Heute war ich zum letzten Mal im Fujairah National Driving Institue um meinen Führerschein abzuholen. Jetzt hab ich das Ding endlich, obwohl knapp 2 Wochen ja eigentlich nicht so lang ist, aber wenn ich dran denke, wie lang das in Deutschland gedauert hätte, wenn es denn überhaupt geklappt hätte.
Ich hatte neulich ja schon erklärt, dass die BRD mir meine Fahrerlaubnis nicht aushändigen will... (Hier)
Jetzt hab ich es aber geschafft und nach 20 Fahrstunden und minimalen theoretischen Aufwand (3x20 Minuten) gings zum Inside-Test und danach zum Examen. Was bei der Fahrschule in den Emiraten allerdings irritert, ist die Tatsache, dass man NACH der bestandenen Prüfung noch einmal in den Theoretischen Unterricht um die Finale Einheit zu bekommen. Dabei bekommt man nur erzählt, dass man sich doch bitte immer anschnallen soll, die Kopfstütze richtig einstellt und nach Möglichkeit immer einen Feuerlöscher im Auto hat.
Wenn man allerdings jetzt denkt, dass Fahrschule gleich Fahrschule ist, liegt man falsch. Während man in Deutschland sehr vie Theorie und Fahrstunden und Sonderfahrstunden nehmen und auf Autobahnen, über Land und bei Nacht fahren muss, ist man in den Emiraten nur im Ort unterwegs und selbst da darf man mit Fahrschulautos nicht in alle Gebiete fahren. So ist zum Beispiel in Fahrtrichtung Dubai am ersten U-Turn nach der Ortsgrenze Schluss und man muss wenden. In Richtung Tennisclub darf man gar nicht erst fahren (vielleicht wegen dem dort angesiedelten Gefängnis). In Richtung Kalba oder Dibba sieht das genauso aus. Aus der Stadt raus (wenn man überhaupt so weit kommt in einer Fahrstunde) und am nächsten U-Turn wird gedreht. Ich bin also 20x45 Minuten durch die Stadt gefahren und habe wieder komplett neue Ecken von der Stadt gesehen, in der ich seit gut neun Monaten lebe.
Die Theorie ist auch - sagen wir mal: gewöhnungsedürftig.
Ja, der Unterricht über Verhalten im Kreisverkehr mit 3 Spuren und so weiter war relativ interessant, aber Verkehrszeichen gibt es hier schon ein paar interessante. Verkehrsschilder für "Kamele kreuzen" kennt man in Deutschland ja mit Kühen oder Wild. Der Warnhinweis für DÜNE war mir allerdings neu. Also doch was gelernt - Ziel erreicht. Warum man hier aber die Bedeutung des Verkerszeichen "SCHNEEKETTENPFLICHT" lernt - erschloss sich mir erst, als ich mit meinem Fahrlehrer drüber geredet hatte. Man erhält in den Emiraten den internationalen Führerschein und wenn man mal in ein Land reist, wo einem das Schild begegnet, sollte man wissen, was es bedeutet.
Mal ehrlich. Wenn Schneeketten vorgeschrieben werden, muss schon eine hartnäckige Weeterlage herrschen, bei der Emiratis oder Pakistanis oder Inder/Menschen, die hier ihren Führerschein gemacht haben) zum ersten mal in so eine Situation kommen, sind sie schon lange hoffnungslos verloren und liegen schon irgendwo im Graben.
Auch Sonderfahrten gibt es hier nicht. Autobahn, Nacht oder über Land... Darf man sich alles selber beibringen. Fahren in Dubai wird bestimmt auch ein Abenteuer. Werde demnächst vielleicht mal hinfahren und bring euch dann einen Erfahrungsbericht.
Die Prüfungsprozedur ist ein Witz.
Beim Inside-Test musste ich einmal rückwärts um 90°, einmal rückwarts parallel zur Fahrbahn einparken, Am "Berg" anfahren (vorwärts und rückwärts, wobei der BErg ein 2 Meter hoher Asphalthügel war) und 10 Schilder mit ihrer Bedeutung in eigenen Worten erklären.
Die praktische Fahrprüfung war noch witziger.
Ich wurde mit 7 anderen Leuten in einen Bus gesetzt und fuhren einem Prüfling und 2 Polizisten im Prüfungsauto hinterher. Jeder Prüfling hatte seine Nummer und schnell war klar, ich komm als letzter an die Reihe. Da die Klimaanlage im Bus nicht richtig funktionierte machte ich mir schnell ernsthafte Gedanken. Aber es lief schneller als ich dachte. Jeder fuhr nur 5-15 Minuten und hatte danach entweder bestanden oder nicht. So kam ich nach rund 70 Minuten an die Reihe. Meine Route für die Fahrprüfung ist schnell erzählt.
50 Meter gerade aus
Links abbiegen
U-Turn
Rechts abbiegen
100 Meter fahren
Bitte anhalten, bestanden, Glückwunsch, Danke auf Wiedersehen.
Zurück im Insttitute ging es dann nochmal an den Schalter und die letzten Gebühren bezahlt - 3 Tage später (heute) Führerschein abholen und viel Spaß beim fahren.
