Na toll. Ich bin noch nicht mal 1 Woche in Deutschland, aber ich muss meine Ansage, dass der Blog in Urlaub wäre, schon brechen. Aber es ist zu viel passiert, als das ich das ganze einfach so unkommentiert stehen lassen könnte. Alleine der Flug mit dem Kranich bietet genug Stoff für ROMANE. Das Taschenbuch „Ready for boarding“ (siehe einer der vorherigen Blogs) ist noch maßlos untertrieben, aber dazu demnächst mehr.
Als ich Donnerstagmorgen ziemlich genau nach Plan –trotz verspätetem Abflug- in Frankfurt am Main gelandet bin und meine ganzen Termine am gleichen Tag auch noch sehr gut verliefen, war ich noch guter Stimmung. Selbst als ich abends mit Gerhard (Insider wissen, wen ich meine) noch meine restlichen Papiere gesucht und vermeintlich gefunden hatte, war ich extrem zuversichtlich.
Am nächsten Tag war das ganze schon deutlich anders. Dem deutschen Amtsschimmel kann man nichts vormachen. Auch wenn man alle Papiere mitbringt, die er vorneweg gefordert hatte, finden die Bürokraten doch noch immer wieder eine Art und Weise einem Steine in den Weg zu legen. Auch dazu später mehr… Aber immerhin war Freitag und in meinem Plan klaffte eine kleine Lücke auf. So nutzte ich die Zeit und beschloss meine ehemaligen Arbeitskollegen bei der CCEAG in Liederbach zu besuchen und ihnen ein paar der Mitbringsel zu übergeben. Cola-Flaschen mit arabischem Schriftzug findet man nun mal nicht besonders häufig in Deutschland. Wenn ich allerdings sehe, dass eine solche Flasche auf ebay 10 Euro bringt, sollte ich mir mal überlegen, ob ich so nicht ein zweites Standbein aufbauen kann. Abends wurde es dann richtig schön es wurde PRIVAT.
Samstag war im großes und ganzen eigentlich auch ein guter Tag. Zumindest anfangs. Obwohl meine Freundin und ich uns in der Küche mit den Kuchen für das bevorstehende Kaffeetrinken mit dem Rest meiner Familie duelliert haben, blieben wir Sieger und die Kuchen wurden auch gelobt. Als wir dann aber abends zu einem „entspannenden, romantischen Candlelightdinner“ wurde auch dieser –bisher- gute Tag zu einem sogenannten gebrauchten.
Unter einem „entspannenden, romantischen Candlelightdinner“ stelle ich mir etwas anderes vor, als einen Tisch neben der Küche mit einem Teelicht vor. Von der Qualität und Quantität des Essens ganz zu schweigen, aber dass ist –grade was den Geschmack angeht- immer noch Geschmacksache, aber es war weder der von mir, noch der von meiner Freundin. Das der Tisch unvollständig eingedeckt (1 Wasserglas, 1 Messer für den Hauptgang fehlten) wirkte auf mich genauso, wie die Speisekarte, die mir mit mehreren Fettflecken (ebenso wie ein Großteil der Gerichte) lieblos hingeknallt wurde. Was meiner Freundin eher aufgefallen ist als mir, war das merkwürdige Timing der Küche. Es war nicht wirklich viel los, aber von Begrüßung über Aperitif und Vorgang bis zum Hauptgang vergingen mehr als 60 Minuten. Als uns nach weiteren 45 Minuten aber schon wieder das Dessert abgeräumt wurde, war ich endgültig enttäuscht. Immerhin hörte sich einer von unseren drei Kellnern an diesem Abend die Punkte an, die ich hier ebenfalls beschrieben habe, aber ändern kann er vermutlich auch nicht viel dran. Und die Ausrede „Es war sehr viel los.“, lasse ich bei grob geschätzten 10 besetzten Tischen definitiv nicht gelten! Tut mir Leid, aber das war ein absoluter Reinfall. Dafür war aber das Hotel, in dem wir in Frankfurt übernachtet haben aber umso besser. Dazu VIELLEICHT demnächst mehr. Was einen zuversichtlich stimmte, war die Wettervorhersage für den nächsten Tag und die Gewissheit, dass man ihn ebenfalls mit der Freundin und diversen Fußballspielen verbringen würde. Nach einem grandiosen Frühstück also erstmal ans Stadion am Brentanobad. FFC Frankfurt – Essen Schönebeck. Da unser Frühstück allerdings sehr gut und ausgiebig war, konnten wir es mit öffentlichen Verkehrsmitteln unmöglich bis Anpfiff ins Stadion schaffen. Also erstmal einem Taxifahrer erklärt, wo wir hinwollten und als er dann das ganze in sein Navi eingetippt hatte, kamen wir auch recht zeitnah zum Spiel. Das allerdings nach etwas mehr als 30 Minuten wegen starker Niederschläge und Gewitter auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden musste. Da die Sitzplätze (angeblich) alle ausverkauft waren, mussten wir uns also mit einem Stehplatz auf Naturrasen abgeben. Ich denke, dass sich ein jeder vorstellen kann, wie es war.
