Mittwoch, 13. Juli 2011

Abenteuer Öffentlicher Nahverkehr in Dubai

Der zweite Teil meines Kurzurlaubs in Dubai handelt von den unterschiedlichen Möglichkeiten sich in Dubai fortbewegen zu können. Sämtliche Strecken unterstehen der RTA (Road and Transport Authority), die auch für die Überlandbusse verantwortlich sind.



Überlanbusse wie dieser bringen einen für kleines Geld zum Beispiel von Fujairah nach Dubai. Eine einfache Fahrt kostet 25 Dirham, was ungefähr 5 Euro sind. Über den Komfort kann man sich auch nicht beschweren. Lederliegesitze und eine Beinfreiheit, die ich in deutschen Bussen vermissen werde.

Zum einen gibt es die Metro, die teils oberirdisch, teils unterirdisch fährt.
Leider ist das Streckennetz in Dubai nicht so gut ausgebaut wie in Frankfurt, München oder Berlin. Es gibt nur drei Linien, die bedient werden. Eine davon ist die Nord-Süd-Verbindung von Rashadiya nach Jebel Ali. Dann gibt es noch eine Ost-West-Verbindung im Norden der Stadt, die ich aber noch nicht gefahren bin. Die dritte Verbindung ist die Monorail als Verbindung der Palme mit dem Festland.
In naher Zukunft sollen allerdings noch weitere Linien dazu kommen, aber da frage ich mich ehrlich gesagt, WO man diese noch hinbauen will.
Die Bahnen sind auf einem technisch hochwertigen Stand und in jedem Zug, sowie in jeder Station befindet sich Sicherheitspersonal. Was allerdings bei den Zugen auffällt ist, dass der Zugführer fehlt. Hatte ich ja auch schon früher einmal erwähnt. Woran man sich allerdings strikt halten sollte, ist das strikte Verbot von Essen, Trinken und Rauchen in den Zügen und Stationen. Das Personal kann da ziemlich ungehalten werden.

Nächste Möglichkeit ist der Stadtbus. Da gibt es zwar  mehrere Quer- und Längsverbindungen durch die Stadt, Fahrpläne sind allerdings (als Auswärtiger) nicht besonders gut zu lesen. Wenn man nicht weiß, wo man hin will ist es fast eine Reise auf gut Glück und ich habe es bislang erst einmal ausprobiert. Von der Metrostation zur Dubai Mall bzw. Burj Khalifa. Bei diesem Versuch mußte ich auch feststellen, dass die Tageskarten der Metro nicht für die Busse gelten, obwohl es beides unter der Führung der RTA steht.
Weiterer Kritikpunkt war (meiner Meinung nach), dass ich für eine Strecke von 5 Minuten FUSSWEG mit dem Bus über 15 Ecken erstmal Geld bezahlen mußte. Ich werde nur noch zu Fuß gehen, da ich es nicht einsehe, dafür dann Geld auszugeben. Bin halt kein Emirati, der sich überall hinfahren läßt.

Kommen wir zu den Taxis.
Taxis sind in Dubai zwar teurer als in Fujairah, aber immer noch ein relativ günstiges Fortbewegungsmittel. Zumindest deutlich günstiger als in Deutschland. Für die Strecke von Deira (wo der Busbahnhof liegt) bis zum Wild Wadi habe ich für knapp 25 Kilometer etwas mehr als 10 Euro bezahlt und kam dabei noch in den Genuss zum ersten mal den kostenpflichtigen Teil der Sheikh Zayed Road abzufahren. Links und rechts der Straße ist die Skyline von Dubai zu sehen und ich empfand es jetzt als nicht so prickelnd durch die "Wolkenkratzerschluchten" zu fahren. weil die Strassn sehr breit ausgelegt sind und die Metro auch nebenbei noch vorbeifährt. New York stelle ich mir da sehr viel imposanter vor, weil die Strassen dort enger sind und die Gebäude dichter an der Strasse stehen. Ein großer Vorteil der Taxis ist aber: Sie bringen einen exakt dahin, wo man hin will, während man bei Bus und Bahn immer noch weit laufen muß.
Auch wenn es auf der Karte so aussieht, als ob das Ziel nur einen Block entfernt sei, muß man sich immer bewußt machen, wie groß Dubai ist und das hier ein Block gut und gerne mal 10-15 Minuten Fussweg bedeuten.

Letzte Alternative ist der Mitwagen mit Chauffeur.
Diese fallen nicht unter die Autorität der RTA. Man findet sie meist vor den Hotels um dort Kunden "einzufangen". Ich schreibe die bewußt in Anführungszeichen, weil man so gut wie keine Möglichkeit hat, dem zu entgehen. Die Startpreise der Mietwagen mit Chaffeur sind deutlich höher und ich hatte auch das Gefühl, dass die Preistaktung des Taxameter kürzer ist. Dafür hab ich aber keinen Beweis. Was ich allerdings mitbekommen habe: Die Chauffeure fahren Umwege. Als ich mich beschwert habe, gab es immerhin einen Preisnachlass.
Einziger Vorteil dieser Variante ist: Bei Grenzüberschreitung zu einem anderen Emirat wird einem nicht (wie bei den normalen Taxis) 20 Dirham berechnet. Bei meiner Fahrt von Dubai nach Ajman wären das bei Hin- und Rückweg insgesamt 80 Dirham gewesen. Ist jetzt zwar nicht so viel Geld, aber man muß es ja nicht zum Fenster rauswerfen.

Am besten ist es aber immer noch wenn man mit dem eigenen Auto unterwegs ist. Vorrausgesetzt das Auto ist nicht böse und stellt sich nicht ins Parkverbot oder fährt nicht bei Rot über die Ampel. In den Emiraten wird  dann nämlich (bei erreichen einer gewissen Punktzahl) das Auto für einen gewissen Zeitraum eingezogen. Was aber ein anderes Thema ist, worüber ich ein andermal schreiben werde. Ich hoffe nur weitergeholfen zu haben, falls jemand mal in Dubai urlauben will und nicht weiß, wie man sich fortbewegen soll.

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