Ich lass mich jetzt mal überraschen, was auf mich zukommt. Immerhin schaffe ich es mittlerweile auch immer besser mit dem Rennrad (und Helm) im hiesigen Strassenverkehr klar zu kommen.
Ich hatte neulich ja schon erklärt, dass die BRD mir meine Fahrerlaubnis nicht aushändigen will... (Hier)
Jetzt hab ich es aber geschafft und nach 20 Fahrstunden und minimalen theoretischen Aufwand (3x20 Minuten) gings zum Inside-Test und danach zum Examen. Was bei der Fahrschule in den Emiraten allerdings irritert, ist die Tatsache, dass man NACH der bestandenen Prüfung noch einmal in den Theoretischen Unterricht um die Finale Einheit zu bekommen. Dabei bekommt man nur erzählt, dass man sich doch bitte immer anschnallen soll, die Kopfstütze richtig einstellt und nach Möglichkeit immer einen Feuerlöscher im Auto hat.
Wenn man allerdings jetzt denkt, dass Fahrschule gleich Fahrschule ist, liegt man falsch. Während man in Deutschland sehr vie Theorie und Fahrstunden und Sonderfahrstunden nehmen und auf Autobahnen, über Land und bei Nacht fahren muss, ist man in den Emiraten nur im Ort unterwegs und selbst da darf man mit Fahrschulautos nicht in alle Gebiete fahren. So ist zum Beispiel in Fahrtrichtung Dubai am ersten U-Turn nach der Ortsgrenze Schluss und man muss wenden. In Richtung Tennisclub darf man gar nicht erst fahren (vielleicht wegen dem dort angesiedelten Gefängnis). In Richtung Kalba oder Dibba sieht das genauso aus. Aus der Stadt raus (wenn man überhaupt so weit kommt in einer Fahrstunde) und am nächsten U-Turn wird gedreht. Ich bin also 20x45 Minuten durch die Stadt gefahren und habe wieder komplett neue Ecken von der Stadt gesehen, in der ich seit gut neun Monaten lebe.
Die Theorie ist auch - sagen wir mal: gewöhnungsedürftig.
Ja, der Unterricht über Verhalten im Kreisverkehr mit 3 Spuren und so weiter war relativ interessant, aber Verkehrszeichen gibt es hier schon ein paar interessante. Verkehrsschilder für "Kamele kreuzen" kennt man in Deutschland ja mit Kühen oder Wild. Der Warnhinweis für DÜNE war mir allerdings neu. Also doch was gelernt - Ziel erreicht. Warum man hier aber die Bedeutung des Verkerszeichen "SCHNEEKETTENPFLICHT" lernt - erschloss sich mir erst, als ich mit meinem Fahrlehrer drüber geredet hatte. Man erhält in den Emiraten den internationalen Führerschein und wenn man mal in ein Land reist, wo einem das Schild begegnet, sollte man wissen, was es bedeutet.
Mal ehrlich. Wenn Schneeketten vorgeschrieben werden, muss schon eine hartnäckige Weeterlage herrschen, bei der Emiratis oder Pakistanis oder Inder/Menschen, die hier ihren Führerschein gemacht haben) zum ersten mal in so eine Situation kommen, sind sie schon lange hoffnungslos verloren und liegen schon irgendwo im Graben.
Auch Sonderfahrten gibt es hier nicht. Autobahn, Nacht oder über Land... Darf man sich alles selber beibringen. Fahren in Dubai wird bestimmt auch ein Abenteuer. Werde demnächst vielleicht mal hinfahren und bring euch dann einen Erfahrungsbericht.
Die Prüfungsprozedur ist ein Witz.
Beim Inside-Test musste ich einmal rückwärts um 90°, einmal rückwarts parallel zur Fahrbahn einparken, Am "Berg" anfahren (vorwärts und rückwärts, wobei der BErg ein 2 Meter hoher Asphalthügel war) und 10 Schilder mit ihrer Bedeutung in eigenen Worten erklären.
Die praktische Fahrprüfung war noch witziger.
Ich wurde mit 7 anderen Leuten in einen Bus gesetzt und fuhren einem Prüfling und 2 Polizisten im Prüfungsauto hinterher. Jeder Prüfling hatte seine Nummer und schnell war klar, ich komm als letzter an die Reihe. Da die Klimaanlage im Bus nicht richtig funktionierte machte ich mir schnell ernsthafte Gedanken. Aber es lief schneller als ich dachte. Jeder fuhr nur 5-15 Minuten und hatte danach entweder bestanden oder nicht. So kam ich nach rund 70 Minuten an die Reihe. Meine Route für die Fahrprüfung ist schnell erzählt.
50 Meter gerade aus
Links abbiegen
U-Turn
Rechts abbiegen
100 Meter fahren
Bitte anhalten, bestanden, Glückwunsch, Danke auf Wiedersehen.
Zurück im Insttitute ging es dann nochmal an den Schalter und die letzten Gebühren bezahlt - 3 Tage später (heute) Führerschein abholen und viel Spaß beim fahren.
Ich lass mich jetzt mal überraschen, was auf mich zukommt. Immerhin schaffe ich es mittlerweile auch immer besser mit dem Rennrad (und Helm) im hiesigen Strassenverkehr klar zu kommen.
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