Ja, was denn noch? Die UEFA hat das Rauchen bei der EM 2012 verboten, weil sie die Gesundheit der Zuschauer schützen möchte. Scheren sich die Fußball-Bosse denn kein Stück mehr um die Bedürfnisse der Fans? Eine Empörung eines Nichtrauchers.
Ein solch untertitelter Artikel erreichte mich über Facebook. Dieser Text stammt von 11Freunde und ist lesenswert. 11Freunde
Was fällt diesen Schnittchen-Ultras noch ein um unseren Sport kaputt zu machen. Das es bei internationalen Spielen nur noch Sitzplätze gibt, ist ja mittlerweile schon lange Sitte. Das die Tickets dafür auch dementsprechend mehr kosten, ist selbstverständlich. Kann man leider nicht ändern. Das es auch nur alkoholfreies Bier gibt -auch daran hat man sich danke der Reglementierung durch Polizei und DFL- auch schon dran gewöhnt. Aber, dass jetzt auch noch das rauchen verboten wird... In den sogenannten Familienblöcken kann ich es ja noch einigermaßen verstehen, aber im Rest vom Stadion?
Das ist doch das gleiche, wie das gesetzliche Rauchverbot in Deutschland. Europa hat gesagt, dass Deutschland was machen muss und es wird nichts ordentlich ausgearbeitet, sondern irgendetwas übers Knie gebrochen und auf Landesebene durchgeboxt. Abgesehen davon kann es doch eigentlich nicht so schwer sein, den mündigen Bürger alles in seinem Leben zu diktieren. Es gibt bei Leibe schon genug Gesetze und Verordnungen in Deutschland. So ein wenig kann man es doch dem Menschen selbst überlassen.
Rauchen ist ungesund. Das ist eine Tatsache, die JEDER weiß und kennt. Trotzdem rauchen einige. Bitte schön. Der Staat profitiert ja auch davon (Tabaksteuer, Mehrwertsteuer, Verkaufspersonal, bei dem Lohnsteuer bezahlt werden muss, Mitarbeiter in den Fabriken, die Liste ließe sich fortsetzen). Zum Thema Tabaksteuer stehen mir leider nur Zahlen aus 2009 zur Verfügung, als ein Päckchen Zigaretten noch 4,50 Euro kostete. Damals waren 3,74 Euro (in Worten: drei Euro vierundsiebzig Cent) also umgerechnet 83,1% Steuerabgaben und spülten dem Fiskus 13,3 Milliarden in die Kassen.
Um zurück zu der deutschen bzw. Ländergesetzgebung zu kommen. Ein Kollege von mir -seines Zeichens Nichtraucher- vertritt standhaft die Meinung, dass man den Wirten die Entscheidung über Raucherkneipe oder Nichtraucherkneipe selbst treffen sollten. Die "Kriminalisierung" und "Ghettoisierung" der Raucher geht sogar seiner Meinung nach zu weit. Da kann man dann auch wieder den Bogen zu oben angeführtem Artikel ziehen, in dem das neue Erleben der Disko oder Clubs beschrieben wird. Ich kann dies nicht beurteilen, da ich es irgendwie immer schaffe, die Kneipen zu finden, wo die Raucher auf das Rauchverbot pfeifen und lieber die Strafe zahlen, als ihren Kunden vorzuschreiben, ob sie rauchen dürfen oder nicht. In einer perfekten Welt können Wirte selbst entscheiden, ob ihre Gäste rauchen dürfen oder nicht und ihre (potentiellen) Kunden können entscheiden, ob sie dem Wirt einen Besuch abstatten. Gleiches sollte für Fußballstadien gelten (abgesehen von Schalke, weil da die Luft schon schlimm genug ist, wenn das Dach zu ist). Aber das Land, in dem diese Zustände herrschen, muss wohl erst noch errichtet werden und nennt sich dann UTOPIA!
Ich bin zwar kein Anhänger der Ultra-Szene, aber die fortschreitende Kommerzialisierung des Fußballs nimmt langsam Ausmaße an, wo es nicht mehr schön ist!
Und wie würde er wohl drauf reagieren, wenn er noch aktiv wäre???
Würde er weiterrauchen, wie Helmut Schmidt kürzlich im Fernsehen?
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