Doch der Reihe nach...
Heute war der erste Tag, von großen Besonderheiten im Jahr 2012. Meine allererste Ausfahrt mit den Dubai Roadsters stand an. Anlass war der "Big Hatta Ride". Beginnend in Hatta (wie der Name schon sagt) sollte es in Richtung Sharjah-Kalba-Road gehen und dann weiter in Richtung Kalba. Wendepunkte am ersten Tunnel (rund 70 KM), am zweiten Tunnel (rund 90 KM) oder in Kalba (DEUTLICH mehr) selbst, was für mich aber außer Frage stand. Ich wollte höchstens bis zum zweiten Tunnel fahren. Geplantes Treffen war heute morgen um 6:45 Uhr am Hatta Fort Hotel mit einem kurzen Briefing, Abfahrt um 7:00 Uhr. Das bedeutet für mich: Abfahrt um 5:30 Uhr. Zu meiner Freude fuhr mein Arbeitskollege Yves mit um vom Start ein paar Fotos zu machen (folgen) und eventuell wollte er auch "Supporting Car" machen, was bedeutet, dass ein Auto mit mindestens Warnblinker hinter der Gruppe her fährt, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen. Das es nötig ist, hat man ja beim Blog "Geht ein Mann in eine Bar" von Anfang Januar gelesen. Leider war er von einer anderen ebenfalls wichtigen Aktivität noch nicht wieder fit genug um mitzufahren und er fuhr nach unserem Start wieder fort.
Bis hierhin war alles wunderbar, dann jedoch fuhren wir los. Abgesehen davon, dass einige der rund 25 Anwesenden ein brutales Tempo vorgelegt haben ging es direkt in die Berge und ich fragte mich, wie die das durchstehen wollen, falls die "nur" die kleine Runde fahren wollen. Ich bemerkte allerdings, dass ich fürchterlich außer Form bin und es nicht schaffen werde. Nicht einmal die kleine Runde. Ist das die Rache der Motivation?
Ich habe -vermute ich- nicht umsonst das Gefühl der einzige Rennradfahrer an der Ostküste zu sein und alleine fahren ist doof, aber für jede Tour nach Dubai sprengt auch jeden Rahmen der Möglichkeiten.
Beim zweiten Anstieg ging NICHTS mehr. Ich konnte mein Bein nicht aus eigener Kraft nach oben ziehen. Nicht mal indem ich das andere Pedal runterdrücken wollte. So gab ich nach sage und schreibe 4,5 KM auf und drehte um. So dass ich grade mal auf 9 (in Worten: neun) aktive Kilometer komme. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass ich nicht wirklich begeistert bin.
Wieder am Start angekommen, das Rennrad eingepackt und die Strecke nochmal fahren, um nach Hause zu fahren. Ein kurzes Stück hinter der Stelle, wo ich abgebrochen hatte, standen Polizei, Ambulance und ein PKW, sowie der einzige Supporting Car, der der Veranstaltung zur Verfügung stand. War kein schwerer Unfall eines Radfahrers, ärgerlich ist es aber trotzdem. Das war der Zeitpunkt, als ich mich entschied selbst den Support Car für eine der kürzeren Strecken zu stellen.
Am Sammelpunkt (Einfahrt erster Tunnel) endete die kleine Runde und ich war froh, nicht mehr mit dem Rad unterwegs zu sein, da mein Bein immer noch schmerzt, wurde mein Angebot von einem der Verantwortlichen der Dubai Roadsters begeistert angenommen und ich fuhr mit einer kleineren Gruppe die mittlere Tour.
Gereizt hätte es mich ja schon, aber was nicht geht, geht nicht. Für die Tour brauch ich sehr viel mehr Training. Um mehr Training zu bekommen, wäre ein Trainingspartner nicht schlecht. Die Aussichten sind aber mehr als mager.
Die mittlere Tour verlief dann relativ ereignislos, außer dass mein Angebot über Wasser begeistert aufgenommen wurde. An beiden weiteren kurzen Rastplätzen wurden Flaschen aufgefüllt und ein wenig Smalltalk gehalten. Auf dem letzten Abschnitt signalisierte aber einer der Fahrer ein Problem und wollte aussteigen. Ich hätte nicht gedacht, dass in mein Auto 2 komplette Rennräder Platz haben und man immer noch gemütlich fahren kann.
Später gibts noch weitere Infos. Die mittlere Runde war jedenfalls 86 KM und 1385 Höhenmeter. Höchstwerte oder so kann ich euch leider nicht bieten, da ich ja knapp 45 Minuten verloren hatte und das Garmin nicht großartig unterscheidet. Ein Streckenprofil werde ich aber noch posten.

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