Am 24. November wollte ich wieder von Frankfurt nach Dubai fliegen. An sich keine große Sache, besonders, wenn man sich mittlerweile an Flughäfen wohler fühlt, als am Bahnhof. Ich gebe zu, dass die Sicherheitskontrollen und die langwierigen Einstiegsprozeduren schon etwas nerven, aber der 11. September 2001 hat nun mal die Welt des Fliegens verändert.
Bei allen bisherigen Flügen dieses Jahr gab es noch keine Probleme. Diesmal sollte ALLES anders werden. Angefangen bei der Sicherheitskontrolle, die ich zweimal durchlaufen musste, über das doppelte Boarding und wir stehen immer noch in Frankfurt, worüber ich im nächsten Blog schreiben werde.
Bei der ersten Sicherheitskontrolle wurde mein Zippo-Feuerzeug beanstandet. Es dürfte "nicht funktionsfähig" sein. Also Feuerstein raus, Problem gelöst - meiner Meinung nach. Nach Ansicht der Kontrolleure aber leider nicht. Ich sollte doch bitte noch die Watte mit Wasser ausspülen, damit das darin gespeicherte Benzin raus gewaschen wäre. Also mein ganzes Handgepäck wieder zusammen gepackt und das nächste Bad aufgesucht. Dort dann gut 10 Minuten Wasser durch die Watte laufen lassen und das Problem sollte gelöst sein - meiner Meinung nach!
Beim zweiten Versuch die Sicherheitskontrolle zu passieren sagte mir ein anderer Mitarbeiter, dass die Watte entfernt werden müsste...! Ja, die Leute machen auch nur Ihren Job und haben ihn eventuell nur angenommen, dass sie andere schikanieren können, oder einen Job annehmen mussten, aber ist das ein Grund sich ausgerechnet mich auszusuchen???
Wer schon mal geflogen ist, weiß, dass keinerlei spitze Gegenstände im Handgepäck mitgeführt werden dürfen. Wie also soll man die Watte entfernen? Unterstützung vom Personal gibt es erstmal keine. Also blieb als letzte Möglichkeit, das gesamte Innenleben des Zippo zu entsorgen und die leere Hülle mit zu nehmen. Ein Innenleben kann man ja aus einem Billigzippo wieder einsetzen. Die Hülle wird da schon problematischer zu ersetzen. Diesmal war sogar das Personal an der Sicherheitsschleuse meiner Meinung.
Der dritte Versuch diese Kontrolle zu überwinden, sollte also erfolgreich sein... DENKSTE! Als ich wieder mein Zeug zusammen packte, kam ein weiterer freundlicher Mitarbeiter und fragte, ob in dieser einen Tasche eine Kamera sei und ob er damit einen kurzen Test machen dürfte. Also auch noch diese Prozedur über mich ergehen lassen, weil ich ja wusste, dass keinerlei Sprengstoffspuren an meiner Kamera sind. Ging ja dann immerhin auch in ein paar Minuten über die Bühne.
Was beim Versuch nach Dubai zu fliegen passierte erfahrt ihr in der nächsten Ausgabe, aber ich kann euch verraten, dass mein Sitznachbar im Flieger 8 (!) Feuerzeuge im Handgepäck hatte, was aber nichts mit dem morgigen Thema zu tun hat.
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