Sonntag, 16. Februar 2014

Lange Geschichte - relativ kurz erzählt

Es passierte kurz nach dem Beginn des Trainingslager von einem bekannten Fussball-Bundesligisten aus einer Großstadt in der Mitte von Deutschland, als ich meine Nikon D7000 abgelegt hatte, um mit meiner kleineren Kamera (mit einem anderen Objektiv) ein Foto zu machen.

Es gab eine Erschütterung, meine D7000 kam ins rutschen und ich war nicht schnell genug diese zu fangen. Mit einem meiner Lieblingsobjektive dem Nikkor 70-200 f2,8 und meinem Carbon-Einbeinstativ rutschten da so ungefähr 15.000 Dirham (ca. 3.000 €) ungebremst dem Erdboden entgegen.
Panik, Flüche, Gegenstände beschimpfen - Das volle Repertoire!

Wer es auf Facebook oder auf meiner Seite noch nicht gesehen hat... So sah das dann nach dem Sturz aus:
Nur mal so zum Vergleich, wie es eigentlich aussehen sollte:

Der silberne Bajonett-Ring ist raus gebrochen und steckte noch am Objektiv und am vorderen Wählrad war auch ein Spalt, der da nicht hingehört.

Nachdem dieses Problem aufgetreten ist war das Training für mich gelaufen und ich bin direkt zu dem hiesigen Nikon-Großhändler. Die Augen des Mitarbeiters fielen fast aus seinem Kopf, als er das Dilemma sah.

Das war am 09. Januar 2014...
Glücklicherweise konnte der Bajonett-Ring (das silberne) am Objektiv vom Händler vor Ort entfernt werden und das Objektiv (Wert: 10.000 AED) arbeitete an anderen Kameras ohne Fehlfunktion weiter. Also hat es nur den Body der Kamera erwischt (ungefähr 4.000 AED).
Tat zwar weh, aber ich wollte/musste ja weiterhin Fotos machen, also wurde eine Ersatzbeschaffung getätigt werden. Die Frage ob D7100, D610 oder D800 wurde mit neuer D7000 beantwortet, da ich ansonsten auch das komplette Equipment entsorgen hätte können. Und der finanzielle Rahmen sollte aus persönlichen Gründen auch möglichst klein gehalten werden, da kurz darauf das Auto in die Werkstatt musste. (Anderes Thema, aber auch einen Blog wert)

Nach mehreren Besuchen bei meinem Händler (17.01. und 28.01.) kam dann auch endlich eine Rückmeldung von dem Workshop.
Die junge Dame entschuldigte sich vielmals und entschuldigte sich sofort, dass es so lange gedauert hat und dass nun fest steht, wie hoch die Rechnung für eine Reparatur sein würde.
Sie würde es bedauern, aber die Rechnung wäre etwas teurer und würde mit 525 Dirham vermutlich mehr kosten, als ich erwartet hätte.
Ehrlich gesagt hätte ich mit einem niedrigen vierstelligen Bereich gerechnet, aber wenn mir so eine nette Neuigkeit übertragen wird kann ich manchmal nicht anders, als zum Beispiel eine günstige Rechnung noch zu verteuern.
Nachdem ich der Dame erklärt hatte, dass ich auch noch gerne eine Sensor-Reinigung an meiner Kamera hätte ging es nun ans feilschen, wann die Kamera repariert sein würde...
Der Aussage 3 Tage wollte und konnte ich nach diversen Erfahrungen mit Händlern und Workshops in diesem Land nicht glauben.

Nach drei Tagen allerdings rief mich mein Händler an und berichtete, dass meine Kamera zur Abholung bereit liegen würde. Im Laden dürfte ich dann noch erfahren, dass die Sensor-Reinigung "for free" mitgemacht worden ist, was mir die Arbeit abnimmt.
Nun liegen in meiner Foto-Tasche also 2x die D7000 und eine D3200.

Wenn jemand Interesse an der D3200 (Angeschafft im November, Ohne Objektiv) hat, kann er sich gerne mit mir in Verbindung setzen.


Freitag, 14. Februar 2014

Ist irgendwo besonderes?

