Als ich mich neulich mit einer Bekannten unterhielt kamen wir auch auf das Thema Multitasking zu sprechen, weil ich neben unserer Unterhaltung auch noch viele andere wichtige und unwichtige Sachen nebenher erledigte und war stolz auf mich, weil alles so gut funktionierte. Wie ich nun mal manchmal so bin, wollte ich ein Lob einkassieren, denn hin und wieder braucht man(n) sowas. Und was kam? Multitasking sei Quatsch und überhaupt nicht möglich! Danke für den Schlag ins Gesicht. Zur Unterstützung Ihrer Argumentation schickte mir meine Bekannte einen Link aus der FAZ, den ich nun endlich mal studieren konnte um mir meine eigene Meinung darüber bilden.
Amerikanische Psychologen (wer auch sonst) haben 200 Probanden in einen Versuchsaufbau geschickt, wo diese Autofahren, teils komplizierte Fahrmanöver machen mussten (Abstand halten, Punktbremsung, usw.) und telefonieren mussten, wobei bei dem Telefonat gerechnet oder sich einzelne Wörter gemerkt werden mussten. Ganze 5 Leute haben den Test bestanden und wurden zu „Supertaskern“ erklärt. Ich bin zwar der Meinung, dass dieser Versuchsaufbau nicht allzu schwer war, aber ich kenne auch nicht die Worte oder die Rechenaufgaben und grade bei diesen zwei Punkten kann es schon ganz schön hoch her gehen in der Birne.
Diese Wissenschaftler haben weiterhin herausgefunden, dass unser menschliches Gehirn nur eine begrenzte Kapazität für komplexe Aufgaben hat. Wenn man eine Aufgabe hat, kümmert sich der Stirnlappen komplett um diese Aufgabe. Fügt man eine weitere Aufgabe hinzu, übernimmt (angeblich) die linke Gehirnhälfte diese Aufgabe und die rechte kümmert sich um die zweite. Allerdings würde man bei 2 Aufgaben sich zwar auch konzentrieren können, jedoch nicht so sehr, wie bei nur einer Aufgabe. Das man das ganze trainieren kann, fällt wohl unter die Kategorie „Brain-Jogging“, dass sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Trotz allem kann man 2 Aufgaben nicht so gut bewältigen wie eine alleine. Klingt logisch und nachvollziehbar. Wer hat sich noch nicht während dem Autofahren eine Zigarette angezündet, die beim wichtigen Geschäftstelefonat in den Kaffee zwischen den Beinen gefallen ist.
Das sogenannte Multitasking überlassen wir also besser den Handys, oder dem Smartphone, wie sie jetzt heißen, oder dem Computer. Denn die sind dafür ausgelegt mehrere komplizierte Sachen auf einmal zu machen.
Und bitte liebe Frauen. Seid mir jetzt nicht böse, dass ich euch den Glauben an das Multitasking geraubt habe, aber die Wahrscheinlichkeit, diese Fähigkeit in Perfektion zu besitzen liegt genauso hoch, wie beim Münz-Wurf fünfmal hintereinander auf die richtige Seite zu setzen. Also relativ gering. Zumindest, wenn man den amerikanischen Psychologen glauben darf. Wenn ihr es trotzdem schafft, Job, Haushalt und Familie unter einen Hut zu bringen sind wir Männer (ich zu mindestens) stolz auf euch, auch wenn es uns manchmal schwerfällt euch zu sagen. Und trotz allem bleibt menschliches Multitasking ein kleines Mysterium, ob es grade bei der Person gegenüber funktioniert oder nicht.
Den kompletten Artikel der FAZ findet Ihr HIER (KLICKEN)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen