Was fest steht: In Erinnerungen ist alles besser!
Noch vor dem Abflug aus Dubai trübte sich die Urlaubsstimmung ein wenig, da meine Winterjacke noch zu Hause in der Wohnung lag. Musste halt in Deutschland eine neue gekauft werden.
Auch wenn wir die Eincheck und Transferzeiten in Dubai großzügig berechnet hatten, war es verdammt eng. War aber auch viel los und die Arbeitsgeschwindigkeit ist nun mal nicht immer mit dem westlichen Industriestaaten-Standart vergleichbar.
Emirates bot für den Flug von Dubai nach Frankfurt leider eine ältere Boeing 777-300 an und dementsprechend eingeengt war ich auch in der Beinfreiheit. Aber die Gesellschaft war wunderschön.
Die 2 Wochen gingen natürlich viel zu schnell vorbei und waren geprägt von Niederlagen in Nürnberg (live im Stadion erlebt) und gegen den HSV (nur später via Handy erfahren), schönen Tagen zu zweit und meiner Prüfung. Den Verkehr in Deutschland hatte ich auch ordentlicher und geordneter in Erinnerung. Was ich aber erlebt habe nimmt fast schon emiratische Verhältnisse an. Von einem Sprinter, der mir bei Tempo 140 im Kofferraum hängt bis hin zum Überholverhalten von Porsche- und Audi-Fahrern...
Dann aber kam der Rückflug nach Dubai um den es hier gehen soll.
Am Reisetag wollte ich wie so üblich frühzeitig am Flughafen sein, weil mein "Glück" am Frankfurter Flughafen kenne ich ja mittlerweile zu genüge. Von Stunden und Umpacken am Check-In-Schalter oder der Sicherheitskontrolle bis hin zu Stunden auf dem Vorfeld ist ja schon alles dabei gewesen. Ich war gespannt, was mich dieses Mal erwartete.
Den Opel Insignia in Buchschlag voll getankt, und danach erst mal 15 Minuten an einer geschlossenen Schranke gestanden. Die Schranke dort ist schlimmer als die in Rüdesheim. Sollte man sich vielleicht mal ansehen, bevor man wieder über die Schranke in Rüd meckert.
Ich also entnervt gewendet und über Isenburg an den Flughafen gefahren. Passt. 2 Stunden vor Abflug in die Tiefgarage und den Mietwagen abgegeben. Tank voll, keine Kratzer, 1620 km in einer Woche. Alles gut. Da kam also schon mal kein Pferdefuss.
Check-In: 2 Leute vor mir und alles lief Problemlos. Koffer 29 Kilo und das Handgepäck musste auch nicht auf die Waage. Dann müssen die Probleme ja irgendwo anders auftauchen... Befürchtete ich zumindest.
Passkontrolle: Ebenfalls ohne Probleme. Nur die POK, die meinen Ausweis überprüfte war noch ein wenig motzig, weil der Fluggast zuvor ihr keinen schönen Tag gewünscht hat.
Das war aber auch der Moment, als ich realisierte, dass die deutsche Rollstuhl-Basketball Nationalmannschaft mit mir auf dem Weg nach Dubai ist. Ich befürchtete das schlimmste an der Sicherheitskontrolle, aber auch hier...
NICHTS! Nicht mal eine Person war vor mir und ich dürfte sogar die Priorty Lane für Business Class Passagiere nutzen. Die einzige Forderung, die dort gestellt wurde war doch bitte den Laptop aus dem Handgepäck auszupacken.
Nicht mal meine Kamera musste zum "Bombentest"...
Ich suche immer noch den Haken an diesem Flug EK044 FRA-DXB.
Durch die Rollstuhlfahrer verzögerte sich das Boarding ein wenig, aber das war halb so tragisch und ist verständlich. Auf meinem Fensterplatz angekommen, stellte ich fest, dass die beiden Plätze neben mir noch frei sind. Nett, aber ich war früh eingestiegen. Die werden bestimmt noch belegt werden. Aber auf einmal hieß es, dass die Türen geschlossen seien und die Plätze neben mir waren immer noch frei! Ich stelle fest, dass das Upgrade, dass ich mir beinah in die Business Class geholt hätte, rausgeschmissenes Geld, bzw. Meilen gewesen wären. Kaum hatten wir die Reiseflughöhe erreicht gingen die Füsse hoch und ich hab sehr gut geschlafen, denn "Schlafen ist die beste Medizin" hat Mama zumindest immer gesagt.
So wirklich gut geht es mir immer noch nicht, aber ich hatte schon schlimmeres als eine Erkältung.
Ungefähr zwischen Bagdad und Basra bin ich wieder aufgewacht und genoss noch ein wenig die neuere Maschine, die Emirates für diesen Flug bereit gestellt hatte.
Was noch absolut begeisterte war der Ablauf in Dubai.
18:55 touchdown auf der Runway - 19:00 am Terminal. Allerdings am Nebengebäude, das eigentlich für den A380 gebaut wurde. Nach einem kleinen Marathon (zumindest war das die gefühlte Distanz) standen wir vor dem Bahnterminal, dass uns zur Passkontrolle und Gepäckband bringen sollte.
Die Dimensionen sind . . . . . Dubai halt. Riesig! Groß und großzügig dimensioniert und komfortabel. An der Passkontrolle gab es nur eine kleine Schlange und es arbeitete sich nur langsam voran. Am Gepäckband angekommen, rollte auch schon mein Koffer vorbei. Ein Blick auf die Uhr 19:25...!
DAS ist eine Zeit, die ich in Frankfurt vermutlich NIE erreichen werde.
Ich wünsche mir nur öfter solche Flüge, denn so macht fliegen Spaß!
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