Überall findet man Herzen und Paar-Fotos und überhaupt. Ist heute irgendwas besonderes? Ja, der 14.2. - Toll, denn morgen ist der 15.2. und danach kommt der 16.2.

Ach Valentinstag... Schon interessant, das man den Tag der Liebe mit christlichen Märtyrern in Verbindung gebracht bekommt, sobald man wikipedia aufschlägt. Die Welt bezeichnet den Valentinstag als "Gefühl-Gruppenzwangstag".

Ich gebe zu, dass ich das erste Mal seit geraumer Zeit diesen Tag wieder als Single verbringe, aber es ändert nichts an meiner Einstellung zu dem Valentinstag an sich. Der Kommerz stört und wenn man sich liebt, ist eine kleine Aufmerksamkeit zwischendurch viel wertvoller, als ein Fond er Blumen- und Schmuckindustrie gepushter Tag.

Wenn sich liebende etwas schenken wollen, aber ich hoffe, dass dies dann auch aus Überzeugung kommt und nicht, weil irgendjemand in der Industrie gesagt hat, dass man am 14.2. besonders liebevoll zu seinem Partner sein soll und ihr/ihm etwas schenken MUSS...


Ich habe fertig, bis dann.

Montag, 10. Februar 2014

"Ja, aber... "

Hier ein Beitrag von einer in der Schweiz lebend Person, mit der ich seit Jahren Kontakt habe. In dem Beitrag, dessen Veröffentlichung mir genehmigt wurde, geht es um die persönliche Ansicht der Person und die Erklärung des Stimmverhaltens und Hintergründen:


»Ich sitze des Totschlags angeklagt im Kreuzverhör. Man wirft mir Fragen und Vorwürfe an den Kopf, ich will antworten, will erklären. Der Staatsanwalt ist von meiner Schuld überzeugt, er fragt mich direkt heraus: 'Haben Sie Herrn XY umgebracht?' – 'Ja, aber...', will ich antworten, aber weiter komme ich nicht - ich werde harsch unterbrochen, vom Richter verurteilt und von der Medienmeute als Mörder betitelt.
Was ich vor Gericht nicht ausführen durfte:

Ich wohne in einem Haus, das meine Vorfahren (notabene nicht alles Schweizer!) erbaut und über die Jahre stets in Schuss gehalten haben. Darin hat sich vieles angesammelt, was mir als Bewohner lieb und teuer ist. Der Kühlschrank war selten leer, weil in meinem Garten hart gearbeitet wurde. Und weil nur diejenigen aus diesem Kühlschrank gegessen haben, die ihn - vorher, währenddessen oder auch später - wieder befüllt haben.
Nun kommt ein Gast zu mir nach Hause. Darüber freue ich mich. Denn mein Gast ist Handwerker und hilft mir, Dinge in Ordnung zu bringen, die ich selber nicht regeln kann. Gern stelle ich ihm mein Gästezimmer zur Verfügung.

Dann kommt ein zweiter Gast. Darüber freue ich mich auch. Der zweite Gast ist zwar bettelarm, kommt aus einem fremden Land und spricht meine Sprache kaum. Mit Worten unterhalten kann ich mich darum nicht mit ihm, aber ich sehe, dass er ein herzlicher Mensch ist und sich prima mit meinen Haustieren versteht - er passt auf sie auf, und sie geniessen seine Gesellschaft. Übrigens kann mein zweiter Gast ganz vorzüglich kochen! Gern beziehe ich auch ihm ein Bett im Gästezimmer. Meine beiden ersten Gäste rücken im Gästezimmer etwas enger zusammen. Abends erzählen wir einander von unseren Leben und bringen uns gegenseitig Dinge bei. Wir verstehen uns recht gut, und mein zweiter Gast lernt unsere Sprache nach und nach.

Dann kommt ein dritter Gast. Er spricht meine Sprache kaum, das im Gästezimmer aufgestellte dritte Bett ist ihm nicht weich genug, und wenn er zu seinem Gott betet, müssen die beiden anderen Gäste aus dem Zimmer gehen. Er versteht sich nicht mit meinen Haustieren, findet gar, sie seien unnötig oder dreckig. Oft habe ich sogar Angst, dass er sie quält. Hinauswerfen darf ich meinen dritten Gast aber nicht, denn so ist das Gesetz.

