Donnerstag, 29. März 2012

60+ ... Oder einfach mal abschalten

Peter Lustig hat es schon zu meiner Kinder- und Jugendzeit gesagt. Am Ende einer jeden Folge von Löwenzahn forderte er auf man solle "Abschalten".
Jetzt tue ich das auch, und zwar nachdem ihr den Blog gelesen habt.

Am Samstag ist mal wieder "Earth hour", wobei dazu aufgefordert wird, mal für eine Stunde den Stecker zu ziehen und sich Gedanken über Energiereserven, erneuerbare Energien und den Umgang mit Energie zu machen.

Nachdem wir in Deutschland den "sauberen" Atom-Strom auf Eis gelegt haben und mittlerweile Strom importieren müssen (der teilweise in AKW hergestellt wird), ist die Suche nach effizienten erneuerbaren Energien ein großer Markt, der von sich selbst wieder torpediert wird.
Wenn man als Häuslebauer sich  dazu entschlossen hat, sich das Dach mit Solarpaneelen zu decken und auf eine staatliche Förderung hoffte, wird enttäuscht, weil die Bundesregierung das bereits wieder auf Eis gelegt hat.
In der Nähe eines Windkraftwerkes finde ich es auch nicht unbedingt schön zu wohnen, besonders, weil die Masten -meiner Meinung nach- die Landschaften verschandeln. Beim Offshore-Windpark in der Nordsee gibt es auch Probleme. Da aber essentielle. Die Kabel ans Festland stellen die Betreiber immer wieder vor Probleme. Ein weiteres Problem dabei ist, dass der Strom aus der Nordsee nicht nach Bayern kommt.

Geothermik ist noch eine nette Möglichkeit, aber nicht überall einsetzbar. Und und und...

Doch die aktuellen Energiequellen (Öl, Gas, Kohle) werden nicht ewig herrschen und auch wenn ich in einem Land lebe, dass über sehr viel Öl verfügt, so machen sich einige der Verantwortlichen doch bereits Gedanken über die Zukunft. Leider bei weitem zu wenige, aber ein Anfang ist gemacht. Zum Beispiel wird auf mehr als einem Plakat neben der Autobahn zu einer Reduzierung des CO2-Fingerabdrucks der Vereinigten Arabischen Emirate gemahnt. Kann man eigentlich die Standortwahl der Plakate als ironisch bezeichnen? Wenn man allerdings hier unten sieht, wie die Energie rausgehauen wird, kommt man (als Europäer) schnell zu den Gedanken, ob:
- Das Recycling, das wir betreiben einen Sinn macht, wenn woanders eh alles zusammengeschmissen wird?
- Das Energie sparen so viel bringt, wenn man das ganze Licht hier unten sieht?


Ich sage ja, denn bis jetzt hat jede Reise mit einem ersten Schritt angefangen. Wir müssen jetzt nur einen Schritt weitergehen und versuchen aus den 60 Minuten am nächsten Samstag, öfter mal 5-10 Minuten machen und Strom-/Energieverbraucher einfach mal abschalten. Das hilft vielleicht ein Stück die Apocalypse hinauszuzögern, auch wenn ich ehrlich sein muss und die Welt aktuell von sehr weit oben doch beeindruckend aussieht.

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