Jetzt ist mein Kurzurlaub in Dubai schon wieder vorbei und ich bin zurück in Fujairah. Ich will trotzdem ein wenig zurückblicken und euch einige Eindrücke und Erlebnisse in den nächsten paar Tagen berichten.
Am ersten Tag war ich zwischen Burj al Arab und Jumeirah Beach Hotel im Wild Wadi Waterpark. Die Bilder sind ja schon auf facebook veröffentlicht und ihr konntet euch einen Eindruck verschaffen. Den anderen großen Waterpark (Aquaventure auf der Palme von Dubai) habe ich ja bereits Mitte Mai besucht und ich versuche zu vergleichen und Vor- und Nachteile hervorzuheben.
Das Aquaventure bietet die Möglichkeit sich in den unterschiedlichsten Kreisen (schnelle, langsame oder normale Strömungsgeschwindigkeit) zu bewegen, ohne dass man einmal aus dem Wasser muss. Ebenso kann man einfach in seinem Ring sitzen bleiben und wird via Transportband den Rutschenturm hoch gezogen. Dort muss man dann zwar aus dem Wasser, aber auch nur, wenn man zu den höher gelegenen Rutschen möchte. Man hat also die Möglichkeit sich den ganzen Tag im Wasser zu vergnügen, ohne dass man einmal raus muss, vorausgesetzt der Hunger treibt einen nicht raus oder andere menschliche Bedürfnisse.
Ein weiterer Vorteil des Aquaventure ist der ermäßigte Eintrittspreis, wenn man eine emiratische ID-Karte besitzt. Das große Areal und die (bereits erwähnten) miteinander verbundenen Bahnen tun ein Übriges zu dem Vorteil. Auch die Monorail-Anbindung ist ein Vorteil, zumindest, wenn man auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist.
Das Wild Wadi ist zwar vom Areal her kleiner, als das Aquaventure, gleicht dies aber durch ein breit gefächertes Angebot wieder aus. So hat man zum Beispiel im Wild Wadi die Möglichkeit in 2 verschiedenen Wellenkanälen zu surfen. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass der Andrang auf diese FlowClubs relativ groß ist und der Spaß nach maximal 1:30 Minuten zu Ende ist und die vielen Lifeguards und Securitymänner einem lautstark klar machen, wenn die Zeit rum ist. Auch interessant im Wild Wadi ist das „Fisho“. Angeblich der letzte Schrei in Spa und Wellness. Dabei kann man (für 50 Dirham Aufpreis) seine Füße in ein Becken voller Fische stellen und sich dann dort tote Hautzellen von eben diesen Fischen abnagen lassen. Ich weiß zwar nicht, was das bringen soll, aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Der Unterhaltungsfaktor im Wild Wadi ist auch nicht schlecht. Die Rutschen sind einfach nur der Hammer und man kann in vielen unterschiedlichen Varianten die Rutschen miteinander kombinieren, wobei es in den Pufferbecken leider immer wieder schnell zu Rückstaus kommen kann, da (zumindest bei meinem Besuch) mehrfach die Wasserpumpen für die Rutschen ausgefallen sind. Und wenn man die Physik überlisten will und eine Wasserrutsche nach oben betreiben will, braucht man diese Pumpen nun mal unerlässlich.
Kommen wir zu den Nachteilen, denn auch die gibt es leider.
Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist furchtbar! Und das obwohl es ein bekannter Park ist und direkt neben einer der Attraktionen von Dubai (Burj al Arab) liegt. Die Spinde sind furchtbar unterdimensioniert. Okay, ich bin mit etwas mehr Gepäck angereist als üblich, aber der Schrank war mit Laptoptasche, Handtuch, Geldbörse, Handy und Kompakt-Kamera VOLL. Durch die räumliche Eingrenzung des Areals war das Wild Wadi auch leider ziemlich schnell überfüllt und die Lautstärke der Unterhaltung nahm zu. An ein gemütliches „rumtreiben lassen“ war nicht zu denken, weil sehr viele andere Gäste ohne Reifen unter einem durch tauchten oder einen immer wieder zur Seite drängten oder versuchten da aufzutauchen, wo ich grade mit meinem Reifen war. Genauso wenig hat mir gefallen, dass ich für jede Änderung meines Planes das Becken verlassen musste. Wenn ich zum Beispiel rutschen gehen wollte, musste ich aus der schnelleren der 2 verfügbaren Bahnen raus und mich in einer Schlange anstellen, wo ich bis zu 60 Minuten warten musste. Klarer Vorteil Aquaventure. Eine weitere Erkenntnis aus beiden Parks, kennt man schon aus anderen Freizeitparks. Essen und trinken muss im Park gekauft werden und das Angebot lässt man sich natürlich vergolden. Ebenso, dass die Aufbewahrung meiner Reisetasche extra gekostet hat. Ich habe allein für Spind und Extraverwahrung der Reisetasche 70 Dirham (rund 14 Euro) bezahlt.
Die Gestaltung der Eintrittspreise ist auch so ein Thema für sich beim Wild Wadi. Der Park gehört zur Jumeirah Hotelgruppe, die in den nächsten Wochen ein Hotel in der Frankfurter MyZeil eröffnen wird, und das Burj al Arab sowie das Jumeirah Beach Hotel betreibt. Also die beiden Hotels links und rechts des Wild Wadi. Vor dem Wild Wadi liegt die Jumeirah Road (eine gute Alternative zur E11), dahinter liegt der Persische Golf, oder Golf von Arabien, wie er demnächst heißen soll. Eine exklusive Lage mit exklusiven Hotels und einem exklusiven Waterpark. 205 Dirham Eintritt (rund 41 Euro), kein Ermäßigung (außer dem Sommer- oder Jahrespass), dafür freier Eintritt für Hotelgäste. Ich weiß jetzt nicht, was eine Nacht im Burj kostet, aber vermutlich deutlich mehr…
Toller Ausflug.
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