Dienstag, 18. Oktober 2011

Die Occupy-Bewegung und die Medien


Der Protest gegen die Banken durch die Occupy-Bewegung ist eine tolle Sache. Ob er was bringt oder nicht ist eine andere Sache. Ad absurdum wird das ganze aber dadurch geführt, dass die, die an den Pranger gestellt werden, das ganze aber Tatkräftig unterstützen. So dürfen zum Beispiel die Camper auf dem Willy-Brandt-Platz in Frankfurt in der EZB duschen. Protestler und Betroffene kooperieren also. Jetzt muss nur noch an 2 Sachen gearbeitet werden.

1. Die Forderungen der Occupy-Bewegung müssen (soweit möglich) durchgesetzt werden. Mit Sicherheit ist das nicht zu 100% durchzusetzen, aber dann könnte man sich auf einen Konsens einlassen.

2. Die Boulevardmedien sollten aufhören die Wirklichkeit so zu verfälschen, wie es Ihnen am besten in den Kram passt um Einschaltquoten, oder reißerische Titelzeilen zu produzieren. "Kraus seinerseits wird nun vor der EZB von Journalisten umlagert; ein RTL-Team bittet ihn, für die Kamera ein Bündel Karotten aus einem Zelt zu holen, später eine Wolldecke und seinen Schlafsack in ein anderes Zelt zu stecken. Das gehe zu weit, meint Kraus zu der Reporterin, „das ist genau der Punkt, an dem Ihr arbeiten müsst“. Boulevardmedien stellten vieles verfälscht dar. Beispielsweise habe man sich, anders als von manchen berichtet, in Frankfurt auf friedlichen und gewaltfreien Protest geeinigt: „Alles andere ist kontraproduktiv und schreckt ältere Menschen ab.“(Zitat FAZ)"

Klar ist ein gewaltfreier Protest eine tolle Sache, wenn aber jemand der Meinung ist, eine Flagge der Linkspartei mit auf die Demo zu nehmen, so ist das seine Sache. Auch wenn der Veranstalter darum gebeten hat, keinerlei politische Abzeichen, Flaggen oder sonstiges mitzubringen oder transparent zur Schau zu stellen, ist Deutschland immer noch eine Demokratie, in der die Meinungs- und Redefreiheit immer noch gültig ist. Weiterhin ist die Linkspartei keine verbotene Partei oder Organisation, sondern eine legale, zugelassene, im Bundestag vertretene Partei. Man kann, die Person ja bitten, die Flagge einzurollen, wenn dieser aber nicht will, müssen andere Mechanismen greifen, als Drohungen von körperlicher Gewalt. (Inwieweit das stimmt ist natürlich auch fraglich, da ich dies auch nur aus den oben angeführten Medien weiß)



Ich bin mal gespannt, wie die Sache weitergeht, aber ich befürchte, dass sich das alles im Sand verlaufen wird.

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