Donnerstag, 15. März 2012

Fotos machen ist kein Verbrechen.

Fotos zu machen ist so eine einfache Sache, aber warum macht man Fotos und wovon?
Die meisten Menschen machen Fotos, um ihren Urlaub später nochmal durchzusehen. Als Erinnerungen an eine schöne Zeit. Manche machen Fotos, weil sie damit ihr Geld verdienen und noch andere fotografieren einfach aus Spaß an der Freude. Bei einigen davon steht das Motiv im Vordergrund, bei anderen die Technik, aber am Ende spielt alles zusammen.
Aus diesem Grund war ich auch vor einiger Zeit bei einem Bekannten einen Workshop besucht, um meine Nachtfotos noch zu verbessern. Und wenn ich mir seine Fotos auf ablazewithlight.com ansehe, weiß ich, wo ich mit meiner Technik mal hinkommen möchte. Dazu fehlt mir aber noch eine Menge. Hauptsächlich an Übung und Zeit.

Es ist weiterhin ein Fakt, dass es selten jemandem weh tut, wenn ein Foto gemacht wird. Nur die Frage, WAS man fotografiert ist nicht so ganz einfach zu beantworten. Dass es in den Vereinigten Arabischen Emiraten verboten ist Polizeistationen, Feuerwachen, den Palast des Scheichs zu fotografieren, ist (mir) bekannt und kann man vermeiden. Mitunter ist es zwar ärgerlich, aber ist nun mal so. Was ich allerdings in einem Foto-Forum gelesen habe, überraschte mich doch etwas. Die weltbekannte Palme Jumeirah gehört der Baugesellschaft Nakheel und diese würden es weniger gerne sehen, wenn man ungefragt Fotos von ihrem Kunstwerk macht. Besonders unbeliebt wären Hobbyfotografen, die sich am Atlantis-Hotel "vergehen".

Gestern wollte ich unbedingt mal wieder Fotos machen und schöne Plätze suchen, die ich auch meiner Liebsten zeigen kann, wenn Sie in knapp 3 Wochen kommt. Zusammen mit einem Kollegen ging es dann nach Dubai. Diverse Stationen waren Deira mit dem alten Markt, engen Gassen und einem ganz anderen Dubai, dass man aus den Katalogen kennt, über den Creek nach Bur Dubai und weiter zum Burj Khalifa.
Nach einer Stärkung und der Umrundung des Turmes, des See und der Mall überlegten wir, wie es weitergehen sollte. Meine Speicherkarte in der Kamera war voll. Zum ersten Mal überhaupt. Ich habe allerdings nicht so viele Bilder gemacht, sondern angefangen in einem anderen Format (RAW) abzuspeichern. Der Unterschied ist schon beachtlich. Da mein Kollege aber seinen Laptop mit hatte, konnte man die Speicherkarte zum Glück leer machen und wir unsere Tour fortsetzen. Ideen? Einige. Umsetzbarkeit? Naja, mal sehen. So entschlossen wir uns gemeinsam auf die Palme zu fahren.
Eigentlich hätten wir schon am "Stamm" halten wollen, weil das letzte Mal die Häuser dort ebenfalls großartig illuminiert waren und wir keinen Parkplatz gefunden hatten, was aber nichts wurde, da wir dieses mal zu spät waren und die Illumination bereits ausgeschaltet war. (Man achtet mittlerweile auch hier auf den Stromverbrauch!.)
Also weiter in Richtung Spitze. Wir hatten das letzte Mal einen interessanten Punkt gefunden, von wo man einen tollen Blick auf das Atlantis hat. Also Aut an den Rand gestellt, Stativ und Kamera und los in Richtung Wasser.
Nach einigen Fotos vom Atlantis drehten wir die Ausrichtung zum Kempinski Hotel The Palm hin und bereits beim ersten Foto fuhr mir ein Auto durchs Bild. Nur ein paar Aufnahmen später wurde ein gelb leuchtender Dachbalken zum Fernlicht und den Nebelscheinwerfern dazugeschaltet und man sprach uns auf eine Lizenz von Nakheel an. Bitte was? Um Fotos vom Hotel zu machen -und sei es nur für private Zwecke- brauch ich eine Lizenz? Mit Sicherheit nicht! Hintergrund der Sache ist, dass Nakheel nur lizensierte Fotos vom Atlantis haben möchte und nicht irgendwelche Hobby-Fotografen-Bilder. Immerhin verlangte man nicht von uns die Bilder zu löschen. Also könnten wir -rein theoretisch- trotzdem verkaufen, was aber nicht Sinn und Zweck meiner Fotos ist. Wenn aber jemand Geld dafür bezahlen will, bitte schön. Solange sich niemand mehr meine Bilder aus dem Netz zieht und behauptet es seien die eigenen Urlaubsfotos...
So konnten wir immerhin schon einige tolle Fotos von Dubai sammeln. Die Bilder von der gestrigen Tour werden (hoffentlich) zeitnah online gestellt.

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