. Warum man hier aber die Bedeutung des Verkerszeichen "SCHNEEKETTENPFLICHT" lernt - erschloss sich mir erst, als ich mit meinem Fahrlehrer drüber geredet hatte. Man erhält in den Emiraten den internationalen Führerschein und wenn man mal in ein Land reist, wo einem das Schild begegnet, sollte man wissen, was es bedeutet.
Mal ehrlich. Wenn Schneeketten vorgeschrieben werden, muss schon eine hartnäckige Weeterlage herrschen, bei der Emiratis oder Pakistanis oder Inder/Menschen, die hier ihren Führerschein gemacht haben) zum ersten mal in so eine Situation kommen, sind sie schon lange hoffnungslos verloren und liegen schon irgendwo im Graben.
Auch Sonderfahrten gibt es hier nicht. Autobahn, Nacht oder über Land... Darf man sich alles selber beibringen. Fahren in Dubai wird bestimmt auch ein Abenteuer. Werde demnächst vielleicht mal hinfahren und bring euch dann einen Erfahrungsbericht.

Die Prüfungsprozedur ist ein Witz.
Beim Inside-Test musste ich einmal rückwärts um 90°, einmal rückwarts parallel zur Fahrbahn einparken, Am "Berg" anfahren (vorwärts und rückwärts, wobei der BErg ein 2 Meter hoher Asphalthügel war) und 10 Schilder mit ihrer Bedeutung in eigenen Worten erklären.
Die praktische Fahrprüfung war noch witziger.
Ich wurde mit 7 anderen Leuten in einen Bus gesetzt und fuhren einem Prüfling und 2 Polizisten im Prüfungsauto hinterher. Jeder Prüfling hatte seine Nummer und schnell war klar, ich komm als letzter an die Reihe. Da die Klimaanlage im Bus nicht richtig funktionierte machte ich mir schnell ernsthafte Gedanken. Aber es lief schneller als ich dachte. Jeder fuhr nur 5-15 Minuten und hatte danach entweder bestanden oder nicht. So kam ich nach rund 70 Minuten an die Reihe. Meine Route für die Fahrprüfung ist schnell erzählt.
50 Meter gerade aus
Links abbiegen
U-Turn
Rechts abbiegen
100 Meter fahren
Bitte anhalten, bestanden, Glückwunsch, Danke auf Wiedersehen.
Zurück im Insttitute ging es dann nochmal an den Schalter und die letzten Gebühren bezahlt - 3 Tage später (heute) Führerschein abholen und viel Spaß beim fahren.
Ich lass mich jetzt mal überraschen, was auf mich zukommt. Immerhin schaffe ich es mittlerweile auch immer besser mit dem Rennrad (und Helm) im hiesigen Strassenverkehr klar zu kommen.

Montag, 3. Oktober 2011

Mal wieder was zum Thema DSDS

Heute morgen, als ich meine Emails checken wollte, sah ich den ultimativen Grund diese Sendung zu boykottieren.
Web.de berichtet auf seiner Startseite über die neue Jury der neuen Staffel und das die neue (Sängerin von Cascada) bei einer Castingshow durchgefallen ist. Dies war 2004 beim Nachbarsender Sat1 und dessen wieder eingestelltem Castingformat "Star Search".  Hugo Egon Balder befand die Britin fürzu schlecht und schickte sie wieder heim.

Wenn man sich dann aber vor Augen hält, dass die Gruppe Cascada 2002 gegründet wurde und 2005 ihren größten und bekanntesten Erfolg mit "Everytime we touch" feierte, kann sich schon ein wenig wundern. Klar ist das Musikgescchäft schnelllebig, aber die Frage, wer jetzt mit der Qualität des Gesangs recht hatte, wird sich irgendwie immer wieder stellen.

Der größte Hit ist wie gesagt schon ein wenig her und ich vermute, dass dies nur eine PR-Aktion ist, um sich mal wieder ins Gespräch zu bringen. Immerhin sagt die gebürtige Britin, dass sie nicht mit einer zweiten Staffel rechnet. Läßt schon tief blicken.

Eine deutsche Rockgruppe hatte das ganze  schon richtig erkannt, als sie sangen: "tanzen ein Sommer und das wars".

Und für die Hupfdohlen, die an Dieters Mund hängen, wie der Hund an der Salami, hier noch mal das Video von Cascada.

Samstag, 1. Oktober 2011

Mein Soundtrack zum Wochenende

Kommtspät, aber er kommt. Da ich mich lange nicht entscheiden konnte, was genau die momentane Stimmung wiederspiegelt, hab ich es erst mal bleiben lassen, doch durch eine Bekannt, die in facebook ein Lied (J.B.O. - Ich will Lärm) gepostet hat, weiß ich endlich, wie es weitergeht.
Nochmal Danke, Sabine

Hier also die Anleitung für das Wochenende von den Crackers, wiedergegeben in PHONHAUS aus dem Album BRDigung. Schönes Wochenende.
Und wenn ihr schon dabei seid, Sonntag Morgen hab ich Führerscheinprüfung. Könnt ja mal an mich denken ;)