Man konnte sich diesem Thema in der letzten Woche kaum entziehen. Barbara Becker hat sich von ihrem vor nicht allzu langer Zeit neu angetrauten Ehemann getrennt, weil man mit der Distanz nicht zurecht kam. Sie in Miami, er in Brüssel.
Ich will jetzt nicht kritisieren, dass es in den Medien so breit getreten wurde. So ist das halt wenn sich C-Promis trennen. Ich mal gespannt, ob Babs in der nächsten Staffel vom Dschungelcamp dabei ist.
Es gibt viele Leute, die eine erfolgreiche Fernbeziehung führen. Manchmal entwickelt sich auch aus Fernbeziehungen etwas wunderbares. So wurde zum Beispiel in einem mir bekannten Fall von Bayern in den Ruhrpott umgezogen und anschließend geheiratet. Meiner Meinung nach sind Fernbeziehungen eine der stärksten Belastungsproben, die eine Beziehung aushalten muss.
Aber auch Entfernungen sind relativ. So gibt es Fernbeziehungen, wo sich die Verliebten jedes Wochenende sehen können. Wenn man zum Beispiel in Deutschland lebt, aber an unterschiedlichen Orten arbeitet, oder beruflich unterwegs ist. Eine sehr aufbauende Sendung gibt es da Sonntag abends beim Radiosender SWR 3. Dort können Verliebte sich für die neue Woche Mut zusprechen und sich schon auf das nächste Wochenende freuen.
Bei mir sieht das leider anders aus. Ich bin weder Prominent, noch kann ich meine liebste jedes Wochenende sehen. Wenn wir Glück haben können wir uns zwei- bis dreimal im Jahr sehen und in den Arm nehmen. Natürlich gibt es technische Hilfsmittel, wo man sich zum Beispiel auf skype sehen kann, aber das ist nun mal nicht das gleiche. Wir wissen aber, was wir aneinander haben und freuen uns umso mehr, wenn wir uns dann mal wirklich sehen und in die Arme nehmen können - wenn die grummelgrummel Verwandtschaft keinen Strich durch die Rechnung macht.
Ich habe (auch wegen der eigenen Erfahrung) höchsten Respekt vor Leuten, die sich auf eine Fernbeziehung einlassen und diese auch überstehen, denn wenn man sich dann anschließend für ein gemeinsames Heim entscheidet, weiß man, was man aneinander hat. Auch wenn das Problem an der Fernbeziehung ist, dass erstmal jeder sein Leben lebt und dann schlagartig sich Dinge verändern, an die man nicht gedacht hätte.
Auf dem Screenshot von google Earth kann sich jeder mal ein Bild davon machen, was ,eine liebste und ich an Distanz im Moment durchmachen müssen, und vielleicht auch verstehen, dass es nicht immer leicht ist.

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