Die Spielunterbrechung (späterer Endstand 3:0 für Frankfurt) nutzen wir, um zum nächsten Event zu fahren, weil wir wussten, dass wir überdachte Plätze hatten. FSV Frankfurt gegen Eintracht Frankfurt im Waldstadion äh, in der Kommerzarena, nein Commerzbankarena. 11:50 Uhr Frankfurt Hauptbahnhof
12:20 Uhr Frankfurt Stadion Straßenbahnhof
12:35 Uhr Warteschlange zur Ticketkontrolle
13:30 Uhr Anstoß
13:40 Uhr Passieren der Einlasskontrolle.
14:17 Uhr Halbzeitpause 0:3 ich glaube, ich muss nicht weiterschreiben. Witzig waren allerdings die Kommentare in der Warteschlange, dass dieses Spiel wohl eine mittlere Ehekrise auslösen würden, da meine Freundin im Eintracht-Trikot und ich als FSVler unterwegs waren.
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns beide schon drauf geeinigt, dass es beim dritten und letzten geplanten Event des Tages eventuell etwas besser laufen könnte und es vermutlich das Beste wäre, wenn wir das Spiel Mainz-Schalke von Beginn ansehen würden. Um wenigstens EIN Spiel komplett gesehen zu haben. Allerdings: Pech gehabt. Unsere S-Bahn nach Mainz ist uns vor der Nase weggefahren und die darauf hatte Verspätung. Als wir dann endlich in Mainz Hauptbahnhof einfuhren kam über das iPhone die Meldung „Anstoß Mainz-Schalke“! Da keiner von uns wusste, ob und wo die Shuttle-Busse zum Stadion fahren, nahmen wir ein Taxi. Kurz vor Höhe Universität meldet sich das iPhone wieder „Mainz-Schalke 1:0“! Toll!
Vor dem Stadion angekommen höre ich Klausi noch rufen, dass der neue Spielstand von den Mainzer Fans präsentiert wird, als das Telefon sich wieder meldet und das bestätigt, was ich grade eben wohl um ein paar Sekunden verpasst habe: „Mainz-Schalke 2:0“
Dieses Wochenende scheint ja doch noch ein versöhnliches Ende zu finden. Also erst mal ne Feuerwurst und ein Bier und ab in den S-Block, für den ich diesmal Karten hatte. Beim Aufgang fiel mir schon auf, dass es im S ziemlich leise ist. Als uns unser nerviger, aber hartnäckiger (und Recht habender) Ordner aus den Rettungswegen geschoben hatte, fiel mir auch auf, warum. Die USM kann weder ein Tempo halten, noch wird den Blocks rund herum die Möglichkeit gegeben in die Gesänge mit einzustimmen. Ich weiß, dass dies eine sehr alte Thematik ist, aber ich wollte es einmal angesprochen haben.
Das ich kein weiteres Mainzer Tor, sondern nur noch 4 (in Worten: VIER) Gegentore gesehen habe, macht den Kohl auch nicht mehr fett. Ich sitz grad im Zug nach Rüdesheim und hoffe noch ein oder zwei Schoppen auf dem Weinfest trinken zu können um dieses absolut gebrauchte Wochenende zu vergessen und einen Haken dran zu machen. Es kann nur besser werden.
PS: Bilder sind oder werden in den nächsten Tagen hochgeladen und findet ihr dann unter:
http://www.facebook.com/media/set/?set=a.258248380860796.69966.100000269076617&l=4ce4acd948&type=1
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