Dann kommt ein vierter Gast. Nun habe ich im Gästezimmer keinen Platz mehr. Der vierte Gast verlangt darum, in meinem Bett unterzukommen. Das möchte ich aber nicht. Daher baue ich mein Haus aus und errichte ein weiteres Zimmer. Dafür geht leider ein Teil meines Gemüsegartens drauf – was gar nicht gut ist, denn mittlerweile essen ja schon viel mehr Menschen und Tiere davon. Mein vierter Gast spricht nicht mit mir. Aus dem Kühlschrank essen tut er zwar, aber im Garten helfen, das will er lieber nicht, und auch mit meinen ersten drei Gästen spricht er nicht.
Mein fünfter "Gast", das war besagter Herr XY. Er hat an der Haustür gar nicht erst geläutet, sondern hat einfach die Tür aufgebrochen, mein Hab und Gut an sich genommen und mich bedroht. Ich habe mich gewehrt und ihn gestossen. Es war Notwehr! Ich wollte nicht, dass er stirbt! Ich wollte nur, dass er mich in Ruhe lässt! Ich wollte nur, dass ich, meine Tiere und meine ersten Gäste in Frieden leben können!«

(Wer rassistische Andeutungen im Text zu finden glaubt, darf sie gern behalten. Denn auch wenn mein fünfter Gast Schweizer wäre, hätte ich mich verteidigt!)

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So oder so ungefähr fühle ich mich momentan als Schweizer - wenn der herangezogene Vergleich auch (ganz bewusst!) sehr extrem ist. Aber er bildet am besten ab, wie ich mich gerade fühle. Nur weil ich "ja" gesagt habe zur Masseineinwanderungsinitiative, wird mir von den Gegnern sehr schnell der Stempel "Rassist" und "dumm" aufgedrückt.


Einige Gedanken vorab:
Wir Schweizer (zumindest ein ganz, ganz, ganz grosser Teil von uns!) sind weder Fremdenhasser noch rassistisch! So lange ein Ausländer sich hier in der Schweiz wie ein anständiger Gast benimmt, sprich: 'In Garten und Haus mithilft', ist er mir immer willkommen! Denn so funktioniert eine Gemeinschaft: Man spricht miteinander, arbeitet miteinander, hilft einander. Wenn ein Gast seinen Teil zur Gemeinschaft beiträgt, kann er von mir aus gerne WG-Bewohner, Nachbar und Freund werden!

Schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts strömen Leute in unser Land, die in der friedlichen, wohlhabenden Schweiz für sich eine bessere Zukunft erhoffen. Das ist absolut verständlich - eine Pflanze strebt ja auch in Richtung Sonne! Wenn ich in einem Land aufgewachsen wäre, in dem ich für mich und meine Kinder keine Zukunft sähe, würde ich auch versuchen, anderswo mein Glück zu finden. Ich verstehe das - und ich weiss auch, dass ich privilegiert bin, in einem Land wie der Schweiz geboren und aufgewachsen zu sein.

Ich bin nicht gegen Ausländer, aber...
»Ja, aber...« - so kann man in etwa auch meine Gedanken zur Abstimung vom 9. Februar zusammenfassen. Ich hätte gern »Ja, aber...« gestimmt. - Ich bin nicht dagegen, dass Ausländer in die Schweiz kommen und hier arbeiten. Und schon gar nicht bin ich pauschal gegen Vertreter irgend einer Volksgruppe, Nationalität oder Religion! Aber ich bin grundsätzlich gegen drei Dinge, die meiner Meinung nach momentan schieflaufen:
1.) Ich bin dagegen, dass wir wahl- und endlos Menschen bei uns aufnehmen, während es hier in der Schweiz immer ungemütlicher wird.
2.) Ich bin dagegen, dass wir uns immer öfter von der EU vorschreiben lassen müssen, was wir zu tun haben - und dass unsere eigene Regierung mehr den Damen und Herren in Brüssel gefallen will, als dass sie die Sorgen des eigenen Volks (siehe 1) ernst nimmt.
3.) Und nicht zuletzt bin ich gegen den aktuell in der Schweiz herrschenden Umgang mit Asylsuchenden.
...und nun möchte ich mich zu den einzelnen Punkten gern erklären:

