Was in den letzten Tagen in einem enier Fussballforen abgegangen ist, halte ich für unter aller Kanone.
Eine Fuchsjagd von niedrigstem Niveau. Da wird nachgetreten, dass man meinen könnte, man sei in einem anderen Verein. Oder man wäre abgestiegen und die "Ratten" würden das sinkende Schiff verlassen um Ihre wohlgefüllten Geldbeutel, bzw. die (hoffentlich angelegten) Reserven angreifen zu müssen.
Ein Profi-Fussballspiler kann -im Gegensatz zu manchen Personen aus dem Fanumfeld eines JEDEN Vereins- nicht bis 60, 65 oder 67 arbeiten. Wenn man die Möglichkeit hat sich zu verbessern, sollte man das tun. Auch ich habe einen bestehenden Vertrag mit meinem Arbeitgeber gekündigt, um eine besseere Anstellung antreten zu können. So kam ich in die Vereinigten Arabischen Emirate.
Zweimal im Jahr wird mir allerdings immer richtig schlecht. Sommer- und Winterpause, wenn die Transferfenster geöffnet sind. Das gleicht fast dm antiken Sklavenhandel. Ich weiß beim besten Willen nicht, wieso ein Mario Gomez 30 Millionen Euro wert sein soll. Oder ein Schürrle (angeblich) 11 Millionen.
Im modernen Fussball werden Verträge mit langen Laufzeiten, festen Ablösesummen und Ausstiegsklauseln geschrieben und auch unterschrieben. Eben solche Verträge werden frühzeitig verlängert und nicht selten werden diese Verträge nicht erfüllt. Der Spieler wird per Ablöse von einem anderen Verein aus seinem Vertrag rausgekauft, so dass dieser nicht vertragsbrüchig wird. Oftmals habe ich das Gefühl, dass wir Fans ohne ein Jurastudium gar nicht mehr durchblicken. Ist bei manchen "normalen" Arbeitsverträgen heutzutage schon so.
Und doch sollte wir Fans uns schon an dieses immer wiederkehrende Ritual gewöhnt haben.
Spieler kommen, Spieler gehen.
Auch wenn Mainz 05 in der nächsten Saison, aus eigener Kraft, in der Europaleague spielt, sehe ICH diesen, meinen Verein immer noch als Ausbildungsverein. Wir sind noch nicht so weit, dass wir sagen können, dass bei Mainz 05 die Entwicklung eines Fussballprofis endet. Und wenn für den Verein noch eine Ablösesumme rausspringt, ist das in Ordnung. Sämtliche Vereine sind eigentlich dazu angehalten als wirtschaftliche Unternehemen geführt zu werden. Sprich: Gewinn erwirtschaften. Dies gelingt allerdings nicht immer. Besonders in den südlichen Sphären des europäischen Fussball ist das ein Problem, wo teilweise dreistellige Ablösesummen geboten werden. Von Vereinen, die mit 500 Millionen Euro verschuldet sind. Da ist was faul.
Meine fixe Idee zu dem Thema:
Was wäre, wenn es die Fussballvereine so machen würden, wie die Privatwirtschaft und nur noch Jahresverträge ausgibt und die Transferperiode für SÄMTLICHE Verhandlungen über Verträge und Vereinswechesl ändert? Diese finden dann geegn eine festgeschriebene Gebühr (ähnlich der Anwaltskosten oder Verwaltungsgebühren) statt.
Diese Vorstellung hätte für mich einen gewissen Reiz, aber da es immer nur ums Geld geht werde ich wohl enttäuscht werden. Hohe und spektakuläre Ablösesummen bieten einen Anreiz neue "Kunden/Fans" zu aquirieren. Diese kaufen dann wieder Fanartikel und bringen so wieder Geld in den Verein.
Eine andere Idee, die ich im Forum von
http://www.kigges.net/ gefunden habe ist, dass:
Spieler erst aus einem Vertrag ausgelöst werden dürften, wenn mindestens 2/3 drittel des Vertrags erfüllt sind. Hört sich zwar ganz nett an, kann dann aber vermutlich durch vorzeitige Verragsverlängerungen unterwandert werden.
In diesen beiden Fällen sind die einzigen Personen, die langfristige Verträge erhalten sollte: Trainer und Manager.
Trainer, da er für das sportliche Konzept verantwortlich ist und mit der Mannschaft arbeitet und diese auf den jeweils nächsten Gegner einstellen muß.
Manager, weil er für den Trainer, nach dessen "Wunsch", DIE Spieler sucht und diese (im Idealfall) auch verpflichtet.
Diese Zzusammenarbeit funktioniert in Mainz mehr oder weniger gut. Das ein gewisser Trainer sich so verändert hat, dass man ihn kurz vor Saisonstart entlassen musste... Passiert. Ich vertraue allerdings auf Trainer Thomas Tuchel und Manager Christian Heidel, dass die beiden einen extrem guten Job machen und auch für die nächste Saison eine schlagkräftige Truppe auf den Platz stellen, die der dreifachbelastung durch DFB-Pokal, Bundesliga und Europaleague gewachsen ist.
Den beiden gehört mein großer Respekt, auch wenn die 11-14 Mann, die auf dem Platz stehen und laufen und rennen, die Tore machen.
Wenn ein Spieler unbedingt weg will, dann soll er gehen. Ich bedanke mich für eine tolle, wenn nicht sogar großartige Saison bei:
- Christian Fuchs (zu Schalke 04)
- Lewis Holtby (zu Schalke 04)
- André Schürrle (zu Bayer Leverkusen)
- Adriano Grimaldi (zu Fortuna Düsseldorf)
- Malik Fathi (zu Spartak Moskau, war ausgeliehen)
- Miroslav Karhan (Trnava)
- Martin Piekenhagen (Ziel unbekannt)
- Zsolt Löw (Ziel unbekannt)
- Jan Simak (Ziel unbekannt)
Weiterhin heiße ich herzlich willkommen und wünsche den folgenden Spielern eine gute Zeit und sportliche Erfolge:
- Eric Maxim Choupo-Moting (von HSV)
- Zoltán Stieber (von Aaachen)
- Deniz Yilmaz (von Bayern München II)
- Nicolai Müller (von SpVgg Greuther-Fürth)
-Yunus Mali (von M´gladbach U19)
- Zdenek Pospech (von FC Kopenhagen)
- Fabian Schönheim (von SV Wehen-Wiesbaden)
Ebenso ein "Willkommen zurück" an unsere ausgeliehenen Spieler
- Stefan Bell (1860 München)
- Filip Trojan (MSV Duisburg)
In unserem kleinen Verein ist, meiner Meinung nach, kein Platz zum nachtreten oder einen Spieler nieder zu machen, bevor er auch nur einmal für uns gegen den Ball getreten hat. Egal wo er hingeht, oder herkommt. Ich hoffe, dass ich nicht allein mit dieser Meinung bin!