Egal ob Kart, DTM, Formel 1 oder sonstiges, der Lärm der Motoren gehört halt dazu. Dazu dann noch Rahmenprogramm mit Musik und Videos auf Großleinwänden. Überall ist "Krach" vorhanden. Doch gestern war das mal wieder anders.
Die Rennstrecke von Abu Dhabi öffnet Dienstag Abend regelmäßig ihre Pforten und die Rennstrecke für Läufer und Radfahrer. Das ganze nennt sich dann "TRAIN YAS".
Dabei ist es egal ob man die 5,5 Kilometer spazieren geht, joggt oder rennt, mit dem City- oder Mountainbike oder mit dem Rennrad fährt. Mountainbikes können sogar vor Ort gemietet werden. So wie das aussah, aber nur in ziemlich kleinen Rahmengrößen -also nicht unbedingt was für mich. Brauchte ich aber eh nicht, weil ich konnte einen Radkoffer aus unserem Wagen ziehen und wurde dafür sogar bewundert und gefragt, wie das funktioniert und wie schwer das alles ist und wie gut es funktioniert, aber das ist nur eine Randnotiz.
Ein wenig Konfusion herrschte bei der Registrierung für dieses Event. Das man sich dafür online registrieren muss, war mir nicht wirklich bekannt, und als ich auf der Webseite las, dass man sich bis Sonntag 17:30 für den nächsten Dienstag angemeldet haben muss, befürchtete ich, dass dieser Blog sich um mich und Anmeldefristen handelt. Dies wurde aber Dienstag Morgen durch ein kurzes Telefonat abgewendet. Es ist kein Problem und man könnte sich sogar noch vor Ort registrieren. -Manchmal braucht man einfach Glück.-
Die Anfahrt war gewohnt unproblematisch durch breite Straßen und großzügig angelegte Parkplätze. So nah waren wir 3 (2 Kollegen von meiner Schicht waren zum laufen und Fotos machen dabei) einer F1-Rennstrecke noch nie. Parkplatz war hinter der Drag-Rennstrecke zwischen Kartzone und Racing-School. Ein Container der eigentlich der Kartzone zugehört dient als Umkleideraum. Eine gepflegte Toilettenanlage befindet sich nebenan. Nachdem das Rennrad zusammengeschraubt war und ich umgezogen ging es nur noch ein paar Stufen nach oben und man stand an einer der Boxengassen. Insgesamt gibt es übrigens 3 Boxengassen und 2 Startaufstellungen. Insgesamt hätte ich mir das ganze zwar etwas größer vorgestellt, aber man kann sich irren. Jedenfalls ging es nach einer kurzen Sicherheitseinweisung (weil wir neu waren) auf die Strecke.
Radfahrer fahren in F1-Richtung gegen den Uhrzeigersinn, Läufer entgegengesetzt im Uhrzeigersinn. Weiterhin hat man nur zu beachten, dass man sich als Läufer außen an der Strecke aufhält, dann gibt's auch keine Probleme.
Der Platz auf der Strecke unter den Radfahrern ist gewaltig, ich hätte aber nicht gedacht, dass so ein kleiner Hügel nach der ersten Kurve einem sooo in die Beine gehen kann, aber es war ein Erlebnis, dass man mitgemacht haben sollte. Auf einer etwas langsameren Rund kam man auch mal mit anderen Radfahrern ins Gespräch und man findet wirklich viele Nationen. auf meinem kurzen Trip traf ich Waliser, Engländer, Australier und Deutsche.
Interessant wurde es, als die Sonne unterging und die Lichter angingen war es ebenfalls hoch interessant. Insgesamt wurden vielleicht 20-50% der Lichter eingeschaltet, aber das reichte bereits vollkommen. Auf der langen Geraden nach Kurve 7 (DRS-Zone 1 bei der Formel 1) haben mich die ersten 2 Scheinwerfer von der linken Seite leicht geblendet, aber der Unterschied, wenn man aus einem "dunklen" Bereich der Rennstrecke ins Licht kommt ist unglaublich. Es würde mich ernsthaft interessieren, wie hell die Strecke ist, wenn alle Lichter an sind und mann sich dann auf der Strecke bewegt. Weil: Wenn ich gestern eins festgestellt habe, dann das es im Fernsehen deutlich anders aussieht, als wenn man wirklich vor Ort ist. Natürlich waren mein Garmin und mein neustes Spielzeug in Form einer Minikamera im Einsatz.
Die Dokumentation von meinem Garmin findet ihr HIER und das Video findet ihr später auf youtube und auf facebook. Der Upload von 900 MB dauert nun mal und ich war gestern Abend zu platt um dran zu denken, den über die nacht hochzuladen.
Und mittlerweile ist das Video bei Youtube vorhanden. Damit ihr nicht lange suchen müsst... Eine halbe Stunde Wahnsinn.
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