Zu 1)
Wenn eine 1.50 Meter kleine Frau 10 kg zunimmt, sieht man ihr das sofort an - während das bei einer 1.80-Meter-Frau auf den ersten Blick kaum jemandem auffällt. So in etwa geht es uns in der Schweiz. Wir fühlen uns "überrannt" - und das ist nicht etwa eine subjektive Wahrnehmung. Fast jede vierte Person in unserem Land hat einen ausländischen Pass. (Zum Vergleich: in Deutschland ist es nicht mal jeder Zehnte.) In beiden Fällen nicht mitgezählt sind die vielen Mitbürger, die oft leider nur auf dem Papier zu unserem Kulturkreis gehören.
Menschen aus fremden Kulturkreisen können sich gegenseitig sehr bereichern. Unvergessen meine Begegnungen auf diversen Reisen in ferne Länder, wo ich Einheimische (fernab der Hotelanlagen) kennenlernen durfte!
Aktuell wird aber leider immer augenfälliger, dass zahlreiche Einwanderer eine Mentalität mitbringen, die mit unserer westlichen Weltanschauung inkompatibel ist. Sie kommen mit unseren Werten nicht klar, sind und fühlen sich hier fremd und unverstanden - und wir hingegen können und wollen unsere in den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten erkämpften Rechte und Freiheiten nicht preisgeben. Konflikte sind leider programmiert - die werden sich, wenn überhaupt, erst mit der zweiten und dritten Generation dieser Einwanderer wieder bessern. Viele Menschen in der Schweiz haben schlicht Angst vor dieser Tendenz - auch ich.
Um es nochmals klarzustellen: Mir ist es echt schnurzpiepegal, wenn jeder Vierte, der im Supermarkt an der Kasse ansteht, ein Ausländer ist. Ebenso ist es mir egal, welche Hautfarbe oder welchen Pass mein Sitznachbar im Zug hat. Nicht egal kann mir das aber sein, wenn an Schweizer Schulen kein Krippenspiel mehr aufgeführt werden darf, weil dies (zu) christlich ist und die Gefühle der Einwanderer verletzten könnte. Zumal ja meist nicht das Kind ein Problem damit hat, sondern die Eltern...

Mein "Ja" in der Urne ist also kein Votum gegen Ausländer im Allgemeinen, sondern ist als starkes Zeichen an unsere eigene Regierung und als "Reissleine" gedacht. Für den Frieden in der Schweiz und für die kommenden Generationen.

Zu 2)
Die EU ist meines Erachtens zu schnell gewachsen. Staatengemeinschaften sind wunderbar und eigentlich eine schöne Idee - aber nicht um jeden Preis, und schon gar nicht sollte man wachsen um des Wachsens Willen. Eine Staatengemeinschaft kann meiner Ansicht nach nur dann auf stabilem Fundament gebaut werden, wenn sie nach und nach "natürlich" wächst. Die EU hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten Unglaubliches aus dem Boden gestampft. Eigentlich gebührt den "Müttern und Vätern" der EU ja ein Riesenkompliment für diese Herkulesarbeit! Aber ich finde es schlecht, Länder in die EU aufzunehmen, die nicht ganz bestimmte Mindeststandards erfüllen. Zu nachlässig ist man meiner Meinung nach in dieser Hinsicht gewesen, wenn es um die Aufnahme von gewissen Ländern geht. Zu gross ist daher auch das Wohlstandsgefälle innerhalb der EU. Das kann nicht gut gehen - und das bekommen ja auch bereits einzelne EU-Länder zu spüren.
Unsere eigene Regierung, so macht es jedenfalls den Anschein, möchte sich am liebsten so schnell es geht der EU angleichen, anpassen - ja, anschliessen. Kommt hinzu, dass unser Bundesrat dem Volk bei der Abstimmung zur Personenfreizügigkeit mit der EU eine Zuwanderung von weniger als + 10'000 Personen/Jahr prognostiziert hat. Gekommen (und geblieben) sind seither mehr als 80'000 pro Jahr. Das entspricht ziemlich genau der Einwohnerzahl der Stadt Luzern. Man versuche mal, hier in der kleinen Schweiz jedes Jahr Wohnungen, Infrastruktur und vor allem Platz für eine neue Stadt Luzern zu bauen. Klar kurbelt das auch unsere Wirtschaft an - aber ist es gesund??????

Das gestrige "Ja" ist also für viele Stimmbürger nicht in erster Linie ein "Nein" gegenüber Ausländern, sondern ein "Nein" gegenüber der EU und ein "Nein" für das von unserer Regierung als Maxime so hochgelobte Wachstum.


Zu 3)
Dass Asylsuchende den ganzen Tag lang keine wirkliche Beschäftigung haben und in einem völlig fremden Land ihre Freizeit gestalten sollen, ist für mich nicht begreiflich. Zumal Asylentscheide sich bei uns zum Teil über Monate, ja Jahre hinziehen. Das ist unmenschlich! Aber unser Gesetz sagt: Asylanten dürfen nicht arbeiten! Ich frage: Warum nicht? Warum dürfen sie nicht in den Wald zum Aufräumen und zur Wegpflege, ins Tierheim zum Helfen, oder als helfende Hand in den Zivilschutz? Das würde zwar einigen bürokratischen und personellen Aufwand verursachen, die Leute würden sich aber gebraucht, beschäftigt und wertvoll fühlen.
Unser Asylwesen ist kein Asylwesen mehr, sondern eine regelrechte Asylindustrie. Bundesbeamte, Psychologen, Sicherheitskräfte, Diplomaten, Schreibtischtäter, Angestellte von Sozialwerken etc.- sie alle verdienen sich eine goldene Nase an jedem "abzuklärenden" Fall. Das Schlimmste: Diese Industrie schützt sich selber und hat kein Interesse daran, dass das Asylwesen verschlankt und verbessert wird! Es ist wie in der Psychiatrie - die erfindet auch laufend neue Krankheiten, um neue Behandlungen und Medikamente an den Mann, die Frau und das Kind zu bringen. Zum Kotzen! Und darunter leiden einerseits die Asylsuchenden, die von dieser Industrie buchstäblich als "Jongliermasse" behandelt werden - aber es leiden eben auch die Bewohner der Schweiz, die der ganzen Sache ohnmächtig gegenüberstehen.
Kein Wunder, werden zahlreiche Asylsuchenden früher oder später straffällig. Wer will es ihnen verdenken? Sie haben sich hier ein besseres Leben erhofft - und nun landen sie am untersten Ende der "Nahrungskette", kommen sich wertlos und ungewollt vor. Zu Hause wären sie die Könige, hier sind sie die Bettler. Damit kommen viele nicht klar und werden straffällig. Leider sind dies dann natürlich diese Asylbewerber, die unser Landschaftsbild und damit unsere Erfahrung prägen. Und darunter wiederum leiden die friedlichen, unauffälligen Asylbewerber – Flüchtlinge, die unseren Schutz wirklich nötig haben.
Das gestrige "Ja" in der Urne ist nicht in erster Linie ein "Nein" gegenüber Asylbewerbern, sondern ein "Nein" zur aktuellen, völlig kruden "Asylindustrie".


Ich fasse zusammen: Ich will nicht »keine Ausländer mehr in der Schweiz«.
Ich will: 

- Unabhängigkeit gegenüber der EU
- Ein funktionierendes, menschenwürdiges Asylwesen
- Dass unser Land den wahren Flüchtlingen helfen kann
- Keinen Sozialtourismus
- Ausländer, die sich bei uns integrieren, unsere Werte mittragen und nach und nach zu einem Teil unserer Gesellschaft werden (wollen!)
- Eine Schweiz, die noch genügend Luft zum Leben bietet und nicht irgendwann einmal zu einer einzigen grossen Stadt zusammenwächst